Es ist und bleibt derselbe Kampf
Kraehennest Belagerung Nacht

Es ist und bleibt derselbe Kampf

Krähennest Belagerung
Krähennest Belagerung Nacht

Obgleich uns klar ist, dass es jeder Zeit zu einer Polizeiaktion im Wald kommen kann, erschrecken wir am frühen Montagmorgen um sieben Uhr, als wir von den Rufen „Polizei im Wald“ aus dem Schlaf gerissen werden. Auf der alten A4 fahren Polizeiwannen vor, halten an und Cops steigen aus. Schnell bringen wir für uns wichtiges Material in die Schutzumzäunung unter dem Tower, verschließen und verbarrikadieren den Eingang und ziehen die Leiter hoch. Inzwischen ist Krähennest umstellt. Polizeitrupps fotografieren und kartografieren die Lage der Baumhäuser. Sprechchöre werden gerufen. Wir sind angespannt. Ein Radlader fährt in den Wald und transportiert Totholz ab. Anschließend fährt der Fahrer mit aggressiven Gebärden auf den Tower zu, auf dessen Balkon Aktivist*innen die Situation beobachten. Er lässt seinen Greifarm auf die darunter gelegene Spülstation krachen,

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Ticker & Tag X!

Siehe auch unsere Presseerklärung: Tag X wurde ausgerufen!

Was wird bei solchen Gelegenheiten erst recht gebraucht? Schlafsäcke, Powerbanks, warmes Essen/Getränke, Instrumente, Banner, Lieder, Power – viele Menschen, viele Stimmen, viele Blockaden, viele Aktionen!
Parlamentarische Beobachter*innen und Presse erwünscht!
Aktueller Stand per Twitter: #hambibleibt #hambacherforst oder direkt bei @hambibleibt @krahennest @HambiChaos @HambiLluna @ImWinkel1 @oaktown1312
Aktionskarte des Waldes

Mi, 27.03.
Die Person befindet sich über Nacht in der Gesa in Aachen. Weiteres erfahren wir im Laufe des Tages. #freethemall

Di, 26.03.
12:00 „Einsatzende“: Polizei und RWE verlassen den Wald. Kann aber auch sein, dass es eine Weile dauert, bis alle weg sind oder sie jederzeit wiederkommen. Strafvorwurf jetzt: Versuchte schwere Körperverletzung wegen heruntergefallenem Eimer. Unabhängig vom Inhalt hätte dieser bei großer Fallhöhe einen Menschen am Boden verletzen können.
11:20 Momentan sind alle Räumungsmaßnahmen eingestellt. Die Person wird nach Aachen verbracht. Es wird dort geprüft, ob es sich um die Person handelt, die die Polizei sucht.

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Satire?

Folgender Text erreichte uns:

„Nachdem gestern schon Innenminister Reul von Räumungen im Hambacher Forst gesprochen hatte, wurde dies heute von Polizeipräsident Weinspach unterstützt. Bei Endor wurde eine neue Zufahrtsrampe zum Wald angelegt. Mit Baumhausräumungen ist also wieder zu rechnen.

Bürgerliche Menschen regten mittlerweile Gespräche mit WaldbesetzerInnen über einen schrittweisen Ausstieg aus der Waldbesetzung bis 2038 an, nach dem Modell der Kohlekommission. „Räumung wär schon ok“, meinte ein unbekannt bleiben wollender Mensch. „So Mittwoch wär gut. 2038, versteht sich. Wenn wir so lange überleben.“ Aus Kreisen der Waldbesetzung war bislang keine Stellungnahme zu hören. Dort laufen die Vorbereitungen für einen Umzug durch den Hambacher Forst. Thema: „Danke, Kohlekommission, für die Sicherung unserer Arbeitsplätze für weitere 19 Jahre.“ Wir bleiben dran (Enthält teilweise Satire. Es wird nicht verraten, an welchen Stellen.)“

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Aufruf an alle Aktivist*Innen und Demonstrant*Innen, die während Baumhaus-Räumungen während der letzten 6 Jahre von Polizeigewalt betroffen waren!!!

Wir wollen gerichtlich die nächste Räumung verhindern!

Aufgrund zunehmender Polizeigewalt ist anzunehmen, dass bei einer Räumung erneut Menschen brutal misshandelt werden. Dies ist unzulässig und wir haben es satt! Schützen wir unser Zuhause und unsere Baumhäuser! Die Räumungen sind ein Vorwand, um den Hambi vorzeitig Stück für Stück zu roden. Der Rodungsstopp wird damit nicht eingehalten.
Die Räumungen sind ein Vorwand, um den Hambi vorzeitig Stück für Stück zu roden. Der Rodungsstopp wird damit nicht eingehalten.

Aufruf an alle AktivistInnen und DemonstrantInnen, die während Baumhaus-Räumungen während der letzten 6 Jahre von Polizeigewalt betroffen waren:
Für ein Klageeilverfahren benötigen wir Zeugenaussagen in Form einer Eidesstattlichen Erklärung, für die ihr bereit sein müsst, Personalien anzugeben.

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Persönlicher Rückblick auf die Großdemo am 06.10.18

Mit diesem Text möchte ich mich an den zuletzt veröffentlichten Bericht

anschließen.
Auch hier gilt: Es ist eine persönliche Perspektive, keine allgemeingültige „Wahrheit“.

Als ich am Bahnhof Buir angekommen bin und sich bereits dort die Massen stauen, die zur Großdemo gehen, habe ich einen Kloß im Hals. Ich weiß, dass gerade viele einen Sieg feiern. Aber ich kann mich kaum freuen. Sicher, die Nachricht dass die Rodungen ausgesetzt wurden, hat auch bei mir ein gutes Gefühl hinterlassen. Ein Gefühl von: Hahaha, der ganze Monster-Einsatz der letzten Wochen für den Arsch. Ihr kriegt uns nicht klein, und jetzt dürft ihr nicht mal roden.
Aber der Preis dafür ist so unfassbar hoch. Der Wald leidet unter dem Polizeieinsatz, unter den tausenden Leuten die jetzt hindurch laufen, unter dem Druck ein Symbol zu sein.
Menschen leiden. Unter dem Tod von Steffen. Unter der Gewalt die Polizist_innen ihnen angetan haben. Unter dem Wissen das noch immer Menschen im Knast sitzen, vielleicht noch für lange.

Und dann stehe ich in mitten einer Menschenmenge, die dorthin strömt wo mal mein zu Hause war. Ein zu Hause, das mir über viele Jahre ein Gefühl gegeben hat dass ich zuvor nicht gekannt habe.

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Alle Jahre wieder….

Wie alle Beiträge auf diesem Blog gibt auch dieser zunächst mal nur die Meinung der Person(en) wieder, von der er geschrieben wurde. Das ist dann EINE Meinung, die nicht unbedingt die Meinung der Mehrheit widerspiegelt. Manche rufen bei solchen widersprüchlichen Themen sofort nach Distanzierung. Das ist nicht unsere Art. Distanzierung heißt ja, den Abstand betonen. Wir wollen lieber das ganze Meinungsspektrum im Braunkohlewiderstand abbilden und es den Kommentaren überlassen, den jeweiligen Abstand oder die Nähe zum hier Geschriebenen zu definieren. Die Kommentare zeigen, wie sehr die Meinungen bei diesem Thema auseinander gehen.

Aktuell läuft mal wieder eine weitere Folge der „Gewaltdebatte rund um den Hambacher Forst“.
Bezogen wird sich darin auf militante Aktionen in den letzten Tagen.
Diese Diskussion ist keine neue, im Gegenteil. Es ist die selbe Debatte wie vor 1,2,3…… Jahren, die selben Argumente vom guten/friedlichen und dem bösen/gewaltvollen Widerstand. Nix neues.

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Dear Life, i want my Meadow back – Persönliche Perspektive einer Aktivistin auf die Ereignisse der letzten Monate – Achtung, Gefühle!

Mit dem Rodungsstop für voraussichtlich mehrere Jahre, haben wir einen riesigen Sieg errungen. Warum also trauere ich?

Triggerwarnung: Polizeigewalt, psychische Gewalt, psychische Folgen von Gewalt, Suizid(versuche), der Tod von Steffen, Sex, Emo-Zeugs generell

Spätestens seit dem 28. August dieses Jahres haben sich die Ereignisse im Hambacher Forst überschlagen, und erst Mitte Oktober ist langsam wieder Ruhe eingekehrt, zumindest sind die Veränderungen und Ereignisse nicht mehr ganz so sichtbar. In der Zeit ist sehr viel passiert und vieles davon ist in der öffentlichen Wahrnehmung nicht sichtbar. Und überhaupt keine Beachtung findet die Frage, wie es mit all den Ereignissen und all den Veränderungen eigentlich den Aktivistis geht. Ich möchte hier eine sehr persönliche und emotionale Perspektive auf den „Hambacher Herbst“ darstellen und hoffe, dass andere meinem Beispiel folgen und es Lesis möglich machen, einen Blick hinter die Kulissen und unter die Vermummungen zu werfen.

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Neues von der Klettergurt Liberation Front

Erstmal vielen Dank an alle, die am Dienstag die Mahnwache bei der Klettergurt Liberation Feier unterstützt haben. Bei strahlender Sonne und ziemlich entspannter fast atheistisch-weihnachtlicher Atmosphäre konnte tatsächlich ein Großteil der angefragten Klettergurte befreit werden. Darunter waren viele Gurte von Personen, die ihre Personalien nicht angegeben haben! Yuhu! Bescherung für UPs!

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