Satire?

Folgender Text erreichte uns:

„Nachdem gestern schon Innenminister Reul von Räumungen im Hambacher Forst gesprochen hatte, wurde dies heute von Polizeipräsident Weinspach unterstützt. Bei Endor wurde eine neue Zufahrtsrampe zum Wald angelegt. Mit Baumhausräumungen ist also wieder zu rechnen.

Bürgerliche Menschen regten mittlerweile Gespräche mit WaldbesetzerInnen über einen schrittweisen Ausstieg aus der Waldbesetzung bis 2038 an, nach dem Modell der Kohlekommission. „Räumung wär schon ok“, meinte ein unbekannt bleiben wollender Mensch. „So Mittwoch wär gut. 2038, versteht sich. Wenn wir so lange überleben.“ Aus Kreisen der Waldbesetzung war bislang keine Stellungnahme zu hören. Dort laufen die Vorbereitungen für einen Umzug durch den Hambacher Forst. Thema: „Danke, Kohlekommission, für die Sicherung unserer Arbeitsplätze für weitere 19 Jahre.“ Wir bleiben dran (Enthält teilweise Satire. Es wird nicht verraten, an welchen Stellen.)“

Aufruf an alle Aktivist*Innen und Demonstrant*Innen, die während Baumhaus-Räumungen während der letzten 6 Jahre von Polizeigewalt betroffen waren!!!

Wir wollen gerichtlich die nächste Räumung verhindern!

Aufgrund zunehmender Polizeigewalt ist anzunehmen, dass bei einer Räumung erneut Menschen brutal misshandelt werden. Dies ist unzulässig und wir haben es satt! Schützen wir unser Zuhause und unsere Baumhäuser! Die Räumungen sind ein Vorwand, um den Hambi vorzeitig Stück für Stück zu roden. Der Rodungsstopp wird damit nicht eingehalten.
Die Räumungen sind ein Vorwand, um den Hambi vorzeitig Stück für Stück zu roden. Der Rodungsstopp wird damit nicht eingehalten.

Aufruf an alle AktivistInnen und DemonstrantInnen, die während Baumhaus-Räumungen während der letzten 6 Jahre von Polizeigewalt betroffen waren:
Für ein Klageeilverfahren benötigen wir Zeugenaussagen in Form einer Eidesstattlichen Erklärung, für die ihr bereit sein müsst, Personalien anzugeben. Weiter lesen!

Persönlicher Rückblick auf die Großdemo am 06.10.18

Mit diesem Text möchte ich mich an den zuletzt veröffentlichten Bericht

Dear Life, i want my Meadow back – Persönliche Perspektive einer Aktivistin auf die Ereignisse der letzten Monate – Achtung, Gefühle!


anschließen.
Auch hier gilt: Es ist eine persönliche Perspektive, keine allgemeingültige „Wahrheit“.

Als ich am Bahnhof Buir angekommen bin und sich bereits dort die Massen stauen, die zur Großdemo gehen, habe ich einen Kloß im Hals. Ich weiß, dass gerade viele einen Sieg feiern. Aber ich kann mich kaum freuen. Sicher, die Nachricht dass die Rodungen ausgesetzt wurden, hat auch bei mir ein gutes Gefühl hinterlassen. Ein Gefühl von: Hahaha, der ganze Monster-Einsatz der letzten Wochen für den Arsch. Ihr kriegt uns nicht klein, und jetzt dürft ihr nicht mal roden.
Aber der Preis dafür ist so unfassbar hoch. Der Wald leidet unter dem Polizeieinsatz, unter den tausenden Leuten die jetzt hindurch laufen, unter dem Druck ein Symbol zu sein.
Menschen leiden. Unter dem Tod von Steffen. Unter der Gewalt die Polizist_innen ihnen angetan haben. Unter dem Wissen das noch immer Menschen im Knast sitzen, vielleicht noch für lange.

Und dann stehe ich in mitten einer Menschenmenge, die dorthin strömt wo mal mein zu Hause war. Ein zu Hause, das mir über viele Jahre ein Gefühl gegeben hat dass ich zuvor nicht gekannt habe. Weiter lesen!

Alle Jahre wieder….

Wie alle Beiträge auf diesem Blog gibt auch dieser zunächst mal nur die Meinung der Person(en) wieder, von der er geschrieben wurde. Das ist dann EINE Meinung, die nicht unbedingt die Meinung der Mehrheit widerspiegelt. Manche rufen bei solchen widersprüchlichen Themen sofort nach Distanzierung. Das ist nicht unsere Art. Distanzierung heißt ja, den Abstand betonen. Wir wollen lieber das ganze Meinungsspektrum im Braunkohlewiderstand abbilden und es den Kommentaren überlassen, den jeweiligen Abstand oder die Nähe zum hier Geschriebenen zu definieren. Die Kommentare zeigen, wie sehr die Meinungen bei diesem Thema auseinander gehen.

Aktuell läuft mal wieder eine weitere Folge der „Gewaltdebatte rund um den Hambacher Forst“.
Bezogen wird sich darin auf militante Aktionen in den letzten Tagen.
Diese Diskussion ist keine neue, im Gegenteil. Es ist die selbe Debatte wie vor 1,2,3…… Jahren, die selben Argumente vom guten/friedlichen und dem bösen/gewaltvollen Widerstand. Nix neues. Weiter lesen!

Dear Life, i want my Meadow back – Persönliche Perspektive einer Aktivistin auf die Ereignisse der letzten Monate – Achtung, Gefühle!

Mit dem Rodungsstop für voraussichtlich mehrere Jahre, haben wir einen riesigen Sieg errungen. Warum also trauere ich?

Triggerwarnung: Polizeigewalt, psychische Gewalt, psychische Folgen von Gewalt, Suizid(versuche), der Tod von Steffen, Sex, Emo-Zeugs generell

Spätestens seit dem 28. August dieses Jahres haben sich die Ereignisse im Hambacher Forst überschlagen, und erst Mitte Oktober ist langsam wieder Ruhe eingekehrt, zumindest sind die Veränderungen und Ereignisse nicht mehr ganz so sichtbar. In der Zeit ist sehr viel passiert und vieles davon ist in der öffentlichen Wahrnehmung nicht sichtbar. Und überhaupt keine Beachtung findet die Frage, wie es mit all den Ereignissen und all den Veränderungen eigentlich den Aktivistis geht. Ich möchte hier eine sehr persönliche und emotionale Perspektive auf den „Hambacher Herbst“ darstellen und hoffe, dass andere meinem Beispiel folgen und es Lesis möglich machen, einen Blick hinter die Kulissen und unter die Vermummungen zu werfen. Weiter lesen!

Neues von der Klettergurt Liberation Front

Erstmal vielen Dank an alle, die am Dienstag die Mahnwache bei der Klettergurt Liberation Feier unterstützt haben. Bei strahlender Sonne und ziemlich entspannter fast atheistisch-weihnachtlicher Atmosphäre konnte tatsächlich ein Großteil der angefragten Klettergurte befreit werden. Darunter waren viele Gurte von Personen, die ihre Personalien nicht angegeben haben! Yuhu! Bescherung für UPs! Weiter lesen!

Installation an der Gedenkstätte für Steffen Meyn/ Sonne am Mittwoch, 19.12.2018 ab 11 Uhr Mahnwache, 12 Uhr Beechtown

„Steffen Meyn verstarb am 19. September 2018 im Hambacher Wald. Saxana und andere „HIMMELSKINDER“ verbrachten die letzten Stunden mit ihm oben in den Bäumen und erlebten den Sturz aus 25m Höhe. Am kommenden Mittwoch (19.12.2018) ist das jetzt 3 Monate her. Wir trauern alle um – und vermissen Steffen* SONNE* seit seinem Sturz. Saxana lebt ihre Trauer, indem sie ein kleines Ölgemälde von Steffen erarbeitete, das sie nun an der Absturzstelle am Baum von dem er stürzte, installieren möchte. Saxana und ich erarbeiteten in den letzten Tagen in Gemeinschaft dieses Objekt des Gedenkens. Es ist eine Zugabe zur Gedenkstätte. Wir werden am kommenden Mittwoch (19. Dezember 2018) um 11 Uhr an der Mahnwache ankommen und uns um ca. 11:30 Uhr von dort auf den Weg nach Beechtown machen. Wir würden uns freuen, wenn andere Menschen uns helfen und begleiten würden. Familie Meyn ist in Kenntnis und begrüßt unsere Vorhaben. Herzliche Grüße… Helge & Saxana / Leipzig“

UPDATE: Fotos Trauergedenkfeier
Weitere Fotos auf twitter
Postadresse für Briefe und Weihnachtsgrüße an die Familie von Sonne/ Steffen Meyn

Ticker Dezember 2018

19. Dezember 2018
Vergissmeynnicht, Trauergedenkfeier für Steffen Meyn
Fotos und weitere Fotos

18. Dezember 2018

13:27 Zuschauer des Gerichtsprozesses „Hambachbahn von 7/7/17 in Jülich“ wurden geräumt. Prozess ist immer noch ein öffentlicher Prozess. Presse ist anwesend.

Die Befreiung der Klettergurte in Aachen
Voraus ging diese Einladung zur Klettergurt Liberation Feier: 18.12 Aachen
13:16 Gesa_Support_AC @AcGesa Yeaaaahhh!!!! Wir haben tatsächlich 10-15 Kletterausrüstungen befreien können! Der Aufwand hat sich gelohnt ! #besseralsweihnachten #AcGesa und #KLF feiern, #hambibleibt
12:24 Juhu, es klappt. Die unbekannte Aktivistin @UAktivistin hat ihren Klettergurt zurückbekommen! (und ist unbekannt geblieben) #hambigehtweiter #KlettergurtLiberationFeier #hambibleibt #hambacherforst #KlettergurtLiberationFront #hambi

12. Dezember 2018 Weiter lesen!