Bezirksregierung Arnsberg genehmigt Rodung ab Oktober

Nicht überraschend und doch niederschmetternd? Die Bezirksregierung Arnsberg genehmigt den Hauptbetriebsplan 2018-2020 und somit die weitere Rodung des Hambacher Forstes ab Oktober 2018.

Hier der Link zur Presseerklärung der Bezirksregierung: https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2018/03/063_18_03_29/index.php

Was bedeutet das für uns? Nur ein erneuter Beweis, dass Rechtssprechung nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat. Dass Profitinteresse über Umwelt- und Menschenrechten stehen. Und dass Kohleausstieg Handarbeit bleibt.

Die Versuche, unseren Protest zu kriminalisieren und zu isolieren, sind offensichtlicher denn je: Noch nie saßen so viele Aktive für so geringe Vergehen im Knast. Gleichzeitig wird versucht, es so darzustellen, als ginge die Gewalt von uns aus, und wir wären Schuld, wenn die Polizei sich gezwungen fühle, wegen Gefahr im Vollzug die Besetzungen zu räumen und den Wald zu zerstören. Es ist nötiger denn je, dem entgegen zu wirken. Lasst uns jetzt schon beginnen, uns auf die kommende Rodungssaison vorzubereiten. Es ist Zeit, Ortsgruppen zu gründen, sich zu organisieren oder ein weiteres Urlaubssemester zu beantragen, den Job zu kündigen, die Schule abzubrechen und eine Rodungssaison im Hambi zu planen.

Denn ein Klima der Gerechtigkeit müssen wir selbst erkämpfen.

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42 Kommentare

  1. is doch alles scheiße

  2. ghazawat 23. März 2018 at 18:15 „Der boese Wolf 23. März 2018 at 18:06 „Den Klimawandel gibt es schon, oder ist die Gletscherschmelze in den Alpen Fakenews? “ Wissen schadet nie und manchmal hilft sogar Wikipedia. 1626: dieses Jahr wurde als der Höhepunkt der Alpenvergletscherung definiert ====== Gletscher sind noch aus der letzten Eiszeit vor rund 18.ooo Jahren. Sie haben in den letzten 150 Jahren um 1/2 abgenommen, beginnend mitte des 19. Jahrhunderts, also vor rund 150 Jahren. Da startete“ auch die Industrialisierung. Ich weiß, daß man hier auf Gegenwind stößt (schon erlebt) aber für mich ist das durchaus nachvollziehbar, daß in der Tat ein mwnschengemachter Klimawandel stattfindet. Starke Korallenbleiche z.B. im great Barrier Reef oder das Ansteigen des Meeresspiegels sind ebenso Indikatoren. Beispiel Tuvalu: Diese Südseeinsel hat ein Problem durch das Durchdrücken des Meereswasserspiegels im inneren der Insel; ebenso Schwund von Land. Vor 70 Jahren war das nicht so (Bericht von alten Bewohnern). Man kann jetzt einfach weitermachen wie bisher oder man nimmt dies ernst und geht dagegen an (staatliches Tun; ohne jedoch blinden Aktionismus zu betreiben). Für mich ist das Problem die Überbevölkerung der Wurzel allen Übels. 1-Kind-Politik (wie immer man das organisieren mag) ist sicherlich der Schlüssel dazu was parallel auch der Natur zuträglich ist wegen Rodungen, Tierartenbedrohung etc.

  3. Nee klar….Job Kündigen, Schule abbrechen…..um ein kleines Fleckchen Wald zu retten während der Rest der Welt diesen Planeten weiter zerstört… (America first !!!) Nee klar….

    • huhu thedj,
      jederzeit würde ich heute die schule abbrechen,das studium aufschieben…
      wann denn sonst,wenn nicht in der jugend soll mann diese schritte wagen?h

  4. „Wer den Pfennig nicht ehrt…“
    Ich verstehe nicht, warum der Aufschrei in der Bevölkerung nicht größer ist. Für die älteren Unterstützer: dem BUND spenden, beitreten, demonstrieren, Mails an Verantwortliche schreiben, Petitionen unterschreiben, anderen von dieser Sauerei erzählen…

  5. Der Hambacher Forst und seine Bewohner sind für mich eine Art Brainstorming zum Widerstand gegen die Situation der Zerstörung unserer Erde und der Versklavung durch dieses künstliche System des Kapitalismus. dieses System beruht auf den wurzeln des Profits, des Mehrwertes und des immerzu wachsenden Wohlstands, insbesondere in unseren, den westlichen Industriestaaten, sehr oft auf Kosten der sogenannten“ dritten“ Welt. Diese System ist mittlerweile so komplex und hat sich so etabliert und es hat die Bürger in Abhängigkeit geführt, so dass es nur wenige Menschen fertig bringen, es in Frage zu stellen. Es erscheint fast unmöglich, diesem zu entrinnen. Ich beispielsweise bin unendlich einsam mit meiner Einstellung und bin froh, das es Menschen gibt im Hambacher forst, die wissen, was ich meine…
    Es muss heißen:
    Der, welcher wenig braucht, der ist reich
    nicht der, der viel hat.
    Es kann nicht sein, dass wir ein Paradies zerstören für ein künstliches, materielles Paradies…
    Für mich ist das eine Herzensangelegenheit
    für andere ist es aber egal, unwichtig und sogar befremdlich.

    • liebe Katja ich weiß nicht woher und wie alt der satz „froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist ist ein König“ ist, aber daran habe ich beim lesen deiner zeilen gedacht. schon lange und immer wieder gibt es menschen die erkennen gutes und menschen die verkennen das wirklich schöne, wichtige, lebendige….
      obwohl ich mich nicht als „in dem sinne religiös“ ansehe erkenne ich parallelen zwischen dem Hambi und Ostern: da war einer der zeigte den menschen gutes, freudschaft, nächstenliebe und so weiter und da war die Regierung die sich bedrohtfühlte und ihn zum Verbrecher erklärte, verurteilte… und so weiter.
      Auch wenn sich über die lange zeit vieles gebessert hat…
      Ob die menschheit noch erlebet, dass gutes und richtiges für die zukunft allen lebendigen sich gegen angst vor machtverlust von einer reichen minderheit umgehend durchsetzt- wir werden sehen und tun gutes-so gut wir können.

      • Und dieser Eine hat sich ja auch entschieden gegen Auswüchse des Gewinnstrebens gewehrt, als er Händler und Geldwechsler vehement aus dem Jerusalemer Tempel vertrieb („Tempelreinigung“). Dabei ist dieser Eine sogar zum aggressiven Gewalttäter geworden. Nicht auszudenken, wie die Reaktion heute ausfallen würde gegenüber Profitgeiern, die zusätzlich in größtmöglichem Ausmaß auch noch die Schöpfung zerstören und fatale Konsequenzen in Kauf nehmen.

      • dieses schöne liedchen hat unser vater gerne mit uns kindern auf waldspaziergängen geträllert.als kanon . wahrscheinlich ist er zumindest mitschuld an meinem weltbild.ein sehr schönes lied, vieleicht können wir es um eine strophe erweitern und auch auf waldspaziergängen singen ?

  6. Also, lasst uns einen weg finden, aktiv zu werden…auch als „gemeiner“ bürger:-)

  7. konkret sind wir hier, beim hambacher forst und seinen bewohnern und wir sollten uns deshalb schon jetzt darauf einstellen, aktiv zu sein ab Oktober im Hambacher Forst…und das in ernsthafter absicht, sonst wird es nichts…

  8. Aktiv sein aber nicht erst ab Oktober. Vorbereitende Möglichkeiten und Notwendigkeiten gibt’s einige und diese können gar nicht früh genug starten…

    https://www.youtube.com/watch?v=Lq3j0xb53P0&t=13m30s

  9. In der Lausitz ist es ebenso…
    Frohe Nachosterwoche!

    • dieses osterwochenende bin ich nur wenige kilometer durch die Republik gefahren.überall sehe ich baumsttümpfe.mir tut das weh,richtig weh.irgendwas läuft schief,weil nicht nur den ganz jungen mitreisenden geht das am arsch vorbei.auch wenn die reise direkt am hambi vorbeiführt…
      liebe hambis,
      was haben eure eltern so verdammt richtig gemacht ?
      und wir alten,die klaus den geiger live inner kölner fussgängerzone gesehen haben 1985 …warum sind wir eingeschlafen?die schulstreiks und boelkekasernenblokaden haben doch sinn und spaß gemacht.warum haben wir damit aufgehört?alle rollen mit den augen ,wenn ich lasst uns zum hambi fahren rufe.geht es uns allen zu gut?schade,so schade.scheiße,so verdammt scheiße.wo seid ihr alle -von damals?was wollen wir trinken,7tage lang…

      • Wir haben uns verkauft, an Komerz und die Banken,
        tranken Krombacher für den Regenwad und sparen für
        die Dachsanierung des Carports.
        Und im Sommer ab in den Süden

        • freitag,hast du dich verkauft?und was hast du für dich bekommen?robinson? bist du jetzt eine insel?wie kommst du in den süden? brauchst du das carport wirklich? und was bleibt für deine kinder übrig?
          froh zu sein bedarf es wenig…

  10. https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11559/3907010

    hätte gerne mal eine Stellungnahme dazu!

    Ich und viele andere unterstützen euren Protest. Wenn die im Polizeibericht genannten Angaben auch nur halbwegs der Warheit entsprechen, dann kann man das ganze wohl kaum als Zielführend für die Sache bezeichnen, da so die Diskussion um den Erhalt des Waldes auf die „Gewaltbereiten Öko-Terroristen“ gelenkt wird.

    Wie sollen wir für den Winter Sympatisanten mobilisieren, wenn es zu solchen Meldungen kommt?

    Eine Stellungnahme bzw. eventuelle Richtigstellung wäre da wohl mal angebracht.

  11. Für 2 Jahre und 9 Monate mag zwar nunmehr die Genehmigung zur Fortführung des Tagebaus Hambach erteilt sein. Diese Genehmigung wird indessen erst frühestens in einem Jahr unanfechtbar.

    Zumindest bis zu diesem Zeitpunkt kann jederzeit die Rechts- und Sittenwidrigkeit der Tagebaugenehmigung geltend gemacht und das sofortige Aus des Tagebaus Hambachs im Eilverfahren und im anschließenden Klageverfahren auf den Prüfstand gestellt werden.

    Nach rechtsstaatlichen Maßstäben wäre dann von dem Ende des Tagebaus Hambach nicht erst in 27 Jahren (= im Jahre 2045) auszugehen, sondern bereits in wenigen Wochen bzw. Monaten.

    Wird die Genehmigung für den Tagebau Hambach hinfällig, werden erst recht hinfällig die beabsichtigten Rodungen von weiteren Teilen des Hambacher Forstes.

    03.04.2018
    Kurt Claßen

  12. Oliver Jeckyll Joplin

    Ich erinnere mich, einmal gelesen zu haben, dass Regenwald Bewohner in Brasilien lange, stählerne Zimmermannsnägel kreuz und quer in die Stämme der Bäume schlugen, die als nächstes gefällt werden sollten. Das hatte zur Folge, dass mindestens Kettensägen kaputt gingen. In einigen Fällen wurden auch deren Benutzer schwer verletzt.

    • Typo: Nutzt hier vor der Fällung wenig bis nichts, da die Bäume mit sog. Harvestern gefällt werden, deren Sägen das abkönnen.
      Ansonsten: Keramikstifte werden nicht von Metalldetektoren gefunden werden.
      Nach der Fällung (wobei die Nägel auch schon vorher drin sein können) kann dieses sog. Tree-Spiking im Sägewerk dazu führen, dass Holz unverwertbar wird (dort ist es auch für Arbeitis kaum gefährlich, da hinter Plexiglas gesägt wird) und das Sägewerk künftig weniger Geld für Holz aus dem Hambacher Forst ausgeben wird.

      Wenn irgendwo stehende Bäume gespiked werden: Wegen des hohen Verletzungsrisikos unbedingt (anonyme) Warnungen aufhängen, dass und in welchem Gebiet dies getan wurde und dass Fällarbeiten jetzt auf eigene Gefahr passieren.

      • NEIN ! wir sollte keine nägel und auch keine keramikstifte in bäume jagen – die leben !!wir müssen ganz viele sein, und werden – und dagegen ! BITTE !

  13. Andere „Lachnummern“ und Widerlichkeiten waren bzw. sind von NRWE
    BISHER nicht zu erwarten…

    https://es-la.facebook.com/BuirerFuerBuir/posts/1066373020178280

    https://twitter.com/RWE_AG/status/981788534037196801?s=19

  14. Jeder Mensch, der hilft, hilft sehr! Ich bin eineder Alten,war in Wackersdorf (WAA, 80er Jahre), kann nur empfehlen,in den Wald zu gehen und zu unterstützen!
    Wir stärken damit sehr den jungen Leuten den Rücken! Die Polizei zeigt den “Alten“gegenüber mehr Respekt (wie traurig) und wir sind wichtige Brückenbauer …

  15. Es geht auch nicht nur um ein kleines Stückchen Wald, es geht hier um den Irrsinn unsere er Gesellschaft, aus Bequemlichkeit so weiter zu machen wie bisher.
    Und dank der Waldbesetzer ist dieses Stückchen Wald bekannt geworden und zum Symbol.

  16. kommt doch erstmal alle zum waldspaziergang nächsten sonntag…vielleicht können wir uns dort treffen und weiter diskutieren und überlegen, was wir noch tun können…

  17. … Rebellion! Rebellion auf breitester Front gegen dieses Teufels- und Terrorregime NRW!

    … das ist es, Katja, was wir noch tun können, und was wir noch brauchen!

    Spätestens seit der kürzlichen Freilassung des Ex-Regierungschefs von Katalonien, Carles Puigdemont, aus der Haft ist es höchst-regierungsamtlich: Rebellion ist in der BRD kein Straftatbestand!

    Dies hat auch das NRW-Regime zu akzeptieren und zu respektieren! Ansonsten gehört dieses Regime weg und unter Zwangsverwaltung des Bundes, ggf. unter Militärverwaltung – wie in Spanien.

    08.04.2018
    Kurt Claßen

  18. An hyde und oliver
    Das holz im wald ist nicht wirklich tauglich für wirtschaftiche gewinne

    Es geht doch um die abholzumg, um an die Bodenschätze zu kommen, denen geht es wenig um den wert des holzes

    • Ich habe keine Ahnung, wie es im Rheinland ist, aber in der Lausitz gab es das Gerücht, Vattenfall (heute LEAG) mache mehr Geld mit dem Verkauf des Holzes als mit dem Tagebau selbst. Und so ein Konzern lässt keine Möglichkeit zum Geldverdienen aus…
      Auf der anderen Seite gibt es fast keine Wälder in Deutschland, die nicht forstwirtschaftlich genutzt werden und ich bezweifle, dass der Hambacher Forst schon deutlich vor der Besetzung dazugehörte. Und wenn der Forst forstwirtschaftlich genutzt wurde, dann ist auch das Holz, das jetzt gerodet wird (mindestens zum Teil) wirtschaftlich nutzbar.

      • Hallo hyde. Gerüchte werden genährt durch Fotoaufnahmen, auf denen mehrere Holzlaster vor der Beladung in der Reihe stehen und warten. Die Holzstapel sind mindestens 4m hoch und gefühlte 100m lang. Mit Braunkohle machen die ebenfalls Geld und sicher nicht wenig. Man hat schon in der Abendstunde grüne PGP-Cargo-Züge mit 40 Wagen fahren sehen. Wo manches Geld allerdings investiert wird, erfährt man als Ottonormalverbraucher nicht. Ich glaube nicht, daß 1,7 Mrd. aufgebraucht wären. Sie werden eben nur nicht als Rücklage verwendet. Was mit der Rekultivierung dann mal wird, dies müßte man gezeigt bekommen. Ich sehe nichts wirklich, was gleichwertig kompensiert wäre.

        • Die PGP-Cargo-Züge können auch schlesische Steinkohle sein. Zumindestens über Cottbus fahren da regelmäßig welche.

  19. Dann geh mal auf die Sophienhöhe!

  20. Hyde:

    Findest du das gut was du da für Tips gibst?

    Ich finde das nicht gut wenn man dadurch Menschen verletzt.

  21. Katja: Dein Vorschlag, beim kommenden Waldspaziergang uns zu vernetzen, finde ich gut, bin nur leider weit weg, ich plane aber, evtl Do drauf für 2 Tage zu kommen…

    • hey arte
      dann lass uns treffen, im hambacher forst? samstagmorgens? wenn du zeit hast, dann sag hier bescheid. würde mich freuen…vielleicht haben auch andere zeit, treffpunkt wäre dann samstag, 21.03. [Edit: gemeint ist vermutlich: Samstag, 21.04.] in Gallien, 10 Uhr

  22. PS:
    fände ich gut:-)

  23. ja, 21.04. , mein ich:-)

  24. Hey arte
    kann dir auch gerne eine freie unterkunft stellen, wenn du kommst

  25. Hallo Katja, ich bin auch an einem Vernetzungstreffen Ü50 (oder Ü40, egal) interessiert und komme am nächsten Samstag gern in den Wald, werde aber nicht vor 11 Uhr (lieber 12) in Gallien sein können.

  26. Und ich kann leider auch nur ca. 1/2 std. Bleiben

  27. Nein, es passt bei mir nicht, ich kann am samstag nicht kommen…kommt doch mal zum waldspaziergang

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