Räumungsdrohung für die Wiese ab 12.06. Weitere Infos hier

Buirer für Buir unterstützen Einladung zum Kulturprogramm für nächsten Sonntag

Die Bürger_inneninitiative Buirer für Buir unterstützt die Einladung zum Kulturprogramm für kommenden Sonntag, den 9.12. zu Kulturprogramm auf der neuen Besetzung – der Wiese hinter dem Moschenicher Flugplatz – und bereichert sie um den Aufruf zu einer Lichterkette als symbolischen Schutz:
Unterstützung von Bürgern und Künstlern und ein symbolischer Schutz
Immer mehr Menschen aus der Region und darüber hinaus solidarisieren sich mit den Waldbesetzern, die seit einigen Wochen ihr Camp auf einer Wiese unmittelbar am Hambacher Forst in Höhe des Sportflughafens Morschenich eingerichtet haben und dort ihren friedlichen Protest gegen die Vernichtung des Waldes fortsetzen. Auch für den kommenden Sonntag haben die Waldbesetzer ins Camp eingeladen.
Ab 14:00 gibt es neben Kaffee, Tee und veganem Kuchen auch wieder die
Möglichkeit eines Waldspazierganges.
Um 15:00 Uhr wird Klaus der Geiger auftreten und mit kritischen Texten
und geigerisch-fetziger Musik beitragen.

Da es früh dunkel wird, bitten wir alle Besucher_innen Kerzen und geeigneten Windschutz mitzubringen. Das Camp liegt sehr ungeschützt und es wurde bereits mehrmals ohne wirklich ersichtlichen Grund von Polizei und RWE-Werkschutz heimgesucht.

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Analyse einer Einzelperson auf Indymedia

Ein Mensch von der Besetzung hat eine Analyse der Räumung und des Mordanschlags auf das Kochkollektiv Rampenplan verfasst. Der Text wurde ursprümglich hier auf dem Blog veröffentlicht – da er aber anderen Aktiven als interner Diskussionsaufschlag dort unpassend erschien und auch nicht eine Gruppenmeinung widerspiegelt, wurde er nun im Einvernehmen mit der/dem Autor*in auf linksunten.indymedia.org verlegt. Geeignetere Foren für interne Diskussionen sind in Vorbereitung.

Hier die Einleitung des Texts:

Zuckerle mit Folgen

Die Räumung des Widerstandsdorfs im Hambacher Forst war eine politische Kurzschlusshandlung, wie die technische Überforderung durch die Untergrundsituation nachdrücklich belegt. Sie scheint auf den ersten Blick ein Ausdruck totaler Konzernwillkür, hätte es in der gegenwärtigen Energiekostendebatte doch nahe gelegen dass die Blockparteien angesichts unseres Beitrags zum ökologischen Umbau der Industriegesellschaft inhaltliche Differenzen aufweisen – doch dann müsste eine solche erst recht in der Exportpolitik zur Geltung kommen. (1) Wie Regime und Apparat zu dem Schluss gelangten dass die Zeit nicht auf ihrer sondern auf unserer Seite ist und was das für unsere Kritik bedeuten könnte, das versucht diese Analyse auszuleuchten – dies ist, wenigstens zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung, kein Konsenspapier sondern eine Ansicht von der anderen Feuerstelle.

Gesamttext

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Noch immer Besetzungen in La ZAD

Wir erinnern uns: Während die Räumung des Hambacher Forstes noch in Gange war, besetzten im Westen von Frankreich 40 000 Menschen den Bauplatz eines „grünen Flughafens“ wieder, der 4 Wochen zuvor brutal geräumt wurde. Die Schlussfolgerung der Staatsmacht zur Willensbekundung so vieler Menschen: Wir müssen wohl noch brutaler räumen. Gedacht, getan. So wurden letzte Woche in Großteil der Besetzungen auf dem Gelände wieder geräumt – aber nicht alle. Und so lohnt es sich nach wie vor dort einen Besuch abzustatten, genauso wie sich das weiterhin im Hambacher Forst lohnt. Aktuelle Infos zur Situation in la ZAD auf englisch gibt es hier. Am 3. Dezember wird es auserdem eine große Demonstration gegen die Flughafenpläne in Lyon geben.

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Braunkohle wird unrentabel

Eine neue Studie des DIW zeigt dass der Bau neuer Braunkohlekraftwerke unrentabel wird. Das ist spannend auch wenn wir uns aus 2 Gründen nicht an einer volkswirtschaftlichen Debatte beteiligen werden, darüber wie der deutsche Strombedarf am rentabelsten gedeckt werden kann.

  • Erstens, weil der Gesamtenergiebedarf in keinerlei Bezug steht zu der Frage, wieviel Energie wir für ein gutes Leben brauchen; oder will irgendwer ernsthaft behaupten, dass die Waffen, die in den Waffenfabriken im Rheinland mit der Energie aus dem Rheinischen Braunkohlerevier produziert werden auch nur das Geringste zu tun haben mit einem schönen Leben – einmal abgesehen von den schönen Leben jener, die Profite aus dem Verkauf der Waffen ziehen? Deshalb müssen wir zuerst die Frage stellen: Wofür wollen wir Energie, und innerhalb welcher wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Denn der Kapitalismus ist kein Naturverhältniss, sondern eine spezifische Form zu wirtschaften – und zwar diejenige, die die Klimakrise hervorbrachte, und diejenige die sie nicht lösen wird.
  • Zweitens, weil die Rentabilität nur in ebendieser kapitalistischen Logik gedacht Sinn ergibt, bei der Kosten auf die Umwelt ausgelagert werden: Was nichts anderes heißt, als dass die einen profitieren auf Kosten der anderen, die auf den lokalen Auswirkungen sitzen bleiben.
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Greenwashing auf Kosten der Regenerativen

Die Netzbetreiberfirma und RWE-Tochter Amprion plant in Meerbusch/Osterath bei Düsseldorf eine gigantische Konverterhalle zu bauen. Angeblich geschieht dies im Rahmen der „Integration erneuerbarer Energien“, in diesem Fall Windenergie aus einem Offshore-Windpark bei Emden, mit der die Leistung des AKW Philippsburg in Baden Württemberg nach dessen Stilllegung ersetzt werden soll. Dafür wird eine „Stromautobahn“ aus Gleichstromtrassen gebaut, weil der Transport über weite Strecken so mit geringeren Verlusten möglich ist als bei Wechselstrom. Die Konverterhalle ist in diesem Bild quasi eine „Stromautobahnauffahrt“ – hier kann Gleichstrom fürs lokale Wechselstromnetz umgewandelt werden und umgekehrt.

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Streit in der rot-grünen Landesregierung wegen Kohle?

Wie der WDR berichtet rumort es in der rot-grünen Landesregierung beim Thema Braunkohle. Als der Wirtschaftsminister (SPD) eine flammende Rede für die Braunkohle hielt, klatschte es zwar auf der schwarz-gelben Oppositionsbank, nicht aber beim Regierungspartner.
Hatten die „Grünen“ bisher wenig Probleme an jener Landesregierung beteiligt zu sein, die verantwortlich ist für Europas größten Klimakiller (13% der Emissionen in Deutschland werden hier erzeugt), ändert sich der Wind mit der neuen Aufmerksamkeit durch die Waldbesetzung, die Räumung und sonstige verstärkte Anti-Kohle-Aktivitäten. Zuerst wuchs der Druck von unten. Betroffene Ortsgruppen, sowie die grüne Jugend, bezogen klare Positionen gegen Braunkohle. Nach der Räumung verabschiedete auch die Bundeskonferenz ein Positionspapier gegen Braunkohle. Also muss die Partei nun auf Landesebene zumindest so tun, als ob sie für einen Kohleausstieg wäre. Ernst nehmen werden wir sie erst wenn sie den sofortigen Ausstieg, zur absoluten Bedingung für eine Koalition macht; denn das ist das einzig Vernünftige in Anbetracht der neuen Zahlen des IPCCs zum Klimawandel.
Da das alles nicht in unsrer Hand liegt, uns die Zukunft unseres Planeten aber sehr wohl etwas angeht bleiben wir dabei: Braunkohleausstieg ist Handarbeit

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Nachricht an den Vorstand der RWE

Hier noch ein offener Brief eines Mitstreiters an die RWE, vor wenigen Tagen abgesandt & es gab auch bereits Resonanz! Weiteres Infos folgen
schnellstmöglich:

Hallo an den Vorstand der RWE,

als freier Pressefotograf, Nachbar des in Kerpen liegenden
Braunkohlegebietes und als gebürtiger Siegerländer, der immer die RWE
als fairen Partner gesehen hatte, muß ich mich jetzt direkt an Sie
wenden!

Ich sehe, dass aktuell durch überzogene Maßnahmen Ihres Unternehmens
den Aktivisten des Hambacher Forstes mehr als die notwendige
Aufmerksamkeit gewidmet wird und Ihre Mitarbeiter scheinbar eher aus
dem Bauch heraus handeln, denn mit dem notwendigen Feingefühl.

Die Aktion im Hambacher Forst ist ja vorüber und die Demonstranten
sind nun auf einer privaten Wiese in der Nähe untergekommen. Mir ist
unklar, wieso von Seiten der RWE immer weiter versucht wird, die
Demonstranten zu demütigen, was nur zu weiteren Protesten in der
Bevölkerung ausartet, als dem Ganzen gelassen gegenüber zu stehen, da
Sie als RWE doch eh im Vorteil sind.

Ich denke, die aktuelle Unternehmenspolitik schadet nicht nur Ihrem
Ansehen, als auch, dass Sie Kunden verlieren werden und eine
politische Diskussion ins Leben gerufen wird, in der die unweigerliche
Frage gestellt wird, ob der Braunkohlebergbau überhaupt noch zeitgemäß
ist.

Die Bevölkerung fragt sich langsam, ob die Strompreise noch
gerechtfertigt sind, weil Ihre Kunden diese unangemessen Aktionen ja
über die Strompreise mitbezahlen.

Wir selber haben gesehen, dass die RWE für ein dutzend Leute einige
zigtausend Euro investiert, wo das Maß an Rechtfertigung bereits
deutlich überschritten ist.

Verwundert waren wir zudem, dass ein Vorposten einer Sicherheitsfirma,
welche sich uns auf dem Weg zum aktuellen Camp auf der besagten
privaten Wiese in den Weg stellte, mit deutlicher Alkoholfahne zu uns
meinte, das alles sei „Land der RWE“, obwohl wir uns noch im
öffentlichen Wegebereich befanden und keine Absperrungen oder
Privatstraßen-Beschilderung übersehen hatten.

Diese Mitarbeiter waren augenscheinlich schlecht oder überhaupt nicht
geschult und gewiß kein gutes Aushängeschild für die RWE.

Ich denke, Sie sollten langsam anfangen die Demonstranten zu
ignorieren, damit Sie aus dieser Situation herauskommen und wir auch
im Siegerland und Sauerland als Elternhaus weiter ohne Reue den Strom
über Sie beziehen können.

Als Anlage habe ich Ihnen einen Presselink mit Kommentar angehangen,
wobei der Kommentar bereits recht aussagekräftig ist.

Diese Email wird offen kommuniziert und auch den Parteien CDU, Grüne,
Linke, SPD und der Piratenpartei zur Verfügung gestellt.

Ich hoffe auf eine aussagekräftige Antwort und wie es mit der RWE
weitergehen soll.

Lieben Gruß,
Rolf

Link zum Artikel Ermittlung wegen Holzdiebstahls – Die Aktivisten dürfen ihr Camp wieder aufbauen

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Was wir brauchen

Es gibt kaum etwas, das wir nicht brauchen, weil die Polizei uns sämtliche Ausrüstung geklaut bzw. zerstört hat. Durch die überwältigende Solidarität der letzten Tage ist schon wieder eine Basis gelegt, auf der wir arbeiten können.
Es gibt allerdings noch einige Sachen, die weiterhin benötigt werden:

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