1.te Erklärung aus dem Wald von Chambaran, Roybon (Isère)

zad roybon

Sonntag 30.November; über tausend Menschen finden sich ein, um sich dem Projekt „Center Parc“ zu widersetzen und sich den von Pierre & Vacances gestohlenen Wald von Chambaran zurückzuerobern (30ct/m²). Das Baustellen Gelände wird durchquert. Wir haben gezeigt dass der Wald allen gehört.
Wir mussten feststellen, dass der Wald mit rasanter Geschwindigkeit für ein unnötiges Projekt, das durch verblüffende Entsagung der Demokratie und öffentliche Gelder ermöglich wird, zerstört wurde.

Unser Spaziergang endete am Forsthaus „la Marquise“, verlassenes Eigentum der ONF, welches wir von heute an bis zur definitiven Aufgabe des Projekts „Center Parc“ besetzen. Dieses Haus bietet uns eine Verteidigungs-Basis um unseren Kampf für einen Wald ohne „Center Parc“ zu organisieren. Dieser Kampf ist die Schwester anderer Kämpfe und Anlass zu zeigen, dass eine andere Welt möglich ist und schon existiert.

Wir rufen alle, die Lust haben uns zu unterstützen, auf:
für eine Nacht oder ein Leben lang, ein Kampf hier oder andernorts, jede*r nach ihren & seinen Möglichkeiten!

Das ist erst der Anfang!

Site vom Zad (auf französisch)

Neuland wurde geräumt

7:00 Uhr Im Wald wurden mehrere Fahrzeuge* gesichtet. Wir gehen davon aus, dass wie angekündigt eine Räumung der Baumbesetzung „Neuland“ stattfindet. Weitere Infos folgen.
7:30 Uhr zwei Personen haben sich auf einer der Zufahrtsstraßen angekettet, werden jedoch umfahren. Eine weitere Zufahrtsstraße wird mit einem Tripod blockiert, wird jedoch nicht benutzt. Ankommende Autos werden von Wachleuten umgeleitet.
10:30 Uhr Die tägliche Spritlieferung für die Generatoren bringt
ein oranger Tanklaster des Fuhrunternehmens Matthias Mödder – Köln-Aachener-Str. 71, 50189 Elsdorf im Rheinland, (02274) 36 42.
11:00 Uhr Ein Reporter vom Kölner Stadtanzeiger wird mit RWE- und Polizeipresse an der Besetzung herum kutschiert. Das Tripod wurde inzwischen abgebaut und die Menschen kehren zur Wiese zurück.
12:00 Uhr Die Räumung ist beendet, der Person geht es nach über 130 Stunden im Baum gut – sie hat beim Vorbeifahren gelacht und gewunken. Kommt mit lecker Essen zur Polizeiwache in Düren – JETZT.
13:45 Uhr Die Person ist bereits frei. Die Mahnwache vor der Polizei Düren hat sich aufgelöst.

Nachtrag der Besetzer_in:
„In den nächsten Tagen werde ich noch mehr Berichte, die ich auf Klopapier niedergeschrieben habe, veröffentlichen. An Mu und den anderen Klettercop: Sorry Leute, muss heute erst mal die Räumung verdauen…schaut in ein paar Tagen noch mal drauf!
Danke für die vielen lieben Worte, es tat sehr gut all die schönen Kommentare unter meinen Berichten zu lesen und hat mir noch mal nachträglich sehr viel Kraft gegeben!“

Besetzer_in am Ende der Räumung

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Petition gegen Stromabklemmungen und Streichung der GVS-Energieschuldenberatung durch Vattenfall

Per E-Mail kam dieser Aufruf zur Petition des Berliner Energietischs gegen Vattenfalls Kundenfeindlichkeit:

Heute hat die Bundesnetzagentur veröffentlicht, dass 2013 344.798 Haushalten der Strom abgeklemmt wurde, weil sie sich ihre Stromrechnung nicht mehr Leisten konnten. Und quasi passend dazu gibts noch ein Weinachtsgeschenk: Vattenfall streicht ersatzlos die Finanzierung der Energieschuldenberatung GVS. Die GVS war in Berlin die einzige explizite Anlaufstelle für von Energiearmut betroffene Menschen. Durch die Beratung wurde etlichen Haushalten geholfen eine Stromabklemmung zu verhindern, oder aus der Schuldenfalle wieder raus zu kommen. Weiter lesen!

Nachricht aus Neuland #6

Heute eine kuerzere Nachricht, um den Akku zu schonen:

Die Feuer lodern in den Tonnen. Ich werde von einer inneren Waerme durchstroemt. feuer&flamme – beides leuchtet auch in mir. ja, ich brenne fuer die sache, ich bin hier richtig…

Nachtrag 20:11

Schreibt bitte auf dem Blog, meine Ma soll sich keine Sorgen machen, ich ruf sie an, sobald wie moeglich!

Eure Kommentare koennen weiterhin per SMS weitergeleitet werden.

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Hier ein Beitrag unseres unermüdlichen Französisch-Übersetzers Nöll (ein riesiges Dankeschön an dieser Stelle!). Vielleicht sind diese Gedanken auch für andere eine Motivation, noch mehr über RWEs finanzielle Aussichtslosigkeit nachzudenken oder gar zu publizieren. Wir veröffentlichen gern eure Einsendungen!

Hallo,

klar, im Moment habt ihr andere Sorgen. Dem Hambacher Forst geht es an den Kragen. Das ist umso beunruhigender, als außer dem Kragen nichts mehr da ist.

Umso mehr Grund aber, mit allen Mitteln dagegen vorzugehen im Wissen, dass Widerstand sinnvoll ist. Denn die Stromriesen sind alle hoch verschuldet und ihre Aktien sinken in den Keller, weil niemand sie mehr haben will. Sie haben zu spät gemerkt – sagen sie selbst – dass den Regenerativen die Zukunft gehört. Dabei ist die unten stehende dpa-Meldung interessant. Weiter lesen!