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Knasttagebuch Jazzy: Teil A und B

Dieser Bericht wurde zuerst bei ABC Rhineland veröffentlicht.

Teil A: Gesa und Ankunft in der JVA

Samstag, 15. September 2018

gesendet am 25.September
Ich werde zu einem Gefangenensammeltransporter getragen und bekomme eine der Zellen zugewiesen. Einige Minuten später werde ich noch einmal heraus gebeten und muss mich einmal komplett entkleiden. Ich darf mich wieder anziehen und zurück auf Zelle im Gefangenensammeltransporter.

Wir fahren los. Ich habe ein winzig kleines Fenster zu meiner Linken und sehe leider nur die Grube.

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Zwischenstand der Waldräumung

Hier nochmal der derzeitige Stand, der zuletzt aus dem Wald durchgegeben wurde:

  • Heute wurden die Baumhäuser „Fabacea“ und „Kontiki“ sowie der Skypod (in Seilen frei hängende Plattform) im Barrio „Norden“ geräumt. Damit gibt es dieses Barrio nicht mehr, dafür ganz viel neue Wut. Einer der geräumten Bewohner*innen hat mit unserem solidarischen Rechtsanwalt Christian Mertens Klage gegen die Vernichtung seines Wohnraums eingelegt; Mertens ist bereit, auch noch mehr Bewohner*innen und andere mit so einer Klage zu unterstützen. (Angabe von Personalien erforderlich.)
  • Außerdem wurde eine befahrbare Schneise zwischen den Barrios „Beechtown“ und „Cozytown“ nördlich der Wiese gerodet. Dort gab es bisher nur Fußpfade.
  • Heute wurden auch die Barrikaden zwischen dem Kieswerk Collas und der zentralen Kreuzung im Wald namens „Jesus Point“ geräumt. Das bedeutet erstens eine weitere Zufahrt zum Wald und ist zweitens insbesondere für das Barrio „Kleingartenverein“ nahe des Kieswerks bedrohlich.
  • Gestern wurde im Barrio „Norden“ ein halbfertiges Baumhaus ‚Amagir‘ geräumt und zerstört.
  • Es gibt seit gestern  jeweils eine befahrbare Schneise vom Hauptweg in die Barrios „Oaktown“ und „Gallien“. Sie enden am Baumhausern „Mona“ (Oakt.) bzw. zwischen „Tower“ und „Paradies“ (Gallien). Jede Schneise die sie schlagen bedeutet Baumfällungen. Es reicht! Gallien berichtet von 40 gefällten Bäumen; um das zu vertuschen wurden Baumstümpfe und Wurzeln heraus gerissen und die Löcher mit Sand verfüllt. Allerdings wurde offenbar in Gallien bisher nicht geräumt.
  • In Oaktown wurden gestern die Baumhäuser Pyra, Mona und Stube geräumt. Von der Hütte Simona wurde das Dach abgedeckt, der Rest der Hütte scheint noch zu stehen. Im Tunnel unter der Hütte befinden sich nach wie vor zwei Personen. Der Rest von Oaktown steht (d.h. Floki, Tower, Mouse-House, Nest), zum Skypod „Raste“ und dem niedrigen Baumhaus „Hundehütte“ (auch Anna Campbell genannt) nahe „Simona“ gibt es gerade keine Information.
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