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Soli-Aktion in Leipzig für WaldbesetzerInnen im Hambacher Forst

soliaktion in leipzig
Aus Protest gegen die Räumung der BesetzerInnen des Hambacher Forsts, der für den Braunkohletagebau von RWE kahl geschlagen werden soll, gab es quer durch die Republik viele Solidaritätsaktionen – auch in Leipzig. Dort sind gestern Aktive von ROBIN WOOD zusammen mit einigen weiteren Leuten (ohne spezielle Organisation) am Campus der Uni losgezogen. Mit einem Transparent mit der Aufschrift „IrRWEg Kohle – Hambacher Forst erhalten!“ liefen sie durch die Straßen der Innenstadt, machten mit Pfeifen Lärm, verteilten Soli-Erklärungen und redeten mit PassantInnen über die Situation im Hambacher Forst. Das Transparent hängten sie schließlich an der Alten Börse auf und verteilten weitere Soli-Erklärungen. Darin heißt es: „Wir fordern einen sofortigen Rodungsstopp und einen sofortigen Stopp der Ausweitung der Kohletagebaue im rheinischen Gebiet wie auch in allen anderen Braunkohlerevieren. Energieriesen wie RWE sollen endlich umdenken! Wir fordern die Bundes- und die NRW-Landesregierung auf, friedlichen Protest im Namen der Zukunft unseres Planeten und aller Menschen nicht durch Gewalt und Repressionen zu zerschlagen! Solidarität mit den BesetzerInnen! Der Hambacher Forst muss bleiben!“

Mehr dazu findet ihr [hier]

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„Mündlicher Richterlicher Beschluss“

Jetzt reicht’s!
Die Polizei, die mit 9 Wannen auffuhr, riss die gebauten Hütten der neuen Besetzung ab, mit der Begründung, sie müsste das Material für die Beweissicherung mitnehmen, da der Verdacht bestünde, dass das Holz geklaut sei. Ob sie es wieder aufbauen wird, wenn sie feststellt, dass es nicht geklaut ist? Der Abriss der Hütten geschah mit einem RWE-Fahnrzeug. Und wohlgemerkt: Das Ganze geschah auf einem Privatgrundstück. Auf die Frage nach der Rechtsgrundlage mit der diese Maßnahme geschehe, sagte die Polizei es handele sich um einen „mündlichen richterlichen Beschluss“. Vermutlich verwechselt die Polizei im Rhein-Erft Kreis die Führungsebene von RWE mit dem Richter.
Dieses Vorgehen zeigt, dass nun mit allen Mitteln versucht werden soll, die Besetzer_innen einzuschüchtern und zu vertreiben. Bisher hatten diese Versuchen nicht geklappt, sondern wir sind dadurch immer mehr geworden. Die Polizei macht hier keine Werbung für sich, sondern verdeutlicht was ihre Rolle ist: Die Profite gegen alle anderen Interessen zu schützen.
Wir rufen jetzt dazu auf der Polizei das nicht durchgehen zu lassen. Zeigt eure Solidarität indem ihr vorbeikommt und hundert Hütten aufbaut, und über alle Kanäle verbreitet was RWE und Polizei als ihr Handlanger gerade abziehen.
Auch die Presse muss jetzt zeigen, ob sie noch einen restlichen Anspruch darauf hat, als seriös wahrgenommen zu werden.

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9 Wannen Polizei wegen Totholz – wer kommt für einsatzkosten auf?

Gerade ist schon wieder Polizei bei der Besetzung aufgetaucht, die die Personalien kontrollieren wollen, da angeblich Holz aus dem Wald geklaut
wurde. 9 Fahrzeuge wurden gezählt. Also ganz schön viel Wirbel um ein bisschen Totholz. RWE versucht sich halt wirklich als Feudalmacht aufzuspielen. Wie mensch das aus Geschichten von Feudalmächten des Mittelalters kennt, nehmen sie ihr Recht als einzige die Wälder nutzen(im Falle von RWE zerstören) zu dürfen sehr ernst. Wir bedanken uns ein weiteres Mal bei der Polizei dafür dass sie ihre Rolle in RWE-Landen so schön verbildlicht. Mehr Infos gibts dann bald hoffentlich auf dem Blog

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Unglaubliche Unterstützung

Wo es der Plan von Polizei, RWE und vielen Medien (insbesondere den DuMont Medien, also KSTA, Express, und anderen) war, mit der Kriminialisierung und Verleumdung einen Keil zwischen die Besetzer_innen und die Unterstützer_innen zu treiben, ist dieser Plan krass nach hinten los gegangen. Die Unterstützung seit der Wiederbesetzung ist so unglaublich, dass kaum noch zu trennen ist zwischen Besetzer_innen und Unterstützer_innen. Nicht nur, dass die Unterstützung sehr viel intensiver geworden ist (Leute kochen Essen und Kaffee für die Besetzung, helfen beim Aufbau, unglaublich viele Materialien werden vorbei gebracht,…) als auf der nun geräumten Besetzung, es kommen nun auch viele Leute die sich zuvor nie haben blicken lassen. Sehr viele Menschen aus Moschenich (dem Dorf direkt neben der Besetzung das auch abgebaggert wird) kommen und unterstützen. Der Widerstand ist gerade im Begriff zu einer lokalen Massenbewegung zu werden. Ob diese Ausformungen haben wird wie im Wendland, wie bei Stuttgart 21 oder ganz andere kann bisher noch nicht gesagt werden, nur dass es sich sehr gut anfühlt was gerade passiert. Und dass die Werkzeuge der Macht (als die die oben benannte Öffentlichkeitsstrategie der Gegenseite bezeichnet werden muss) in diesem Fall stumpf bleiben. Kommt vorbei und teilt diesen schönen Moment mit uns auf dass er noch schöner werde.

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Polizei nimmt Besetzern Holz weg

Liebe Mitstreitende!

wegen der fortgeschrittenen Tageszeit konnte ich meinen heutigen Waldspaziergang nicht von Buir, sondern von Morschenich aus antreten. Meinen Wagen hatte ich deshalb am Goldacker in Morschenich abgestellt. Während ich die Feldseite des Morschenicher Sportplatzes passierte kamen mir zwei Spaziergängerinnen entgegen, die von einem Polizeieinsatz mit „9 Polizeifahrzeugen (?)“ und einem „Bagger“ berichteten. Am Waldrand erkannte ich Scheinwerfer, die diesen Eindruck bestätigten.

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Uneröffentlichte Leserbriefe KSTA Teil 1

Für die Rubrik „Unveröffentlichte Leser_innenbriefe“ mein Kommentar vom 15.11.
welcher – Überraschung! – denn auch nicht veröffentlicht wurde:

„In Sichtweite des Hambacher Forstes runinieren die RWE-Braunkohlekraftwerke
Neurath, Frimmersdorf und Niederaussem seit Jahrzehnten das Klima. Damit ebnet
RWE/NRW nicht nur eine ganze Region ein, sondern auch der klimaschädlichen
Braunkohleverstromung für die nächsten Jahrzehnte den Weg. Erst im August wurden in
Grevenbroich-Neurath in Anwesenheit von Ministerpräsidentin Kraft zwei neue Blöcke
eingeweiht, deren Braunkohleverbrauch bei 1600 Tonnen liegt – pro Stunde! Bei einer
geplanten Laufzeit von 40 Jahren. Der Schadstoffausstoß dieser größten
Dreckschleudern, die es in Europa gibt, ist kaum noch zu beziffern.

RWE/NRW gehört damit auf Jahrzehnte zu den massivsten Verhinderern der geplanten
Energiewende.

Schimpf und Schande den Verantwortlichen, Hochachtung, Dank und Respekt den
Besetzern, Aktivisten und Umweltschützern!“

Solidarische Grüße,
Michael Scheffer
(Die LINKE Köln)

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Solidarität der Bündnis 90/Grünen Bundeskonferenz

Die Bundeskonferenz verabschiedete nach der Räumung der Besetzung und der Widerbesetzung im Hambacher Forst folgende Erklärung: „Deshalb wollen wir Grüne … unsere Solidarität mit der Anti-Kohle-Bewegung ausdrücken. Egal ob die Waldbesetzung im Hambacher Forst, die friedliche Blockade des Kraftwerks Jänschwalde oder Bürgerinitiativen gegen neue Tagebaue und CCS – wir stehen denen bei, die ihre Stimme gegen eine Kohleindustrie erheben, die der Energiewende ein Bein stellt!“
Wärend die Landes-Grünen in NRW mit in derjenigen Regierung sind, die für Europas größte CO2 Schleuder verantwortlich ist, bekommen sie nun gleichzeitig Druck von „oben“ – der Bundeskonferenz, als auch von unten – den Basis-Grünen in NRW und aus den betroffenen Regionen. Darüber freuen wir uns, auch wenn es eine müde Freude ist, weil unser Glaube an Veränderungen durch den Parlamentarismus ermüdet ist. Um den Verlust diesen Glaubens trauern wir aber nicht, weil an die Stelle dessen die Erkenntnis erwacht ist, was wir erreichen können, wenn wir auf unsere eigenen Kräfte vertrauen, uns selber ermächtigen. Letztes Wochenende haben in la ZAD 40 000 Menschen das Gelände wiederbesetzt, dass für einen Flughafen zerstört werden soll. Bei dieser Masse an Menschen die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen bekommt der Staat tatsächliche Ängste vor einem Flächenbrand. Auch hier im Rheinischen Revier müssen wir eine massenhafte Selbstermächtigung aufbauen, wenn wir etwas erreichen wollen.

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Die Leserbriefpolitik vom KSTA

Die Leserbriefpolitik des Kölner Stadtanzeigers ist nicht gerade ein Paradebeispiel von Ausgewogenheit. Während es heute eine ganze Seite mit Leser_innenbriefe gab unter dem Titel „Wann es Zeit zum aufhören ist“ haben wir heute eine ganze Reihe E-Mails bekommen von Menschen die sich beschwert haben, dass sie einen Leser_innenbrief geschrieben hatten der nicht veröffentlicht wurde. Deshalb wollen wir auf diesem Blog die neue Kategorie einrichten: „Unveröffentlichte Leser_innenbriefe“. Schreibt solche, schickt sie an den KSTA, und bei Nichtveröffentlichung an hambacherforst@nullriseup.net. Auserdem werden wir ab jetzt mitzählen wie oft RWE-Anzeigen im Kölner Stadtanzeiger erscheinen. Dass es auch guten Journalismus gibt beweist wieder die Online Redaktion vom WDR.

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Die gesamte Ausrüstung der Besetzer_innen zerstört – Spendenaufruf

Die Polizei hat fast die gesamte Ausrüstung der alten Waldbesetzung bei und nach der Räumung zerstört oder geklaut, sodass auf dem neuen Camp fast bei null angefangen werden muss, was bei dieser Jahreszeit bitter ist. Die momentane Solidarität ist allerdings sehr aufbauend (Doppeldeutigkeit beachten). Heute waren durchgehend Anwohner_innen da, die Sachen vorbeigebracht haben und beim Aufbau geholfen haben. Die Stimmung ist super. Wenn der Kölner Stadtanzeiger schreibt, den weiteren Widerstand könne nun niemand mehr verstehen, ist das das Gegenteil von dem was jede_r beobachten kann die_der sich das Camp anguckt.
Da trotzdem noch vieles fehlt hier eine Liste an Dingen die noch gebraucht werden:

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Wegbeschreibung zu neuem Camp

Buir oder Autobahn nach Moschenich rein. Rechtskurve, danach linkskurve. In der Linkskurve biegt rechts eine Straße ab. Diese nehmen bis Ortsausgang. Dann rechts ab. Vor dem Fliegerhangar links Direkt hinter dem Hangar rechts in Feldweg. Graedaus und dann ist auf der linken Seite, ganz hinten vor dem Wald das Camp.

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