Solikundgebung in Münster

InfoIn Münster fand gestern (wie auch in anderen Städten) eine Solikundgebung mit den Aktiven im Hambacher Forst und gegen die Räumung, und gegen das Treiben von RWE statt. Bilder werden hoffentlich noch erscheinen. Hier ein Redebeitrag:

Gestern wurde die Waldbesetzung im Hambacher Forst wieder polizeilich geräumt. Ein weiteres Mal versuchte die Polizei mit allen Mitteln, die Öffentlichkeit auszuschließen – diesmal sogar mit der völlig illegalen Beschlagnahme aller greifbaren Laptops, Handys und von jedem Blatt Papier bis hin zum Tagebuch, schon eine Woche im Voraus. Wieder hält sich Deutschlands dreckigster Energiekonzern RWE dezent im Hintergrund und lässt andere die Drecksarbeit machen.
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Pressemitteilung: + + + Räumung im Hambacher Forst beendet + + + Soliaktionen in mehreren Städten + + + Öffentliche Wiederbesetzung am 26.04.2014 + + +

Kerpen, 28.03.2014. Um kurz nach 20:00 Uhr am gestrigen Mittwoch wurde die letzte Person der insgesamt sieben Aktivist*innen aus den Bäumen geräumt. Die Baumhäuser wurden komplett zerstört und im Zuge des Großeinsatzes zahlreiche Bäume völlig sinnlos gefällt. Und während sich die Polizei in ihrer Pressemitteilung selbst auf die Schulter klopft, planen die Aktivist*innen bereits die Wiederbesetzung.

Der Räumungsantrag wurde laut Pressemitteilung der Polizei Rhein-Erft-Kreis durch die Stadt Kerpen gestellt. Als Grund wurden in
verschiedenen Medienberichten und auch auf Nachfrage beim Pressesprecher der Stadt Kerpen baurechtliche Verordnungen und für „Leib und Leben“ gefährdende Zustände der Baumhäuser genannt. „Die Interessen der Energiekonzerne werden ständig im Namen anderer Gremien und sogar des Gemeinwohls, wie beim Bundesverfassungsgerichtsurteil geschehen, vertreten. Auf Bundesebene bedeutet dies die Debatte über einen Kohle-Cent zur Subventionierung der klimaschädlichsten aller Energieformen; auf Regionalebene bedeutet dies, dass städtische Behörden und die Polizeieinheiten Gründe erfinden um RWE den Weg frei zu räumen. Dies erleben wir ja nicht zum ersten Mal — beim Klimacamp im vergangenen Jahr z.B. war es ganz ähnlich“, äußert sich Annika Schlereth nach der Räumung.
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Wir geben nicht auf! Der Widerstand geht weiter

Wir haben noch nach keiner Räumung mit unserem Widerstand aufgegeben. Stattdessen vergrößern wir uns einfach nach jeder Polizeiaktion, bis sie lernen, dass ihre Repression für’n Arsch ist. Die nächsten Termine für den Widerstand stehen auch schon bevor:

Soliaktionen bisher in Frankfurt am Main-Bonn-Essen-Münster-Wien

SoliaktionenFrankfurt am Main
Morgen 16.30Uhr Konstablerwache Frankfurt am Main
Bringt Transparente und Verkleidung mit 😉

Münster
Morgen um 11:00 Uhr wird es eine Soliaktion in Münster auf dem Rosenplatz geben.
Bringt Buchstaben auf Stoff und Krachmacher mit.

Bonn
Heute um 20:00 Uhr gibt es in Bonn eine Soliaktion. Treffpunkt ist die Kneipe des Oscar-Romero-Hauses. Unter anderem werden Kurzfilme gezeigt und eine Plattform für Diskussionen gegeben.

Essen
Morgen, Freitag 18:00 Uhr Soli-Kundgebung Essen HBF .
Bringt Transpis etc. mit!

Wien
In Wien gab es heute schon um 15:00 Uhr eine kleine Soliaktion. Es wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Hambacher Forst bleibt“ am Hundertwasserhaus befestigt, welches sehr stark von Tourist_innen besucht wird.

Hambacher Forst bleibt!

Soliaktion in Wien

Energiewende-Demo 22.3.14

Energiewende Demo Energiewende Demo Energiewende Demo Energiewende Demo Energiewende Demo

Gestern gab es in sechs Landeshauptstätten Demonstrationen für die Energiewende. 30.000 Menschen waren zusammen auf der Straße um die von der Politik behinderte Energiewende zu retten. In Düsseldorf waren, dem Tief Hannelore trotzdend, mindestens 5000 Menschen.
Leider wurden wir, vermutlich auf Grund von sachfremden Differenzen mit Menschen aus der lokalen Organisation nicht als Redner_Innen zugelassen. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass Jutta Sundermann, die die Abschlusskundgebung moderierte, uns einen Teil ihrere Redezeit widmete. Sie wies auf die Probleme hin, welche es momentan im Hambacher Forst gibt und hat uns alle nochmal daran erinnert, dass wir als Bewegung nur dann dauerhaft stark sein können, wenn wir gegenseitig unsere Positionen und Herangehensweisen respektieren und gemeinsam an unser aller Ziel arbeiten. Denn schließlich haben wir schon genug Widerstände zu bekämpfen. Wir rufen daher alle Menschen, die nicht mit unserer Vorgehensweise zufrieden sind, auf mit uns in einen offenen und direkten Aushandlungsprozess zu treten und die Sticheleien hintenrum zu unterlassen. Wir haben kein Interesse an schlechter Stimmung und keine Lust uns mit den eigenen Leuten zu streiten.
Interessierte finden hier unseren nicht gehaltenen Redebeitrag von gestern. Weiter lesen!

Rede einiger Baumbesetzer_innen auf der Anti Atom Demo in Jülich

Rede von Besetzerinnen des Hambacher Forst auf der Anti-Atom-Demo am 8 März in Jülich (Standort des Kernforschungszentrum Jülich, 30 km vom Hambacher Forst)

„Der kommende Tag steht für den nuklearen Gau im Atomkraftwerk Fukoshima des Betreibers Tepco. Er ruft Bilder von Zerstörung, Vertreibung, Enteignung und Tot in meinem Kopf hervor. Begleitet von Angst, Trauer, Wut und Ohnmacht in mir. Nagasaki, Hiroshima, Harrisburg, Tschernobyl, Krümmel reihen sich dem ein. Folgen die ich mir nur im Ansatz ausmalen kann, für andere kalkuliert und berechnet. Eine Atommafia gestützt von der Regierungen. Zu sehen und zu fühlen wie der Mensch sich und als Teil der Natur zugleich: ausbeutend, unterdrückend, beherrschend und raubend voran schreitet. Kohle-Atom-Konzerne wie RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW auf Profitmaximierung und der eigenen Interessenswahrung, alles verschlingend scheinend. Flüsse verschmutzen, Luft verpesten, Menschen vertreiben, enteignen, Dörfer leeren und ganze Ökosysteme für immer zerstören. Bilder die ich eins nur aus dem Fernseher kannte, ergänzen sich denen, die ich heutzutage erkenne vermag.

Ich lebe nun seit 6 Monaten in den Bäumen des jetzt noch stehenden Resten des einst zu Europa gehörenden größten Mischwaldes. Ich besetzte weil mir diese Möglichkeit im Augenblick die einzige erscheint, mich diesen Großkonzernen in den weg zu stellen. Der eigenen Ohnmacht mich entgegen zustellen. Es reicht nicht mit dem Finger auf etwas zu zeigen und zu sagen der ist dafür verantwortlich. Diese zerstörenden Ereignisse sind Resultate unserem eigenem Handeln und deswegen auch unsere diese zu verhindern. Veränderungen fangen in uns selber an. Zu erkennen und sich damit auseinander zusetzen mag leicht zu sagen scheinen, ist aber ein langer immer stattfindender Prozess, dem ich mich nicht verschließen möchte. Es ist ein harter Weg auf dem sich immer wieder Steine liegen werden. Denk daran du bist nicht allein. Schnapp dir ein paar Freunde_innen und schiebe ihn weg den Stein. Denn gemeinsam geht’s besser als allein.

Auch ich und andere sind sich in der letzten Zeit vielen Einschüchterungen, Schikanen, Gerichtsprozessen und Inhaftierungen ausgesetzt. Wer sich den Konzernen in den Weg stellt, setzt sich der juristischen, polizeilichen und staatlichen Repression aus. Sie sind alle Teile dieser zerstörenden Verhältnisse. Sie stützen und setzen durch. In den letzten Monaten wurde viel in der regionalen und internationalen Presse über die Proteste um den Tagebau Hambach und der gesamten Kohleförderungsregion bei Köln berichtet. Oft wurde von den zivilen Protesten auf der einen und den Autonomen, Schienenblockierenden, Besetzerinnen berichtet. Es sind nicht 2 Proteste, es ist ein gemeinsamer Widerstand der Weltweit statt findet. Für ein leben lernen und lieben in freiheit. konzerne den stecker ziehen.“

Anti-Atom-Demo in Jülich

Anti-Atom-Demo in Jülich Anti-Atom-Demo in Jülich Anti-Atom-Demo in Jülich

Tag X plus 4 plus X

Aufruf zur massenhaften Wiederbesetzung nach der Räumung im Hambacher Forst:

Zwerg X

Dies ist nicht nur ein Aufruf, mitzuhelfen, um nach einer Räumung der Besetzung wieder zu besetzen, sondern gleichzeitig eine Warnung an RWE und Polizei: wenn sie uns räumen, wird dies keineswegs das Ende sein, denn der Widerstand wird weitergehen und die Waldbesetzung neu entstehen!

Der Hambacher Forst wird besetzt, weil der Konzern RWE ihn roden und abbaggern will, um die Kohle darunter zu verstromen und daraus Geld zu machen. Er wird besetzt, um auf die Folgen des Kohleabbaus aufmerksam zu machen und seine Zerstörung direkt zu behindern und so schwer und teuer wie möglich für RWE zu machen.

Tag X ist der Tag der Räu­mung der Wald­be­set­zungen. Da es hier­für noch kein fes­tes Datum gibt und uns die Po­li­zei wohl eher nicht den Ge­fal­len tun wird, uns die­ses Datum vorher mit­zu­tei­len, wir der Tag X wahrscheinlich über­ra­schend ein­tre­ten. Und für die­sen Moment ist es dann gut, schon­mal einen Plan in der Hin­ter­hand zu haben.
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Atlanta, GA: Traktor Sabotage für die ZAD, No Tav, Hambacher Forst

Direct Action BunnyWir haben eine Mitteilung einer Solidaritätsatkion bekommen:

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Vom Atlanta Indymedia

In der Nacht vom 22. Februars, gegossen wir eine Mischung aus Sand und Wasser in die Tanks von zwei Traktoren, die für den Bau einer neuen Straßenbahn in Atlanta eingesetzt werden. Die Straßenbahn ist eine von vielen wichtigen Entwicklungsprojekten, die die Stadt in den vergangenen Jahren als Teil eines Gesamtplans zur Belebung der Innenstadt eingeleitet hat. Wir wissen, dass dieser Plan bedeutet, dass nur mehr Polizei und unerschwinglich Gehäuse gefördert werden.

Wir spenden diese kleine Geste der Solidarität an die ZAD, die No TAV -Bewegung, und die Besetzung des Hambacher Forst. Wir möchten auch Kraft an die Betroffenen von verstärkten Überwachung oder Repression der neuen Entwicklungen die Atlanta gebracht hat senden.

Unsere Aktion war sehr einfach durchzuführen. Es dauerte nicht lange, zu planen oder durch zu führen, und wir fanden alle Materialien am Straßenrand. Wir glauben nicht, dass eine Ansammlung von „Aktionen“ eine Revolution verursacht, aber wir wollten Ermutigung zu den aktuellen und zukünftigen teilnehmenden der revolutionären Kämpfe geben. Vorwärts, starken Herzens!

Rheinmetall markiert

G�Z

Am 7. Juli 2013 haben antimilitaristische AktivistInnen in Berlin das Büro des Rüstungskonzerns Rheinmetall in der Voßstraße 22 in Berlin markiert. Es wurden antimilitaristische Plakate gegen das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) und ein großformatiges Plakat mit dem Spruch „Krieg beginnt hier! GÜZ markieren, blockieren, sabotieren“ angeklebt. Rheinmetall hat federführend das GÜZ auf dem Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide nördlich von Magdeburg entwickelt. Es gehört weltweit zu den modernsten Truppenübungsplätzen. Weiter lesen!