RWE-Lokführer missachtete internationales Notsignal und brachte Aktivist*innen in Lebensgefahr

Mit ein wenig Verspätung noch ein Bericht zu einem Vorfall von vergangenem Sonntag (28.10.2018):

Am Sonntag Abend wurde eine Gleisblockade von Ende Gelände Aktivist*innen gewaltsam geräumt. Ein Zug mit Gefangenen aus dieser Blockade wurde von zwei Personen im Lock-On gestoppt und kam erst kurz vor der Blockade zum Halten. Dies bietet der Polizei Anlass zu erneuten Falschdarstellungen und Schuldzuweisungen von Gefährdungen an die Aktivist*innen. So heißt es in der Polizei-Pressemitteilung:

„Gegen 17 Uhr haben sich zwei Personen im weiteren Verlauf der Gleise an selbige gekettet. Dem Lokführer eines mit über 40 Personen besetzten Schienenbusses gelang es nur mit einer unmittelbaren Notbremsung, einen Zusammenstoß mit den beiden dunkel gekleideten Personen zu vermeiden. Der Schienenbus blieb glücklicherweise etwa 10 Meter vor den Personen stehen. Der Lokführer steht unter Schock und wird derzeit betreut.“

Tatsächlich hatte ein Mensch mit roter Signalfackel im Kreis rotierend das Internationale STOP-zeichen  gut sichtbar dem Zugfahrer 300 Meter vor der Angeketteten Person  gegeben. Die im Zug gefangenen Menschen hatten dies wahrgenommen, ebenso wie ein Transparent mit der Aufschrift „Menschen im Gleis“. Sie wiesen den Lokführer darauf hin und forderten, dass er anhalten solle. All diese Hinweise wurden jedoch ignoriert und der Lokführer bremste erst, als ihm von der Blockadestelle Menschen entgegen gerannt kamen um den Zug zu stoppen, sodass er schließlich 20m vor der Blockadestelle zum Halten kam.

Wenn ein Lokführer internationale Haltesignale ignoriert, zumal er einen deutlichen Hinweis auf Menschen im Gleisbett hatte, geht die Gefährdung von Menschenleben eindeutig von ihm selber aus (beziehungsweise von RWE und der Polizei, die seinen Einsatz veranlassten).

Erklärung der Menschen in dieser Blockade

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9 Kommentare

  1. Hört sich nach einem Versuch der schweren Körperverletzung oder sogar noch nach Schlimmeren an….
    Gibt ja zum Glück genug Zeugen!
    Und wozu war soviel Polizei vor Ort, wenn so etwas tatsächlich hätte passieren können. Die Aktivisten/innen konnten nicht einmal unbehelligt austreten, ohne festgenommen zu werden.

  2. Wir sind Laut, wir sind mehr.

  3. hut ab vor den leuten die weiterhin ihre körper dieser ekligen maschinerie in den weg werfen!
    passt auf euch auf!
    und für die leute denen das zu wahnsinnig ist gibts ja auch viele andere aktionsformen die rwe und kapitalismus nadelstiche versetzen – von latschdemo, flyer verteilen, sabotage an infrastruktur, nachbar*innen informieren, für divestment sorgen, &&& – ohne der dirkten gefahr für das eigene leben.
    werdet aktiv! es ist an uns den wahnsinn zu stoppen!

  4. Ich fahre auch immer hupend über ne Rote Ampel damit alle anderen wissen das mir ihre Vorfahrt scheißegal ist…. und wehe mir kracht einer ins Auto….

  5. Vielleicht hat sich auch nur die Erde zu schnell gedreht. Daher kommt auch der ständige Schwindel, der Euch befällt.

  6. Hat den Lockführer jetzt wenigsten jemand angezeigt?

  7. Die rote Fackel an sich hat keine Bedeutung. Erst wenn sie im Kreis geschwenkt wird entspricht sie dem Schutzsignal Sh3. Nachts ist diese Schutzsignal Sh3 aber mit einer Lampe zu signalisieren da kein Mensch eine Fackel nachts als Signal sieht.

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