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Rheinmetall entwaffnen! Camp vom 29.8.-4.9.

29. August - 5. September

Uns erreichte folgende Einladung zum Rheinmetall entwaffnen Camp vom 29.8.-4.9. in Unterlüß ein:

Rheinmetall entwaffnen – Krieg beginnt hier

Weltweit sind deutsche Waffen am Morden beteiligt. Deutschland liegt bei
den Rüstungsexporten auf Platz 4 und in der EU an zweiter Stelle. In den
letzten 10 Jahren konnte Rheinmetall ohne großen Aufschrei zu einem der
größten Munitionslieferanten der Welt aufsteigen.
Über Tochtergesellschaften im Ausland schafft es Rheinmetall sogar die
wenigen bestehenden Rüstungsexportregeln zu umgehen und seine
Erzeugnisse auch in Kriegs- und Krisenregionen zu verkaufen.

Die Folgen sind profitbringend und blutig zugleich: Im Jemen sterben
Menschen durch Bomben, die Rheinmetall in Italien produziert hat. Die
Türkei führt mit Leopard-2-Panzern im nordsyrischen Afrin
völkerrechtswidrigen Krieg. Die türkische NATO-Armee zerschlägt
gesellschaftliche Strukturen, die sich in den letzten Jahren in den
Bereichen Frauenbefreiung, Basisdemokratie & Ökologie richtungsweisend
organisiert hatten.
In Zusammenarbeit mit diesem türkischen Regime strebt Rheinmetall den
Bau einer Munitionsfabrik und die Produktion von Panzern in der Türkei
an. Rheinmetall baut eine Fabrik für FUCHS-Radpanzer in Algerien. Diese
Auflistung lässt sich lange fortsetzen.
Wir wollen nicht weiter zulassen, dass Menschen durch Rüstungsgüter von
Rheinmetall sterben.

Auf den ersten Blick wird deutlich, dass das Gerede von Exportkontrollen
und Menschenrechten in der Realität absolut keine Rolle spielt. Die
deutsche Politik verteidigt im Ausland keine hohen Werte, sondern
lediglich den Absatz deutscher Produkte – Kriegsgerät inbegriffen.

Zwar lehnen rund 80% der Bevölkerung Deutschlands diese Waffenexporte
ab, doch lassen sich die Verantwortlichen davon wenig beeindrucken. In
der Vergangenheit hat es bereits eine Reihe von Aktivitäten gegen
Rheinmetall gegeben, z.B. Camps und Aktionen an dem von Rheinmetall
betriebenen Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Colbitz-Letzlinger Heide
und an Rheinmetall Fabriken. Daran wollen wir in diesem Jahr mit einer
Demonstration, einem Friedenscamp und vielfältigen Aktionen am
Produktionsstandort von Rheinmetall in Unterlüß anknüpfen. Damit setzen
wir gemeinsam ein klares Zeichen gegen Rüstungsproduktion und dessen
direkte Folgen wie Krieg, Terror, Flucht und Armut.
Die Aktionen rund um den Antikriegstag am 1. September bedeuten für uns
nicht nur den Widerstand gegen einen Rüstungskonzern, sondern das
Eintreten für eine andere Welt. Wir wollen über die Umstellung auf
zivile und ökologische Produktion anstelle von zerstörerischer Industrie
diskutieren. Wir wollen für ein weltweites friedliches & soziales
Miteinander anstelle von Mord und bitterer Konkurrenz eintreten. Eine
Welt voller Diskriminierungen und Unterdrückungen ertragen wir nicht
länger.

www.rheinmetallentwaffnen.noblogs.org

Details

Beginn:
29. August
Ende:
5. September
Veranstaltungkategorie: