FOREST ANTI-SPE DAYS #3 [ENG/DEU]

CHAOS AND RAGE, SMASH EVERY CAGE

BORDERLESS CALL:

JOIN US IN THE HAMBACHER FOREST FOR A GATHERING FOR ANIMAL LIBERATION!

In the factory farms and vivisection labs, our nonhuman comrades are already fighting back. The time is ripe – let’s share skills and perspectives on how to support their resistance! By “anti-speciesism” we don’t mean online activism, vegan capitalism or cop-hugging pacifism – we’re opening a space to plot against human supremacism, and we’ve no need for bureaucratic organizations of any kind.

Many animal rights groups have become a hotbed for fascist/homophobic/cissexist/macho/white supremacist/colonialist views and behaviour. Others promote liberalism, the state or single out human activists as animal “saviours”. We want to build on two years of anti-spe days explicitly pushing against these tendencies, uncompromising in our rejection of all forms of oppression and domestication. Let’s meet each other and make some trouble!

You can find us again in the Hambacher Forest, one of Europe’s largest autonomous spaces, still squatted after 10 years. (It’s a forest so be ready to camp).

We want the workshops to be more horizontal this year – you can help us by proposing your own! Some ideas we have so far:

– First aid/veterinary care for other animals

– Action planning/scouting

– Hunt sabotage

– Tech workshop

– Sharing international struggles

– Anti-civilisation anarchy + anti-speciesism

– Animal liberation + chaos

– Open discussion on abolishing pets

– Graffiti skillshare

– Self-defence

– Action climbing

– Movie night

– Theater performance (!?)

– Open mike night

Pack a sleeping bag – and coffee and peanut butter if you got it! Make it here however you can and see you in July!

More workshops/other info to be announced over next while. And be in touch if we can answer questions or otherwise help.

Make trouble + have fun (;

FASD

forestantispedays[at]riseup[dot]net

https://forestantispedays.noblogs.org/


 

GRENZENLOSER AUFRUF:

KOMMT MIT UNS IN DEN HAMBACHER FORST ZU EINER VERSAMMLUNG FÜR DIE TIERBEFREIUNG!

In den Massentierhaltungen und Vivisektionslaboren wehren sich unsere nichtmenschlichen Kameraden bereits. Die Zeit ist reif – lasst uns Fähigkeiten und Perspektiven austauschen, wie wir ihren Widerstand unterstützen können! Mit “Antispeziesismus” meinen wir nicht Online-Aktivismus, veganen Kapitalismus oder Bullen-umarmenden Pazifismus – wir eröffnen einen Raum, um gegen die menschliche Vorherrschaft vorzugehen, und wir brauchen keine bürokratischen Organisationen irgendeiner Art.

Viele Tierrechtsgruppen sind zu einer Brutstätte für faschistische/homophobe/cissexistische/macho/white supremacist/kolonialistische Ansichten und Verhaltensweisen geworden. Andere fördern den Liberalismus, den Staat oder stellen menschliche Aktivisten als “Tierretter” hin. Wir wollen auf zwei Jahren Anti-Spe Days aufbauen, die sich explizit gegen diese Tendenzen richten und kompromisslos alle Formen der Unterdrückung und Domestizierung ablehnen. Lasst uns einander treffen und Ärger machen!

Ihr könnt uns wieder im Hambacher Forst finden, einem der größten autonomen Räume Europas, der nach 10 Jahren immer noch besetzt ist. (Es ist ein Wald, also seid bereit zu campen).

Wir möchten, dass die Workshops dieses Jahr horizontaler sind – du kannst uns helfen, indem du deine eigenen vorschlägst! Einige Ideen, die wir bis jetzt haben:

– Erste Hilfe/Veterinärmedizinische Versorgung für andere Tiere

– Aktionsplanung/Scouting

– Jagd-Sabotage

– Technik-Workshop

– Internationale Kämpfe teilen

– Anti-Zivilisations-Anarchie + Anti-Speziesismus

– Tierbefreiung + Chaos

– Offene Diskussion über die Abschaffung von Haustieren

– Graffiti-Workshop

– Selbstverteidigung

– Action-Klettern

– Filmabend

– Theateraufführung (!?)

– Open mike night

Packt einen Schlafsack ein – und Kaffee und Erdnussbutter, wenn ihr welche habt! Kommt her, wie immer ihr könnt, und wir sehen uns im Juli!

Weitere Workshops und andere Informationen werden in der nächsten Zeit bekannt gegeben. Und meldet euch, wenn wir Fragen beantworten oder anderweitig helfen können.

Macht Ärger + habt Spaß (;

FASD

forestantispedays[at]riseup[dot]net

https://forestantispedays.noblogs.org/

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Aufruf zur Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung +++ Offener Brief an die Linken Kräfte in Deutschland +++ Einladung zum Internationalistischen Jugendfestival in Lützerath 28.05.22 +++

Als Teil der linken Klimagerechtigkeitsbewegung in Deutschland rufen wir dazu auf, sich mit dem Kampf der Kurdischen Freiheitsbewegung in allen 4 Teilen Kurdistans (Iran, Irak, Syrien und Türkei) zu solidarisieren. Um uns kennenzulernen und um der krisengeprägten Realität einen gemeinsamen Aufbruch entgegenzusetzen, laden wir euch alle zum internationalistischen Jugendfestival in Lützerath am 28. Mai 2022 ein! Wir wollen einen Ort der Begegnung schaffen, der revolutionären Perspektiven und des Austausches. Gemeinsam kämpfen heißt gefährlich zu werden.

Im Schatten des schrecklichen Krieges in der Ukraine hat das türkische Militär eine weitere Großoffensive vorbereitet, die am 17. April gestartet hat. Während der Aufschrei zu dem Angriffskrieg durch Russland in der Ukraine groß ist, wird über die Großoffensive der Türkei gegen Südkurdistan laut geschwiegen. Bei dem aktuellen Angriff zielt die faschistische türkische Armee nicht nur auf das Herz der Bewegung in den Bergen Südkurdistans (Irak): Auch Şengal, die Stadt, in der der IS 2014 einen Genozid an Ezid*innen begangen hat und Kobanê, welches 2015 vom IS befreit wurde, werden bombardiert.

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Kritik an der Kritik

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Die Schwarz-Ruhr-Uni Bochum hat eine Kritik am Aufruf der anarchistischen 1.Mai-Demo Dortmund veröffentlicht.

Wir, das sind eine kleine Gruppe Menschen, die rund um die Besetzung des Hambacher Forstes aktiv waren oder sind, möchten hier reagieren. Dies ist nicht die Meinung der gesamten Besetzung. Wenn im Folgenden von „wir“ die Rede ist, ist diese kleine Gruppe gemeint, mit „ihr“ die Schwarze-Ruhr-Uni.

Immer noch binärer Feminismus

Aus unserer Sicht packt die Abkürzung FLINTA Kategorien/Identitäten in eine Kiste, die nicht in eine Kiste gehören.
Am Ende macht es halt wieder eine suuper binäre Unterscheidung auf, nur statt Männer vs. Frauen ist es jetzt cis-Männer gegen alle anderen.
Das wird weder der Realität patriarchaler Unterdrückung gerecht, noch ist es (im Falle von safer spaces) zielführend.

Das von euch zurecht kritisierte cisweibliche Gatekeeping („Wir Arbeiterinnen, Mütter und Freundinnen sind es, die in der Krise den Laden am Laufen halten und die die Macht haben, das System zu verändern.“) exkludiert nicht nur Menschen außerhalb des binären Geschlechtersystems (egal ob sie inter, enby oder agender oder was ganz anderes als Label für sich verwenden), sondern ist genauso Bestandteil der gewaltvollen und -erzeugenden Konstruktion von Männlichkeit, nämlich dem Fakt, dass amab Personen zu oft in Kindheit und Jugend keine Care- und emotionalen Skills lernen.
Eure Kritik wiederum („Trans […] haben den Laden anscheint nicht mit am Laufen gehalten, sondern waren einfach faul.“) spricht implizit trans Frauen ihre Weiblichkeit ab, und nimmt trans Männer von der Kritik wegen Machoverhalten/toxischer Männlichkeit in all ihren Ausprägungen aus. But why? Aus unserer Sicht ist dieser Satz aus eurer Kritik transfeindlicher als das Originalzitat.

Ja, der Begriff „Frau“ in diesem Zusammenhang ist unscharf und trifft nicht ganz das gemeinte. Aber der Begriff „FLINTA“ ist all das auch. Der Langaufruf des Demobündnisses formuliert das eigentlich ganz sinnvoll mit „Frauen und weiblich gelesenen Personen“, noch besser, wenn auch schon wieder noch länger, ist vielleicht „Frauen und mit dem Label Frau konfrontierte Menschen“, wie es in CCC-Kreisen für safer-space-Veranstaltungen verwendet wird.

Hier noch ein Text, der das Problem mit dem T in diesem Sammelsurium etwas ausführlicher aufdröselt. Leider gerade nur in wenig barrierefrei erhältlich. Ein zweiter Text, warum das N da nicht reingehört, folgt evtl.

Der Text "flinta spaces need to split" aus dem Danni Nackt-aber-nicht-erotisch-Kalender.
Der Text „flinta spaces need to split“ aus dem Danni Nackt-aber-nicht-erotisch-Kalender.

Technologische vs Adaptive Ansätze

Einen Punkt, den ihr verpasst habt: Zumindest im Kurzaufruf fokussiert der Klimablock sehr auf technische Lösungen:

– Klimagerechtigkeit, also Forderung nach- und Durchsetzung von- Konzepten, die Schluss machen mit der Überproduktion von Treibhausgasen, ungleicher Abwälzung der fatalen Folgen und dem ganzen zugrundeliegenden kapitalistischen System!

Aber das reicht nicht. Es braucht eine Art emotionale Sicherheit für Menschen, eine Möglichkeit, mit dem Trauma der Pandemie, dem (für die meisten in Mitteleuropa noch) unmittelbar vor der Tür stehenden Trauma der Klimakatastrophe, dem Trauma des autoritären Backlashs, aber ebenso der Verunsicherung, die mit neu gewonnener (hopefully)  Freiheit einhergeht, umzugehen. Das ist die eine Aufgabe von Herrschaft, für die wir eine Alternative schaffen müssen, wenn wir Herrschaft überwinden wollen. Adaptive Leadership ist das, weshalb Menschen immer sich dafür entscheiden, beherrscht zu werden. Es ist der Grund, weshalb so viele der CDU unter Merkel hinterhertrauern, die doch auf der technischen Ebene so viel Unfreiheit und Marginalisierung und Stillstand gebracht hat.

Wir müssen, neben den handfesten Kämpfen gegen das zerstörende autoritäre System, dringend Erzählungen, Geschichten, Lieder finden, die den Menschen die nötigen (technischen und systemischen) Änderungen, die (hopefully) Befreiung, emotional erträglich machen.

Und weil alte Geschichten von Befreiung heute immer noch lehrreich sind, auch wenn sie noch nicht alle Formen von Unterdrückung auf dem Schirm hatten, die wir heute kennen, dazu eine sehr, sehr alte Geschichte von Befreiung und wie sie fast schiefgegangen wäre (mit einer aktuellen Einordnung), und eine fast neue Theorie von Befreiungserzählungen.

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10 Jahre Besetzung Hambacher Forst

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+English below+

Wie immer äußern sich hier nur einige Menschen der Waldbesetzung und nie die gesamte Bewegung!

Bei der Waldbesetzung im Hambacher Wald gibt es am 14. April 2022 Grund zum Feiern,
denn an diesem Tag ist seit exakt 10 Jahren der Wald besetzt.
Am 14. April 2012 begann ein neuer Abschnitt im Anti-Braunkohle-Widerstand. Bei einem Waldfest, unter Beteiligung verschiedener Menschen und Gruppen, wurden die ersten Bäume besetzt und Baumhäuser gebaut.
Es war ein langer und zehrender Weg bis heute. Mit viel Repressionen seitens des Staates und viel Gewalt von der Polizei. Mit Versuchen die gesamten Protestbewegung zu kriminalisieren. So gab es seit Beginn zwar immer wieder Räumungen. Doch auf jeder Räumung folgte immer eine Wiederbesetzungen, sodass zu Recht gesagt werden kann: Der Wald ist seit 10 Jahren besetzt!

Warum das zehnjährige Jubiläum der Waldbesetzung ein Grund zum Feiern ist? Weil so lange durchgehalten wird, obwohl kein Ende in Sicht ist. Der lange Atem und das Durchhaltevermögen wird hier genauso gefeiert, wie die Verbindungen, die über Jahre hinweg geknüpft wurden. Wir wollen uns darauf besinnen, was passiert wenn Menschen sich zusammentun und gemeinsam aktiv werden. Wir wollen aber nicht vergessen, darum werden auch die Erinnerungen an Verluste und Schmerz aufrecht erhalten.
Der Kampf geht weiter.
Ein Kampf für Klimagerechtigkeit, für Antifaschismus und für die Zukunft kommender Generationen, ein Kampf gegen lebensfeindliche Konzerne, gegen korrupte politische Institutionen und gegen eine nicht zeitgemäße Wirtschaftsphilosophie, die Lebewesen ausbeutet.
Der Widerstand im Hambacher Wald war immer schon mehr als nur ein lokaler Kampf. Es geht um eine Auseinandersetzung mit den Unterdrückungsmechanismen und eine Sichtbarmachung von Herrschaftsverhältnissen des Kapitalismus im Patriarchat.

Auch wenn es ein bisschen still geworden ist um die Waldbesetzung, sind wir hier noch lange nicht fertig. Der Hambacher Wald ist noch lange nicht gerettet. Die angrenzenden Dörfer Manheim und Morschenich werden weiter zerstört und von RWE verspekuliert.
Solange RWE hier noch Grundwasser abpumpt, die Bagger im Tagebau 50 m vom Wald entfernt weiter baggern und RWE als Eigentümerin von Wald und Landflächen gilt, ist der Kampf noch nicht zu Ende.
Ob der Hambacher Wald oder andere (Wald-)Besetzungen ein notwendiges Mittel sind, steht außer Frage. Denn trotz des steigenden Drucks von unten, scheint kein schneller Ausstieg aus fossiler Energiegewinnung in Sicht. Währenddessen stuft die EU Erdgas und Nuklearenergie als „grün“ ein.
Die vom Kolonialismus verursachen globalen Ungerechtigkeiten wurden immer noch nicht ausgeglichen. Geflüchtete vor Krieg, Hunger, Verfolgung und den Folgen des Klimawandels sterben weiterhin auf der Flucht wie z.B. im Mittelmeer oder vegetieren in Lagern. Die Verursacherstaaten im globalen Norden weigern sich weiterhin, ihre Verantwortung zu tragen.

Deshalb ist es notwendig und legitim auf vielfältige Art und Weise zu protestieren. Und deshalb bleibt der Hambacher Forst weiter besetzt!
Als Ort des Widerstands gegen die Kohle und die herrschenden (Miss-) Verhältnisse.
Als Ort der Begegnung für Menschen, die nicht bereit sind, ein Weiter-so zu akzeptieren.
Als Ort des Austauschs mit denen, die unter Klimawandel, globaler Ungerechtigkeit, patriarchalen Strukturen und Postkolonialismus zu leiden haben.
Als Freiraum, um neue Wege menschlichen Zusammenlebens zu erproben.
Wir bleiben weiterhin unräumbar und hier, bis sich endlich etwas ändert!

 


10 years occupation of the Hambach Forest
As always, only a few people from the forest occupation express themselves here and never the entire movement!

There is reason to celebrate the forest occupation in the Hambach Forest on April 14, 2022,
because on this day the forest has been occupied for exactly 10 years.
On April 14, 2012, a new phase in the anti-lignite resistance began. At a forest festival, with the participation of various people and groups, the first trees were occupied and tree houses were built.
It has been a long and arduous journey to this day. With a lot of repression from the state and a lot of violence from the police. With attempts to criminalize the entire protest movement. Since the beginning there have been repeated evictions. But every eviction was always followed by a reoccupation, so it can rightly be said: The forest has been occupied for 10 years!

Why is the tenth anniversary of the forest occupation a reason to celebrate? Because we endured for so long, although there was no end in sight. Stamina and perseverance are celebrated here as well as the connections that have been made over the years. We want to reflect on what happens when people get together and become active together. But we don’t want to forget, so also the memories of loss and pain are being remembered.
The fight goes on.
A fight for climate justice, for anti-fascism and for the future of coming generations, a fight against life-hostile corporations, against corrupt political institutions and against an outdated economic philosophy that exploits living beings.
The resistance in the Hambach Forest has always been more than just a local struggle. It is about dealing with the mechanisms of oppression and making visible the power relations of capitalism in patriarchy.

Even if it has become a bit quiet about the forest occupation, we are far from finished here. The Hambach Forest is far from being saved. The neighboring villages of Manheim and Morschenich continue to be destroyed and speculated by RWE.
As long as RWE is still pumping out groundwater here, the excavators continue to excavate in the opencast mine 50 m from the forest and RWE is considered the owner of forest and land, the fight is not over yet.
Whether the Hambach Forest or other (forest) occupations are a necessary means is beyond question. Because despite the increasing pressure from below, there does not seem to be a quick exit from fossil energy production in sight. Meanwhile, the EU classifies natural gas and nuclear energy as “green”.
The global injustices caused by colonialism have still not been corrected. Refugees from war, hunger, persecution and the consequences of climate change continue to die while fleeing, e.g. in the Mediterranean or vegetate in camps. The polluter states in the Global North continue to refuse to take responsibility.

It is therefore necessary and legitimate to protest in a variety of ways. And that’s why the Hambacher Forst remains occupied!
As a place of resistance against coal and the prevailing (mis)conditions.
As a meeting place for people who are not willing to accept business as usual.
As a place of exchange with those who suffer from climate change, global injustice, patriarchal structures and post-colonialism.
As a free space to try out new ways of human coexistence.

We’ll remain unevictable and here until something finally changes!

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Das Märchen vom Hambi


Es war einmal ein Wald mit uralten Bäumen, seltenen Pflanzen, Wildschweinen, die wühlen und grunzen, Meisen, die die Schule schwänzen, und Eichhörnchen, die herumrennen. Ein sehr cooler, magischer Wald, wie man ihn am Anfang von Märchen gerne hat.

Es ist die Geschichte dieses Waldes, der zerstört und von einem Oger verschlungen werden sollte.

Dieses schreckliche Monster fraß alles auf seinem Weg und dieser Wald würde das Schicksal vieler anderer Wälder und Dörfer teilen: das riesige Loch zu vergrößern, dass das Monster hinter sich ließ.
Es war ein großes Monster aus Metall und Stahl. Es aß Kohle und um diese Kohle zu essen, fraß es alles um sich herum auf, so war es einfacher. Ein riesiger, unersättlicher Oger.

Für die Bewohnis des Waldes und der Dörfer war es so, solange sie denken konnten und sie konnten sich gar nichts anderes mehr vorstellen. Seit langem schon, hatte man sich an das Monster gewöhnt. Man dachte nicht einmal mehr daran, es zu bekämpfen, sondern arrangierte sich mit ihm. Schließlich war es nicht der erste Wald, nicht der letzte Wald für dieses Monster und auch nicht das letzte Dorf oder die letzten Felder. Jedes dachte, dass es eben so war und nicht anders sein könne.

Bis zu dem Tag, an dem eine kleine Gruppe Menschen auftauchte. Sie waren nur eine Handvoll Menschen, Menschen wie alle anderen auch: aber irgendwie anders. Sie wussten eben nicht davon, dass es unmöglich wäre dieses Monster zu besiegen und den Wald zu beschützen (vielleicht absichtlich, vielleicht als Ablenkung) und so beschlossen sie, es zu versuchen.

Natürlich kann man einen Wald nicht alleine retten, auch nicht mit einer Handvoll Menschen. Also riefen sie alle ihre Freund*innen zusammen (je verrückter, desto lustiger) und einige kamen tatsächlich um gemeinsam zu kämpfen.

Einer der Gründe, warum sie kamen, war zum Beispiel, dass der Wald für seine Magie bekannt war. Wie alle guten alten Märchenwälder. Aber im 21. Jahrhundert waren diese Wälder selten geworden, die meisten waren bereits von Monstern gefressen worden. Da viele also vergessen hatten, was Magie ist, wollten einige kommen und es sich ansehen.

Auf einmal waren die Menschen, je mehr sie waren, umso mehr davon überzeugt, dass die Dinge auch anders sein könnten. Ob das wohl mit dieser Anarchie…äh Magie zusammenhieng?

Und denen, die skeptisch fragten: „Und wie genau wollt ihr das machen? Das hat doch schon so oft nicht funktioniert!»
antworteten sie einfach: „Wir werden es versuchen, auf unsere eigene Art und Weise, und sehen, wie weit wir damit kommen“.

Also ließen sie sich im Wald nieder, besser gesagt auf den Bäumen, um gemeinsam gegen dieses Monster und überhaupt gegen jedes System der Zerstörung und Unterdrückung des Lebendigen zu kämpfen.

So kam es, dass die Menschen, begannen, im Wald zu leben, als Bewohnis in den Wipfeln der Bäume. Es schien, als würden sie sich gegenseitig beschützen (die Bäume und die Menschen und die Wildschweine und die Meisen und die Eichhörnchen) und jeden Tag eine neue Art des Zusammenlebens erfinden.

Und weil ihre Art und Weise nicht nur erfrischend anders und inspirierend war, kamen immer mehr um mit zu machen.
So viele Menschen kamen, die sich austauschten, lernten und erfanden, dass das Projekt richtig groß wurde.

Und nach ein paar Jahren und vielen Abenteuern und auch verlustreichen Kämpfen, gelang es ihnen das Monster zu vertreiben.
Das Unmögliche war wahr geworden, es war wie im Märchen.

Der Wald war wieder ziemlich ruhig, auch wenn das Monster, das in seinem riesigen Krater am Waldrand lebte, immer noch in der Nähe knurrte.

Sie hatten es noch nicht geschafft, das Monster zu töten, sondern es nur zurückgedrängt. Außerdem gab es zu dieser Zeit, die übrigens unsere Zeit ist, noch viele andere Monster.

Bis heute ist nicht ganz klar, wie es den Menschen gelungen ist, den Wald vor dem Appetit des Monsters zu retten. Einige glauben, dass ein Teil der Magie des Waldes durch ihren Kampf gestärkt wurde und Einige wurden Teil des Waldes. Aber wer weiß das schon? Die Magie ist ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das man nicht zu sehr erklären sollte, da es sonst verschwindet.

Und nach und nach gingen Viele, Einige wollten nicht mehr, Einige konnten nicht mehr und Andere gingen einfach ihrer Wege. Vielleicht mussten sie sich vom Kampf erholen ? Vielleicht hörten sie das Knurren des Ungeheuers nicht mehr in der Nähe? Vielleicht hatten sie sich auf den Weg gemacht, um gegen ein anderes Monster zu kämpfen?

An diesem Punkt der Geschichte, zehn Jahre nachdem die Ersten von ihnen in diesem Wald auf die Bäume geklettert waren, beschlossen sie, sich erneut dort zu treffen, um die Geschichte fort zu setzen und die Abenteuer der vergangenen zehn Jahre gemeinsam zu erzählen und sich neue auszudenken.

Nicht das Ende


Sondern eine Geschichte zum Mitschreiben

Schreibt und schickt uns bitte gerne eure Geschichten, Erfahrungen, Abenteuer, Erinnerungen, Erlebnisse.
Was habt ihr erlebt was euch das Gefühl gibt lebendig, erfüllt, stark zu sein ?
Welche Verletzungen (Trauer, Wut, Enttäuschung, Angst etc.) habt ihr mitgenommen und möchtet ihr loswerden ?
Es wäre schön, wenn wir im Vorfeld des 10 Jahrestages der Waldbesetzung(en) eine Sammlung zusammenstellen könnten. Nur für uns und für euch. Falls ihr ok damit seid, dass sie eventuell im Wald ausgestellt werden, sagt uns auch Bescheid.

Analog und Digital : schreibt uns an mail@nullhambacherforst.org oder kommt am 14. April vorbei (und natürlich auch sonst)

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Prozess am 8.3.2022 in Erkelenz in Folge einer Hausbesetzung in Lützerath

„Am 07.05.2020 besetzten 16 Aktivist*innen ein leerstehendes Haus in Lützerath im rheinischen Braunkohlerevier, welches samt des Dorfes in der Kohlegrube Garzweiler verschwinden soll (1). Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat nun das Verfahren gegen einige der Hausbesetzer*innen eröffnet, welche im Gegensatz zur Regierung, konkrete Maßnahmen gegen Wohnraummangel und zur Bekämpfung des Klimawandels ergriffen.

Am 8.3.2022 um 10 Uhr im Sitzungssaal 1.02 des Amtsgericht Erkelenz, Konrad-Adenauer-Platz 3, 41812 Erkelenz, soll der erste Prozess gegen „UP L8“ ( Unbekannte Person Lützrath 8 ) stattfinden. Berichterstattung und Prozessbegleitung sind erwünscht.“

Mehr Infos unter: https://gerichtesindzumessenda.noblogs.org/post/2022/03/02/up-lacht-vor-gericht/

Ursprünglicher Artikel: https://hambacherforst.org/blog/2021/03/02/prozess-am-08-03-22-in-erkelenz-in-folge-einer-hausbesetzung-in-luetzerath/

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Vernetzen gegen das Patriarchat!!!

10 Jahre Hambi,
10 Jahre in denen wir viel mieinander gelernt, gekämpft und erreicht haben.
Wir sind eine Gruppe an FLINTAs (Frauen, Lesben, Inter*, Nicht-Binäre, Trans* und A-Gender)
und wir wollen diesen Meilenstein nicht einfach an uns vorbeiziehen lassen.
Deshalb organisieren wir kurz vor dem 10. Geburtstag ein FLINTA Skillshare.
Wir wollen sowohl die letzten Jahre reflektieren, die für uns FLINTAs wirklich nicht immer einfach waren, als auch neue Perspektiven teilen und gelernte Dinge weitergeben.
Es wird Workshops zu verschiedenen Themen geben, von Transformativer Gerechtigkeit, bis zur Inquisition.
Sowie natürlich auch praktische Workshops wie Klettern.
Denn nichts macht uns sicherer als Emanzipation und Self-empowerment.
Für all das brauchen wir leider Geld
um Alle für die drei Tage mit Essen versorgen zu können => denn mit leerem Magen ist die Laune auch schnell im Keller, benötigen wir 1000 Euro.
Insgesamt haben wir 14 Referent*innen, die im Schnitt ca. 100 Euro Fahrt- und Honorar-Kosten bekommen sollen.
Da das Camp in der Waldbesetzung stattfinden soll, wird noch weitere Infrastrucktur, wie Zelte, Klos und Holz benötigt. Sowie natürlich Corona Schnelltests und andere Hygieneprodukte.
Um all das möglich zu machen brauchen wir eure Hilfe.
Jede Spende hilft!
Schon mit 1,50 können wir einen weiteren Schnelltest besorgen ;D

Fals ihr uns unterstützen wollt, ist hier der Link zu unserer Fundraising Seite:

Solidarische Grüsse,
Black Socks

 

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Barcelona 18.2.: Charla sobre resistencia de Hambach

10 años de resistencia en el bosque ocupado de Hambach (Alemania)
Este año celebramos 10 años de ocupación anarquista y ecológica en el antiguo bosque frente a la mayor mina de carbón de Europa. ¿Qué está ocurriendo hoy en día? ¿Qué hemos ganado, qué no hemos ganado? ¿Cómo continuamos?
18.2.22, 18:00 charla en Banc Expropiat (Barcelona)
Extra: ¡Invitación al 10º aniversario en el bosque ocupado de Hambach en abril!
Hambacherforst.org
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Cosy gehts blendend! Update 23.01.22


Huhu liebe Menschen,
wir haben unserer bunten Hündin viel Zeit und Ruhe eingeräumt, um sich zu erholen. Für Cosy war aufgeben nie eine Option, sie hat gekämpft und wir können erleichtert sagen, dass es ihr besser geht!

Was gibt’s neues?
Wir haben zum Glück wenig zu berichten! Völlig symptomfrei ist Cosy ins neue Jahr gestartet. Ihr Augendruck ist in Ordnung und die Entzündungen sind verschwunden. Leider wird sie linksseitig blind bleiben, was sie aber nicht zu stören scheint. Ihrer Nase entgeht nichts. Ihr Allgemeinzustand hat sich deutlich verbessert, sie hat zugenommen und wirkt langsam wieder wie ein ganz normaler “Australian (Be)Shepherd“.

Wie geht es Cosy?
Sie ist aufmerksam, möchte überall dabei sein und ihre Neugierde kennt keine Grenzen. Sie tobt wild mit Hundefreund*innen, jagt Bällchen nach und zeigt sich von ihrer sanften und gutmütigen Seite. Sie zeigt Freude an Spaziergängen und am liebsten würde sie den ganzen Tag durch den Wald schlendern und Leckerlies suchen.

Weitere Untersuchungen?
Bald folgt ein Kontrolltermin bei der Schilddrüsenspezialist*in. Dann hoffen wir, dass keine weiteren Untersuchungen anstehen!

Danke
Wir sind dankbar, heute so gute Nachrichten auf den Blog zu setzen. Das wäre ohne eure Hilfe nicht möglich gewesen. Das Cosy behandelt werden und sich so gut erholen konnte, ist eurer Unterstützung und diesem großartigen Zusammenhalt zu verdanken. Vielen Dank, dass ihr für uns da seid und so viele Menschen ein riesen Herz haben! Einmal mehr konnten wir zeigen, dass viele Menschen viel bewegen können. Danke, dass ihr ein Teil davon gewesen seid!
Viele feuchte Nasen von Cosy & bis bald.

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Update vom MRT 11.12.2021

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Hallo liebe Menschis, wir haben gute Nachrichten!

Die neusten Ergebnisse

Das Kopf-MRT verlief ohne Komplikationen und war zu unserer großen Erleichterung ohne Befund!

Bis auf ihr linkes Auge sah alles gut aus und die Neurolog*in konnte keine Tumore, oder andere Veränderungen, die in Verdacht standen, feststellen. Es hat sich allerdings Kontrastmittel im blinden Auge angereichert, was auf eine erneute Entzündung hinweist und weiterbehandelt werden muss.

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