Aufruf zum Skill-sharing-camp

Skills for action und mehr
Skill sharingSeit diesem Frühjahr halten wir den Hambacher Forst im Rheinischen-Braunkohlerevier bei Köln besetzt. Wir tun das, weil der Braunkohle-Abbau gestoppt werden muss und es dafür frischen, engagierten Widerstand braucht. Wir wissen, dass Petitionen, Unterschriften und Menschenketten nicht ausreichen werden und auf Stellvertreter_Innen in ‚der Politik wollen wir erst recht nicht warten. Für direkten Widerstand braucht es also Aktivist_innen mit vielfältigen Fähigkeiten und unberechenbaren Ideen um dem Repressionsstaat stets einen Schritt voraus zu sein.
Deshalb laden wir alle zum Skill-Sharing-Camp vom 29. Juni bis zum 8. Juli ein, um sich 10 Tage lang gegenseitig Fähigkeiten beizubringen und voneinander zu lernen. Mit einem Schwerpunkt auf „skills for action“ aber auch anderen Workshops zu nützlichen, interessanten und auch gerne lustigen Themen die im Widerständigenalltag eben so anfallen, sollen stattfinden – zum Beispiel Workshops zu „Kochen für viele Menschen auf Camps“, womit eine vegane Verköstigung des Camps sichergestellt wäre, oder auch künstlerische Sachen wie Jonglage und Raum um an neuen (Aktions-)Ideen, Strategien und vor alledem praktischen Umsetzungen zu basteln.
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Bericht vom Waldspaziergang am 29. April 2012

WaldspaziergangAm 29. April 2012 fand der erste Waldspaziergang seit der Besetzung des Hambacher Forst am 14. April 2012 statt. Über 50 Interessierte aus der Region kamen zusammen um sich gemeinsam ein Bild zu machen was gerade im und um dem Wald herum geschieht.

Es wurden Erfahrungen, Wissen und Erlebnisse ausgetauscht, durch die sich die Menschen mit dem Wald verbunden gefühlt haben. An einer stelle traf der Waldspaziergang auf einen Menschen im Baum. So wurde an dieser Stelle auch ein bisschen über das Leben in den Bäumen berichtet. Danach ging es weiter Richtung Rodungsflächen bzw. dem gigantischen Loch des Tagebaus Hambach. Es ist immer wieder ein ernüchternder Anblick zusehen was wirklich passiert und aus den Gesprächen konnte Bild entstehen. wie es wohl früher einmal an dieser Stelle aussah. Doch aus Trauer wird Wut und so gedeihten auch weitere Ideen, was noch getan werden kann um die Zerstörung endlich zu stoppen. Um dem Endzeitszenario zu entfliehen und die Neugierde über ein Leben auf einer Waldbesetzung zu befriedigen, ging es dann auch weiter zur Besetzung. Im Camp konnte sich bei Kaffee und Kuchen und anderen Mitbringseln gestärkt werden. Es zeigten sich viele begeisterte Gesichter und die Leute waren froh mal wieder neue Unterstützung in ihrem Protest gegen einen skrupellosen Konzern bzw. System zu sehen. Nach der Stärkung haben sich noch Leute zusammen gefunden um noch einmal über konkretere Ideen und Pläne für die Zukunft zu sprechen.
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Neues aus dem Wald

+++ Neues von der Waldbesetzung im Hambacher Forst +++ Ausbau der Infrastruktur kommt voran +++ Besetzung wird von Polizei und RWE erstmal geduldet +++ Viel Zuspruch von Anwohner_innen +++ RWE will den Ball flach halten und die lokale RWE-finanzierte Presse schweigt sich aus +++ Unterstützung wird nach wie vor benötigt +++
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Umsonstladen auf Waldbesetzung eröffnet

Als Teil der Infrastruktur, die auf der Waldbesetzung aufgebaut wird gibt es dort nun auch einen Umsonstladen. Das Prinzip eines Umsonstladens ist einfach: Wer etwas hat und es nicht mehr braucht, bringt das in den Umsonstladen, wo es sich andere, die vielleicht genau das brauchen, ganz umsonst mitnehmen können. Alles was nicht zu groß ist und funktionsfähig ist kann über den Umsonstladen seine_n Besitzer_in wechseln.
Umsonstläden haben also eine sinnvolle Ausnutzung von Ressourcen zum Ziel und sind Teil eines Konzeptes der Gratis-Ökonomie, die der kapitalistischen Produktionsweise eine entgegenstellen will, die wirklich an den Bedürfnissen der Menschen ansetzt und ressourcensparend ist.
Wer alte Sachen abzugeben hat ist gerne eingeladen, genauso wie alle die irgendetwas suchen und kein Geld ausgeben mögen, oder alle, die einfach mal stöbern wollen, oder sich die Praxis eines Umsonstladens angucken wollen.

Kommende Termine

In den kommenden Tagen wird es auf der Waldbesetzung einiges an Programm geben:

Di, 24. April: 20:00Uhr: Grüner Kapitalismus ist eine Lüge

Die vorherrschenden Zukunftskonzepte – im Kampf gegen den Klimawandel – bauen alle auf auf der Grundlage einer spezifischen Wirtschaftsform auf: der Kapitalistischen. Da diese im Bewusstsein aber zum Naturverhätnis geworden sind, wird das nicht einmal mehr erwähnt, sondern von vornherein als unumgänglich angenommen. Nach dem Motto „ein Kapitalismus ohne Geld ist leichter vorstellbar als eine Welt ohne Kapitalismus“. Auf diesem Vortag sollen die verschiedenen Spielarten eines „grünen Kapitalismus“ auf ihre Klimaschutztauglichkeit überprüft werden, und geguckt werden, ob es nicht andere Wirtschaftslogiken gäbe, die näher an die Herausforderungen einer klimafreundlichen Gesellschaft herankommen.

Do, 26. April ab 19:00 Uhr: Thementag Zapatismus:
Filmabend + lecker vegane Vokü mit Erfahrungsbericht

Dieser Programmpunkt wird in die Werkstatt für Aktionen und Alternativen verlegt. Mehr Infos und die Wegbeschreibung gibts auf waa.blogsport.de

29. April um 14 Uhr: Spaziergang im Hambacher Forst

Findet einmal im Monat statt. Ziel ist es gemeinsam den Wald kennen zu lernen und uns gegenseitig, als verschiedene Akteur_innen des Widerstandes gegen die Waldrodung.

Skill-sharing-camp:

Wir wollen in nächster Zeit ein Skill-sharing -camp auf der Waldbesetzung organisieren, wo verschiedenstes Wissen geteilt werden soll. Von Aktionstechniken, über „Kochen für Camps“ bis „draußen-Leben-skills“ und Pressearbeit. Der Termin steht noch nicht fest, wird aber in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.