Soli von grüner jugend

InfoNur weil sie die Absurdität der Polizeiaktion ganz gut zusammenfasst hier eine Soli-Veröffentlichung der grünen jugend mit dem Hambacher Forst:
Anlässlich der Räumung der Besetzung des Hambacher Forstes bei Kerpen-Buir erklärt Lisa-Marie Friede, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:
„Wir sind überrascht über das plötzliche Vorgehen der Polizei gegen die Besetzung. Die Begründung, die Besetzung, die dort bereits seit Sommer 2013 und vorher auch schon an anderer Stelle existierte, stelle auf einmal eine Gefahr für Spaziergänger*innen dar, ist für uns für eine unangekündigte Räumung nicht nachvollziehbar. Ein solches Problem hätte vorher kommuniziert werden müssen und ist als Begründung ähnlich absurd wie die Behauptung, eine Durchsuchung in der Wiesenbesetzung durchzuführen und Laptops, Handys, Medikamente und vieles mehr mitzunehmen mit der Begründung, die Bewohner*innen gegen ihren Willen entlasten zu wollen. Wir erwarten eine ausführliche Erklärung für dieses Vorgehen.“

Sebastian Klick, ebenfalls Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt weiter:
„RWE ist die wahre Gefahr für die Gesundheit der Menschen vor Ort. Der Feinstaub aus dem Tagebau und den Kraftwerken gefährdet die Gesundheit der Menschen nicht nur im und um den Hambacher Forst sondern auch in Köln und darüber hinaus. Zusätzlich zerstört RWE ganze Landstriche für den eigenen Profit, baggert wichtige Ökosysteme und Dörfer ab und zerstört ganze Existenzen. Wir sind solidarisch mit dem friedlichen Protest gegen diese Zerstörungen! Für die Energieversorgung ist der Braunkohleabbau im heutigen Ausmaß nicht mehr nötig!“

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Soli in Essen

Soliaktion in EssenEssen, 28.3.2014. 20 Menschen beteiligten sich an einer Solidaritäts-Kundgebung am Abend des 28.3. in der Essener Innenstadt. Sie zeigten sich solidarisch mit den Aktivist*innen, die aus Protest gegen die klimaschädliche Braunkohleverstromung sowie die Abholzung des 12000 Jahre alten Hambacher Forstes seit 2 Jahren Teile dieses Waldes besetzt halten.

Dieser liegt zwischen Köln und Aachen im rheinischen Braunkohlerevier, dem größten CO²-Emmitenten Europas, betrieben vom Essener Energiekonzern RWE. Von den ursprünglich 5500 Hektar stehen heute noch ca. 1000. Diese sind der Lebensraum vieler bedrohter Tierarten, wie etwa der akut vom Aussterben bedrohten Bechsteinfledermaus, sowie Erholungsraum für die Bewohner*innen der Region sowie für viele Kölner*innen.

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Solikundgebung in Münster

InfoIn Münster fand gestern (wie auch in anderen Städten) eine Solikundgebung mit den Aktiven im Hambacher Forst und gegen die Räumung, und gegen das Treiben von RWE statt. Bilder werden hoffentlich noch erscheinen. Hier ein Redebeitrag:

Gestern wurde die Waldbesetzung im Hambacher Forst wieder polizeilich geräumt. Ein weiteres Mal versuchte die Polizei mit allen Mitteln, die Öffentlichkeit auszuschließen – diesmal sogar mit der völlig illegalen Beschlagnahme aller greifbaren Laptops, Handys und von jedem Blatt Papier bis hin zum Tagebuch, schon eine Woche im Voraus. Wieder hält sich Deutschlands dreckigster Energiekonzern RWE dezent im Hintergrund und lässt andere die Drecksarbeit machen.

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Soliaktionen bisher in Frankfurt am Main-Bonn-Essen-Münster-Wien

SoliaktionenFrankfurt am Main
Morgen 16.30Uhr Konstablerwache Frankfurt am Main
Bringt Transparente und Verkleidung mit 😉

Münster
Morgen um 11:00 Uhr wird es eine Soliaktion in Münster auf dem Rosenplatz geben.
Bringt Buchstaben auf Stoff und Krachmacher mit.

Bonn
Heute um 20:00 Uhr gibt es in Bonn eine Soliaktion. Treffpunkt ist die Kneipe des Oscar-Romero-Hauses. Unter anderem werden Kurzfilme gezeigt und eine Plattform für Diskussionen gegeben.

Essen
Morgen, Freitag 18:00 Uhr Soli-Kundgebung Essen HBF .
Bringt Transpis etc. mit!

Wien
In Wien gab es heute schon um 15:00 Uhr eine kleine Soliaktion. Es wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Hambacher Forst bleibt“ am Hundertwasserhaus befestigt, welches sehr stark von Tourist_innen besucht wird.

Hambacher Forst bleibt!

Soliaktion in Wien

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Tag X: Räumung im Wald

Achtung PolizeiHeute fürh erstürmte die Polizei zum wiederholten male das Protestcamp und umstellt mit einem massivem Polizeiaufgebot die Waldbesetzung.
Etwa 20 Polizeifahrzeuge wurden am Flugplatz nahe der Wiese gezählt. Korrektur: 2 am Flugplatz, zahlreiche an der Autobahnauffahrt.
Auf der Waldbesetung sind mittlerweile Kletterteams der Polizei aufgetaucht. Was für eine Räumung spricht.

09:03 Aus dem vorderen Teil der Waldbesetzung sind Maschinengeräusche zu hören. Des weiteren wurde eine Hebebühne gesichtet.

11:13 Es wurde noch nicht mit der Räumung der Baumhäuser begonnen. Zur Vorbereitung der Räumungen wurden jedoch Sträucher und kleinere Bäume entfernt.
Für Besucher wurde das Gebiet in einem 50 Meter Radius abgesperrt.

11:39 Die Polizei richtet sich auf einen Längeren Aufenthalt ein. Zur Versorgung wurde ein grosses Zelt aufgestellt.

11:49 Das Küchenbaumhaus wurde unter Einsatz einer Hebebühne von den Kletterpolizisten erklommen.

11:56 Eine Hebebühne befördert gerade drei Kletterpolizisten zum Baumhaus „Schuppen“. Die Walkways im vorderen Teil der Besetzung wurden durchtrennt. Eine dritte Hebebühne und ein Zug einer weiteren Hundertschaft trifft soeben ein.

12:25 Das grosse Netz zwischen den Baumhäusern im nördlichen Teil der Besetzung wird gerade gekappt.

12:30 Das Dach des Esszimmers (Etage über der Küche) und eine weitere ehemals an das Netz angeschlosene Platform mit Zelt wird soeben von Beamten der Klettereinheit demontiert.

12:33 Ein Aktivist hat sich über dem Dach des östlichen gelegenen Baumhauses in den Baum gesichert. Das Baumhaus wurde von der Klettereinheit erklommen die zunächst die daran angebrachten Banner entfernt. Falschmeldung da misverständnis.

Auf dem Weg beim Jesusdenkmal wurden 20 Polizeifahrzeuge, darunter zahlreiche mit Spezialausrüstung gezählt. An der gesperrten Autobahnauffahrt schätzt man die Zahl auf 30.

12:57 Aus dem östlich gelegenen Baumhaus ist Swingmusik zu hören. Anscheinend geniesst der/die Aktivist_in dort das schöne Wetter und die Aussicht auf das Geschehen am Boden vom Dach des Baumhauses aus. Am Boden scheinen die Räumungsarbeiten gerade nur schleppend vorranzugehen.

Heute ist Tag X. Das heißt die Wiederbesetzung findet am 26. April statt (4 Wochen später und dann der nächste Samstag).

Wir werden euch hier weiter auf dem Laufenden halten.

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Solidarität mit uns – Satire über RWE

Hier gibt es eine Solidaritäts-Pressemitteilung der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre mit der Wiesenbesetzung und gegen die Razzia vergangene Woche. Wir freuen uns auch über noch mehr solidarische Bekundungen und Aktionen.

Und hier gibt es einen satirischen Beitrag zu RWEs absurden Werbeanzeigen: Der beste Energiekonzern.

Für alle, die gern Zahlen über uns lesen:

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Das ganz normale Leben

?Da unter anderem ein Ordner mit Wasserhol-Kontakten und ähnlichem von den „Freund_Innen und Helfer_Innen“ geklaut wurde, benötigen wir nun dringend Unterstützung im Sinne von Menschen, die uns in den alltäglichen Dingen des Lebens helfen können, wie z.B. Wasser holen und Orte wo wir Wasserkanister auffüllen können, Material-Spenden (auch Elektronik wie Laptops o.ä.), Bau- und Feuerholz-Kontakte, Menschen, die vielleicht mal eine Autotour machen könnten, Menschen die regelmäßig irgendwo hinfahren bzgl Fahrgemeinschaftenbildung, u.s.w.

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eine ganz normale durchsuchung?

Wenn zwei Hundertschaften (also jeweils 100 Polizist*Innen) in ein Camp rennen und alles mitnehmen was sie finden – private Laptops, private Handys, private Rucksäcke, private Unterlagen, kollektives Spielzeug, Telefonbücher – ist das schon einigermaßen verwirrend. Vor allem mit der Begründung die momentanen Besetzer*innen entlasten zu wollen – mit der Beschlagnahmung ihrer eigenen Sachen.

Respect Existence or Expect Resistance!Merke: Wenn ich davon ausgehe, dass jemand nicht schuldig ist beschlagnahme ich einfach seine komplette Habe um das zu beweisen. Ganz schön kompliziert und aufwendig. Gut deshalb, dass bei der Polizei so viele Menschen arbeiten.
Und dass die Staatsmacht (Justiz/Polizei/Parlament) nicht besonders an Klimaschutz oder einer Art Umweltbewusstsein allgemein interessiert zu sein scheint ist auch längst klar. Dass es nun aber nicht einmal mehr möglich sein soll irgendwo auf privatem (!) Gelände einen Samen in die Erde zu stecken und (viel Zeit und Arbeit) später etwas zu ernten ist haarsträubend, unfassbar.
Während ihres Feldzuges über die Wiese haben es sich die Beamt*innen nicht nehmen lassen alle Beete mit Karotten, Zwiebeln usw. zu zertrampeln und die Planen der Gewächshäuser zu zerschneiden.
Alles in allem wohl der Versuch die Besetzungen zu kriminalisieren und dadurch zu isolieren. Umso wichtiger, wie immer: Solidarität mit dem Hambacher Forst und allem* was dazu gehört.
Kommt vorbei, verbreitet die Nachrichten, macht Soliaktionen, spendet wenn ihr etwas nicht mehr braucht.
Technische Geräte und monetäre Spenden sind jetzt gern gesehen

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