Jeder Baum zählt
Seit Mittwoch wird ein Teil vom Hambi gerodet. rwe hat ein Großaufgebot von 400-500 Security, die die Rodungen beschützen. Mit 6 Harvestern und vielem anderen schweren Gerät wird dem Wald und dem Fliess der Garaus gemacht.
Bisher wurde kein Baum gefällt, auf dem ein Mensch war.
Deswegen: Jeder. Baum. zählt.
Komm, rette auch du deinen Baum!
Gerichte sind Akteure der kriminellen Verbandelung von nrwe
Am 29.1.2025 startete rwe die Vernichtung eines bis zu 12000 Jahre alten Ökosystems.
Mit 400-500 rekrutierten Secus und 6 Harvestern, mehreren Radladern, Baggern, 2 Hebebühnen (die standen schon an der Cartbahn) einer Planierraupe und mehreren Baumfällunternehmen mit insgesamt ca 20 Kettensägen, ging es los.
Keine 24h nach der Entscheidung des Gerichtes!
Die Bestellung für so viel Gerät und so viel Personal kann nicht in 24 h erfolgt sein. Das muss bedeuten dass rwe vom Ausgang des Gerichtsentscheids vorher wusste.
Das OVG wies die Eilklage gegen den Sofortvollzug des im geheimen gestrickten, geheim in Vollzug getretenen „Hauptbetriebsplan“ von der Bergbehörde für rwe, ab.
Aus der Begründung: (https://www.ovg.nrw.de/behoerde/presse/pressemitteilungen/04_250128/index.php)
„Der Abraum wird benötigt, um standsichere Böschungen des nach Ende des Kohleabbaus geplanten Tagebausees herzustellen.“
Bemerkenswert, denn gesetzlich dürfte dieser See in dieser Größe gar nicht entstehen – nach dem Berggesetz müsste rwe den Abraum (Sofienhöhe) wieder ins Loch verfüllen!
Dann würde auch kein Grund bestehen das Manheimer Loch zu baggern. Die Böschungen wären stabilisiert, das Grundwasser würde nicht vergiftet werden (so wie bei der großen „See“ Lösung). Der sich bildende See wäre trotzdem riesig.
Erste Begründung des Gerichts: falsch!
„Alternative Abbauvarianten, die ohne Inanspruchnahme der Manheimer Bucht auskommen könnten, waren bei Zulassung des Hauptbetriebsplans nicht zu prüfen,“
Aha, das Gericht hat sich also gar nicht generell mit der Gesetzeslage auseinander gesetzt. Wäre ja auch sehr verwunderlich wenn Gerichte sich mit Gesetzen beschäftigen würden, oder?
„Insbesondere gehen keine essentiellen Nahrungsräume der Bechsteinfledermaus verloren.“
Das zeigt, dass das Gericht Argumente herbei formuliert hat.
Alle, die im Sündenwald waren können bestätigen, dass hier sehr viele Mücken, Fliegen und Käfer sind. Selbst an warmen Dezembertagen waren sie noch unterwegs.
Der 2018 von rwe unbeabsichtigt ökologisch aufgewertete Sportplatz war eine sehr reichhaltige Nahrungsquelle, auch für das Wild. Aber lieber mal was im Sinn von rwe reinschreiben, als etwas zu prüfen oder prüfen zu lassen oder den Arsch mal hierhin zu bewegen. So funktioniert diese Vetternwirtschaft.
„Ein Biotopverbund und eine Biotopvernetzung der erhalten bleibenden Wälder sind auch bei Abbaggerung der Manheimer Bucht sicherzustellen. Dafür sind bereits im Vorfeld Bäume und Sträucher entlang alternativer Verbindungskorridore gepflanzt worden.“
Hahaha, fahrt mal hin und schaut es euch an! Zwei Baumreihen sind Biotopvernetzung? Die dann auch im Loch vom Kieswerk Steinheide endet weil es da keinen Streifen Land mehr gibt, was zur Biotopvernetzung verwendet werden könnte..
Fast so lächerlich wie der Frontclown vom Umweltministerium, der meint dass da ja mindestens 250m breit die Wälder vernetzt werden können.
Auch hier: Faktencheck selbst machen und sehen dass es Lügen sind!
„Demgegenüber besteht ein gewichtiges betriebliches Interesse von rwe, den Tagebau wie geplant weiterzuführen. Dies liegt auch im öffentlichen Interesse, weil der geplante Tagebausee, der eine im öffentlichen Interesse liegende Wiedernutzbarmachung der ausgekohlten Bereiche darstellt, …“
Achso, Grundwasservergiftung liegt im öffentlichen Interesse, aber dass rwe sich an Gesetze hält, nicht!
So hat das oberste Verwaltungsgericht entschieden.
24.1.25 Nrwe Hand in Hand
Heute gab es mal wieder die alte Leier.
Cops (polizei) sind zum Wald um dem Anfangsverdacht von Straftaten nach zu gehen.
Wer meint, das wegen Umweltverbrechen, Tierschutz (Vernichtung von Habitaten streng geschützter Arten) oder Vernichtung unserer Lebensgrundlagen ermittelt wird, täuscht sich. Es geht natürlich wieder gegen die Menschen, die mit ihrem Körper sich der Vernichtungsmaschine von Nrwe entgegenstellen.
Also auch die cops sind Teil der kriminellen Bande, die uns unser Wasser vergiftet, die Luft verstaubt und uns unsere Ökosysteme zerstört. Wissentlich.
Auszüge aus dem heutigen Ticker (Sündi Telegram Ticker)
12.30h Baumaschinen und Secus (security) sind in einiger Entfernung zu sehen.
Heavy machines and secus were spottet at some distance.
13h Secus begutachten die erste Barrikade
Secus study the first barricade
13.30h Cops wollen Kooperation, wir aber nicht!
cops ask for cooperation but we deny
14h mehr cops sammeln sich am Wald
more cops gathering near to the forest
14.30 Ein Helikopter gesellt sich in der Luft zu dem Geschehen
A helicopter is joining the scene
14.45 Eine zweite Hundertschaft ist angekommen und steht an dem ehemaligen Autohaus in Manheim
second division cops have arrived in Manheim, Parking at the old carshop.
15.15h Secus machen sich einsatzbereit.
secus get ready
15.20h rwe und Nrw Hand in Hand
15:21h Secus hindern Menschen daran, den Weg zur Mahnwache zu gehen. Das ist ein Eingriff in die Versammlungsfreiheit. … aber klar, da wird nicht ermittelt.
Secus stop people who were on the way to join the virgil. It is an action against the law. …but, there will be no researches, of cause not.
16h Cops umkreisen den Monopod
cops round the monopod
16.10h Räumung der ersten Barrikade
destroying of the first barricade finished
16.20h Cops haben eine Abspannung des Monopods gekappt, obwohl Menschen ihnen gerufen haben, dass sie damit die Person oben in Lebensgefahr bringen. Der Mensch auf dem Monopod reagiert schnell und lehnt sich zur Seite des fehlenden Seiles.
cops cutted one of three ropes which gave stability to the mono, regardless the shouting of the people. This putted the person on the mono into life threatning danger. Activisti is fast and balanced it personally back.
17h cops begutachten Struktur
cops watch structure
17.15h technische Einheit der Cops ist da. Der Heli war kurz weg, aber jetzt wieder da.
tecnical unit cops arrive. Heli was gone shortly but is present back
17.50h THW holt Licht, da es dunkel wird
tecnical supporting unit is helping out with light
18.30h Heli ist abgezogen
Heli flew away
19.20h Monopod wird ausgeleuchtet
Monopod gets more light
19.35h Hebebühne kurz vor Monopod
cherrypicker near monopod
19.38h Mensch wird gewaltvoll geräumt und auf die Hebebühne geschmissen, danach verschleppt.
Activisti was evicted brutally. dropped to cherrypicker, later abducted by cops
20.36h THW zieht ab. Cops auch.
thw and cops leave the scene
Fazit: 8 Stunden Einsatz von 2 Hundertschaften Cops und 50 Sekus. 4 Stunden Helikopter in der Luft.
Für 2 Barrikaden und einen Monopod mit einem Aktivisti.
result: 8 hours time, 200 cops, 50 secus, 4 hours heli.
and 2 barricades, 1 monopod and 1 activisti
🔥 Alle zum Sündi / Everyone to Sündi 🔥 (de/en)
[DEU / ENG]
2.1.25
Einmal mehr klopft die Monstermaschine an unsere Tür! Das größte Loch Europas – der Tagebau Hambach – wird größer Tag für Tag. Ein … Wäldchen, wir nennen es “ Sündi” (früher ein Teil des Hambacher Waldes) steht nun als nächstes direkt in ihrem Weg (gleich neben den Ruinen des Ortes Manheim, den der Kohle-Riese RWE schon geschleift hat).
Seit September ist der Sündi besetzt! Wo die Welt-verschlingende Kohlemine sich ausbreiten soll, ist eine Autonome Zone entstanden, die der Ausbreitung der Mine und dem System des Todes welches sie antreibt im Weg steht. Jetzt erreichen uns Nachrichten, dass der Staat den Sündi räumen will, wahrscheinlich am 6. Januar.
Wir rufen Alle die dies lesen auf, kommt JETZT zum Sündi!!! Oder wenn ihr wollt, kommt zu uns in den Hambi, welcher gleich nebenan liegt, und der möglicherweise auch von den Cops belagert wird. Teilt die Infos mit euren Freund*innen, schnappt euch ein Zelt und schließt euch uns in einem der Orte an! Oder macht Soliaktionen wo auch immer ihr seit!
Wir senden Liebe und Wut an unsere Freund*innen die in Dieti und Grünheide geräumt wurden! Jetzt versucht der Staat den Sündi zu räumen – lassen wir es nicht zu, dass es drei Räumungen so kurzer Zeit gibt! Lasst uns den Räumungsversuch in einen Alptraum für den Staat und seine Schergen verwandeln!!!
Keine Kompromisse mit der Macht! Industrielle Ausbreitung … Nicht einen Schritt weiter!!!
In Solidarität mit Allen die gegen die Herrschaft kämpfen,
einige Kreaturen die im Hambi leben
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The industrial monster is at the door! The biggest pit in Europe – the Hambach Mine – is getting bigger day by day. A precious woodland we call “the Sündi” (once part of the Hambacher Forest) stands directly in its path, right next to the ruins of the former village of Manheim (which coal-giant RWE has also been laying to waste).
Since September the Sündi has been squatted! Where a world-eating coalmine was scheduled to expand, an autonomous zone has sprung up in its place, blocking the expansion of the pit and the system of death it powers. But now we have the news that the state will attempt an eviction, possibly as soon as January 6.
We are calling on all who hear this call to come to the Sündi NOW!!! Or to join us in the still squatted Hambacher Forest, which lies right next door, and could possibly get invaded by the cops at the same time. Tell your friends, grab a tent, and join us in either of these places if you can! Or make solidarity actions where you are!
Love and rage to the comrades evicted from the Dieti and Grüneheide forest occupations! Now the state makes its move against Sündi – don’t let it be three evictions in these months! Let’s make this eviction attempt a nightmare for the state!!!
No compromise with power! Industrial expansion… NOT ONE STEP FURTHER!!!
In solidarity with all who struggle against domination,
Some creatures living in the Hambi
Neues Jahr altes Spiel: im Hambacher Wald soll wieder gerodet und weiter gebaggert werden (de/en)
„Die kriminelle Bande aus RWE, Politik und Polizei will illegalerweise einen Teil vom Hambacher Wald roden und dafür die Besetzung räumen.“ ~ Hilde Sand
Der letzte öffentlich bekannte Hauptbetriebsplan für den Tagebau Hambach endete mit dem Jahr 2024. Nichtsdestotrotz läuft der Bagger heute am 1.1.2025 dort weiter. Wird ohne Genehmigung gebaggert oder gibt es eine Genehmigung, die nicht öffentlich gemacht wird, damit nicht dagegen geklagt werden kann?
Seit Ende September haben Aktivist*innen einen Teil des Hambacher Waldes – den Sündenwald bei Manheim – besetzt.
Der Energiekonzern RWE plant den Wald zu roden und das Erdreich abzubaggern um auch ohne Braunkohle noch möglichst viel Profit und Prestige aus dem angrenzenden Tagebauloch herauszuholen.
Vieles deutet auf eine Räumung und Rodung der Fläche Anfang Januar hin.
Die Aktivist*innen stellen sich diesem Vorhaben entschlossen entgegen. Denn eine Rodung des Sündenwalds würde die Biotopvernetzung zwischen Bürgewald und Hambacher Forst unmöglich machen. Damit wird langfristig das letzte Stück Urwald im Hambacher Forst austrocknen und absterben.
Außerdem würden die zerstörerischen Pläne von RWE dafür sorgen, dass Trinkwasser in der Umgebung verseucht wird, die Landschaft durch den Grundwasserverlust zu einer dystopischen Wüste wird, Feinstaubbelastung in umliegenden Städten steigt und Ackerböden degradiert werden.
Dabei sind die Pläne keineswegs alternativlos, es gibt auch nachhaltige und gemeinschwohlorientierte Handlungsmöglichkeiten.
Somit stürzen uns Greenwashing und Profitgier des Großkonzerns uns noch weiter in die Klimakrise.
Hier ein paar Stimmen aus dem Wald:
Larry sagt:“ Das Ökosystem soll erhalten bleiben und der Raubbau an der Natur beendet werden“
Twix hat keine Lust auf gemäßigte Worte und fasst sich kurz: „RWE enteignen. Gegen den finanzialisierten Kapitalismus der Großkonzerne. Nieder mit dem System!“
Die Aktivist*innen fordern, dass dieses uralte Ökosystem erhalten bleibt und die Zukunft des Tagebaulochs nachhaltig, verantwortungsvoll und sicher gestaltet wird.
„Kommt zu uns in den Wald damit die Verbrechen von RWE nicht ungesehen bleibt!“
https://www.bund-nrw.de
https://wasserbuendnis.org/
https://www.bra.nrw.de
https://www.bund-nrw.de/themen/braunkohle/im-fokus/biotopverbund-rheinisches-revier/waldvernetzung-in-gefahr/
(eng)
„The criminal gang of RWE, politicians and police want to illegally clearfell part of the Hambach forest and evict the occupation for that.“ ~ Hilde Sand
The last publicly known main operating plan for the Hambach opencast mine ended in 2024. Nevertheless, the excavator will continue to run there today on January 1, 2025. Is excavation taking place without a permit or is there a permit that is not made public so that no legal action can be taken against it?
Since the end of September, activists have been occupying part of the Hambach Forest – the Sündenwald near Manheim.
The energy company RWE is planning to clear the forest and excavate the soil in order to extract as much profit and prestige as possible from the adjacent open-cast mine, even without lignite.
There are many indications that the area will be cleared at the beginning of January.
The activists are resolutely opposing this plan. Clearing the Sündenwald forest would make the biotope network between Bürgewald and Hambach Forest impossible. In the long term, the last piece of primeval forest in Hambach Forest will dry out and die.
In addition, RWE’s destructive plans would ensure that drinking water in the surrounding area would be contaminated, the landscape would become a dystopian desert due to the loss of groundwater, particulate pollution in surrounding towns would increase and arable land would be degraded.
There is by no means no alternative to these plans; there are also sustainable and public welfare-oriented options for action.
Greenwashing and corporate greed are thus plunging us even further into the climate crisis.
Here are a few voices from the forest:
Larry says: „The ecosystem should be preserved and the overexploitation of nature should be stopped“
Twix is not in the mood for moderate words and keeps it short: „Expropriate RWE. Against the financialized capitalism of large corporations. Down with the system!“
The activists are calling for this ancient ecosystem to be preserved and for the future of the the hole from the open-cast mine to be sustainable, responsible and safe.
„Join us in the forest so that RWE’s crimes do not go unseen!“
Update Hambi Sündi 24.12.24
Wir erwarten, dass RWE am Montag 06.01. mit Rodung in Manheim das neue Jahr beginnt. Was genau geschieht und ob der Sündi direkt betroffen ist wissen wir nicht. Noch nicht! Dennoch, wir sind wütend.✊ Wir informieren umgehend, wenn wir mehr erfahren.
❗️ Wir müssen RWE beobachten ❗️
🔥 Kommt den Hambi zu schützen! 🔥
Kohleausstieg ist Handarbeit hier und jetzt
Noch steht der Sündi den Baggern im Weg. Fällt dieser kann RWE mit Vollgas weiter zerstören.
❗️Landschaft wird dystopische Wüste
❗️Die Hambi-Vernetzung ist unmöglich
❗️Zerstörung gewachsener Ackerböden
❗️Pflanzen raubt´s das Grundwasser
❗️Trinkwasser wird zur Säure
❗️Feinstaubwolken bis in die Städte
❗️Weiter in die Klimakrise
Anwälti sind informiert und aktiv. Aber auch uns anderen Menschen bleibt viel zu tun. Für den Kohleausstieg muss hier Schluss sein.
📣 Kommt in den Wald, kocht, klettert, dekoriert, musiziert, malt. Sprecht mit eurem Umfeld. Organisiert Demos und Mahnwachen. Untetstützt auch die Mahnwache hier vor Ort.
ℹ️ Folgt den Infokanälen:
https://t.me/suendibleibt
insta: forest_of_sins
Tragt euch in den SMS-Verteiler ein
✊ Hambi bleibt! und Sündi bleibt ✊
Besuch der Lebenslaute im Hambi, Barrio Sündenwald/Erbwald
Als ein Teilstück des historischen Hambacher Wald im Rheinischen Revier westlich von Köln hat der Erb- bzw. Sündenwald einen enormen Wert für die intakte Natur im Rheinischen Revier. Dieses Stück Hambacher Wald ist unmittelbar von einer Rodung bedroht, vorrangetrieben durch die Profitgier von RWE und Co. Eigentlich nicht mehr für den Kohleabbau vorgesehen soll hier die sogenannte Manheimer Bucht, besser zu verstehen als Manheimer Loch entstehen. Benannt nach dem Dorf, welches ebenfalls dem Loch und dem Flächenfraß weichen soll, wird hier vor allem Kies abgebaut. Ein grundloses Zulassen von Flächenfraß und Naturverlust. Durch das zusätliche Abbaggern von Erdraum wären auch die Teilstücke des Hambacher Waldes im Westen bedroht, da hier das Ökosystem isoliert eine Inselposition einnehmen würden und so droht zu vertrocknen. Viele Tiere, auch die von der roten Liste wie die Haselmaus oder die Bechsteinfledermaus, würden keine Wildkorridore und Verbindungen zwischen den Waldgebieten finden und wichtigen Lebensraum für ihren Erhalt wäre verloren.
rwe sollte, so wie es auch das Berggesetz vorschreibt, den Abraum aus dem Loch wieder in das Loch hinein füllen. Nur so verhindern wir die langfristige Verseuchung unseres Grundwassers.
Doch es gibt Widerstand. Es gibt Widerstand gegen die „Rheinwassertransportleitung“ von rwe [https://wasserbuendnis.org/]. Eine Waldbesetzung im Sündi wird durch regelmäßige Mahnwachen an der Ortschaft Manheim unterstützt. Zu der besagten Mahnwache waren die Lebenslaute vor Ort und haben musikalisch das Ganze unterstützt. Singend sind sie in den Sündenwald eingezogen und haben in der Waldbesetzung ein Konzert gegeben. Mehr Eindrücke im Video
Besetzung in Manheim (de/en)
Beim Hambacher Wald in der Nähe von Köln läuft der Betrieb des größten Tagebaus Europas ungehindert weiter! Nicht nur dass dort jeden Tag immens viel Braunkohle aus dem Boden geholt wird, dieses riesige Loch wird wirklich jede Minute noch größer gemacht! Die Bagger auf den ersten Sohlen stehen keinen Moment still, sie graben immer mehr Land ab, nur um das „Material“ – den „Abraum“ – an anderer Stelle wieder aufzuschütten. Die nächsten Felder, Wiesen und Wälder sind bald dran. Bis zur Kirche von Manheim wird ein riesiges Loch gebaggert, die die Waldvernetzung vom Hambacher Wald zur Steinheide unmöglich macht. Auch soll hier ein Stück Hambacher Wald gerodet werden, der streng geschützte Habitate von Bechsteinfledermaus und Haselmäuse beinhaltet. Das Dorf Manheim soll vollends zerstört werden, die gewachsenen Äcker abgetragen.
Das können wir nicht zulassen! Lasst uns RWE ein weiteres Mal aufhalten. Kein Baum, kein Busch, kein Grashalm, soll hier mehr von RWE gerodet werden.
Der kleine Wald vor Manheim wurde Ende September besetzt, es ist ein Teil des Hambacher Waldes und so heißt es wieder Hambi bleibt, denn Hambi lebt und Hambi geht weiter. Hambi muss bleiben, weil jeder Baum zählt, weil der Wald uns zusammen bringt damit wir RWE etwas entgegen setzen können. Es hat schon einmal funktioniert – der besetzte Wald in der vordersten Reihe – RWEs Pläne zu nichte zu machen.
Wir brauchen eure Unterstützung dabei, diese neue WaldBesetzung aufzubauen und zu erhalten. Dringend braucht es Menschenpower vor Ort, Besuche, eine Anlaufstelle in Manheim, eine Mahnwache, ein besetztes Haus… Veranstaltungen im und am Wald, Infoveranstaltungen in der Umgebung und rund um die Welt, … es gibt so viel zu tun und wir schaffen das nicht alleine.
Lasst uns wieder viele sein, die sich RWE in den Weg stellen und unsere Lebensgrundlagen aktiv verteidigen!
In the Hambach Forest near Cologne, the operation of Europe’s largest open-cast mine continues unhindered! Not only is an enormous amount of lignite being extracted from the ground every day, this huge hole is actually being made even bigger every minute! The excavators on the first levels do not stand still for even a moment, they dig up more and more land, only to pile up the “material” – the “overburden” – in another place. The next fields, meadows and forests are soon to follow. A huge hole is being dug right up to the church in Manheim, making it impossible to connect the Hambach Forest to the Steinheide. A section of Hambach Forest, which contains strictly protected habitats for Bechstein’s bat and dormice, is also to be cleared here. The village of Manheim is to be completely destroyed and the mature fields removed.
We can’t let that happen! Let’s stop RWE once again. No tree, no bush, no blade of grass is to be cleared here by RWE.
The small forest in front of Manheim was occupied at the end of September, it is part of the Hambach Forest and so it is once again Hambi stays, because Hambi lives and Hambi goes on. Hambi must stay, because every tree counts, because the forest brings us together so that we can oppose RWE. It has already worked once – the occupied forest in the front row – to thwart RWE’s plans.
We need your support to build and maintain this new forest occupation. We urgently need human power on site, visits, a contact point in Manheim, a vigil, a squatted house… Events in and around the forest, information events in the surrounding area and around the world, … there is so much to do and we can’t do it alone.
Let us again be many who stand in RWE’s way and actively defend our livelihoods!
Der Rodungsalarm wurde am 6.11.2024 ausgelöst!
Wir, vom “Sündi”, haben gestern Abend einen Alarm losgeschickt. Es ist unserer Meinung nach die Zeit dafür gekommen; auch sind wir Wenige und brauchen wieder Viele.
Hintergrund ist die drohende Räumung des abgetrennten Teils des Hambacher Forstes, dem Sündenwald im Norden an das Dorf Manheim anschliessend.
Wir rechnen noch in diesem Jahr mit Räumung und Rodung des Waldes. Spätestens ab Januar würde diese Gefahr extrem steigen, wenn nicht nrw und rwe, Lobbyisten, Politik und Gewerkschaften sowie Presse zu Vernunft kommen und ihren Einfluss auf den Erhalt der Wälder richten. Die Bagger müssen auf die andere Seite fahren, um die bestehende Abraumhalde ins Loch zu befördern und unzerstörte, ökologisch wertvolle Ackerflächen und Wald stehen lassen.
Schlechte Neuigkeiten, die uns dazu gebracht haben, den Alarm auszulösen:
1. Die letzten drei Eigentümer*innen des Dorfes Manheim haben an rwe verkauft!
2. Es werden neue Arbeiten am Begrenzungswall vom Tagebau durchgeführt und der große Bagger auf der ersten Sohle steht jetzt wieder direkt vor dem Sündenwald bei Manheim.
3. Für die Kiesgrube nebenan wurden die weiteren Abbaupläne genehmigt, bald folgt der Rahmenplan für den Tagebau selbst.
4. Es wird keine Waldvernetzung geben wenn diese Pläne so ausgeführt werden.
5. Es wird hier bald auch gar keinen Wald mehr geben. Keinen Sündenwald, denn der wird abgeholzt für Abraum; keinen Hambi, denn der wird immer kleiner und kleiner, weil er alleine schutzlos halbumringt vom Loch da steht, bietet die beste Angriffsfläche für Hitze und Stürme.
Uvm.
Leute, die Situation wird immer brenzliger!
Es sieht so aus als sind wir hier wirklich die letzte Bastion. Es geht um Alles! Wir müssen diesen Teil des Hambacher Waldes einfach “retten”, so wie wir gemeinsam schonmal den Hambi “gerettet” haben. Das war alles umsonst, wenn wir jetzt nicht dafür sorgen, dass eine Waldvernetzung möglich wird. Wir müssen rwe einfach aufhalten, auch weil es ja sonst keins macht!
Wenn du am 6.11.2024 keine sms bekommst, trage dich ein: https://hambacherforst.org/mach-mit/sms-raeumungsverteiler/
Wenn du eingetragen bist, aber das nicht mehr willst, kannst du uns eine sms zurückschreiben oder eine email mit der entsprecheneden handynummer an mail@nullhambacherforst.org schicken.
Weitere Infokanäle:
signal: forest_of_sins.01
insta: forest_of_sins