Solidaritätserklärung mit dem Widerstand im Hambacher Forst / Rojava / DE / Kurdisch /

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Diese Solidaritätsbekundung errichte uns aus der Rojava

Solidaritätserklärung mit dem Widerstand im Hambacher Forst

“Dieser Krieg des Widerstandes wird geführt, tagein und tagaus
in den Straßen aller Ecken der fünf Kontinente,
auf ihrem Land und in ihren Bergen.
Er war und ist unserer, sowie er auch der vieler von Unten ist,
ein Krieg für die Menschlichkeit und gegen den Neo-Liberalismus.
Gegen den Tod fordern wir Leben.
Gegen die Stille fordern wir unser Wort und Respekt.
Gegen das Vergessen Erinnerung.
Gegen Erniedrigung und Verachtung Würde.
Gegen Unterdrückung Rebellion.
Gegen Sklaverei Freiheit.
Gegen Aufzwingung Demokratie.
Gegen Verbrechen Gerechtigkeit.”

(Subcomandante Marcos)

In den letzten Tagen und Wochen erreichen uns immer mehr Meldungen um die Räumung der Hambacher-Forst-Besetzung im Westen Deutschlands zwischen Aachen und Köln. Von Rojava aus verfolgen wir die Geschehnisse dort mit. Aufgrund der letzten Entwicklungen, die zum Tod des Journalisten und Aktivisten Steffen Horst Meyn geführt haben, halten wir es für wichtig auch ein paar Worte zu schreiben.

Zum Hintergrund

Der Hambacher Forst ist bekannt als einer der einst größten und ältesten Wälder Westeuropas. Das Alter dieses Waldes wird auf bis zu 12.000 Jahre geschätzt, d. h. er entstand zu Ende der letzten Eiszeit. Er wurde Zeuge der Entwicklung menschlicher Zivilisationen und Kultur. Jahrtausendelang war er nicht wegzudenkender Bestandteil des Lebens zahlloser Lebewesen – gleichzeitig Lebensraum und die Einheit der vielfältigen Leben an sich.
Wälder bildeten schon immer auch einen wichtigen Bestandteil menschlichen Lebens. Schutz und Nahrung gewährend, hat das Holz der Bäume den Menschen auch gleichzeitig als Rohmaterial der Werkzeugherstellung sowie als Brennholz zum Kochen, Wärmen und Lichtspenden in dunklen Nächten gedient. Wälder sind wichtige Wiegen der Kultur.
Die Entstehung des Patriarchats jedoch, welche mit sich die Entstehung von Hierarchie, Macht, Herrschaft und Unterdrückung gebracht hat, bewirkte enorme Veränderungen im menschlichen Geist und Verhalten. Die Schönheit und Sinnhaftigkeit einer Mentalität und Praxis, die das schützt und erhält, was auch dich schützt und erhält, wurde versucht zu brechen. Emotionsloses Kalkulieren, Neid, Niedertracht und Gier schlugen einen Keil in die Gesellschaft – sie entzweiten die Menschen und die Natur. Die Gefühle und die Logik wurden zwei von einander unabhängige Prinzipien. Das mit was wir uns heute konfrontiert sehen, ist Ergebnis dessen: Die Gier nach Anhäufung von wirtschaftlicher und politischer Macht führt zur Zerstörung des Lebens an sich.
Der Hambacher Forst wird in Auftrag des Großkonzerns RWE aufgrund der unter ihm liegenden Braunkohle komplett abgeholzt und zerstört. Die Braunkohle im Rheinland ist vergleichbar mit dem “Rheingold” des Nibelungenliedes: In dem Epos geht es um drei Schwestern, die das Gold im Rhein bewachen. Solange das Gold am Grunde des Rheins liegt, bedeutet es nur Gutes. Wer aber der Liebe zum Leben für immer entsagt, kann es an sich reißen, verarbeiten, daraus Macht und Unterdrückung erschaffen und die Bevölkerung in die Sklaverei treiben. So verflucht der Zwerg Alberich die Liebe, stielt das Gold aus dem Rhein und schmiedet daraus einen Ring, woraufhin ewiger Krieg um die Oberhand der Macht auf der Erde entbricht. Wie das Gold, so wird auch die Braunkohle nicht für ein gutes Leben, sondern für Macht und Zerstörung benutzt.
Es ist dabei wichtig, anzuerkennen, dass sich Herrschaft und Unterdrückung niemals in der gesamten Gesellschaft festsetzen konnten, sondern dass es immer auch Widerstand gab und Versuche eine Gesellschaft wieder aufzubauen, in der Ethik, Gerechtigkeit und eine auf Vielfalt beruhende Gleichheit eine Realität darstellen. Eine Gesellschaft in der Gemeinschaftlichkeit und gegenseitige Unterstützung gegen die Vereinzelung und den Kampf aller gegen aller im Kapitalismus steht. Eine Gesellschaft in der Schönheit ein geistiger Wert ist und das Leben voller Bedeutung, anstelle von Oberflächlichkeit, materiellem Reichtum und innerer Leere und Perspektivlosigkeit.
Der Jahrzehntelange Widerstand von Teilen der Bevölkerung im Rheinland gegen die Zerstörung ihrer Dörfer, Äcker, Wiesen und Wälder ist Ausdruck dieser Kultur und des Wunsches nach Freiheit und Gerechtigkeit.

Der Kampf um den Hambacher Forst und gegen den Kapitalismus

Die Besetzung des Hambacher Forstes durch eine Gruppe von UmweltaktivistInnen und AntikapitalistInnen im Jahre 2012 knüpfte an den lokalen Widerstand an und stärkte ihn. Gleichzeitig wurde die lokale Umweltzerstörung in weitere Zusammenhänge gesetzt:

Der Zusammenhang der Braunkohleindustrie mit Kapitalismus wurde in den Fokus gerückt. Denn der Braunkohleabbau zieht nicht nur die Zerstörung von Natur und Lebensraum, Vertreibung der lokalen Bevölkerung, gesundheitliche Probleme, Monopolisierung der Stromindustrie und der Arbeitsmöglichkeiten in der Region mit sich. Gleichzeitig werden durch den vorangetriebenen Klimawandel und die an die Braunkohlestromversorgung angebundene Chemie-, Waffen- und Kriegsindustrie weltweit Leid und Zerstörung verursacht. Wir sehen viele Gemeinsamkeiten in der Braunkohleindustrie von RWE im Rheinland und den Leopard-2-Panzern, die mit dessen Strom und der gleichen Logik des Verfluchens des Lebens durch Rheinmetall hergestellt werden und durch den türkischen Staat u.a. in Efrin dazu benutzt werden, die Zivilbevölkerung zu ermorden und ein System anzugreifen, dass eine Alternative zu Patriarchat und Kapitalismus darstellt.
In diesem Sinne ist es wichtig, das Thema ganzheitlich zu betrachten und unsere Kämpfe für eine gerechte Welt miteinander zu verbinden, von Rojava bis zum Hambacher Forst. Für eine Welt, in der alle verschiedenen Menschen und andere Lebewesen in Balance miteinander leben können, ohne sich gegenseitig zu unterdrücken oder zu vernichten.
Es ist die Logik von Staat, Macht und Gewalt, die Logik von Patriarchat und Kapitalismus, der wir uns entgegenstellen müssen. Wir wollen nicht nur zerstören, wir wollen Alternativen aufbauen. Dabei ist es wichtig für das Wohlergehen der Gesellschaft zu kämpfen – unabhängig von Unterschieden des Geschlechts, Alter, Klasse, Glauben oder Nation. Und es ist wichtig zu erkennen, dass eine gut funktionierende, basis-demokratische, ethische, gerechte, antisexistische und ökologische Gesellschaft innerhalb des kapitalistischen Systems nicht verwirklichbar ist. Denn wie schon Adorno feststellte: “Es gibt kein richtes Leben im Falschen.” Wir aber kämpfen für ein richtiges Leben – Wir kämpfen dafür, dass unsere Träume Wirklichkeit werden.

Der Kampf um den Hambacher Forst, teilt eine anti-kapitalistische, anti-faschistische Grundhaltung. Gleichzeitig wird auf verschiedenste Weise versucht, ein gemeinschaftliches Leben aufzubauen. Dem sehen wir uns verbunden – Denn es geht um das Aufhalten von Zerstörung und den Aufbau von Alternativen.

In den letzten Jahren wurde bezüglich dieses Kampfes immer wieder die Verbindung kapitalistischer Großkonzerne wie RWE, Staatsstrukturen und den großen Medienkonzernen deutlich, wenn es um Denunziation, Marginalisierung und Delegitimierung des Widerstandes ging. In einem NATOweit angelegten Konzept der Widerstandsbekämpfung und dessen Entwicklung, scheint auch der Hambacher Forst und dessen UnterstüzerInnen seinen Platz gefunden zu haben. Wo das Zuckerbrot nicht mehr reicht, kommt wieder die bekannte Peitsche ins Spiel. In diesen Zusammenhang passt auch der Entwurf des neuen Polizeigesetzes im Bundesland Nordrhein-Westphalen: Verschärfte Überwachung u.a. von Telefonen, auf Polizeiverdacht (d.h. Polizeiwillkür) durchführbare 1-Monatige Gewahrsamshaft und die Planung des Testens von neuen Taser-Waffen (nicht) zufällig im Kreis Kerpen, in den das Gebiet des Hambacher Forstes fällt. Es ist von “terroristischen Gefährdern” die Rede. Damit soll in der Gesellschaft ein Bild entstehen, dass den Widerstand delegitimisiert. Es soll einen klaren Trennstrich zwischen Bevölkerung und AktivistInnen ziehen. Es passiert heute schnell, dass Widerstand leistende Menschen von Staaten als Terroristen bezeichnet zu werden. Dabei verschleiern diese Begrifflichkeiten eigentlich nur die Realität und die Identität der wahren “Herrscher durch Angst und Gewalt”.

Seit Anfang September 2018 wird nun die 6-jährige Besetzung des Hambacher Forstes durch die deutsche Polizei geräumt. Massive zivile Protestaktionen konnten den Staat nicht umstimmen, der sich nicht nach menschlichem Wohl, sondern nach Zahlen, Profit und Erhalt der eigenen Herrschaft richtet. Die noch immer andauernde Räumungsaktion führte zum Tod eines unabhängigen Journalisten und Aktivisten. Steffen Horst Meyn hatte sich zum Auftrag gemacht, die Zensur der Presse zu überwinden und ganz klar nicht “objektiv “zu sein in einem Kampf, der ohne Emotionen und Empathie, weder betrachtet, noch geführt werden kann. Er gab dafür sein Leben. Wir sind es ihm schuldig, diesen Kampf für eine bessere Welt weiterzuführen und statt der ganzen Lügen, zu versuchen die Wahrheit zu finden und diese mit der Welt zu teilen.

Wir müssen jedoch auch feststellen, dass uns der Tod eines Menschen im Zusammenhang der Räumungsaktion nicht überrascht. Wer die vergangenen Jahre das Verhalten von Polizei und Sicherheitspersonal bezüglich der AktivistInnen im Hambacher Forst beobachtet hat, kann erkennen, dass es vermehrt und mit steigendem Potenzial eine Gefahr für menschliches Leben gab. Es liegt in der Logik des staatlich-patriarchalen Systems, mit Leben zu spielen und auf Risiko zu setzten. Tagtäglich werden Tausende zerstörte Menschenleben für Profite und Herrschaftserhalt in Kauf genommen bzw. ganz klar mit einkalkuliert. Menschenleben werden sozial, kulturell, gesundheitlich, wirtschaftlich und politisch zerstört oder auch ganz direkt physisch angegriffen. Wir erinnern uns an Rémi Fraisse, der 2014 in Frankreich bei einem Protest gegen ein Staudammprojekt von der Polizei getötet wurde. Wir erinnern uns an Santiago Maldonado der sich in Argentinien für die Landrechte der indigenen Bevölkerung eingesetzt hat und daraufhin auf ungeklärte Weise umgebracht wurde. Wir erinnern uns an die Internationalistin Rachel Corrie, die 2003 in Gaza von einem israelischen Bulldozer totgefahren wurde. Wir erinnern uns an die Kanadierin Annie Mae Aquash, die sich dem Kampf der indigenen AmerikanerInnen anschloss und 1975 auf ungeklärte Weise starb. Wir erinnern uns an Berta Caceres, die als Indigene in Honduras den Kampf gegen eine Hydroelektrik-Anlage anführte und 2016 getötet wurde. Wir erinnern uns an Dora Alicia Recinos, die 2009 im Kampf gegen eine Goldmine in El Salvador getötet wurde. Wir erinnern uns an den Lehrer Galeano der Zapatistischen Gemeinschaft, der in der Verteidigung seines Landes, der Rechte seines Volkes und der Bildung getötet wurde. Wir erinnern uns an Vital Michalon, der in Frankfreich im Protest gegen ein Atomkraftwerk getötet wurde. Es gibt Tausende Namen, tausende Leben, tausende mutige und geliebte Menschen. Wir erinnern uns an alle von ihnen und lassen sie zum Tausendfachen Willen werden, diese Welt zu verändern. Zum Tausendfachen Willen für die Werte von Gerechtigkeit, Vielfalt, Kommunalität und Freiheit zu kämpfen. Zum Tausendfachen Willen, dem Leben wieder Sinn zu geben!

Von Rojava aus schicken wir den Menschen im Hambacher Forst, in der Region und allen, die sich auf verschiedenste Weise am Widerstand beteiligen viele solidarische und revolutionäre Grüße, viel Kraft und Energie! Es gibt keinen Rückzugsort im falschen System, deshalb darf sich auch unser Widerstand nicht zurückziehen..

Gegen Staat, Macht und Gewalt!
Für eine basis-demokratische, ökologische Gesellschaft und die Befreiung der Frau!
Widerstand ist Leben!
Şehîd Namirin!

Jineolojî Rojava
26.09.2018
Rojava

 

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Daxûyaniya Piştgiriyê bi Berxwedana li Daristana Hambaxê re

“Ev şerê berxwedanê tê meşandin, her roj sibê heta evarê
derve li kolanên hemû quncikên her pênc parzêmînan,
li gundan û li ser serê çiyan.
Ê me ye û yê gelekan e yên ku di binê de mane,
ev şerê mirovatiyê ye û li hemberî neo-lîberalîsmê.
Li dijî mirinê, em jiyan dixwazin.
Li dijî bêdengiyê , em mafên axaftinê, rêz û hûrmet dixwazin.
Li dijî jibîrkirinê, bîranîn.
Li dijî piçûkxistin û reşkirinê, rûmet.
Li dijî desthilatdariyê, serhildan.
Li dijî koletiyê, azadî.
Li dijî dext û zoriyê, demokrasî.
Li dijî sûcan, adalet.”

(Subcomandante Marcos)

Di nava wan roj û hefteyên dawiyê de her ku diçe zêdetir agahî di derbarê êrîş û hewldanên valakirina cihên berxwedanê li daristana Hambaxê (‘Hambacher Forst’), a ku li Rhenaniya li Rojavayê Almanyayê di navbera Aachen û Köln de ye, digihîjin me. Ji Rojava ve em wan bûyeran dişopînin. Ji ber bûyerên dawî, yên ku gihiştine şahadeta rojnamevan û çalakvanê Steffen Horst Meyn, em giringî dibînin çend tişt jî binivîsin.

Di Derbarê Paşxanê De

Daristana Hambaxê wekê yek ji daristanên herî kevin û herî mezin ên Rojavayê Ewropayê hatibû naskirin. Temena daristanê texmîna 12 hezar sal in, ango li dawiya serdema qaşo ya dawî çêbûye. Ew bûye şahîda pêşketina şaristanî û çandên mirovan. Bi hezaran salan ew bû beşeke bingehîn a jiyana ruhberên bêhejmar. Di heman demê de bû hem bingeha jiyanê hem jî yekîtiya jiyanên rengûreng bi xwe.

Her ku mirov hebûn, daristan jî bûn beşeke girîng a jiyana me. Ev cih hem parastin û xwarin dan mirovan, hem jî dar bûne cewhera gelek amûran û wekê êzing jî ji bo pêjandina xwarinê, çavkaniyên germahî û ronahiyê feyde jê hatiye girtin. Daristan dergûşên girîng ên çand û civakbûna mirovatiyê ne.

Lê belê bi derketina baviksalariyê ve, yê ku desthilatdarî û koletî bi xwe re anî, guhertinên mezin di fikir û çalakiyên mirovan de çêbûn. Hewldanên çêbûn ku bedewî û manedayîna zihniyet û pratîkekê, ya ku ev tiştan diparêze yên ku te diparêzin, bi temamî were şkandin. Hesabkirinên bê hestan, niyetên xirab, hesûdî û çavbirçîbûn wekî xencêrekî di nava dilê civakê de hatiye xistin; û bi wê re girêdayî mirov û xweza ji hev qut dibûn. Hest û mantiq bûne prensîbên ji hev cûda. Ev ku em xwe di roja me ya îro de pê rûbibû dibînin encama wê ye; çavbirçîbûn û hêrsa berhevkirin û desteserkirina hêza aborî û siyasî bi xwe re wêrankirina jiyanê bi xwe anî.

Daristana Hambaxê jî bi fermana şîrketa RWE’ê ji ber komira di biniya wê de bi temamî tê talankirin û xirabkirin. Komira wir di herêma Rhenaniya de wekî temsîleke zêrê Rhein a di destana Nîbelungen de ye: Di vê destanê de sisê xwişk hene yên ku zêrê çemê Rhein diparêzin. Heta ku ev zêr di cihê xwe de dimîne, dê tenê ji bo xêrê be. Lê belê kî xwe ji hezkirina jiyanê dûr dixe, ew dikare vê zêrê bigre, bikarbîne û jê desthilatdarî û koletî avabike. Bi vî rengî cûceyê Alberîx evînê lanet dike, zêrê Rheinê didîze û gustîleke jê çêdike. Ew jî bibe sebeba destpêkirina şerekî bêdawî li ser serweriya desthilatdariyê li ser erdê. Komir jî wekê ev zêr ne ji bo jiyaneke xweş, lê ji bo desthilatdarî û xirabkirinê tê bikaranîn.

Pê ve girêdayî girîng e em fem bikin ku desthilatdarî û koletî tu caran nikaribûn bandora xwe li ser tevahiya civakê ferz bikin. Lê belê her tim berxwedan û hewldanên jinûve avakirina civakeke exlaqî, adaletî û bi wekheviyeke ya ku ferq û cudatiyan wekê dewlemendiyeke fem dike, jî hebûn. Civakeke ya ku di nava wê de kolektîfbûn û alîkarîdayîna hevûdû çand û biryarek e li hemberî şexsperestiya kapîtalîzmê û şerê her kes li hemberî her kesê. Civakeke ya ku di nava wê de ne bedewiya şeklî, madiyetperestî, valatiyeke hundirîn û bêperspektîfbûnê serwer e, lê li şûna wê bedewî pîvaneke manewiyatê ye û jiyan bi xwe tijî bi mane dibe.

Berxwedana bi dehan salan a beşên gelê Rhenaniyayê li hemberî wêrankirina gund, zêvî, mêrg û daristanên xwe derbirina (temsîla) wê çandê û xwesteka azadî û adaletê ye.

Têkoşîna ji bo Daristana Hambaxê û li dijî Kapîtalîzmê

Di sala 2012’an de komeke çalakvanên antîkapîtalîst xwe ji bo parastina xwezayê di nava daristana Hambaxê de bi cih kirine da ku ev daristan nikaribe were talankirin. Ev çalakî noqteyeke nû di neqşa berxwedana herêmî de bû û zindîbûn û hêzeke nû bi xwe re anî. Di heman demê de jî têkiliyên bandora talankirina xwezayê di asta herêmî de bi bandorên xwe ya berfireh re hatine dîtin û xuyakirin;

Li ser têkiliya pîşesaziya komirê bi kapîtalîzmê re hatibû sekinandin. Ji ber ku derxistina komirê ji erdê di asta senayî de ne tenê hilweşandina xweza û jiyanê bi xwe re tîne. Di heman demê de bibe sebeba koçberkirina gelên herêmî, pirsgirêkên tendirustiyê, yekdestdariya pîşesaziya kerebê û tengkirina derfetên kar ên li dervê karên komirê yên di herêmê de. Her wiha guhertina avhewayê di asta cihanî de tê pêşxistin û bi kerebeya pîşesaziya karbonê re girêdayî pîşesaziya qîmyasal û ya çek û şer tê meşandin û di seransera cihanê de dibe sebeba êş û talanê. Em bi zelalî peywendiya di navbera pîşesaziya komirê ya RWE’ê li Rhenaniyayê û panzerên Leopard-2 ên şîrketa Rheinmetall de dibînin, yên ku bi kerebeya komirê û heman mantiqa lanetkirina jiyanê ve tên avakirin û li Efrînê bi sedan gelê medenî dabûn qatilkirin û li Rojava êrîşê pergaleke dike, ya ku hilbijêrkek li dijî baviksalarî û kapîtalîzmê diafirîne.

Di vê maneyê de girîng e li mijarê bi berfirehî were meyzandin û divê em têkoşînên xwe ji bo cihaneke adil bi hevûdû re girêbidin; ji Rojava heta Daristana Hambaxê. Ji bo dunyayeke, a ku di nava wê de mirovên cihêwaz û zindiyên din ên cûrbicûr bikaribin di nava ahenîgekê de jiyan bikin; bê ku desthilatdarî li ser hevûdû bidin meşandin an jî hevûdû tune bikin.

Mantiqa dewlet, şîdet û desthilatdariyê ye, mantiqa baviksalarî û kapîtalîzmê ye, ya ku divê em li hemberî wê sekna xwe xurt û têkoşîna xwe bilind bikin. Em naxwazin tenê xirab bikin, em dixwazin hilbijêrkan avabikin. Bi wê re girêdayî gelekî girîng e têkoşîn ji bo berjeweniyên civakê were meşandin – bê ku ferq û cudatî were xistin di navbera zayend, temen, çîn, bawerî û netewan de. Divê em fem bikin ku civakeke bi tendirustî, ya demokratîk, exlaqî, adil, azadîxwaziya jinê û ekolojîk di nava pergala kapîtalîst de nikare were pêkanîn. Her tim xewn û xeyalek bimîne, ji ber ku -wekê Adorno êdî gotibû – ‘Jiyana şaş rast nayê jiyîn.’ Lê belê em ji bo jiyaneke rast têdikoşîn; Em ji bo pêkanîna xewn û xeyalên xwe têdikoşin.

Berxwedana Daristana Hambaxê bi sekneke esasî ya antîkapîtalîst û antîfaşîst radibe. Di heman demê de bi şêwazên cuda hewl ji bo avakirina jiyaneke komînal tê dayîn. Em xwe nêzî wê hîs dikin. Ji ber ku di derbarê sekinandina talan û wêrankirinê de helwest tê girtin û ked ji bo avakirina hilbijêrkan jî tê dayîn.

Di wan salên dawî de di derbarê wê berxwedanê de gelek caran têkiliya di navbera şîrketên mezin ên kapîtalîst ên wekî RWE, saziyên dewletê û şîrketên mezin ên ragihandinê de bi eşkerê diyar bûne; bi taybet di derbarê reşkirin, marjînal kirin û nerewakirina berxwedanê de. Di nava kosepta NATO’yê ya di derbarê tepisandina rabûnên gel de û pêşketina wê, wiha xuya dike ku Berxwedana Daristana Hambaxê û sempatîzanên wê ji tên fikirandin. Li cihên ku asîmîlasyona spî êdî cihê xwe nagire bi dext û zorî tê tevgerandin. Bi wê re girêdayî pilanlameya derxistina hiquqa polîsê ya nû li herêmê baştir tê femkirin; guhdarkirina zêde ya tîlefonan, girtina kesan bin çavderî li gorî gûmanên (ango xwesteka) polîsan û bê delîlan û pilanlameya ceribandina çekên nû yên felçkirina demî (Taser) li herêma ku Daristana Hambaxê tê de ye. Axaftinên di derbarê ‘terorîstan’ de tên çêkirin. Bi vî rengî jî dijwazin di nava civakê de dîmeneke nerewakirina berxwedanê avabikin. Ew dixwazin mesafe têxin di navbera civak û çalakvanan de. Di roja me ya îro de gelekî zû çêdibe ku kesên berxweder ji hêla dewletan ve wekî ‘terorîst’ tên îlankirin. Lê belê ev têgîn li ser nasnameya rast a ‘desthilatdarên bi riya tirs û şîdetê’ dixapînin.

Ji destpêka Îlonê 2018’an û pê ve kampên berxwedana Daristana Hambaxê, yên ku êdî 6 sal in li wir in, ji polîsên Almanyayê tên êrîşkirin û dixwazin wana bi temamî xirab bikin. Çalakiyên medenî yên girseyî nikaribûn niyeta dewletê biguherînin. Ji ber ku li şûna başbûna mirovan li gorî berjewendiyên xwe, perê û berdewamiya desthilatdariya xwe biryar dide û tevdigere. Êrîşên polîsan ên ku hîna jî berdewam dikin rê vekirin şahadeta çalakvan-rojnamevanekî serbixwe. Steffen Horst Meyn biryar dabû ku sansûra xebatên ragihandinê derbas bike û bi taybet biryar daye ku nebe ‘objektîf’ (alînegir) di nava têkoşîneke de ya ku bê hest û bê empatî nikare lê were meyzanin û nikare were meşandin jî. Ew di pêkanîna wan biryaran de jiyana xwe ji dest dayê. Em deyndarê wî ne ku em wê têkoşînê ji bo cihanekê xweştir berdewam bikin. Li şûna ewqas derew divê em li heqîqetê bigerin û wê yekê bi cihanê re parve bikin.

Lê belê divê em diyar bikin jî ku bi mirina mirovekî girêdayî bi çalakiyên polîsan ên şkandina berxwedanê, em matmayî nayên hiştin. Her kes ku di salên dawiyê de hinekî nêzîkatiyên polîs û xebatkarên ‘ewlekariyê’ di derbarê çalakvanên li Daristana Hambaxê dişopand, dikaribû bibîne ku her ku diçe jiyana mirovan zêdetir hatiye xistin xeteriyê. Li gorî mantiqa pergala dewletî-baviksalar e ku bi jiyanan re tê leyîstin û li ser rîsk û telûkê hesab tên meşandin. Her roj ji bo hilgirtina berjewendiyên xwe û berdewamiya serdestiyê bi hezaran jiyanên mirovan tên xirabkirin. Jiyanên xirabkirî di vê pergalê de di nava hesabên desthilatdaran de ne û pê bazirganî tê meşandin. Jiyanên mirovan hem di milên civakî, çandî, tendirûstî, aborî û siyasî tên xirabkirin û hem jî rasterast bi şêwazek fîzîkî tên êrîşkirin. Em Remî Fraisse bînin bîra xwe, yê ku di sala 2014’an de li Fransayê di protestoyeke li dijî barajeke de ji polîsan hatiye şehîd xistin. Em Santiago Maldonado bînin bîra xwe, yê ku li Arjentînê ji bo mafên gelên xwecihî (indîjen) ji bo axa wan têkoşiyaye û ji kûjerên nediyar hatiye wendakirin û şehîdxistin. Em enternasyonalîsta Rachel Corrie bînin bîra xwe, ya ku di sala 2003’an de li Xaza trekseke Îsraelî ser wê de çûye û wiha hat şehîdxistin. Em jina Kanadî Annie Mae Aquash bînin bîra xwe, ya ku tevlî têkoşîna gelên xwecihî li Amêrîka bû û li sala 1975’an ji kûjerên nediyar hat şehîdxistin. Em Berta Caceres bînin bîra xwe, ya ku wekê jineke xwecihî li Honduras li dijî projeyeke hîdroelektrîk têkoşiyaye û di sala 2016’an de ji ber vê hat şehîdxistin. Em Dora Alicia Recinos bînin bîra xwe, ya ku 2009 li El Salvador di çarçoveya têkoşîneke li dijî kaneke zêrê de hat şehîdxistin. Em momoste Galeano yê civata Zapatîsta bînin bîra xwe, yê ku ji ber parastina axa xwe, gelê xwe û mafên perwerdê hatiye şehîdxistin. Em Vital Michalon bînin bîra xwe, yê ku li Fransa di protestoyeke li dijî enerjiya nukleer de hatiye şehîdxistin. Bi hezaran nav hene, bi hezaran jiyan, bi hezaran mirovên wêrek û hezkirî. Em wana hemûyan bînin bîra xwe û bîranîna wan biguherînin îradeya hezar qatan a ji bo guhertina vê dunyê. Îradeya hezar qatan ji bo têkoşîna ji bo pîvan û nirxên adalet, pirrcûretî, komînalbûn û azadiyê. Îradeya hezar qatan a ku em ê jiyanê dîsa bi wate bikin!

Ji Rojava ve em ji kesên ku li Daristana Hambaxê, herêma wê û cihên cuda bi şewazên cûrbicûr tevlî berxwedanê dibin re gelek silavên şoreşgerî yên piştgiriyê, gelek hêz û enerjî dişînin! Di pergala şaş de ciheke ewle û yê paşvekişandinê nîne; ji ber vê divê em berxwedana xwe jî tu caran paşve nekişînin …

Li dijî dewlet, şîdet û desthilatdariyê!

Ji bo civakeke demokratîk, ekolojîk û azadiya jin!

Berxwedan jiyan e!

Şehîd Namirin!

Jineolojî Rojava

26.09.2018

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Waldfrieden

    W E L C H E I N T E X T ! T A U S E N D F A C H E N D A N K
    U N D S O L I D A R I S C H E G R Ü S S E Z U R Ü C K zu euch
    Allen nach Rojava !!! 🙂

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