Das ist eine Räumung!

Uns erreichte ein weiterer Beitrag zur aktuellen Polizeipräsenz:

An vier der letzten acht Tage war im Hambacher Forst Polizei im Wald, um „dafür [zu] sorgen, dass die Einsatzwege frei bleiben.“
(Zitat Bullenpressemeldung)

Dass es „Einsatzwege“ oder „Rettungswege“ (die sie bisher freimachen wollten) in Wäldern üblicherweise nicht gibt und auch hier
bis vor zwei Jahren nicht gab, was den Bewohnis nie Probleme bereitete, fällt auch dem bürgerlichen Teil unserer Sympathisantis auf.
Was auffällt: Sie sind neuerdings ehrlich, wenn sie auf die Propagangdalüge von Rettungswegen verzichten und den Scheiß
tatsächlich nur noch mit ihren Streifenfahrten begründen. Sie sind aber nicht ehrlich, wenn sie beteuern, all das sei keine Räumung.

Angesichts dessen, wie die G17a (siehe auch),
die Gerhard Hauptmann Schule in der Ohlauer Straße und der SabotGarden geräumt wurden, erscheint uns das wie eine „Berliner Linie“, ein Berliner Räumungsstil.

Aktivistis werden langsam, Stück für Stück, rausgemobbt. Wenn wir ihnen diese Strategie durchgehen lassen, können die Baumhäuser zwar
stehen bleiben, der Freiraum ist damit zerstört.
Und da jedes Mal, wenn die Cops im Wald sind, die Wege einen halben Meter breiter werden, da sie es einfach nicht schaffen,
mit ihren Autos nicht ins Unterholz zu fahren, brauchen sie so auch nur drei Jahre, bis der Hauptweg aus der Fläche besteht,
die RWE 2018 roden wollte.

Es reicht nicht, den während der Reulung auf den Wegen verteilten Kies rauszuschippen und neue Bäumchen auf die Wege zu pflanzen,
um ihren Zustand vor der Polizeiaktivität wiederherzustellen, denn es ist eine Sisyphosarbeit, die zu schnell von den Dirks wieder
plattgefahren wird.

Seit der Reulung sehen viele die Besetzis als „gewaltfrei“. Schon damals haben wir uns darüber geärgert. Schon damals wurde in einer
Rede auf dem Waldspaziergang/Demo am 30.9.18 (Youtube) betont:
„Wenn die Besetzungen von Anfang an konsequent friedlich gewesen wären, dann hätten sie die ersten drei Jahre nicht überlebt.“

Ab jetzt gibt es zwei Alternativen: Zurück zu Taktiken von 2012-2015, die Polizei rausmobben, oder selbst rausgemobbt werden.
Ersteres wird wohl nicht allein im Wald gelingen, sondern braucht bestimmt ein gespiegeltes Verhalten: Follow the Cops back home.
Greift sie in Aachen an, im Polizeipräsidium Triererstraße 501, oder lenkt sie Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag in Aachen ab.

Minneapolis 3rd precinct, Seattle 5th precinct und Stuttgart lassen grüßen.

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Ein paar Worte zur Barrikadenräumung am 23. und 24. 6. 2020

Folgender Text erreichte uns:

„Ein paar Worte zur Barrikadenräumung am 23. und 24. 6. 2020

Gestern und vorgestern mußte es mal wieder sein: pünktlich vor der Hauptversammlung von NRWE am Freitag waren die Horden vom NRWE Werkschutz und der Polizei mit schwerem Gerät im Wald zur Barrikadenräumung. Da „Rettungswege“ freigehalten werden müssten. Die Barrikaden seien da, um Fahrzeuge abzuhalten, monierte Dirk Weinspach als kundiger Oberpolizist. 

Hier einige Fakten dazu:

Ausser im Hambi ist in keinem Wald ein Rettungsweg vorgeschrieben, da ja auch nicht notwendig. Den Wald retten die Wege zumindest nicht. Es sind und bleiben RÄUMUNGSWEGE, die 2018 mit dem Ziel zu RÄUMEN angelegt wurden und genau zu demselben Zweck erhalten bleiben sollen. Sie zerstören durch den verdichteten Kies den Waldboden in 4m Breite auf dem nix wächst. Sie verschrecken die Wildtiere die dort keine Deckung finden. 

Auf unverbarrikadierten Wegen können sich Nazis frei bewegen, die die AktivistInnen angreifen wollen. Denn leider tut die Polizei, lieber Herr Weinspach und Herr Reul, hierzulande nichts, um Nazistrukturen aufzuklären und zu zerschlagen-auch in den eigenen Reihen. So müssen sich die PolitaktivistInnen und „Subkulturen“ eben selber helfen. Hier wie anderswo.

Ebenso braucht es Sperren, um Mofafans und E-bike FetischistInnen, die mit Höchstgeschwindigkeit Tiere und Menschen gefährden und nerven, davon abzuhalten, dies auf den NRWE-Kiesautobahnen zu tun.

Sowie der NRWE Werkschutz sich irre freut, auf unverbarrikadierten Wegen Jagd auf Menschen zu machen.

Fazit: Die Barrikaden sind dort nicht zum Spaß. Die „Rettungswege“ sind Räumungswege und gefährden Menschen und Natur gleichermaßen. Drshalb wurden sie gesperrt und teilweise begrünt.

Der „Kohlekompromiß“ ist gescheitert, Datteln 4 geht ans Netz,NRWE baggert lustig weiter und zerstört Natur und Dörfer… die PolitikerInnen fast aller Parteien knicken vor Konzerninteressen ein!!!

Die VerteidigerInnen des Hambacher Waldes legen die Finger in die NRWE-PR-Wunde, indem sie das öffentlich machen! Und zeigen, daß ein ressourcenschonendes, menschlicheres Miteinander möglich ist.

Deswegen wollen die Regierenden und Konzerne sie unbedingt vernichten. 

Der Hambi braucht keine Rettungswege! Genausowenig wie die Welt Braunkohle und Kapitalismus braucht. Und genausowenig wie die Menschheit Faschismus und „Staatsgewalt“ benötigt!!! Liebe Möchtegern-EntscheiderInnen, räumt lieber die Barrikaden in eurem Kopf und übernehmt Verantwortung!!!

Hambi bleibt (widerständig)! Seine Barrikaden auch!!!“

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DANK UND GRÜßE UND (HILFE)AUFRUF AUS BESETZTEM WALD IN UPPSALA SCHWEDEN

Vor ungefähr einem Jahr fing das Wald-Besetzungs-Projekt in Uppsala an, nachdem offiziell von der Kommune der Beschluss gefasst wurde, einen mehr als 200 Jahre alten Wald zu roden, um an seine Stelle teure Hochhäuser zu bauen.

Der Wald, Blodstensskogen, befindet sich zwischen zwei Naturreservaten und dient so vor allem für die vielen Waldtiere als Korridor, um sich hin- und herbewegen zu können. Gleichzeitig hat der Blodstensskogen durch sein schon langes Bestehen ein starkes und vielfältiges Ökosystem entwickelt, so gibt es über hundertjährige Laub- und Tannenbäume und er bietet ein zu Hause für viele – auch unter Naturschutz stehenden – Tiere (Rotgelistete Tiere: unterschiedliche Insekten wie den Bockkäfer, Moschusbockkäfer, Scharlachkäfer, Vögel wie der Schwarzspecht und die Haubenmeise, Pilze wie der Kiefer-Feuerschwamm, Irpicodon pendulus, Resupinatstacheling und die schönen Erdsterne, außerdem drei verschiedene Fledermausarten, die den Blodstensskogen als Jagdrevier und zur Fortpflanzung nutzen).

Wir wollen die ungerechtfertigte Rodung des Blodstensskogen nicht hinnehmen und fingen deshalb an Baumhäuser und unterschiedliche Plattformen in den bedrohten Wald zu bauen. Inspiriert wurden wir durch Besetzungen wie die im Hambacher Forst und die vielen Aktivist*innen, die durch ihre Hingabe und Standhaftigkeit den Wald verteidigen. Wir wollen uns auf diesem Wege auch für die tatkräftige Hilfe bedanken, einerseits für den Zuschuss für Materialien aber vor allem auch für die Hilfe die wir vor Ort, von einigen Aktivist*innen bekamen, die extra angereist waren und ihr Wissen mit uns teilten!!!

Der Kampf um eine (klima)gerechtere und nachhaltigere Welt geht weiter; auch gerade jetzt, in diesen turbulenten, ungewissen Zeiten, die durch die Covid-19 Pandemie überschattet werden.
Nach wie vor ist unklar, ob der Blodstensskogen bestehen bleiben kann. Momentan gibt es noch einen legalen Prozess, der jedoch wenig Aussichten hat und jederzeit durch einen Räumungsbeschluss beendet werden kann. Vor ein paar Tagen sind Menschen von der Kommune in den Wald gekommen und haben gedroht, das Baumhaus und die vorhandenen Strukturen, ab Sonntag den 07. Juni, abzureisen und zu zerstören mit der Begründung, dass es sich um einen illegalen Bau handle – lächerlich, wenn man bedenkt, dass der ganze Wald gerodet werden soll, um den Bau für Hochhäuser freizugeben. Das nennen wir Illegal!


Es ist uns wichtig zu betonen: Wenn es zu einer Räumung kommt, sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Dafür lernen wir gerade in den Zeiten der Pandemie viele neue Formen kennen.

Auch wenn ZU (ziviler Ungehorsam) vor Ort toll und unbedingt notwendig ist und wir gerne Menschen dazu auffordern wollen zum Blodstensskogen zu kommen, könnt ihr uns auch über medialem Weg (FB: https://www.facebook.com/raddablodstensskogen )oder über Spendenunterstützen. Für genaue Details/Kontaktaufnahme schreibt uns gerne: blodstensskogen@nullriseup.net / +46 739992861

Wir danken euch und senden allen Menschen viel Kraft und Durchhaltevermögen.

– Die Aktivist*innen aus dem Blodensskogen

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Crowdfunding Kampagne für Wasser in Rojava

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Es gibt einen Aufruf zu einer Spendenkampagne für den Aufbau einer unabhängigeren Wasserversorgung in Rojava. Die Kampagne endet in zwei Tagen, also gerne spenden wenn ihr was habt 🙂

==> http://www.crowdfunder.co.uk/water-for-rojava-1

Av jîyan e – wasser ist leben!

Rojava steht vor einigen großen Bedrohungen: Krieg, Embargo, Wasserknappheit
Als die Revolution in Rojava begann, war der Grundwasserspiegel sehr niedrig, was hauptsächlich auf die industrielle Monokultur in der Landwirtschaft zurückzuführen war, die das syrische Regime in den letzten vier Jahrzehnten gefördert hatte, sowie auf den Rückgang der Niederschläge infolge der globalen Klimakrise.

Im Jahr 2015 begann die Türkei, Wasser als Waffe gegen Rojava einzusetzen, indem sie das Wasser der Flüsse zurückhielt, die von der Türkei nach Syrien durch die Dämme fließen, die sie in den letzten zwanzig Jahren gebaut hat.

Dann, im Oktober 2019, drangen türkische Staatstruppen in einige Gebiete Nord- und Ostsyriens ein, darunter die Region Serekaniye, die fast eine halbe Million Menschen in der Region um Hasakah mit Wasser versorgt. Die Wasserstation Alouk in Serekaniye wurde am ersten Tag derInvasion unter Beschuss genommen. Seither wurde diese repariert und dann immer wieder außer Betrieb genommen.

Seit dem Beginn der Invasion in Serekaniye haben die türkischen Streitkräfte und ihre Verbündeten weiterhin die Wasserinfrastruktur angegriffen, neu angelegte Obstgärten verbrannt und die Flüsse aufgestaut, die Syrien mit Süßwasser und Elektrizität versorgen. Hunderttausende von Menschen sind derzeit ohne sicheres und zuverlässiges Trinkwasser.

Diese Situation wird durch die Bedrohung durch Covid-19 noch erheblich verschärft. In Zeiten dieser Pandemie ist der Zugang zu Wasser lebenswichtig. 

„Inmitten einer globalen Pandemie, die ausgeklügelte Regierungs- und Infrastruktursysteme überlastet, haben die türkischen Behörden die Wasserversorgung der am stärksten belasteten Regionen in Syrien abgeschnitten“, sagte Michael Page, stellvertretender Direktor für den Nahen Osten bei Human Rights Watch. „Die türkischen Behörden sollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Wasserversorgung dieser Gemeinden unverzüglich wieder aufzunehmen“.

 

 

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Keine Freifahrt für die A49! Aktionstage für den Dannenröder Forst vom 19.–21.06.2020

Folgender Text erreichte uns:

Inmitten einer Zeit, in der das Auto längst nicht mehr Zeitgemäß ist, Dürrejahre aufeinander folgen und Menschen weltweit bereits die Auswirkungen der Klimakrise zu spüren bekommen wird in Hessen ein zerstörerisches Großprojekt geplant: Die A49.

Für die neue Autobahn soll der gesunde, jahrhundertealte Dannenröder Wald zu großen Teilen vernichtet werden. Gleichzeitig wird ein Trinkwasserschutzgebiet durchschnitten, das 500.000 Menschen mit Wasser versorgt.

Das Auto, ein schädliches, veraltetes und abzuschaffendes Verkehrsmittel wird weiterhin durch die Automobilindustrie und die Bundesregierung vorangetrieben. Finanzielle Hilfspakete, Abfckprämien und der Ausbau von Autobahnen halten die bröckelnde Industrie am Leben. 2019 wurden186km an Straßennetz und nur 6(!)km an Schienen ausgebaut und das in einem Land, dass bereits eines der am weitesten ausgebauten Straßennetz der Welt hat. Die Asphaltträume einer weniger Profiteure nehmen Überhand. Soll so die Verkehrswende aussehen? Nicht mit uns!

Für eine gerechte Mobilität braucht es nicht mehr Straßen, nicht mehr Asphalt und Beton. Es braucht eine echte Verkehrswende. Für eine auch in Zukunft gesicherte Trinkpassversorgung braucht es Schutzgebiete. Für ein gutes Leben für Alle braucht es Naturräume.

Am 23.06.2020 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die weite Zerstörung des Dannenröder Forst. Dies nutzen wir um die Verantwortung selbst in die Hand zu nehmen. Mit vielfältigen Aktionen wollen wir Krawall machen für eine sozial-gerechte und naturverträgliche Mobilität. Für den Dannenröder Wald.

Seid dabei- auf den Bäumen, den Straßen oder im Netz!

Klimaschutz bleibt Handarbeit!

Wenn ihr überlegt eine Aktion zu veranstalten, meldet euch bei uns unter:

E-Mail: naturraeume [at] systemli [dot] org PGP: CF93 94FF F43B 5E3D E7CD 38D5 27B9 D00B 43DE 0AFD

#NaturraeumeStattBetonträume

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