Vielen Dank für weitere 19 Jahre Widerstand!

Achtung! Möglicherweise nicht ernstzunehmende Parolen in einem nicht ernstzunehmenden Text.

Heute, am 01.02.2019, kamen einige Aktivisti zusammen um sich in Form eines Umzuges bei der Kohlekommission für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze für die nächsten 19 Jahre zu bedanken.

Ein Umzug, wie der Polizeipräsident Dirk Weinspach ihn sich wünscht – nämlich aus dem Wald irgendwoanders hin – ist es nicht geworden, sondern wohl eher eine Art von „umherziehen“.
Mit Sprüchen wie: „Unsre Jobs solln sicher bleiben, Politik braucht nichts entscheiden!“, „Wir bleiben fleißig bis 20-38!“, „Dank Politik und Industrie sind wir beschäftigt wie noch nie!“, „Wir fordern Mindestlohn von der Kohlekommission!“ oder „So lange die Rendite stimmt scheißt ihr doch auf jedes Kind!“ haben sie versucht ihre Dankbarkeit in Worte zu fassen.

Klar ist, was die Kommission vorgeschlagen hat, ist nichts was zum Erhalt unseres Lebens auf der Erde beiträgt.
Die Zugeständnisse, die in Sachen Kohleausstieg erarbeitet wurden, sind wie erwartet ziemlich von mangelnder Umsetzungsfreudigkeit geprägt. Keine der Industrien will tatsächlich anfangen damit aufzuhören und keine wird es wenn ihnen nicht weiter Druck gemacht wird.
Daher gibt es wohl in den nächsten Jahren immer noch einiges zu tun.
Diese Industrien haben sich nun mal schon so sehr daran gewöhnt, dass alle abhängig sind von ihnen, dass alle darauf vertrauen, dass sie sie weiter mit Strom, Lebensmitteln, Kleidung und sonstigen Gütern versorgen.
Deshalb sollten wir klar machen – ihr seid nicht am längeren Hebel!

Da die meisten Menschen in Machtpositionen leider ziemlich bescheuert sind (oder Machtpositionen sie bescheuert machen!?), wird dies schwer zu vermitteln sein.
Umso wichtiger ist es, dass wir es ihnen auf allen Ebenen deutlich machen!
Das Ende der Kohle ist nur ein kleiner Part im Lauf um die Rettung des Klimas. Es gibt so viele andere Formen von Energie die unserer Erde entnommen und dann einfach nur in die Ecke geschmissen werden. Energien die unsere Erde jetzt braucht um sich weiterhin selber erhalten zu können.

Also sollten wir diesen Beschluss nicht akzeptieren und uns auf diese Weise ausbremsen lassen. Sondern weiter machen, und die Machenschaften derer, die nur die weitere Ausbeutung der Erde – also auch aller sich auf ihr befindenden Lebensformen – im Sinn haben, durchkreuzen und vereiteln!

Nun denn, auf in eine ungewisse Zukunft mit hoffentlich mehr Gerechtigkeit, Zusammenhalt und Freiheit!!

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5 Kommentare

  1. Sollte es nach der CDU gehen, ist euer Arbeitsplatz sogar über 2038 hinaus gesichert.
    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus deutet es bereits an.
    Ein fatales Signal an die Energiekonzerne, den Ausstieg noch weiter zu verzögern.
    Unfassbar!
    LG, Theresia

  2. Einen Rücken haben alle, ein Rückgrat dagegen nur wenige…

    https://twitter.com/BuirerFuerBuir/status/1092334603770253313

    Ziel und meist auch Ergebnis strategischer Einbindungen (siehe Dr. Michael Wilk) sind (Fehl-)Einschätzungen wie hier z.B. das vermeintliche Dazulernen und Bewegen seitens der NRW-Landesregierung und dann daraus resultierende Entscheidungen, die eines glaskar NICHT sind: ein Konsens und erst recht KEINE Befriedung im Sinne ALLER Beteiligten/ Betroffenen.

    Was sich aber trotz aller rhetorischer und strategischer Tricks/ Machenschaften/ Umweltverbrechen seitens RWE, Polizei, Laschet, Reul & Co. (z.B. totales Ignorieren der aktuellen DIW-Studie, nach deren Ergebnis ALLE Dörfer UND Hambi erhalten werden können!)

    https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.612236.de/diwkompakt_2019-131.pdf

    immer deutlicher herauskristallisiert, ist deren Eskalations- und Spaltungsstrategie und zwar in brutalster Form… denn seit Neuestem nun auch noch der Versuch, die betroffenen Garzweiler Dörfer gegen den Hambi auszuspielen!

    Mögen diese miesen Taktiken, die stetig wachsende regionale und globale Klimagerechtigkeitsbewegung gegeneinander aufzuhetzen, ins Leere laufen und das Gegenteil bewirken: dass alle Klima- und Umweltaktivist*innen kraftvoller denn je noch enger zusammenrücken und sich mit Rückgrat für eine weltweite generationengerechte Zukunft ALLER Menschen einsetzen…

    https://twitter.com/bckaemper/status/1089841791816421376

  3. Petra Kornelsen

    Das sagt Harald Lesch heute in einem großen zweiseitigen Artikel im Kölner Stadtanzeiger: Er sagt auf die Frage nach den Ergebnissen der Kohlekommission: „Das ist alles viel zu vage und dauert zu lange. Wir reden vom Jahr 2038 – dass ich nicht lache. Ich kann die Politiker verstehen, die in den Bundesländern Angst vor den bevorstehenden Wahlen haben. Die Vorstellung dass Tausende von Arbeiitsplätzen verloren gehen, könnte die Wähler der AfD in die Hände treiben. Auf der anderen Seite müssen Entscheidungen getroffen werden. Es ist in Deutschland offenbar nicht möglich, Sachentscheidungen vernünftig zu treffen. Man hat nicht das Gefühl, hier wird richtig nachgedacht und prophylaktisch gearbeitet. Wenn die Menschen nicht im Hambacher Forst gestanden hätten und daraus ein Thema gemacht hätten, dann wäre die Kohlekommission nicht zusammengekommen.“

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