Räumung beendet

Inzwischen sind alle Aktivist_innen von den Bäumen geräumt. Ein Aktivist wurde in Gewahrsam genommen (noch unklar wo). Die Bäume wurden gefällt (innerhalb der Brut- und Setztzeit). RWE verwüstet noch den Wald (nennt das selber „aufräumen“) – Polizei ist schon weg. Bis zur nächsten Besetzung…

Einladung zum Wald statt Kohle Fest

Am 13 April findet das „Wald statt Kohle Fest“ als einjähriger Geburtstag der alten Besetzung statt (auf der besetzten Wiese). Kommt zahlreich, und lasst uns RWE und der Polizei (soweit sich beides voneinander trennen lässt) zeigen, was wir davon halten, unseren Widerstand mit solchen fiesen Tricks wie heute klein halten zu wollen. Mit vielen Leuten, die auf viele kreative Weisen aktiv werden können wir RWE stoppen! Noch etwas länger hin ist das Klimacamp, das vom 23.08 bis zum 01.09 in Manheim stattfinden wird, und das Reclaim the Fields Camp an gleichem Ort und Stelle direkt im Anschluss.
Bringt euch ein, der Widerstand lebt von euren Aktivitäten, und nicht nur von eurer Spendenbereitschaft.

„Zwischenfall“ in der dpa

Die dpa kritzelt brav von der Polizei ab, und andere Medien kritzeln wiederum von der dpa ab. So kommt es, dass nun überall von einem „Zwischenfall“ zu lesen ist, der Grund gewesen sei dafür, dass „spontan“ doch eine Räumung aus dem Einsatz geworden sei. Sgar Pressevertreter_innen die den ganzen Tag vor Ort waren konnten aber nicht von einem besonderen „Zwiscehnfall“ der Anlass für so etwas gewesen sein könnte, berichten. Ebenfalls seltsam an dieser Version ist, dass die Kletterpolizisten schon heute morgen gesehen wurden. Selbst bei Inseptionen auf der alten Besetzung im Hambacher Forst waren niemals Klettrpolizisten mit Kletterausstattung vor Ort. Die Version ist also reichlich unglaubhaft. Ein guter Artikel, der die Lügen der Polizei darstellt gibt es in der Aachener Zeitung.

Deutliche Worte zu Spelthahn

Überraschend deutliche Worte zu Wolfgang Spelthahn findet Verena Schloemer, die Vorsitzende der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, in der Aacher Zeitung: „Wir halten es nach wie vor für eine äußerst unglückliche Konstellation, höflich ausgedrückt, dass Landrat Spelthahn einen Sitz im Aufsichtsrat von RWE Power innehat, während er gleichzeitig nicht nur der für die Räumung zuständige Polizeichef ist, sondern auch Leiter der Verwaltung, die in allen Genehmigungsverfahren, die RWE betreffen, involviert ist. Es ist doch unwahrscheinlich, dass der Kreis Düren und RWE immer dieselben Interessen haben. Wir fänden es angebracht, wenn Landrat Spelthahn seinen Sitz im RWE Power-Aufsichtsrat niederlegen würde und seine Tätigkeiten in der Wirtschaft in die Zeit nach seiner politischen Karriere verschieben würde.“

Aber auch die Grünen sind im Land NRW mit an der Regierung und tragen dort die Braunkohlepolitik derzeit mit.

„Express“ toppt alles!

Nachdem die Polizei schon ganz schön dreist ist, mit dem Vorgehen erst nach 16 Uhr – Redaktionsschluss der Tageszeitungen – anzufangen zu räumen, und vorher zu sagen, es würde nicht geräumt werden, toppt nun der „Express“ alles. Aus der Lüge der Polizei macht er eine Schuld der Aktivist_innen: Diese hätten die „spontane“ Räumung dadurch verursacht, dass sie in den Wald mobilisierten: „Aktivisten hatten am Morgen via Mail verbreitet, dass die Räumung bereits im Gange wär und zusätzliche Verstärkung angefordert. „Es werden Menschen vor Ort gebraucht. Kommt zur Wiese wenn ihr nicht wisst, wo die Besetzung im Wald ist“, hieß es dort.“ – Express.

Dass es um eine spontane Räumung ging, die durch die Aktivist_innen selber ausgelöst wurde, ist ganz einfach dadurch zu widerlegen, dass das Kletterteam der Polizei schon heute morgen anwesend war.