Bündnistreffen erfolgreich

Bündnis gegen Braunkohle
Foto: © 2014 Her­bert Sau­er­wein

Vergangenes Wochenende fand das zweite Bündnistreffen, aller Initiativen im Braunkohlewiderstand statt, das fast noch besser besucht war, als im vergangenem Jahr. Viele Ideen und Initiativen für zukünftige Projekte sind entstanden, auf die ihr gespannt sein dürft. Hier gibt es einen Bericht des Schattenblickes dazu. Einen weiteren Artikel im Schattenblick gibt es über die Bürgerinitiative „Leben ohne Braunkohle“ hier.

Ausstellungen in Barcelona

Danijel Šivinjski, engargierter Fotograf aus Serbien ist mit seiner Fotoreportage „EYES ON KILLING THE CLIMATE- about very brave people who decides to put their lives on the line and fight against the climate killer number one in europe “ nach dem Hambacher Forst nun auch in Barcelona am Start um auch dort die Leute zu informieren und zu motivieren, aktiv zu werden.

Hier die Daten und Locations:

03.02. (opening 6pm) – 09.02.
EL BANC EXPROPIAT
C/ Travessera de Gràcia 181

10.02. (opening 6pm) – 16.02.
CAN BATLLÓ (BAR)
C/ Constitució 19

17.02. (opening 11am) – 21.02.
ESCOLA TÈCNICA SUPERIOR D’ENGINYERIA INDUSTRIAL (UPC)
Av. Diagonal 647

24.02. (opening 11am) – 28.02.
ESPAI JOVE LA FONTANA
C/ Gran de Gràcia 190-192

Mehr erfahren über Danijel und seine Arbeiten könnt ihr auf seinen Seiten und Blogs:
http://sivinjski.com/
http://facebook.com/sivinjski

Außerdem hat er ein Video über seinen letzten Besuch und der Ausstellung im Hambacher Forst gemacht.

Räumung und Fällung in Berlin

In Berlin wurde heute für ein sinnloses Autobahnprojekt ein Grundstück enteignet und dort befindliche Pappeln gerodet.

Es hatten sich dort mehrere Aktive aus Protest gegen dieses Vorhaben in einem Baumhaus befunden.
Heute abend wurde die letzte angekettete Person geräumt.

Am morgen war vorher das Grundstück offiziell enteignet worden, schon seit einigen Monaten wurde es vorher von Aktivisten und auch vom Eigentümern bewacht ,
da auch vorher schon – da noch illegale – Rodungsversuche unternommen wurden.

Typisch für Autobahnprojekte soll diese Verlängerung der A100 durch eine sozial benachteiligte Gegend gehen.

Hier gibt es Neues vom Widerstand gegen die A100 :

Auch wenn die letzte Pappel an dieser Stelle gefällt wurde, der Widerstand gegen dieses unsinnige und rückwärtsgewandte Betonprojekt, die Verlängerung der Stadtautobahn A100, geht weiter!

Der Widerstand gegen Unsinnige Projekte wird überall weitergehen.

Solidarische Grüsse aus dem Hambacher Forst.

Kohlekraft legt in Deutschland zu – und was das mit Fracking zu tun hat

Sieht so die vielgelobte Energiewende aus? (Braun-) Kohlekraft ist in Deutschland sowohl 2012 als auch das erste Halbjahr 2013 auf dem Vormarsch. Und das hängt global gesehen mit einem weiteren fossilen Revival zusammen: Nämlich dem der unkonventionellen Erdgasförderung namens Fracking.
„Braun- und Steinkohlekraftwerke sowie Gas-Anlagen lieferten im ersten Halbjahr 12,4 Prozent mehr Strom, wie Zahlen des Bundesverbandes der deutschen Elektrizitätswirtschaft (BDEW) am Dienstag zeigen.“ schreibt die taz. Die dpa schreibt: “ Nach Angaben der AG Energiebilanzen stieg 2012 die Stromgewinnung in Braunkohlekraftwerken um 8,9 Milliarden Kilowattstunden (kWh) auf 159 Milliarden – bei der Steinkohle waren es mit 118 Milliarden 5,6 Milliarden kWh mehr. Allein die klimaschädliche Braunkohleverstromung stieg damit um fünf Prozent. Bei der klimafreundlichen Stromgewinnung in Gaskraftwerken gab es hingegen ein Minus von 12,5 Milliarden kWh.“

Dass vermehrt Kohle und Braunkohle verstromt wird hat einen Grund der im Kapitalismus nicht ganz unüblich ist: Es rentiert sich zunehmend. Und das wiederum hat einen Grund den wir gerade jetzt, während die Reclaim Power Tour läuft, die die verschiedenen Energiekämpfe vernetzen will, in diesem Kontext lohnenswert finden hervorzuheben: Dadurch dass in den USA aber auch in anderen Ländern, massiv auf Fracking gesetzt wird (weil heimischer Rohstoff), wird dort weniger Kohle zur Verstromung benötigt. Anstatt die Kohle deshalb in der Erde zu lasssen, wie die Pro-Fracking-Propaganda vermuten lassen würde, die die Gasförderung als klimafreundlicher als die Kohle darstellen will, wird diese exportiert. Warum? Weil es sich kapitalistisch rentiert. Durch das höhere Angebot auf dem Weltmarkt, bei gleichzeitig geringerer Nachfrage fällt der globale Kohlepreis. Das wiederum führt dazu, dass bei einer Verstromung hierzulande größere Gewinnspannen pro kWh möglich sind, weil die geringeren Ausgaben von den Energieriesen nicht an die Kunden weitergegeben werden. Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum Energiekämpfe zusammengedacht werden müssen.
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Was hat Braunkohleabbau mit Reclaim the Fields zu tun?

Ein Hintergrundtext darüber warum das Reclaim the fields Camp dieses Jahr im Rheinland gegen Braunkohleabbau stattfindet:

2013 wird das Reclaim the Fields Camp gemeinsam mit dem Klimacamp im Rheinland stattfinden.
Mit dem folgenden Text soll aufgezeigt werden, weswegen die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels, sowie die Zerstörung und Enteignung von Land weltweit zusammen gedacht werden müssen. Und somit auch, das Klima- und RtF-Camp dieses Jahr verknüpft und die Kämpfe gemeinsam gekämpft werden.
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Scottish Coal macht Schotten dicht

Scottish Coal, UKs größte Kohleproduzentin hat gestern Konkurs angemeldet. Obwohl sich die schottische Regierung sehr darum bemühte zusammen mit Scottish Coal eine Lösung für eine Rettung des Konzerns und der Tagebaue zu finden, musste das Unternehmen 600 Arbeiter_innen entlassen, und die Arbeit in allen laufenden Tagebauen einstellen. Zu den Tagebauen die nun stillgelegt werden gehören auch jene in South Lanarkshire, gegen die es über Jahre hinweg heftige Opposition gab, sowohl von Anwohner_innen, als auch von Aktivist_innen von Coal Action Scotland. Es gab viele Waldbesetzungen, kreative und direkte Aktionen. Wieweit diese einen Teil dazu beitrugen, dass der Kohleabbau für Scottish Coal nicht lukrativ genug war, ist schwer einzuschätzen.

Auf jeden Fall darf sich mit jenen gefreut werden, die viel Energie rein steckten diese Mienen zu bekämpfen, und mit jenen deren Gesundheit nun ein gutes Stück weniger belastet wird. Obwohl Coal Action Scotland zurecht schreibt: „Für die die neben den stillgelegten Tagebauen wohnen bedeuten diese Narben in der Landschaft, die vermutlich nicht so schnell zugeschüttet werden. Es ist Zeit wütend zu werden, uns das Land zurück zu nehmen, und uns die Löhne zurück zu holen, die die Scottish Coal Bosse uns gestohlen haben.“ Letzteres spielt darauf an, dass die Arbeiter_innen die letzte Woche ihrer Arbeit nicht ausbezahlt bekommen haben.

Reclaim Power Tour 2013

Hier der Aufruf von EKIB! (Energiekämpfe in Bewegung) für Energiekämpfe-Karawanen im Sommer die im Rheinischen Braunkohlerevier enden werden:

Aktions-Fahrradkarawane von Ost- nach Westdeutschland im Juli und August 2013 und Trampkarawane vom Südwesten ins Rheinland im August suchen Mitstreiter_innen – Denn unsere Energiewende sieht anders aus!

Neue Initiativen gegen Fracking oder CCS, Waldbesetzungen und Kohlezugblockaden im Rheinischen Braunkohlerevier, Proteste gegen Kohleimporte beim Hamburger Hafengeburtstag: Es ist ganz schön Fahrt in die Klimabewegung gekommen! Wir werden aber noch einen Gang zu legen: Mit einer großen Fahrradkarawane und einer Trampkarawane wollen wir Stationen aktueller Energiekämpfe verbinden. Losgeradelt wird nach bisherigem Stand Mitte Juli auf dem Klimacamp im Braunkohlerevier in der Lausitz. Per Anhalter sind wir Ende August ab Freiburg unterwegs. Ziel beider Karawanen sollen das Klimacamp im Rheinland (23.08.-01.09), das daran anschließende ‚Reclaim the Fields’ Camp(28.08-05.09) und die viertägigen Aktionstage während der Überschneidung beider Camps sein. Spannend soll die Tour aber auch durch die Stationen und Thematiken werden, die zwischen Start und Ziel liegen.

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„Buir Literatuir in der Natuir“ 2.09., 15.00 Uhr (vorrauss.)

Am 02.09 veranstaltet die Bürger_inneninitiative „Buirer für Buir“ ein Kulturproramm auf der Waldbesetzung unter dem Namen „Buir Literatuir in der Natuir“ mit eigenem Buirer für Buir (BfB)-Kulturprogramm, kabaR(W)Ettistischen Häppchen, kleinen Theaterszenen, Gedichten und Musik. Schon 2009 hatte die BI ein eigenes Kulturprogramm aufgeführt „Buir Literatuir“. Weil das gut ankam, und um die Waldbesetzung zu unterstützen gibt es nun die Neuauflage: „Buir Literatuir in der Natuir“. Wir freuen uns auf die Veranstaltung und hoffen auf viel Besuch!

Veranstaltungstour über Anti-Kohle Widerstand in den USA und in Deutschland

Infotour: Die Tourdaten:

04.06. Zürich, 19:00Uhr, Klimacamp Schweiz
05.06. Freiburg, 19:00 Uhr, KTS, Basler Str. 103
06.06. Köln, 20:00 Uhr, Köln, Autonomes Zentrum, Wiersbergstrasse 44
07.06. Mönchengladbach, 20:00 Uhr, BIS-Zentrum, Bismarkstraße 97-99
08.06. Buir, 19:00 Uhr, Treffpunkt Kunst, Bahnstraße 50
09.06. Hambacher Forst, 18:00 Uhr,, Waldbesetzung
10.06. Cottbus, 19:30Uhr, quasiMONO, Erich-Weinert-Str. 2, 03044 Cottbus,
11.06. Leipzig 20 Uhr, Casablanca/ Bäckerei, Josephstraße 12
12.06. Berlin, 19:30 A17 (Admiralstraße 17) , Kreuzberg
14.06. Hamburg, 20:00Uhr, im Gängeviertel, Valentinskamp 39
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Veranstaltungstour zu Waldbesetzung und „The true cost of coal“ mit Referent_innen aus USA

Infotour: Besuch des Beehive Collectives aus den USA und befreundete Aktivist_innen der Kampagne ausgeCO2hlt, der WAA und der Waldbesetzung des Hambacher Forstes veranstalten die Infotour: „The true Cost of Coal“ in Deutschland

The true Cost of Coal
In den Appalachen, einem Gebirge im Osten der USA, werden ganze Berge gesprengt, um Kohle abzubauen. Dieses „Mountaintop Removal“ hat verheerende Auswirkungen auf lokale Gemeinden, das Ökosystem und zerstört durch die Kohleverbrennung das Weltklima. Dies alles sind die Kosten für eine vermeintlich billige Energieversorgung im fossilen Kapitalismus. Das Beehive Collective, ein Graswurzelnetzwerk aus Maine, zeigt anhand eines großen Mosaikposters auf eindrückliche Art und Weise den Kohleabbau und den Widerstand dagegen. Seit über 10 Jahren machen sie Touren durch die ganze Welt und schaffen es mit ihrer „story-based education strategy“ komplexe Zusammenhänge graphisch zu dekonstruieren und verständlich zu machen.
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