Jetzt: Rojava verteidigen! Berxwedan Jiyane!

Einladung zum Hambi-Unterstützungstreffen im Ruhrgebiet am 5.9.2018

Liebe Klima- und Gerechtigkeitsaktivist*innen
und alle, die es werden wollen,

Im Hambacher Forst und Umgebung rechnen die Menschen damit, dass in den kommenden Tagen und Wochen die Polizei weiterhin auf brutalste Weise versuchen wird, die Baumhäuser bzw. die Waldbesetzung komplett zu räumen. Wobei für eine Räumung bereits große Schneisen in den Wald geschlagen werden müssten, was einer vorzeitigen Rodung des Waldes gleichkäme. Zudem würde die Räumung der Besetzung es RWE wesentlich einfacher machen im Oktober den restlichen Wald umzuholzen. Das bedeutet für uns: Es kann bereits vor Anfang Oktober losgehen!

Bislang wurde nicht mit einer Räumung vor Oktober gerechnet. Die Hambi-Bewohner*innen, die lokalen Support-Strukturen im Rheinland, das Bündnis Ende Gelände und viele andere Gruppen planen und diskutieren im Moment über die neuen Entwicklungen.

Für uns im Ruhrgebiet stellt sich nun, deutlich früher als erwartet, die Frage:

Was können wir in und aus dem Ruhrgebiet tun, um den Hambi zu unterstützen?

Das wollen wir gemeinsam diskutieren bei einem Hambi-Unterstützer*innentreffen am Mittwoch, 5.09.2018 um 19 Uhr im Alibi in Essen, Holzstraße 12.

Es soll dort darum gehen, aktuellste Infos aus dem Rheinland (was passiert im Hambi,
was plant RWE und Landesregierung, was ist schon geplant?) zusammenzutragen, dann wollen wir gemeinsam überlegen:

1. Wann und wie können wir aus dem Ruhrgebiet eine koordinierte Anreise
organisieren und viele aus dem Pott mitnehmen?
2. Wie können wir uns von hier aus gut auf Aktionen im Wald vorbereiten
und welche Kommunikationsstrukturen brauchen wir dafür?
3. Was können wir hier im Ruhrgebiet tun, um Solidarität zu zeigen,
Polizei zu binden und RWE bzw. die NRW-Landes- und die Bundesregierung
öffentlich verantwortlich zu machen?

Gemeinsam und über verschiedene Spektren hinweg wollen wir Pläne dafür schmieden, wie wir den Wald verteidigen können.

Wie kann es sein, dass in Brandenburg hunderte Einsatzkräfte für den Erhalt eines Waldes kämpfen, während hier in NRW hunderte Einsatzkräfte für die Zerstörung eines einzigartigen und ökologisch wertvollen Waldes eingesetzt werden?! Während die Kohlekommission noch tagt, um über den Braunkohleausstieg zu entscheiden, provoziert der Energiekonzern RWE durch eine Räumung des Waldes eine taktische Eskalation.

Das werden wir nicht unbeantwortet lassen! Wir werden uns deshalb den Räumungs- und Rodungsversuchen mutig und entschlossen entgegenstellen!

Der Hambi wird gerade jetzt zu einem noch größeren Symbol: Nicht nur für die internationale Klimagerechtigkeitsbewegung sondern für alle, die das Grundrecht auf Protest, auf selbstbestimmtes Leben sowie eine lebenswerte Zukunft auf der Erde für uns und alle kommenden Generationen verteidigen wollen.

Wir können den Kampf noch gewinnen!

Es hängt davon ab, dass wir uns jetzt organisieren.

Also: Kommt vorbei oder schickt Delegierte aus euren Gruppen! Auch wenn ihr noch keinerlei Erfahrungen diesbezüglich sammeln konntet und/oder noch nie in einer Gruppe aktiv wart, seid ihr herzlichst eingeladen – das Streiten für eine lebenswerte Zukunft und eine bessere, gerechtere Welt braucht uns Alle!

Wann: Mittwoch, 05.09.2018 um 19 Uhr
Wo: Alibi, Essen, Holzstraße 12, von der U-Bahn Haltestelle Viehofer Platz 5 Min Fußweg
(http://alibi-essen.de/?page_id=18)

Kämpferische Grüße,
Klimavernetzung Ruhr

PS: Aktuelle Infos zum Wald findet ihr auch unter
https://hambacherforst.org/blog/

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hallo Zusammen.

    Warum fackelt Ihr die paar Bagger nicht einfach ab.
    Öl ohne Ende in den Dingern.
    Damit hat sich fürs erste(5 Jahre) das Problem in Luft aufgelöst.
    Oder glaubt Ihr, RWE fährt mal kurz nach Hornbach und kauf mal schnell ein paar Neue?
    Nur eine Idee. Aber nach Kant ein wichtiger Baustein unseres Seins.
    Rolf S. aus L.

  2. Nur mal so, warum ich nicht aktiv bin: friedlicher, faktenorientierter Protest hat noch nie etwas verhindert, höchstens verzögert. Die Arroganz der Macht siegt immer.

    Wer sie aber direkt angreift, hat phasenweise vielleicht eine Chance. Denn die Erfahrung lehrt ja, dass sich erst dann was ändert, wenn die jeweils Unbelehrbaren weggestorben sind…….

    Aber wird es dadurch besser? Hat man außer seine berechtigte Wut zu befriedigen, etwas erreicht? Naja, die nächste Generation der Machthungrigen wird womöglich tatsächlich einsichtiger, aber nur, was den viel zu späten Rettungsversuch unseres Planeten angeht. Dafür glauben sie (wirklich nur) beispielsweise (ja jetzt schon), dass es nötig ist, alles und jeden bis zum Stuhlgang überwachen zu müssen……

    Fazit: es war, ist und bleibt zwecklos. Unsere Spezies ist – verhaftet in ihrem freiwillig geübten Herdentrieb mit an der Spitze auf Dauer nur gewaltausübenden Verhaltensauffälligen und samt aller dazugehörigen, so schlechten Charaktereigenschaften – nicht in der Lage, das Richtige zu tun und das überall nachlesbare Wissen ganz schlicht und einfach nur umzusetzen. Besser also, es geht schnell und für die Milliarden und Abermilliarden Opfer der größten Plage aller Zeiten unter möglichst geringen Qualen. Aber nicht mal das wird was, die abnorme Gier der Verantwortlichen ist einfach zu groß. Leider!

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