Selbst das Wirtschaftsministerium weiß: Keine*r braucht mehr Kohle!

Ein internes Papier aus dem Wirtschaftsministerium zeigt, dass Kohleverstromung nicht nur unnötig ist, sondern sogar die Versorgungssicherheit verringert, da Deutschland inzwischen mehr Strom produziert als verbraucht wird, und ständig Eingriffe ins Netz erforderlich sind um diese Überkapazitäten abzufangen.
http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-leonardo-top-themen/audio-mehr-kohle-kraftwerke-als-noetig-100.html

Schon 2004 hat das Umweltbundesamt ein Hintergrundpapier veröffentlicht zum Gutachten: „Braunkohle – ein subventionsfreier Energieträger?“, das in dessen Auftrag vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie erstellt wurde. Zentrale Aussage: „Insgesamt ergeben sich nach den Wuppertaler Berechnungen damit Begünstigungen der Braunkohle von mindestens 4,5 Milliarden Euro jährlich.“
Siehe https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3572.pdf
Die umweltfreundlicheren Gaskraftwerke (sie produzieren nur halb so viel Kohlendioxid pro Kilowatt) werden nicht gefördert und sind darum oft außer Betrieb. Die Unterstützung der Erneuerbaren ist inzwischen ins Gegenteil verkehrt worden.

Pressemitteilung: Kohlekraftwerk Weisweiler blockiert +++ Kohlekraftwerk Weisweiler von Klimaaktivist*innen blockiert +++ Kohlezufuhr unterbrochen +++ Aktivistin: Kohlekraft verzichtbar +++

[ Weisweiler, 15.11.2017 ] Zum ersten Mal in der Geschichte des Braunkohlewiderstands blockieren Klimaaktivist*innen seit den frühen Morgenstunden das Kohlekraftwerk Weisweiler der RWE Power AG. Ihre mit verschiedenen Mitteln durchgeführte Aktion bringt die Versorgung des Kraftwerks mit Kohle vollständig zum Erliegen.

Während sich in Bonn Staats- und Regierungschef*innen als Klimavorreiter*innen inszenieren, schaffen die Kohlebagger weiter Tatsachen. „Durch unsere Blockade tragen wir aktiv dazu bei, den Klimawandel dort aufzuhalten, wo er produziert wird. Wir sind heute Zucker im Tank der RWE Power AG. Denn Klimagerechtigkeit entsteht nicht am Verhandlungstisch, sondern durch den sofortigen Ausstieg aus fossiler Energie“, erklärt Aktivistin Anna Marau. Die Aktion sei Teil der wachsenden Bewegung für Klimagerechtigkeit, die sich in Solidarität mit den vom Klimawandel am stärksten Betroffenen für eine herrschaftsfreie Welt jenseits des Kapitalismus einsetzt.

Das Kraftwerk Weisweiler ist eines der klima- und gesundheitsschädlichsten in ganz Europa. Sein Ausfall hat keinen Einfluss auf die Stromversorgung der Bevölkerung. Anna Marau kommentiert: „Dieses Kraftwerk ist gefährlich und verzichtbar. Heute ist ein wichtiger Schritt hin zu seiner Stilllegung. Wir wollen zeigen, dass der sofortige Kohleausstieg notwendig und machbar ist.“


Weiterführende Informationen für Journalist*innen:

Die Aktion dauert aktuell an. Derzeit befinden sich mehrere Dutzend Aktivist*innen in Dreibein-, Kletter-, und Ankettvorrichtungen unmittelbar an und auf den Verladepunkten des Kraftwerks. Erste Polizeieinheiten sind bereits vor Ort, die Aktivist*innen sind jedoch auf eine längere Blockade eingestellt.

Für weitere Informationen und neueste Updates findet daher heute, 15.11.2017, um 10.30 Uhr eine Pressekonferenz im RevierRaum, Rathausgasse 6 in 53111 Bonn statt.

Pressesprecherin Lara Becker können Sie unter +49 151 29887375, sowie zuckerimtank@nullriseup.net erreichen.

Frei verwendbare Bilder und Videos aus der Aktion finden Sie unter
https://www.flickr.com/photos/153594030@N02/.

Was tun wenns brennt? Oder wie wir gemeinsam Räumung und Rodung verhindern

Die Stimmung ist angespannt. Wenn RWE die geplante Rodung durchsetzten will, müssten sie die meisten Baumhäuser zerstören. Zu gleich sind wir mehr denn je, lauter denn je und vielseitiger denn je. Das ist unsere Chance die Rodung zu verhindern, und damit ein eindeutiges Zeichen gegen Braunkohleabbau und Ausbeutung und für Klimagerechtigkeit und herrschaftsfreien Widerstand zu setzten. Dafür müssen wir viele sein!
Um informiert zu werden, wenn geräumt wird, trag dich auf unserem SMS- Verteiler ein und bleib über den Blog auf dem Laufenden. Aber was tun, wenn die SMS ankommt? Dieser Text hilft , dich auf eine Räumung im Hambacher Forst vorzubereiten, damit wir diese gemeinsam verhindern können!
Für fast alle Handlungsoptionen ist es hilfreich, eine Bezuggruppe zu haben. Ideal wäre es, wenn du dich in deiner Stadt mit Menschen organisierst, um gemeinsam die Waldbesetzung zu unterstützen. Es gibt schon viele Gruppen die zu Thema Klimagerechtigkeit arbeiten, wie zum Beispiel die Gruppen aus dem Ende Gelände Bündnis.

Es kann zu verschiedenen Polizeieinsätzen im Hambacher Forst kommen:

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Unterschlüpfe gesucht!

Aufgrund der bevorstehenden Rodung suchen wir für einen gewissen Zeitraum Menschen, die den Besetzer*innen des Hambacher Forstes für einen gewissen Zeitraum nach einer Räumung zur Regenerierung Schlafplätze zur Verfügung stellen könnten.
Falls du dir das vorstellen kannst, schreib uns doch bitte eine E-Mail, dann treten wir mit dir in Verbindung. Danke euch!
Solidarität ist unsere Waffe!

Gerichtsprozess am 22.11.

Am 22.11. um 12:00 ist vor dem Amtsgericht Düren ein Aktivist aus dem Umfeld der Hambacher Forst Besetzung angeklagt. Die Vorwürfe lauten Hausfriedensbruch, Nötigung, Störung öffentlicher Betriebe und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in jeweils mehreren Fällen. Der Prozess findet in Saal 1.07 statt. Zeigt eure Solidarität und kommt zahlreich.

Was wir noch dringend benötigen

Liebe Menschen außerhalb vom Wald,

seit dem Prozess vom 21.11 holzt RWE wieder ab. Seitdem stehen wir vor einer organisatorischen Herausforderung. Da immer mehr Menschen in den Wald strömen, um ihn zu verteidigen, müssen wir natürlich auch immer mehr Vorräte anlegen, falls wir belagert werden. Außerdem freuen wir uns über fertig gepackte Rucksäcke für spontane Aktionen (siehe unten).

Danke für die tolle Unterstützung! Über das Wochenende kamen Lebensmittel und Ausrüstung auf Fahrrädern, in Rucksäcken und Autos.

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