3. Oktober: Unräumbar-Konzert wird größer

-Klaus der Geiger hat nun leider doch abgesagt, der Rest bleibt wie angekündigt, außer dass David Rovics schon zwischen 19 und 20 Uhr anfangen wird.
Die neue Waldbesetzung existiert noch immer und am 3. Oktober wird es dort das „Unräumbar-Konzert“ geben.
Neben David Rovics, einem Liedermacher aus den USA, hat nun auch Klaus der Geiger mit Band zugesagt. Damit wird es auf dem „Unräumbar-Konzert“ die gleichen Live-Acts geben, wie am Tag der Besetzung des Hambacher Forstes. Seither hat Klaus der Geiger mehrere Lieder über den Hambacher Forst und die Besetzung geschrieben, die er sicherlich auch diesesmal spielen wird.
Der bisherige Zeitplan für den 3. Oktober (an dem wir den Widerstand gegen die Rodung des Hambacher Forstes feiern wollen, aber sicher nicht, wie andere Leute an diesem Tag, dieses Deutschland):
17:00 Uhr: Kaffee und Kuchen (bitte selber veganen Kuchen mitbringen, wenn möglich)
18:00 Uhr: Konzert Klaus der Geiger
20:00 Uhr: Konzert David Rovics

Kommt zahlreich, sagt anderen Leuten bescheid, guckt auf die Liste an Dingen die wir benötigen, bevor ihr kommt. Bleibt länger, und helft uns den Wald zu verteidigen, macht euch eigene Gedanken für Aktionen, hier und überall, überwindet die Wertlogik bei euch im Kopf und in der realen Welt.

3. Oktober: Unräumbar-Konzert

Diesen Herbst wird es kein Unräumbar-Festival geben, wie letztes Jahr als über 200 Menschen in der Rodungszeit im Wald waren. Dafür wird es am 3. Oktober ein Unräumbar-Konzert geben. Und zwar wird der Liedermacher David Rovics spielen, der schon beim „Wald statt Kohle Fest“ am Tag der ertmaligen Besetzung des Hambacher Forstes spielte. Das Programm wird am 3. Oktober um 17 Uhr mit Kaffee und Kuchen auf der neuen Besetzung anfangen. Falls diese geräumt sein wird, wird das Programm auf der besetzten Wiese stattfinden. Vielleicht wird es noch weitere Acts geben.
Deutschland ist Scheisse.

Polizei schnuppert und Klettern am Sonntag

Heute waren eine halbe Hundertschaft Bereitschaftspolizei und auch etwa 20 Feuerwehrleute auf Schnupperbesuch
bei der Waldbesetzung.
Ihnen scheint es dort zu gefallen da sie diese Woche schon zum zweiten mal vorbei kamen,
diesmal haben sie nur geguckt.

Am Sonntag laden wir alle Kletterinnen und Interessierte zum Schnupperklettern auf Bäumen und in den Baumhäusern ein.

Wenn Ihr mögt könnt Ihr auch gern länger bleiben und richtig klettern lernen.

Bringt veganen Kuchen mit wenn Ihr könnt.

Wenn Ihr die Waldbesetzung nicht findet kommt erstmal zur Wiese.

Achtung, neuer Trend: Kohlezugblockaden

Kohlebahnblockade
Kohlezugblockaden scheinen zum neuen Trend für diesen Herbst zu werden. Nach der Blockade der Hambach-Kohlebahn während des Klimacamps mit 200 Klimaaktivist_innen die die Kohlezufuhr zu RWEs Drecksschleudern für einen halben Tag blockierten, zieht Greenpeace nun in der Lausitz nach und blockiert die Kohletransportgleise des Tagebaus Welzow-Süd zum Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe. 40 Aktivist_innen aus Schweden und Deutschland protestieren damit gegen Vattenfalls Braunkohleverstromung. Da 9 Aktivist_innen festgekettet waren, dauerte die Blockade etwas länger. „Unter anderem über diese Zufahrtsstrecke bringen Dutzende Kohlezüge täglich circa 17.000 Tonnen Braunkohle zum Vattenfall-Kraftwerk Schwarze Pumpe. Der schwedische Staatskonzern Vattenfall plant in der Lausitz fünf weitere Tagebaue, durch die 3000 Menschen ihre Heimat verlieren würden.“ wird die Aktion begründet.

Polizei bereitet erneut Räumung vor

Heute früh gegen 9:30 tauchte die Polizei erneut auf der neuen Waldbesetzung im Hambacher Forst auf. Unter ihnen (mehr oder weniger) fachkundige Kletterpolizist_innen. Die Plattformen und Blockadevorrichtungen wurden beschaut, und über ein mögliches Vorgehen bei einer Räumung diskutiert. Die Waldbesetzer_innen gehen von einer Räumung in den nächsten Tagen aus, und rufen dazu auf, die Waldbesetzung jetzt zu besuchen und zu unterstützen.

„Wir freuen uns über die Unterstützung und den Zuspruch den wir in den vergangenen 2 Wochen der Waldbesetzung sowohl von Menschen aus der Region, als auch von Umweltaktivist_innen aus der ganzen Welt erhalten haben. Wir rufen jetzt dazu auf die Unterstützung zu intensivieren um eine anstehende Räumung zu verhindern.“ sagt Sarah von der Waldbesetzung.
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Soliaufruf Hambacher Forst für Freiraumaktionstage in Freiburg gegen „Green City“

19.09. bis 22.09. – Freiraum-Action-Days Freiburg – Soliaufruf aus dem Hambacher Forst:
Während die Abhängigkeit des globalen Kapitalismus von Umweltzerstörungen offensichtlich wird – unter anderem durch die zunehmende Ausbeutung fossiler Rohstoffe – werden innerhalb genau dieses Ausbeutungszusammenhangs grüne Oasen aufgebaut, die zum einen als „grüne“ Zukunftsutopien des Kapitalismus dienen, und zum anderen als Rückzugsorte einer privilegierten grünen Boheme. Einer dieser Orte ist Freiburg, das sich mit dem grünen Langzeitoberbügermeister Salomon als „Green City“ aufspielt. Sich diese Schablonen grüner Kapitalismusutopien im Hier und Jetzt etwas genauer anzugucken ist spannend um festzustellen, das grüner Kapitalismus auch nur die gleiche Scheiße ist, wie Kapitalismus an sich (der im übrigen schon als Kind scheiße war). Wer nämlich dachte in einer „Green City“ Raum zu finden, um ein ökologisch-alternatives Leben ausprobieren zu können, der_die wird in Freiburg schon seit Jahren eines anderen belehrt. Nämlich dass in eine „Green City“ nur jene ökologischen Konzepte passen, die sich in Hochglanzbroschüren verkaufen lassen und zudem Geld bringen. Für selbstorganisierte Wagenplätze oder sonstiges alternatives Leben ist dabei kein Platz.
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Erste Erfolge in Rossa Montana

Biziday – Rumänien | Dienstag, 10. September 2013
Roşia-Montană-Aus ist Sieg für Bürger

Nach tagelangen Straßenprotesten hat Rumäniens Premier Victor Ponta dem Goldabbau im siebenbürgischen Roşia Montană das Aus beschieden. Erwartet wird, dass das Parlament der Kehrtwende folgt und das Gesetzesprojekt ablehnt. Der kanadische Bergbaukonzern Gabriel Resources drohte für diesen Fall mit einer Klage. Gelöst ist also nichts, meint Wirtschaftsexperte Moise Guran in seinem Blog Biziday: „Wir sollten nicht vergessen, dass bereits ein auf Zyanid basiertes [Gold-]Bergbauprojekt in Certej, im Kreis Hunedoara, die Umweltgenehmigung bekommen hat. Dort sind andere Kanadier. Genau damit hat die RMGC [Rosia Montana Gold Corporation, an der Gabriel Resources die Mehrheit hält] eine gute Basis, um den rumänischen Staat zu attackieren. Wir brauchen schnellstens ein Gesetz, das den Bergbau mit Zyanid generell verbietet, damit der Staat vor dem Schiedsgericht in Washington [Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten] nicht bis aufs Hemd ausgezogen wird. … Das Ende des Projekts bedeutet einen großen Sieg der Öffentlichkeit, doch die Probleme bleiben.“

PM: Räumung des H.F. ausgesetzt

Die Polizei zog heute mit einem Großaufgebot im Hambacher Forst auf. Da auch Klettereinheiten mit dabei waren, sah alles nach einer Räumung aus. Nachdem die Polizei die gesamte Infrastruktur des neuen Camps am Boden zerstörte – wie z.B. die Küche – und eine nicht besetzte Plattform vom Baum holte, zog sie wieder ab, ohne die Kletteraktivist_innen von ihren Plattformen zu räumen.

„Wir wissen nicht welche Strategie RWE heute verfolgt hat. Wir gehen aber von einer Räumung in den nächsten Stunden oder Tagen aus, und fordern die Öffentlichkeit auf wachsam zu sein. Außerdem rufen wir alle, denen der Wald wichtig ist auf, möglichst schnell zur Besetzung zu kommen um eine Räumung zu verhindern und die zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen.“ sagt Sabine von der Waldbesetzung
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Doch keine Räumung?

Gerade kommt die Info rein, dass die Polizei wieder abgezogen ist. Polizeisprecher Hamacher (wie der Wald nur ohne b) sagte, dass heute nur die Infrastruktur inspiziert werden sollte, und Material entsorgt werden sollte.
Ob die Polizei eingesehen hat, dass sie sich besser auf eine Räumung vorbereiten muss, ob alles nur Verwirrungstaktik ist und sie später wieder kommen, oder was die Strategie von RWE und Polizei ist, wissen wir gerade nicht. Haltet weiterhin Augen und Ohren offen über die weitere Entwicklung im Hambacher Forst