Aufruf aus Bure/Frankreich

„Bure (Meuse), 8. Juli 2016,

Seit Ende Juni, leben Kollektive, Vereine, Familien, Anwohner_innen und Bäuer_innen im Wald auf dem Gelände des geplanten Atommüll-Endlager Bure, das von ANDRA illegal gerodet wurde.

Während der Atomstaat das Enlager im Parlament zu legalisieren versucht, haben wir die ehemalige Plattform der Cigeo besetzt, ein symbolischer Ort, da hier die Baustelle beginnen soll. Hütten, eine Küche, eine Gemeinschaftsraum, Klos wurden gebaut, ein Garten angelegt, neue Bäume gepflanzt und ältere Bäume besetzt. Ein buntes Programm an Vorträgen, Filmvorführungen, Diskussionnen, Waldspaziergänge und Konzerte wurde auf die Beine gestellt. Weiter lesen!

Update: E* in Norwegen zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt

Wir erhielten diese Mail (original text in English):

„heya,

hier ein Update aus Norwegen. E von Cistem Failure wurde für das Werfen einer Torte zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt.

Die Situation

Am Samstag, dem 25. Juni, wurde E von Cistem Failure auf der Pride Parade in Oslo verhaftet, wegen angeblichen Werfens einer Torte ins Gesicht der norwegischen Ministerin für Gleichstellung, die an der Spitze der Parade marschierte. Die norwegische Polizei und Medien nannten es einen Angriff auf die Demokratie. E. wurde über das Wochenende festgehalten, bis das Gericht am darauf folgenden Montag gewährte, was der Staat verlangte: Untersuchungshaft bis zur Verhandlung. Weiter lesen!

Waldspaziergang mit Michael Zobel am Sonntag den 10.7.2016


Nest

„Guten Tag zusammen,

es ist wieder so weit, die nächste monatliche Führung im Hambacher Wald steht an:

10. JULI 2016

Erneut werden wir zeigen, warum auch der kleine Rest dieses einst mächtigen Waldes noch unbedingt schützenswert ist. Und wir werden erneut darüber sprechen, wie ein großer Konzern mit der Rückendeckung von Teilen der Politik unsere Natur und damit Teile der Lebensgrundlage vieler Menschen unwiderbringlich zerstört.
Wie schon seit über zwei Jahren zeigen wir Bilder, die die Menschen eigentlich nicht sehen sollen. Wir sprechen mit den Aktiven im Wald und auf der Wiese, gehen zu den Besetzungen, gehen zur Rodungskante mit Blick auf die gefräßigen Braunkohlebagger. Weiter lesen!

Räumung der Besetzung gegen atomares Klo in Bure!

Folgende Mail erreichte uns:

„Moin,

Die Waldbesetzung bei Bure gegen das Endlagerprojekt CIGÉO wurde heute am frühen morgen durch ein gigantisches Polizeiaufgebot geräumt. Die AktivistInnen kündigen für morgen die Blockade der Bauarbeiten, für das kommende Wochenende ein „Widerstandswochenende im Wald“ und für den 16. Juli eine Wiederbesetzungsdemonstration sowie „weltweite Barrikaden gegen das atomare Klo und die Atomkraft“ an. Sie wünschen sich Unterstützung. Sei es durch die Verbreitung dieser Info, Beteiligung am Widerstand vor Ort oder aus der Ferne durch dezentrale Aktionen, Soligrüße, etc. Radioaktivität kennt keine Grenzen!

Zusammenfassung auf Deutsch:
http://blog.eichhoernchen.fr/post/Bure-Nach-Raumung-ist-vor-Wiederbesetzung
Weitere Info auf Deutsch: http://de.vmc.camp/

Erneut Hochsitz in Brand gesteckt

In der vergangenen Nacht wurde ein Hochsitz in der Nähe des Wiesencamps in Brand gesteckt. Ein Aktivist der Wiese sah das Feuer zwischen ca. 0.00 und 1.00 Uhr. Während die von ihm alarmierten Compas mit Feuerlöschern versuchten, die Flammen einzudämmen, rief eine weitere Person die Feuerwehr. Diese erreichte den Brand einige Minuten später und konnte ihn vollständig löschen.

Nur dank des häufigen Regens in den vergangenen Wochen konnte das Feuer nicht auf den Wald übergreifen.

Nachdem das Feuer gelöscht worden war, erreichte auch die Polizei die Brandstelle.

Vandalismus an PKW

Vermutlich in der Nacht vom 01. auf den 02.07.2016 wurde das am Sportplatz in Morschenich stehende Fahrzeug einer Aktivista schwer beschädigt. Die Besitzerin des Wagens wurde am Samstag Vormittag von der Polizei darüber informiert, dass die Scheiben ihres Fahrzeugs eingeschlagen wurden. Eine Anzeige sei aufgenommen worden.

Vor Ort stellte die Aktivistin fest, dass nicht nur die Scheiben des Autos eingeschlagen worden waren, sondern auch beide Spiegel abgebrochen, die Motorhaube eingedrückt und die Scheibenwischer verbogen. Entwendet wurde nichts. Die Aktivistin stellte Strafanzeige gegen Unbekannt. Da das Fahrzeug der Wiese zugeordnet werden konnte, können wir einen politisch motivierten Hintergrund nicht ausschließen.

Falls jemand konkrete Hinweise zu dieser Sachbeschädigung liefern kann, kann sich die Person gerne bei uns melden.

RWE will Klage auf Feststellung der Nichtigkeit der Verlegung der A 4 kippen!

Folgende Mail erhielten wir von Kurt Claßen:

„Für RWE geht es bei dieser Erstklage gegen die A 4 und den Tagebau Hambach ums Ganze. Mit der Klage steht und fällt nämlich nicht nur eine erste Entscheidung über „Hambacher Forst bleibt“. Zugleich wird damit auch darüber entschieden, ob auch der „Erbwald bleibt“. Der Erbwald ist noch etwas größer als der zur Zeit noch bestehende Teil des Hambacher Forstes.

Bleibt der Hambacher Forst und die Wiese, bleibt auch der Erbwald. Dessen spätere Inanspruchnahme für den Tagebau Hambach ist immer noch die einvernehmlich feste Absicht von NRW und RWE.

Die Inanspruchnahme des Erbwaldes für den Tagebau Hambach setzt zwingend die vorherige Beseitigung des Hambacher Forstes und der Wiese voraus, die räumlich vorgelagert sind und dadurch eine Schutzwirkung auch für den Erbwald haben, der von Karl dem Großen den jetzt so genannten „Tagebaurandgemeinden“ zugedacht war und nach seinem Willen mitnichten der Zerstörung durch einen Tagebau anheimfallen sollte. Dieses Vermächtnis gilt es zu erfüllen.“

Verkauf von Vattenfalls Braunkohlesparte genehmigt

Mail von EndeGelände:

„PRESSEMITTEILUNG

Schwedische Regierung verpatzt Chance zum Klimaschutz – Ende Gelände kritisiert Zustimmung zum Vattenfall-Deal

Berlin, 2. Juli 2016. Das Aktionsbündnis Ende Gelände kritisiert die Zustimmung der schwedischen Regierung zum Verkauf von Vattenfalls Braunkohlesparte an den tschechischen Investor EPH. Mit dieser Entscheidung setzt sich die rot-grüne Regierung über weltweite Proteste von Klimabewegung und namhaften Wissenschaftler*innen hinweg. Weiter lesen!

Änderungsvorschlag

Folgende Mail erreichte uns zur Resolution der Dürener Parteien:

„Nach eingehender Lektüre habe ich das Papier korrigiert:

Die in den Tagebauen von RWE begangenen Straftaten stellen, unbeschadet der Frage nach

Hindernissen der Strafverfolgung durch die vermeintliche oder tatsächliche Unmöglichkeit der Ermittlung von Grundwasserverseuchungen, illegalen Verkippungen, Vernichtung von wertvollen Lebensräumen, Bergschäden und Zwangsenteignungen eine Gefahr für die Existenz der Menschheit dar. Weiter lesen!