Zwischenstand der Waldräumung

Hier nochmal der derzeitige Stand, der zuletzt aus dem Wald durchgegeben wurde:

  • Heute wurden die Baumhäuser „Fabacea“ und „Kontiki“ sowie der Skypod (in Seilen frei hängende Plattform) im Barrio „Norden“ geräumt. Damit gibt es dieses Barrio nicht mehr, dafür ganz viel neue Wut. Einer der geräumten Bewohner*innen hat mit unserem solidarischen Rechtsanwalt Christian Mertens Klage gegen die Vernichtung seines Wohnraums eingelegt; Mertens ist bereit, auch noch mehr Bewohner*innen und andere mit so einer Klage zu unterstützen. (Angabe von Personalien erforderlich.)
  • Außerdem wurde eine befahrbare Schneise zwischen den Barrios „Beechtown“ und „Cozytown“ nördlich der Wiese gerodet. Dort gab es bisher nur Fußpfade.
  • Heute wurden auch die Barrikaden zwischen dem Kieswerk Collas und der zentralen Kreuzung im Wald namens „Jesus Point“ geräumt. Das bedeutet erstens eine weitere Zufahrt zum Wald und ist zweitens insbesondere für das Barrio „Kleingartenverein“ nahe des Kieswerks bedrohlich.
  • Gestern wurde im Barrio „Norden“ ein halbfertiges Baumhaus ‚Amagir‘ geräumt und zerstört.
  • Es gibt seit gestern  jeweils eine befahrbare Schneise vom Hauptweg in die Barrios „Oaktown“ und „Gallien“. Sie enden am Baumhausern „Mona“ (Oakt.) bzw. zwischen „Tower“ und „Paradies“ (Gallien). Jede Schneise die sie schlagen bedeutet Baumfällungen. Es reicht! Gallien berichtet von 40 gefällten Bäumen; um das zu vertuschen wurden Baumstümpfe und Wurzeln heraus gerissen und die Löcher mit Sand verfüllt. Allerdings wurde offenbar in Gallien bisher nicht geräumt.
  • In Oaktown wurden gestern die Baumhäuser Pyra, Mona und Stube geräumt. Von der Hütte Simona wurde das Dach abgedeckt, der Rest der Hütte scheint noch zu stehen. Im Tunnel unter der Hütte befinden sich nach wie vor zwei Personen. Der Rest von Oaktown steht (d.h. Floki, Tower, Mouse-House, Nest), zum Skypod „Raste“ und dem niedrigen Baumhaus „Hundehütte“ (auch Anna Campbell genannt) nahe „Simona“ gibt es gerade keine Information.
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Presseerklärung 13.09.2018

Massenräumung der Hambacher Forst Besetzung, große Solidaritätsproteste

Heute hat der Kampf um den Hambacher Forst einen sich seit langer Zeit ankündigenden Höhepunkt erreicht.

Früh am Morgen hat die Polizei ihre Einsatzkräfte aus ganz Deutschland mobilisiert. und fingen an, mit Räumungspanzern, Wasserwerfern, Kletterpolizist*innen und technischen Einheiten die bisher größte Eskalation vorzubereiten: das Fortfahren der Räumung des Besetzungscamp für Klimagerechtigkeit.

Es war von Anfang an klar (auch weil uns bis dahin Informationen darüber erreicht hatten), dass der Tag den größten Polizeieinsatz in der Geschichte NRWs mit sich bringen würde.

Die Polizei kam von der Secustraße über den Osteingang, bei der Deathtrap/Lollipop Besetzung und musste erst eine Sitzblockade katholischer und evangelischer Pilgerer räumen, bevor sie mit der Räumung der ersten Barrikade beginnen konnten, was einige Stunden dauerte. Nachdem sie die BesetzerInnen der ersten Barrikade (Ein Tripod und ein Monopod) festgenommen hatten und einen protestierenden Menschen gewaltsam angegriffen hatten, konnten sie mit der Räumung der zwei Bäumhäuser am Eingang (Deathtrap und Lollipop) weitermachen. Kurz nach Mittag drang die Polizei in den nördlichsten Teil der Besetzung (genannt “der Norden”) ein. Dort begannen sie Menschen aus Hängematten sowie Baumhäuser zu räumen. Die Räumung wurde den ganzen Tag über fortgesetzt und die Polizei war in allen Teilen des Waldes sehr stark präsent.

Als Protest gegen die Räumung der Waldbesetzung, die gewaltvolle Eskalation der Polizei und die Rodung des Waldes trotz des offiziell verkündeten Rodungsstopps bis zum 14. Oktober, lief eine Demonstration von 1600 Menschen aus dem nahen Dorf Buir Richtung wald. Ein weites Spektrum von Menschen aus der ganzen Region, Kinder genauso wie Senioren zeigten ein starkes Zeichen der Solidarität mit den AktivistInnen des Hambacher Forstes. Als die Demonstration die Mahnwache erreichte, verbot die Polizei der Demonstration weiter zu gehen. Entgegen der Anweisungen der Polizei fuhr die Versammlung fort, sich in Richtung des Wiesencamps zu bewegen und eine Gruppe von ca. Hundert Leuten schaffte es so, durch die Polizeiketten zu brechen und mit Unterstützung der “Aktion Unterholz” in den Wald zu gelangen, um dort die Ausrüstung von Polizei und RWE zu blockieren.

Auch wenn heute die ersten Baumhäuser geräumt und AktivistInnen verhaftet wurden, auch wenn jetzt gerade Teile des einzigartigen Ökosystems dieses Waldes zerstört werden, war die Botschaft dieses Tages so klar und hell wie ein Lagerfeuer in der Nacht: Die Bewegung ist stark, wird immer weiter gegen die Ungerechtigkeit des Staates und den Energieriesen RWE kämpfen und wird sich auf jeden Fall weiter für Klimagerechtigkeit im rheinischen Braunkohlerevier und in ganz Deutschland einsetzen!

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Gefahrenabwehr

Im Bundesland NRW wurde durch das Landeskriminalamt, für dessen Aufsicht und Übertragung von Aufgaben das Innenministerium, geleitet von Minister Reul bemächtigt ist, die Zone Hambacher Forst und Zugangswege zum Gefahrengebiet (Gefahrenabwehr, PolG NRW) ernannt. Durch diese Maßnahme wird die Einschränkung von Grundrechten(z.B.: Versammlungsrecht, Recht auf Datenschutz, Freiheit der Person) für jeden Bürger, der dieses Gebiet betritt oder sich bereits in ihm befindet legitimiert

Es wurden keine der Öffentlichkeit zugänglichen Fakten präsentiert, die diese Maßnahme rechtfertigen würde.

Folgende Beiträge wurden der Öffentlichkeit als Rechtfertigung der Maßnahme präsentiert:

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Tag X ist da! Wie werde ich aktiv?

Achtung Dieser Artikel wurde am 6. September veröffentlicht. Die Situation hat sich sehr geändert, wie du auf dem Blog lesen kannst. Aber sonst ist der Inhalt des Artikel noch gültig.

Tag X ist da! Wie werde ich aktiv?

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Pressemitteilung 05.09.2018

RÄUMUNG DER BODEN- UND BLOCKADESTRUKTUREN IM HAMBACHER FORST

Im Moment räumen RWE Mitarbeiter_Innen in Zusammenarbeit mit der Polizei NRW Bodenstrukturen  und die Blockadevorrichtungen  auf den Zufahrtswegen der Hambacher Forst Besetzung.

Seit 7:30AM, greifen die Polizeikräfte im Auftrag von RWE brutal die Strukturen des Protestcamps an und eskalieren weiter die Lage in dem Streit um den 12.000 Jahre alten Wald.

Die Hütten, Zelte und improvisierten Unterkünfte, die von den Kräften des deutschen Staates zerstört werden, fungieren nicht nur als Basis für die Organisation des Widerstands, sondern auch als Lebensraum für eine große Gruppe von Menschen. Die repressive Polizeiaktion ist daher nicht nur ein Angriff auf die Bewegung für den Erhalt des Waldes und für Klimagerechtigkeit, sondern ein Angriff auf Freiräume weltweit und Alternativen zum kapitalistischen System.

Die Zerstörung der Bodenstruktur, beinhaltet auch die Räumung von besetzten Barrikaden, sogenannten „Tripods“ (Dreibein) wo sich Aktivist_Innen anketten, um so die Räumung der Polizei  zu erschweren.

Diese gewaltsame Eskalation der Polizei folgt dem Ruf des Innenministers NRW Herbert Reul (CDU) auf eine Politik der „Null-Toleranz“ gegenüber den Klimaaktivisten_Innen im Wald. Auf diese Weise schützt Herbert Reul aktiv die Interessen des Energiekonzerns RWE und der Kohlelobby, und trägt nicht deeskalativ zu dem Konflikt bei.

                 

Foto: https://twitter.com/SWeiermann

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Angst

Sie haben Angst. Sie, also die Politik die satt und behäbig ist solange niemand ihre Macht gefährdet. Sie, aber die RWE-spitze wie sie sich verzweifelt daran klammert ach-so unersetzlich zu sein. Sie haben Angst. Angst vor dem, was der Hambacher Forst und all die Verknüpfungen welche durch die jahrelange Besetzung entstanden verkörpert.

Angst vor einer Welt in der all ihr schönes geld und all die bedrohlichen Machtmittel nichts wert sein würden.
Angst vor der Freiheit, vor der Selbstorganisation. Die ohne Staatliche Institutionen auskommt.

Darum müssen jetzt schwere Geschütze aufgefahren werden. Gefahrengebiet samt endlosen schikanen, vielleicht die Bundespolizei, vielleicht noch wer weiß was. Sinngemäß brachte es ein Beamter,der mich heute ziemlich ruppig kontrollierte, sehr schön auf den punkt indem er sagte:

„Wenn wir hier nicht durchgreifen gibt es bald überall solche Camps.“

Das ist es: Wenn also hier im und um den Hambacher Forst eine Geschichte des erfolgreichen Wiederstandes geschrieben würde … dann…
ja was dann?

Was hieße das für sämtliche Wiederständige Orte die das Potenzial bieten antinational, emanzipatorisch und radikal zu agieren?
Es hieße DASS ES MÖGLICH IST sich Machtintressen von Konzernen und (Landes)regierungen entgegen zu stellen.

Es hieße Dass WIR UNSER LEBEN IN DIE HAND NEHMEN UND GRENZENLOS LEBEN KÖNNEN.

Davor haben sie Angst.
Nicht vor Mollis oder zwillen, das ist nur vorgeschoben. Denn diese sind nur ein Zeichen dafür dass dem Staat Kontrolle entzogen wird.
Sie haben Angst davor dass ihnen die Macht entgleiten könnte.

Wenn der Hambi bleibt, dann wäre das ein Multiplikator der Selbstorganisation denn eine ungeheure Signalwirkung würde hiervon ausgehen.
Lasst uns kämpfen. Vielleicht können wir ihre Ängste real werden lassen.

Ich habe auch Angst.
Angst davor was sie Menschen antun können. Angst davor dass der Staat eher endlose Brutalität zeigt als uns gewinnen zu lassen.
Angst davor Menschen verletzt oder weggespert zu wissen.
Ich will mit einem Freudenfeuer aus diesem Wald gehen können.

Nicht emotional oder physisch verstümmelt.
Aber das Risiko muss ich eingehen, sonst überlasse ich ihnen wieder die Macht.

Passt aufeinander auf.
Baut auf was euch aufbaut.

ES LEBE DIE UTOPIE!!!

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Raid on the meadow – The show must go on!

http://waa.blogsport.de/2018/08/29/raid-on-the-meadow-the-show-must-go-on/

You are interested in watching a play? A play about how the state is (not) working? Then come to the Hambacher Forest and you don´t even have to pay for it!

Within the last days a lot of curios cop actions occured. The raid and partly destruction of the meadow in front of the Hambacher Forest is just the new peak.

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Eine Stimme aus dem Wald – Warum die Besetzung bleiben muss!

Liebe Menschen – egal wer oder wo ihr seid,

Wir wollen mit diesem Text laut schreien: ES REICHT!

Die Besetzung des 12.000 Jahre alten Hambacher Forstes zum Schutz vor der drohenden Rodung für einen Braunkohletagebau ist für uns persönlich hier in Deutschland gerade der wichtigste GELEBTE Widerstand gegen die profitgetriebene Zerstörung dieser Welt.

Nun gibt es viele Anzeichen, dass ebendiese Waldbesetzung in den nächsten Tagen geräumt werden könnte.

Wir alle wissen, dass es nicht so weiter gehen kann! Wir alle wissen, dass der Klimawandel schon heute Menschen auf die Flucht und in den Tod treibt! Auch hier spüren wir bereits die Auswirkungen in Form von überfluteten Kellern und vertrockneter Landschaft, die uns aber kaum treffen, weil Geld und Ressourcen im Überfluss vorhanden sind. Weil bestes Trinkwasser weiterhin aus unseren Wasserhähnen kommt. Weil Stacheldraht an den Grenzen die Menschen von uns abschirmt, die am meisten leiden. Wir alle wissen, dass die Ausbeutung von Mensch und Natur in einem Wirtschaftssystem in dem es nur um Wachstumszahlen geht, täglich unglaubliches Leid verursacht! Wir alle wissen, dass wir unseren Enkel*innen und Urenkel*innen einen Scherbenhaufen hinterlassen, wenn wir nicht genau JETZT grundlegend in eine andere Richtung steuern!

Im Hambacher Forst reicht es Aktivist*innen nicht länger einfach nur davon zu wissen. Hier setzen sich Menschen mit aller Energie die sie haben dafür ein, dass dieser Wahnsinn aufhört. Das Überschreiten der Schwelle von passiver Hinnahme der Verhältnisse hin zu einem aktiven Eingreifen und zum Aufbau einer gelebten Alternative hat hier eine ungeheure Kraft freigesetzt. Es ist die Kraft der Selbstermächtigung. Die Kraft, die entsteht, wenn Menschen erkennen wieviel sie bewegen können, wenn sie sich für eine gemeinsame Überzeugung einsetzen!
Eine Kraft, die bewirkt, dass es den längsten Räumungseinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik brauchte um die erste Waldbesetzung zu räumen. Eine Kraft, die bewirkt, dass die Waldbesetzung trotz weiterer Räumungen und zahlreicher Polizeieinsätze seit über 6 Jahren existiert und heute so viele Bäume besetzt sind wie nie zuvor. Eine Kraft, die bewirkt, dass in 3 Monaten 30 Baumhäuser bis zu 27 Meter hoch in die Kronen von Bäumen gebaut wurden – größtenteils von Menschen, die bevor sie in den Wald kamen, noch nie einen Klettergurt anhatten oder wussten, wie man in 20 Metern Höhe ohne große technische Hilfsmittel eine Plattform in die Äste baut. Eine Kraft, die Menschen dazu bewegt sich den Räum- und Rodungsmaschinen angekettet auf Barrikaden in den Weg zu stellen und die darauf häufig anschließenden Tage bis Monate im Knast mit erhobenem Kopf zu überstehen – weil sie wissen wofür sie kämpfen und weil sie wissen, dass sie nicht alleine sind, sondern ein kollektives Bewusstsein und eine kollektive Bereitschaft zum Widerstand sie vereint.

WIR MÜSSEN GENAU DIESE KRAFT UNBEDINGT ERHALTEN, WEIL SIE DIE KEIMZELLE FÜR BESSERE VERHÄLTNISSE IST! DIE BESETZUNG IM HAMBACHER FORST MUSS BLEIBEN, WEIL SIE VIEL MEHR IST ALS EIN LOKALER WIDERSTAND GEGEN BRAUNKOHLE!

Und aufgrund von genau dieser Kraft, die wir im Widerstand im Hambacher Forst täglich spüren, sind wir uns sicher: Die Menschheit könnte bessere Verhältnisse schaffen! Wir haben uns nur jahrhundertelang so klein machen lassen! Haben uns einreden lassen, dass wir ja doch nichts bewegen können, dass wir nichts von diesem oder jenem verstehen und die Menschen nunmal so sind – egoistisch & zerstörerisch. Aber wir sind uns sicher, dass die menschliche Fähigkeit über jegliche Grenzen hinweg zu lieben, empathisch zu sein und zusammenzuhalten viel viel größer ist!

Wir wollen nicht in einer Welt leben in der es völlig in Ordnung ist tausende Hektar wertvollen Lebensraums für Millionen von Wesen zugunsten eines klimaschädlichen Rohstoffes zu zerstören, während ein Mensch der sich dagegen wehrt indem er trommelnd in einer Gruppe von anderen Menschen gegen einen Polizeieinsatz demonstriert für 9 Monate in den Knast muss (Und mit Blick auf die Ungerechtigkeit die hier geschieht, spielt es für uns auch überhaupt keine Rolle, ob aus derselben Gruppe Menschen Böller in die NÄHE von bis an die Spitze des großen Zehs GEPANZERTE Polizeikräfte geworfen haben).

BITTE SETZT EUCH FÜR DEN ERHALT DES HAMBACHER FORSTES EIN! JEGLICHE FORM DES PROTESTS UND WIDERSTANDS KANN HELFEN!

VERBREITET DIE INFORMATION IN EUREN KREISEN; UNTERSTÜTZT DIE BESETZUNG MIT GELD- ODER SACHSPENDEN; KOMMT VOR – ODER WÄHREND DER RÄUMUNGEN IN DEN WALD – ZUM BAUM BESETZEN, BLOCKIEREN ODER FÜR SONSTIGE AKTIONEN; SCHREIBT PROTESTBRIEFE & PRESSEMITTEILUNGEN, MACHT DEMOS UND AKTIONEN BEI EUCH VOR ORT!

Alle Infos die ihr braucht, findet ihr auf dem Blog: hambacherforst.org

Rebellische und entschlossene Grüße,

Einige aufgebrachte Menschen aus der Waldbesetzung

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Polizei im Wald

Heute, Freitag den 24. August

Derzeit ist Polizei im Wald.

19:40 Der heutige Einsatz scheint beendet. Sieben Stunden, zwei Barrikaden, über 600 Bullen.

18:30 Auch das Auto ist weggeräumt.

18:00 Mensch aus zweitem Auto geräumt.

Update 17:50: Anerkennende Worte der Technischen Einheit: „Da hat jemand gut gearbeitet.“

Update 17:20:

Nahe des Kieswerk hat sich ein Mensch an einen Bulldozer angekettet und diesen mit einem Lockon erstmal aufgehalten. Jetzt schneidet die Polizei das Lock mit einem Trennschleifer auf. Im Bereich Lollypop/Deathtrap trifft weitere Polizei und Räumungsausstattung ein. Gleichzeitig hat ein Mensch es geschafft, an der Hundertschaft vorbei in das unbesetzte dort stehende Auto zu kommen und sich dort anzuketten.

nachträgliches Update ca. 16:00: erste Autobarrikade geräumt.

Update 14:20: über 40 Wannen, Räumfahrzeuge, Höhen“rettungs“-Team und Betonmischer im Wald.

Ungefähr 50 Manschaftswagen der Polizei sind derzeit im und um den Wald im Einsatz. In Buir stehen Wasserwerfer und Räumpanzer bereit. Gegen 12 Uhr betrat die Polizei im Norden und bei Deathtrap/Lollypop den Wald. Einsatzziel ist scheinbar das Abschleppen eines Auto am Waldeingang nahe der alten Autobahnauffahrt. Hubschrauber kreisen ununterbrochen über dem Wald. Die Polizei hat die Bereiche des Waldes betreten (Norden, Jesuspoint), in denen laut deren Aussage kein Einsatz stattfinden wird.

Der Polizeieinsatz dauert noch an. Weitere Informationen folgen. (Stand 13:50)

In den nächsten Tage und Wochen rechnen einige Menschen aus dem Wald mit vielen solchen Einsätzen und mit der Räumung aller Baumhäuser. Seit 6 Jahren bereiten sich die Menschen darauf vor die Zerstörung unseres Hambacher Forst durch die Polizei und RWE zu verhindern. Dafür wurden Baumhäuser und Barrikaden gebaut. Menschen haben sich z.B an Bagger, Kraftwerke und Bäume gekettet, zu viele sind in Gefängnisse gesteckt worden. Die Menschen im Wald machen dennoch weiter und werden auch nach einer Räumung weiter machen.

Falls du zu viel Geld übrig hast und etwas davon loswerden möchtest um die Menschen im Wald zu unterstützten z.B. um weiteres Klettermaterial zukaufen, kannst du das gerne tun:

Konto: Spenden und Aktionen
Volksbank Mittelhessen
Betreff: Hambacher Forst,
IBAN: DE29 5139 0000 0092 8818 06
BIC: VB­MH­DE5FXXX

 

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