Ticker Dezember 2018

19. Dezember 2018
Vergissmeynnicht, Trauergedenkfeier für Steffen Meyn
Fotos und weitere Fotos

18. Dezember 2018

13:27 Zuschauer des Gerichtsprozesses „Hambachbahn von 7/7/17 in Jülich“ wurden geräumt. Prozess ist immer noch ein öffentlicher Prozess. Presse ist anwesend.

Die Befreiung der Klettergurte in Aachen
Voraus ging diese Einladung zur Klettergurt Liberation Feier: 18.12 Aachen
13:16 Gesa_Support_AC @AcGesa Yeaaaahhh!!!! Wir haben tatsächlich 10-15 Kletterausrüstungen befreien können! Der Aufwand hat sich gelohnt ! #besseralsweihnachten #AcGesa und #KLF feiern, #hambibleibt
12:24 Juhu, es klappt. Die unbekannte Aktivistin @UAktivistin hat ihren Klettergurt zurückbekommen! (und ist unbekannt geblieben) #hambigehtweiter #KlettergurtLiberationFeier #hambibleibt #hambacherforst #KlettergurtLiberationFront #hambi

12. Dezember 2018

Heute waren wieder die Horden von NRWE unterwegs um, wie es Trump schon den Kaliforniern empfohlen hat, den Wald zu fegen. Wir nennen sowas plündern. Bodenstrukturen etc. Überzeugt euch selbst bei den Twittermeldungen:
11:48 Video RWE zerstört die Bodenstrukturen im Winkel
16:21 @unoffensive112
Whyda heißt jetzt Waka ❤️
In Waka haben wir den Akku-Bohrer und eine große Teekanne gerettet. Unser (nicht gut) versteckter Vorrat an schickem Essen und Schokolade ist weg. Jetzt wird ein verlassenes Zelt besetzt. Auch Werkzeuge, Schlafsachen und Gaskocher sind weg. Lasst Kohle im Boden, lasst deine Sachen auf einem Baum. Lektion gelernt.
15:48 @ImWinkel1
Nach der Zerstörung unserer Bodenstrukturen brauchen wir dringend Thermoskannen, Müllsäcke, Isomatten, Geschirr & Besteck, Essen, alte Töpfe und Pfannen. Über aufmunternden Besuch würden wir uns auch sehr freuen
15:07 @HambiBleibt
ktion von Polizei- und RWE in Hambacher Forst geht weiter. Aufruf zur Unterstützung und Solidarität: Warmes Essen, Planen, Kopflampen. Bringt eure eigenen oder zusätzliche Kameras und Smartphones mit, um die Brutalität der Polizei zu dokumentieren.
14:57 @froehlich_mia
Im Winkel wurde alles zerstört. Benötigt wird: Geschirr, Besteck, Töpfe, Pfannen, Planen, Paletten, Thermoskannen, Camping Kocher, Isomatten, Schlafsäcke, Lebensmittel.
14:56 @tomboy64546
Die Secus haben heute drei Fahrräder aus dem Norden gestohlen, direkt vor den Bullen, auch wenn ich schrie, dass sie öffentliches Eigentum waren. Einer von ihnen bewunderte sogar ein Fahrrad und sagte: „Ich mag es, es ist wirklich nett. Ich werde es behalten.“ Das Telefon war tot, sodass keine Videos möglich waren
12:50 @HambiChaos
Zerstörung eines Zeltes, Essensvorräten und Baumaterial bei Whydah, ex-Gallien.
12:02 @ImWinkel1: Supporters blockieren RWE im Winkel =)

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

13 Kommentare

  1. Jetzt doch wieder ein Polizeieinsatz? Es hieß doch letztens, dass in diesem Jahr keine Polizeieinsätze mehr im Hambacher Forst stattfinden sollten.

  2. Das große Vorbild von diesem Herrn Reul ist anscheinend Donald Trump: Verbreite Lügen und nenne gleichzeitig die anderen pauschal Lügenpresse. Und beide sind bekennende Leugner der von Menschen gemachten globalen Erwärmung und lieben Kohle. Und beide setzen auf dummes Wahlvolk. Trump sagt den Kaliforniern, sie sollen den Wald fegen, damit es nicht so oft brennt. Reul lässt den Wald fegen, um Rettungswege frei zu halten. Er schützt das Eigentum von RWE indem er die Fahrräder und andere „gefährliche“ Gegenstände der Waldmenschen klauen lässt, siehe oben. Wer glaubt noch den Versprechungen von so einem?

  3. @waldzwei
    Leider glaubt an Reul besonders die große Masse der Mitläufer, die sich mit seinen tumben Lügen auch gerne zufrieden gibt. Versuch mal mit einem Otto-Normalbürger über den Hambi und die diesbezgl. offensichtlichen Lügen Reuls zu reden. Obwohl klar ist, dass Reul und die RP nur Blödsinn verbreiten, macht es den Menschen nichts aus. Sie schauen Dich mit großen doofen Augen an und Du kannst auf die hintere Schädeldecke durchkucken. Das Thema Polizeigesetz brauchst Du gar nicht erst versuchen. Es ist für die Masse leider viel einfacher, sich wegzuducken. So können die Leute später immer sagen: „Davon haben wir nichts gewusst.“

  4. WeAct Petition Rücktritt von Innenminister Herbert Reul in NRW: über 33900 Unterschriften

  5. Hallo Silke,
    Dein Unbehagen bzgl des Bashings von Otto-Normalbürgern kann ich durchaus nachvollziehen. Aber die 50.000, die bei der Demo waren, sind damit auch nicht gemeint. Die Ottos/Ottilien sind die Leute, die jeden Tag neu die Entscheidung treffen, ihren Kopf den allgegenwärtigen Problemen gegenüber zu verschließen oder noch schlimmer, denen in den Rücken zu fallen, die sich für eine bessere Welt einsetzen. Jeder von uns hat jeden Tag aufs neue die Wahl, auf welcher Seite er stehen möchte. Die meisten entscheiden sich leider für die Seite der destruktiven Mitläufer. Und diese Ottos/Ottilien werden von mir gebasht. 🙂

    Gruß

  6. Die Klimakatastrophe wird von dem meisten einfach verdrängt, weil der Gedanke zu schrecklich ist. Und dann denken viele: Schei.. drauf, habe nur ein Leben und warum soll ich mir einen Kopf machen, was später ist. Und einige denken: bin ich nicht schuld dran – ich sitze zwar dreimal im Jahr im Flieger, kaufe mir einen SUV, fresse jeden Tag gequältes Fleisch, aber ich bin nicht schuld. Ich kann sowieso nix machen blablabla. Und dann gibt es noch eine Minderheit – hoffe ich – die tatsächlich glauben, dass die Klimakrise erfunden ist und die Profiteure agieren sowieso einfach weiter. Und dann noch die Mehrheit, die Tag und Nacht beschäftigt ist mit Job, Kinder versorgen, Haushalt und Freizeit – „habe ich keine Zeit für“. Unsere Gesellschaften stehen am Abgrund, weil der krasse Materialismus und das Unbedingt-mit-anderen-mithalten-wollen unser Todesurteil ist. Evolutionär gesehen gilt: wer nicht lernt und sich weiterentwickelt, wird abgeschafft. So einfach und so brutal ist das. Dann ist es eben so.

    • Liebe Petra,

      Ich glaube, dass wir schon längst ganz viele tolle neue Entwicklungen hätten, wenn die Leute nicht so verängstigt wären. Angst ist es, was sie zurück hält, was sie von einander fern hält.

      Und diese Angst, meist eine diffuse, gilt es zu überwinden.
      Die Angst lautet: Wenn ich mich mit „denen da oben“ anlege, und wer die wirklich sind, weiß ich nicht, aber irgendwie habe ich da so ein ungutes Gefühl im Bauch, dann wird es mir vielleicht schlecht ergehen … dann verliere ich meinen Job, meine Freunde und Kollegen schauen mich schief an, usw.

      Die Mehrheit hat Angst vor denjenigen, die das Sagen haben. Und die Mehrheit spürt ganz genau, dass es diejenigen sind, die das große Geld haben und es behalten wollen, die an den bestehenden Verhältnissen festhalten. Bloss nichts machen, das deren Unmut erregen könnte.

      Wenn wir etwas erreichen wollen, dann mit etwas, das von allen als harmlos angesehen wird, auch von „denen da oben“.

      Das klingt jetzt wie Verrat, oder? Es klingt nur so.

      Denn Liebe und Gutes tun, das wollen wir alle und fast keiner von „denen da oben“ kann sich dem entziehen oder gar entgegenstellen. Da haben die keine Chance, sie haben keine Chance dagegen, weil sie keine Chance haben wollen.

      Und ich sage es wieder: Bäumepflanzen wäre ein gemeinsamer Nenner von uns „da unten“ und „denen da oben“, damit können wir alle aus den Häusern locken und wenn sie erst einmal neben uns stehen, dann reden wir miteinander über die Energiewende und wie wir unseren Planeten alle gemeinsam nachhaltig umgestalten. Das meine ich mit „Liebe und Gutes tun“.

      Und das, das halten auch die „da oben“ dann nicht mehr auf.

      Bäumepflanzen und Kohleausstieg, das geht Hand in Hand. Das sind zwei Schienen desselben Gleises in die Zukunft.

      Und wer für Bäume spenden will, der kann es z.B. bei „iplantatree“ tun oder bei „Plant-for-the-planet“ (googeln…).

      Diese und drei andere Baumprojekte werden auch unverbindlich und kostenlos auf der Webseite http://www.pro-verdura.info präsentiert.

  7. Der Wind scheint zzu drehen.
    Nachdem Laschet gestern durchblicken ließ, dass Ende Januar eine Entscheidung pro Hambi fallen wird (https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/laschet-rechnet-mit-schnellem-beginn-fuer-kohleausstieg-100.html), hat die Rheinische Post, die bisher nur durch Hetze, Falschmedungen und als Reuls übles Sprachrohr aufgefallen ist, ganz schnell die Seiten gewechselt. Unter
    https://interaktiv.rp-online.de/hambacher-forst-das-was-bleibt wird sogar selbstkritisch geschrieben: „Ich frage mich, ob Meldungen bewusst rausgegeben werden, um die Aktivisten im Hambacher Forst in ein schlechtes Licht zu rücken. Augenzeugen berichten mir oft von Sachverhalten, die so nicht in den Pressemeldungen der Polizei zu finden sind.“

    Nur kommt dieser Sinneswandel für Steffen, die vielen Verletzten, Gefangenen und Verurteilten zu spät. Und Absolution gibt es auch für die RP nicht.

    Ich persönlich gehe davon aus, dass Laschet nicht zündelt, indem er Erwartungen weckt und seinen Bluthund dann doch wieder von der Leine lässt. Das Risiko einer Gewalteskaltion wird er hoffentlich nicht eingehen. Dazu ist die Wut und der Hass in der Bevölkerung zu groß geworden und auch die Akzeptanz von Gegengewalt.

    • Herr Laschet fordert u.a. „Entschädigungen für Energiekonzerne“.

      Verkehrte Welt.

      Die Energiekonzerne müssen uns Entschädigung leisten und ihre Kosten selbst tragen.

      Sie haben Schaden angerichtet und auch noch verdient – Milliarden – und jetzt wollen sie sich buchstäblich aus dem Staub machen?

      Das kann nicht sein.

      Her mit den Energie-Milliarden für die Arbeitnehmer, für die Umstrukturierung, für die umweltgerechte Renaturierung der Braunkohlefördergebiete!

      Her mit dem Geld, RWE!

      Wer sagt es ihnen?

  8. Schade, dass hier der Twitter nicht aktutell gehalten wird und nicht umfassend informiert wird, während verschiedene Aktivist*innen und Vertreter*innen von Strukturen auf Twitter munter darauf los zwitschern. Damit gefährden sie sich selbst und andere Aktivist*innen.

    Sie alle sind Teil eines Problems, das offensichtlich nicht erkannt wird.

    Twitter ist nicht nur vollkommen unübesichtlich, kommerziell, unsicher, geschwätzig, unseriös, sondern auch Tummelplatz von Feind*innen der Freiheit und eignet sich nicht von Menschen, die sich als libertär, anarchistisch, autonom … verstehen, instrumentalisiert zu werden. Verbreitung ist nicht alles!

    Nicht einmal die letzten Skandale der Sozialen Medien bringen hier ein Umdenken.

    Die eigenen Medien sollten geschaffen und bestehende unterstützt werden. (ob gedruckt im Web, Film oder Radio), Flugblätter, Zeitungen wollen geschrieben und breit verteilt werden. Es scheint aber, dass es hier auch Vorbehalte gegen eigene Strukturen gibt, während die „Sozialen Medien“ als schnelle, einfache Lösung mit ihrer Verbreitung favorisiert werden. Anders ist die Diskrepanz zwischen dem Einsatz für kommerzielle Angebote und für die Selbstorganisation nicht zu erklären.

    Ich gehe sogar so weit, dass ich Probleme damit habe, wie sehr im Hambacher Forst Vertreter*innen von kommerziellen Medien unterstützt werden. Aber das ist das kleiner Übel, problematisch aber allemal. Meine Meinung ist, dass z.B. auch die TAZ, schon aufgrund ihrer Rolle als Massenmedium immer wieder in den Rücken fällt (nicht nur, dass für sie Anarchismus z.B. immer noch Chaos ist, das ist eher eine persönliche Einstellung der „linksliberalen“ RedakteurInnen, wie auch bei der „linken“ Zeitung „Neues Deutschland“, für die Anarchist*innen zumeist Feindbild sind). Hier geht es um Grundlegendes.

    Auch die offenbar sehr geschätzte und hofierte, insgesamt recht sympahtische Kollegin der TAZ betont, sich als „freie“ Journalistin immer eine „neutrale“ Position zu bewahren.Damit erreicht sie nicht den Kern des Konflikt, weil sie als Medienvertreterin die Rolle der Polizei vollkommen verkennen muss. Wer das staatliche Gewaltmonopol anerkennt, hat den Wald bereits aufgegeben!

    Eine Randnotiz ist, dass sie Geld damit verdient, während die eigenen Medien es aus Überzeugung tun.

    Es geht hier nicht nur um Naivität des Vertrauen an den Staat , die ich Privatpersonen noch zugestehe. Die Presse ist Teil des Problems und erfüllt eine wichtige Aufgabe in der Demokratie. Wir selbst müssen (nicht nur nach Räumungen) Position beziehen, lassen uns für unsere Aufgabe nicht bezahlen, um vollkommen unabhängig von Medienkonzernen, über die Rettungsversuche des Hambacher Waldes zu berichten.

    Interessierte Vertreter*innen von Medien sollten wir nicht den Hof für ihre Berichterstattung bereiten, sie müssen unsere Inhalte schon selbst recherchieren. (Hofberichterstattung betreiten sie ohnehin nicht, das sollte klar sein, sie bedienen sich nur bei uns, wie auch bei den Verantwortlichen für die Vernichtung des Hambacher Waldes.)

    Für mich stellt fest, wer einen Ticker nicht aktualisiert, wer die bestehtenden Medien nicht nutzt und unterstätzt, sondern kommerziellen, staatstreuen Medien vertraut, lässt Möglichkeiten einer Verbreitung von echten Informationen ungenutzt und darf sich über Konsequenzen nicht wundern.

    Solidarische Grüße
    Anarchia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.