Worum ging es nochmal bei der Waldbesetzung?
Das „Rheinbraun“-Braunkohletagebaugebiet erstreckt sich zwischen den
Städten des Ruhrgebiets im Norden, Köln im Südosten und Aachen im
Südwesten.
Es ist das Grösste Braunkohlegebiet in Europa und der grösste
Einzelemmitent von Kohlendioxid, welches den Klimawandel vorantreibt. Die
Tagebaue sind bis zu 480m tief und mehrere Kilometer breit und vernichten
vor Ort die Lebensgrundlage verschiedenster Lebewesen, wie etwa Wäldern
oder die Dörfer von Menschen.
Es entsteht mehr tief Lungengängiger Staub (Feinstaub) als ihn die
gesammte deutsche Autoflotte produziert. Dieser enthält dazu noch
radioaktive Anteile, denn es entweichen beim Abbau in den Tiefen, in
welchen gegraben wird, als Feinstaub Anteil Uran und seine Spaltprodukte
Radium ,Polonium und das schwere Gas Radon. Die Hauptwindrichtung des
Feinstaubs mit seinen Strahlenden Anhängseln ist nach Köln.
Videos:
auf dem Blog – leicht findbar:
Der Beginn der Besetzung:
vimeo.com/40460627

Seit heute morgen um 7:30 Uhr haben sich 3 Aktivist_innen an der Hambach-Kohle-Bahn festgekettet, nicht weit von der Waldbesetzung entfernt. Weitere Informationen hier:
Heute kletterten Anti-Kohle-Aktivist_innen dem Kundeninformationszentrum von RWE in Niederaußem auf’s Dach um gegen die Kohle- und Atompolitik des Konzerns zu protestieren und um Öffentlichkeit für die Klimacamps im August zu erzeugen. Das erste der Klimacamps findet vom 03. bis zum 13. August in Manheim, 3 Kilometer von der Waldbesetzung entfernt statt. Sie hissten ein Transparent mit der Aufschrift „Raus aus Kohle und Atom – Die Klimacamps im Rheinland und in der Lausitz stellen sich quer!“ Nach 2 Stunden kamen die Aktivist_innen wieder runter. Die Personalien wurden von der Staatsmacht aufgenommen und RWE hat Anzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt.
Nachdem vergangenen Samstag der Tagebau Mainshill im schottischen Kohlegebiet South Lanarkshire durch eine Massenblockade, für einen gesamten Tag stillgelegt wurde, traf es am Montag morgen mit dem Broken Cross Tagebau einen weiteren in der Region. Für ein einhalb Stunden wurde die Zufahrt blockiert durch Aktivist_innen, die sich in Beton-Lock-ons festgekettet hatten. Erst nachdem diese aufgebrochen wurden konnte die Zufahrt wieder freigegeben werden und der Tagebaubetrieb wieder aufgenommen werden. Die Polizei handelte bei der Räumung wie die private Security des Tagebaubetreibers „Scottish Coal“. Der Polizeichef wies Arbeiter_innen der Miene an, die festgeketteten Aktivist_innen von der Straße zu ziehen, obwohl ihre Arme in schweren Betonröhren steckten, die je 50 kg wogen. Ein Aktivist wurde bei diesem Vorfall verletzt.