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Erneut Baggerbesetzungen in der Lausitz

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„07.12.2015 Unter dem Motto „DIGGER hier ist ENDE GELÄNDE!“ besetzten Aktvist_innen zwei Förderbrücken und einen Vorschnittbagger im Lausitzer Braunkohlerevier. In den Tagebauen Welzow-Süd und Jänschwalde verhinderten sie mit ihrer Aktion die Kohleförderung am heutigen Tag.

Anlass für die Aktion ist der Klimagipfel Cop21 in Paris. Die Aktivist_innen fordern einen Kohleausstieg statt halbgarer Kompromisse auf einem Gipfel.“

http://graswurzel.tv/p261.html

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  1. Aktionserklärung
    Baggerbesetzung in der Lausitz: Hier wird das Klima verhandelt!

    Das Jahr 2015 war das wärmste Jahr seit den Wetteraufzeichnungen. Von Dürren über Hitzewellen bis hin zu Überschwemmungen zeigt sich: Der menschengemachte Klimawandel ist Realität und verursacht schon heute massive soziale Verwerfungen und ökologische Zerstörungen – Tendenz steigend. Viele Millionen Menschen sind aufgrund der direkten und indirekten Folgen des Klimawandels auf der Flucht.

    Vom 30. November bis 11. Dezember finden in Paris die internationalen Klimaverhandlun-gen COP 21 statt. Wie bereits die vorherigen Gipfel wird dieser keine ausreichenden Ergebnisse oder einen rechtsverbindlichen Rahmen mit Sanktionsmöglichkeiten schaffen, um die Klimakrise zu überwinden. Stattdessen wird die Unvereinbarkeit von Klimagerechtigkeit und Kapitalismus und dessen inhärentem Wachstumszwang deutlich. Politisch zeigt sich dieser Widerspruch in den aktuellen Repressionen wie Demonstrationsverboten und Hausarresten in Paris sowie den Verhaftungen von Aktivist*innen des Hambacher Forst. Da die UN-Klimaverhandlungen die Ursache des Klimawandels – ein Wirtschaftssystem, das auf dem steigenden Verbrauch fossiler Brennstoffe fußt – nicht angeht, sind sie von Beginn an zum Scheitern verurteilt.

    Deshalb gehen wir dahin, wo der Klimawandel herkommt. Die Braunkohleverstromung ist für einen großen Teil der CO2- Emissionen in Deutschland verantwortlich. Wer Klimage-rechtigkeit ernst meint, muss die Kohle im Boden lassen.

    Deshalb nehmen wir den Klimaschutz selbst in die Hand und stoppen die Kohlebagger. Der Braunkohleabbau von Vattenfall ist legal, unser ziviler Ungehorsam jedoch legitim und notwendig, um unsere gemeinsamen Lebensgrundlagen zu schützen.

    Deshalb besetzen wir die Tagebaue in der Lausitz. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat jahrelang die Profite des Kohleabbaus eingefahren und will das Revier jetzt verkaufen und so die Kosten der Abwicklung abtreten. Das muss verhindert werden. Der Kohleausstieg muss in eine umfassende sozial-ökologische Transformation eingebettet sein. Dieser gesellschaftliche Wandel betrifft insbesondere die Bevölkerung vor Ort, die umgesiedelten Dörfer und die bei Vattenfall Angestellten, für die sich der Konzern angesichts des Verkaufs nicht interessiert. Profitinteressen dürfen niemals vor Menschen und Umwelt stehen!

    Deshalb kämpfen wir für eine postfossile Gesellschaft ohne Ausbeutung –
    hier und überall!
    Ende Gelände für Kohle und Kapitalismus!

    Einige Aktivist*innen von Ende Gelände

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