Radikaler Waldspaziergang

Seit fünf Jahren ist der Hambacher Wald besetzt. Seit fünf Jahren wird hier gekämpft und gelebt, es werden Baumhäuser gebaut und zerstört, Menschen kommen und gehen. Viel wurde über uns gesprochen, von gewaltbereiten Ökoterroristen bis zu Baumhelden wurden wir als alles bezeichnet, was Journalisten so einfällt und gleichzeitig wurde in den umliegenden Städten immer mehr vergessen, dass wir hier sind.
Zeit uns selbst ans Wort zu melden.
Wir wollen erklären warum wir hier sind. Dabei wollen wir klar machen, dass es uns nicht nur um Braunkohle oder die Erhaltung eines Waldes geht, sondern dass wir die als Symptome eines kaputten, ausbeuterischen Systems sehen. Und dass wir deswegen dabei sind Ansätze zu entwickeln, wie wir dieses System durch andere Strukturen ersetzten können. Wir wollen auf die Zusammenhänge zwischen Herrschaft und Umweltzerstörung eingehen und erklären, dass was hier passiert nicht zufällig passiert. Und schließlich wollen wir mit euch zusammen Ideen entwickeln wie wir weiter machen können und Möglichkeiten finden, wie ihr uns und euch selbst unterstützen könnt, auf dem Weg in eine solidarischere Welt.

Am 18. Juni radikaler Waldspaziergang
Um 14:00 am Parkplatz Manheimer Bürge
Geplant ist ein Spaziergang und ein anschliessendes Picknick, bei dem Ideen diskutiert, Erfahrungen geteilt und vegan gegessen wird.

Waldspaziergang am kommenden Sonntag, 4.6.2017, mit 4 Aktivist*innen von Standing Rock

„Guten Tag zusammen,

die Führungen im Hambacher Wald gehen weiter. RWE baut hohe Wälle, sperrt Zufahrtsstraßen, doch das motiviert uns noch mehr, so vielen Menschen wie möglich das Inferno zu zeigen, das hier vor unserer Haustür angerichtet wird. Mehr als 7500 Menschen waren bisher bei den Führungen im Hambacher Wald dabei, in diesem Jahr werden mehrere tausend dazu kommen. Es gibt weiterhin die monatlichen Spaziergänge, dazu kommt eine große Zahl an individuell gebuchten Führungen, kirchliche Gruppen, Schulklassen, Lehrerkollegien, Volkshochschulen… wir machen weiter und glauben noch immer daran, das der Rest des einstmals größten Waldes des Rheinlands gerettet werden kann… Weiter lesen!

Wiesenprozess: Verfassungsbeschwerde!

Folgender Text erreichte uns:

„Am 3. Mai 2017 hat der Kreis Düren die vom Bundesverwaltungsgericht angeforderte Stellungnahme zum „Wiesenurteil“ des OVG NRW abgegeben. Vor diesem Hintergrund muss jetzt täglich mit einer Entscheidung gegen die Wiese gerechnet werden. Dagegen ist Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe geboten, da das Wiesenurteil des OVG konstruiert, widersprüchlich und falsch ist. Weiter lesen!

Prozess gegen Umweltaktivisten am 26.05.

Prozessbericht:
Vor Prozessbeginn gab es massive Kontrollen durch Polizei und Justiz. Normalerweise gibt es bei diesem Amtsgericht keine Kontrollen. Die Kontrollen beinhalteten auch die Abnahme von persönlichem Eigentum der Zuschauer*innen und des Angeklagten (z.B. Handys, Essen, Geld, …). Menschen, die sich nicht ausweisen konnten, durften den Gerichtssaal nicht betreten, die Öffentlichkeit wurde also teilweise ausgeschlossen. Weiter lesen!

Prozess in Düren am Mittwoch den 24.5.2017, ab 9:15 Uhr

https://abcrhineland.blackblogs.org/2017/05/22/prozess-in-dueren/

Ergebnis: Der Prozess wurde nach einigen Stunden vertagt. Das Gericht befand die momentanen Zeug*innenaussagen für zu vage für eine Verurteilung (einE Zeug*in war heute verhindert), der Staatsanwalt war aber mit einer Verfahrenseinstellung nicht einverstanden. Wir melden uns, wenn der nächste Termin feststeht.

Auch wenn es nur Verluste bringt: Dortmund plant mehr RWE Aktien zu kaufen

Auf Initiative des Dortmunder Bürgermeisters Ullrich Sierau (SPD) prüfen die Stadtwerke weitere RWE Aktien zu kaufen 1. Das pikante Detail: Sierau sitzt gleichzeitig auch im Aufsichtsrat der RWE AG und bezieht von ihr bereits jetzt 140.000 Euro jährlich2.

Die Stadt ist der größte kommunale Aktionär der RWE und das mit Tradition: Bereits der vorherige OB Gerhard Langemeyer (SPD), bekannt aus der "Bargeldaffäre" um die Veruntreuung von 400.000 Euro, war Mitglied des RWE Aufsichtrates.

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