Polizei Kerpen entsorgt Sachen der Besetzer_innen als „Müll“

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Bereits zum vierten Mal, waren heute Aktivist_innen der alten Waldbesetzung vor der Polizeiwache Kerpen um ihre Sachen zurückzufordern, die während der Räumung zurückgeblieben sind. Bis auf eine kleine Liste voller Lächerlichkeiten wie zwei Messer, ein Taschenmesser, ein Schlüssel (Dinge die sie nur auf genaue Beschreibung der Bestitzer_innen rausgeben wollen) hätten sie alles als „Müll“ entsorgt. Eine kleine Auflistung was die Polizei Kerpen demnach als Müll betrachtet:

  • Ein Tippi
  • die gesamte Küchenausrüstung (samt Gasbrenner, Großtöpfen,…)
  • Die komplette Werkstatt (samt vieler hochwertigen Werkzeugen, die nur geliehen waren)
  • Zelte samt Schlafsäcken, Isomatten,… und das im Winter
  • Kleidung (einige würden nun komplett ohne warme Kleidung dastehen, wenn Unterstützer_innen nicht so fleißig gespendet hätten)
  • Privatsachen aller Art – bei einigen sogar die Geldbeutel

Damit verstößt die Polizei gegen eben jene Gesetze die sie zu schützen vorgibt. Versucht sie im Normalfall sich als „Freund und Helfer“ darzustellen, der die Leute vor Handtaschendieb_innen schützt, agiert sie nun selber als Handtaschendiebin, und einiges mehr.
Und wird die Liste der Rechstbrüche der Polizei Rhein-Erft von Tag zu Tag länger.

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Zermürbungstaktik bei Herausgabe der Sachen

Kerpen. Weiterhin stehen noch immer Leute vor dem Polizeirevier in Kerpen und warten auf die Dinge, die Polizei seit der Räumung nicht rausrücken wollen. Obwohl die Betroffenen sich an die Öffnungszeiten für eine Herausgabe gehalten hat, versucht die Polizei mit der Behauptung sie „müssen warten bis der Verantwortliche da sei“ hinauszuzögern. Dies soll um 14 Uhr sein. Presse ist vor Ort und solidarische Unterstützung herzlich willkommen.

Wir werden sehn wer den längeren Atem hat!

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Energiekämpfe im Rheinischen Braunkohlerevier

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Mal ein längerer Artikel mit Hintergründen, Analysen und Einordnungen:

Endlich ist sie da, die lang ersehnte Energiewende. Die Widerstandswelle gegen Atomkraft nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima zwang die Bundesregierung zu einem Atomausstiegsgesetz, das immerhin die sofortige Stilllegung von acht alten Meiler fest legte. Die Macht der vier großen Energiekonzerne schien gebrochen und der Weg frei für das Zeitalter der erneuerbaren Energien. Doch weitestgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt erlebte ausgerechnet die extrem klimaschädliche Braunkohle eine Renaissance und hat hierzulande mit 24,5% (noch) den höchsten Anteil an der Stromversorgung. Bis mindestens 2045 soll der Klimakiller Braunkohle abgebaut werden und zerstört jede Illusion eines Grünen Kapitalismus und einer Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energien. Deshalb reicht es nicht den Ausbau von Windkraft und Solar zu fordern. Der Konflikt um eine lebenswerte Zukunft ohne verheerende Klimakatastrophe entscheidet sich in Deutschland mit dem Ausstieg aus der Braunkohle. Doch der ist nur durch eine radikale Bewegung von unten möglich, welche Widerstand gegen das fossil-kapitalistische System leistet und die nötigen Veränderungen selbst in die Hand nimmt.

Europas größte CO2 Schleuder

Braunkohle ist einer der klimaschädlichsten fossilen Rohstoffe überhaupt. Eine Tonne des braunen Klimakillers ergeben eine Tonne CO2.

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Video-Seite aktualisiert

Die Unterseite mit den Videos wurde jetzt aktualisiert und es sind einige neue zusammen gekommen.

Hier eins mit ausführlichem Interview und recht aktuellen Bildern:

Dieser Wald ist besetzt! Hambacher Forst 2012

Falls ihr noch weitere Videos kennt meldet euch. Mithilfe und Ergänzungen sind immer willkommen.

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ausgeco2hlt läd ein: Einjähriger Geburtstag

Hier eine Einladung von ausgeco2hlt zu ihrem nächsten Treffen und zu ihrem einjährigen Geburtstag (zur Erklärung weil das oft verwechselt wird: Die Waldbesetzung geht nicht von ausgeco2hlt aus, sondern ist unabhängig, ausgeco2hlt hat die Besetzung aber immer wieder tatkräftig unterstützt wofür wir uns bedanken):

„Vom 14.-16. Dezember wird das nächste ausgeCO2hlt-Treffen in den Konferenzräumen der SSM Köln-Mülheim; Düsseldorfer Straße 74/Köln-Mülheim.Alle Neuinteressierten,
Altaktivist_innen und Klimabewegten sind wie immer HERZLICH eingeladen, das Wochenende dazu zu stoßen und sich in die Kampagne einzubringen – Unterstützung haben „wir“ immer nötig und freuen uns, wenn die Gruppe wächst!!
Zudem gibt es noch einen ganz besonderen Anlass:

AusgeCO2hlt wird ein Jahr alt!!!
Das wollen wir mit allen feiern, die sich irgendwie verbunden fühlen! Die Party steigt ab 16 Uhr am Samstag in der Festhalle der SSM in Köln-Mülheim (Am Faulbach 2).

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Göttingen: Soliküche und Vortrag

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Die Göttinger Soli-Küche macht heute abend eine Soli-Küche für die Waldbesetzung im Juzi, was heißt dass die Einnahmen an die Besetzer_innen gespendet werden. Anschließend gibt es einen Vortrag über die Waldbesetzung, die Räumung und den weiteren Widerstand. Essen gegen 20 Uhr, Vortrag gegen 21 Uhr.
Anfragen für Infoveranstaltungen sind im Übrigen nach wie vor sehr willkommen.

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Material einfordern, Polizeischikane skandalisieren

Am Mittwoch um 11 Uhr werden wir wieder vor der Polizeiwache Kerpen das Material einfordern, das die Polizei uns bei der Räumung geklaut hat. Bitte kommt zahlreich zur Unterstützung!
Im Folgenden die Pressemitteilung;

Polizei hält Eigentum von Aktivist_innen aus dem Hambacher Forst zurück

Bereits zweimal waren die Klimaaktivist_innen vom Hambacher Forst bei der Polizeiwache Kerpen um ihr persönliches Eigentum, das sie bei der Räumung der Waldbesetzung am 13.11.12 zurücklassen mussten, abzuholen. Außer ein
paar Rucksäcken, Fahrrädern und Solarmodulen gab die Polizei jedoch nichts heraus, mit der Begründung, mehr sei nicht da. Auf Nachfrage nach konkreten Gegenständen wurden mehrere Aktivist_innen dreist abgewimmelt: ein Bagger sei über ein Zelt gefahren, mehr wüssten sie nicht.
Schon während der Räumung ließ ein Verantwortlicher der Polizei verlauten, alle
Gegenstände mit Wert unter 50€ würden vernichtet werden. „Es ist die reine Schikane. Wenn es darum geht, das Eigentum von RWE zu schützen, ist die Polizei schnell zur Stelle. Das Eigentum kritischer Bürger_innen wird mit Füßen getreten, wohl mit der Hoffnung, diese einzuschüchtern und handlungsunfähig zu machen.“ sagt Eva von der Waldbesetzung. So fehlen
noch das gesamte Werkzeug, die komplette Kücheninfrastruktur, alle Zelte inklusive dem Tipi, Öfen, Kleidung, Bücher und sehr vieles mehr.
Am Mittwoch, dem 5.12.12, um 11 Uhr werden die Aktivist_innen erneut bei der Polizeiwache in Kerpen ihr Eigentum zurückfordern und hoffen auf Unterstützung und Präsenz seitens der Presse und Sympathisant_innen.

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Tar Sand Blockierer geräumt

Die Blockade auf der Baustelle von TransCanada’s Megapipeline in Texas ist inzwischen geräumt. Ohne Rücksicht auf das Risiko von schweren Verletzungen hat die US-Polizei das erste Lock-On mitsamt dem angeketteten Aktivisten mit Gewalt aus dem Tunnel herausgezerrt und am zweiten so sehr gezogen, dass seine Ankettvorrichtung zerbrochen ist. Die beiden und ihre Unterstützungsperson befinden sich jetzt in Polizeigewahrsam. Vorgeworfen wird ihnen Widerstand gegen die Festnahme, krimineller Hausfriedensbruch und Schuttabladen (!). In Texas wie im rheinischen Braunkohlerevier beweist die Polizei also einmal mehr, für welche Interessen das staatliche Gewaltmonopol da ist. Aber hier wie dort wird die Repression nach hinten losgehen.

Solidarischer Gruß an die Pipelineblockierer*innen

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Eine andere Tunnel-Blockade…

… keine Angst Herr Hamacher, nicht im Hambacher Forst, sondern … in den USA. Dort gibt es nämlich derzeit massive Proteste, gegen eine Öl-Pipeline, die Öl in und durch die USA transportiert, das aus Teersanden gewonnen wird. Für die Gewinnung von Öl aus Teersanden wird in Kanada Urwald auf einer Fläche der Größe von Großbrittanien gerodet, um in einem extrem aufwändigen Verfahren Öl aus den dort vorkommenden Teersanden zu pressen. Eines der Klimaschädlichsten Projekte weltweit. Um ebendas zu verhindern haben sich Aktivist_innen in Röhren der Pipeline, die in den Boden versenkt werden sollten festgekettet. Und zwar 7-8 Meter in den Röhren und an schweren Betonblöcken. Die Aktivist_innen tragen Gasmasken. Dieses ist eine neue Blockadetechnik. An vielen Orten wo die Pipeline durchführt findet Widerstand statt. Es gab ebenfalls eine Waldbesetzung und einen bunten Mix verschiedener Aktionsformen. Der Abbau von Teersanden ist sogar eine Energie-Minus-Rechnung: Es wird mehr Energie reingesteckt als am Ende herauskommt. Der einzige Sinn: Es wird elektrische Energie reingesteckt, und Enegie in Form von Öl kommt heraus. Dafür wird man doch wohl mal die letzten Urwälder dieser Erde zerstören dürfen! Tja, das ist AUTOritärer Kapitalismus…

Im Moment, 4 Stunden nach Beginn der Aktion läuft die Aktion noch immer. Zum Ticker und mehr Hintergründen geht es hier und hier. Und hier gibt es mehr Informationen zu Tar Sands.

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Buirer für Buir unterstützen Einladung zum Kulturprogramm für nächsten Sonntag

Die Bürger_inneninitiative Buirer für Buir unterstützt die Einladung zum Kulturprogramm für kommenden Sonntag, den 9.12. zu Kulturprogramm auf der neuen Besetzung – der Wiese hinter dem Moschenicher Flugplatz – und bereichert sie um den Aufruf zu einer Lichterkette als symbolischen Schutz:
Unterstützung von Bürgern und Künstlern und ein symbolischer Schutz
Immer mehr Menschen aus der Region und darüber hinaus solidarisieren sich mit den Waldbesetzern, die seit einigen Wochen ihr Camp auf einer Wiese unmittelbar am Hambacher Forst in Höhe des Sportflughafens Morschenich eingerichtet haben und dort ihren friedlichen Protest gegen die Vernichtung des Waldes fortsetzen. Auch für den kommenden Sonntag haben die Waldbesetzer ins Camp eingeladen.
Ab 14:00 gibt es neben Kaffee, Tee und veganem Kuchen auch wieder die
Möglichkeit eines Waldspazierganges.
Um 15:00 Uhr wird Klaus der Geiger auftreten und mit kritischen Texten
und geigerisch-fetziger Musik beitragen.

Da es früh dunkel wird, bitten wir alle Besucher_innen Kerzen und geeigneten Windschutz mitzubringen. Das Camp liegt sehr ungeschützt und es wurde bereits mehrmals ohne wirklich ersichtlichen Grund von Polizei und RWE-Werkschutz heimgesucht.

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