Alle Jahre wieder….

Wie alle Beiträge auf diesem Blog gibt auch dieser zunächst mal nur die Meinung der Person(en) wieder, von der er geschrieben wurde. Das ist dann EINE Meinung, die nicht unbedingt die Meinung der Mehrheit widerspiegelt. Manche rufen bei solchen widersprüchlichen Themen sofort nach Distanzierung. Das ist nicht unsere Art. Distanzierung heißt ja, den Abstand betonen. Wir wollen lieber das ganze Meinungsspektrum im Braunkohlewiderstand abbilden und es den Kommentaren überlassen, den jeweiligen Abstand oder die Nähe zum hier Geschriebenen zu definieren. Die Kommentare zeigen, wie sehr die Meinungen bei diesem Thema auseinander gehen.

Aktuell läuft mal wieder eine weitere Folge der „Gewaltdebatte rund um den Hambacher Forst“.
Bezogen wird sich darin auf militante Aktionen in den letzten Tagen.
Diese Diskussion ist keine neue, im Gegenteil. Es ist die selbe Debatte wie vor 1,2,3…… Jahren, die selben Argumente vom guten/friedlichen und dem bösen/gewaltvollen Widerstand. Nix neues. Weiter lesen!

Dear Life, i want my Meadow back – Persönliche Perspektive einer Aktivistin auf die Ereignisse der letzten Monate – Achtung, Gefühle!

Mit dem Rodungsstop für voraussichtlich mehrere Jahre, haben wir einen riesigen Sieg errungen. Warum also trauere ich?

Triggerwarnung: Polizeigewalt, psychische Gewalt, psychische Folgen von Gewalt, Suizid(versuche), der Tod von Steffen, Sex, Emo-Zeugs generell

Spätestens seit dem 28. August dieses Jahres haben sich die Ereignisse im Hambacher Forst überschlagen, und erst Mitte Oktober ist langsam wieder Ruhe eingekehrt, zumindest sind die Veränderungen und Ereignisse nicht mehr ganz so sichtbar. In der Zeit ist sehr viel passiert und vieles davon ist in der öffentlichen Wahrnehmung nicht sichtbar. Und überhaupt keine Beachtung findet die Frage, wie es mit all den Ereignissen und all den Veränderungen eigentlich den Aktivistis geht. Ich möchte hier eine sehr persönliche und emotionale Perspektive auf den „Hambacher Herbst“ darstellen und hoffe, dass andere meinem Beispiel folgen und es Lesis möglich machen, einen Blick hinter die Kulissen und unter die Vermummungen zu werfen. Weiter lesen!

Stellungnahme zum Polizeieinsatz vom 22.11.18

Am 19. November konfrontierten Aktivistis bei einer Fragerunde zum Thema Sicherheit den nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul mit Themen aus dem Hambacher Forst.
Mehr dazu hierInnenminister bleibt Antworten zu Polizeigewalt schuldig.
Die Antwort folgte prompt am Donnerstag, dem 22.11.2018 in Form eines unverhältnismäßigen Polizeieinsatzes. Die Pressemitteilung der Polizei Aachen haben wir uns dazu mal genauer angeschaut und der Wahrheit angepasst. Jeder Kommentar bezieht sich weitgehend auf jeweils dazugehörige Abschnitte aus der Pressemitteilung.
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Für Kohle und Atom wird über Leichen gegangen…

Hier ein Artikel von Cécile, unter dem Titel „Ob CASTOR oder KOHLE-Protest: Passt aufeinander auf!“
auf ihrem Blog veröffentlicht:

Die Aktion zweier Kohlegegner*innen hat im Rahmen von Ende Gelände besondere Aufmerksamkeit erhalten. Die Aktivistis gehörten zu einer kleinen autonomen Aktionsgruppe, sie ketteten sich an den Schienen der Hambachbahn und hielten somit für mehrere Stunden einen Gefangenenzug auf und die Kohlebahn blieb dicht. Weiter lesen!

Waldbesetzung umsonst? Von Gerichtsurteilen und Widerstand

„Jetzt haben wir sechs Jahre den Wald besetzt und es hat nichts gebracht. Ein Gericht hat die Rodung gestoppt, nicht wir.“ – Meinungen in dieser oder ähnlicher Form haben wir von einzelnen aus dem Wald gehört und waren doch eher erschrocken. Was auf den ersten Blick logisch klingen mag, verkennt die Wirkung von Widerstand und die Wechselwirkung mit der öffentlichen Meinungsbildung. Unsere Überzeugung ist, dass es ohne die Waldbesetzung niemals zu dem Gerichtsurteil gekommen wäre, welches die Rodung vorerst gestoppt hat. Diese These werden wir anhand historischer Beispiele und grundsätzlicher Überlegungen zu Herrschaftssicherung näher begründen.

Historische Beispiele

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6,5 Mrd. Euro Stromsubventionen für die Industrie durch überhöhte Strompreise für Privatkunden? Sache RWE Power AG gegen Claßen, Az.:65.04.2r 255-1-1,Einleitung des bergrechtl.Grundabtretungs-(=Enteignungs-) verfahrens gem. §§ 77 ff BBergG

„Sehr geehrter Herr Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg, sehr geehrter Herr Vogel,

nach dem Geschäftsbericht der RWE AG für das Jahr 2017, Seiten 44 und 45, belief sich der durchschnittliche Strompreis im Jahr 2017 auf 12,127 Cent je verkaufter Kilowattstunde.

Bei diesem Preis (12,127 Cent je Kilowattstunde) würde RWE aus dem Verkauf von Strom an Privat- und Kleinkunden nur Erlöse in Höhe von rd. 6,137 Mrd. Euro (tatsächlich: 12,650 Mrd. Euro, ca. 25 Cent je Kilowattstunde) erzielen, aus dem Verkauf von Strom von Industrie- und Großkunden indessen Erlöse von rd. 25,528 Mrd. Euro (tatsächlich: 19,015 Mrd. Euro, 9 Cent je Kilowattstunde) erzielen, insgesamt 31,665 Mrd. Euro (vgl. Geschäftsbericht der RWE AG für das Jahr 2017, Seite 45, Absatz 1, Satz 3). Weiter lesen!

Es ist erst mal wieder ruhig im Wald – Ein Zwischenbericht

Liebe Hambis, diese Nachricht habe ich gerade meinen Schwager geschickt. Sie bedarf keiner weiteren Erklärung:

Hallo X, wie ich hörte, machst du dir Sorgen um den Müll im Hambacher Wald. Zu Recht. Anders als die Polizei verbreiten ließ, ist er durch die Räumungen entstanden, als die Baumhäuser mitsamt Einrichtung auf dem Waldboden verstreut wurden, darunter auch Fenster. Aber es wurde inzwischen etwas unternommen. Das hier war eine Meldung vom 14. Oktober auf Twitter:

Heute war #Hambiputz @Oaktown1312 ist voll Scherben. Helft Clumsy & Co mit Baubesen, Schaufel, Rechen, Schubkarre, evtl.Sieb, feste Tüten o.Ä., Handschuhe. Scherben haben wir erstmal an einer Stelle gesammelt. #HambacherWald #Hambibleibt.

Da sind ja viele Leute, die zumindest im nicht enden wollenden Sommer barfuß herum laufen. Du kannst dir alle Bilder von vor der Räumung ansehen: nirgendwo auch nur ein Fitzelchen Müll.

Die Fledermaushöhlen sind inzwischen auch wieder frei. https://hambacherforst.org/blog/2018/10/11/fledermausaktion/ Weiter lesen!

Die Kohlebahn

Dokumentation eines Artikels im Grünen Blatt Nr. 2011/2:
www.gruenes-blatt.de/index.php/2011-02:Die_Kohlenbahnen

Aktionen auf Gleisanlagen

Aktionen auf Gleisanlagen haben eine lange Tradition in der Anti-AKW-Bewegung. Die Castortransporte haben sich als eine Art Archiles-Ferse der Atomindustrie entpuppt, wie die Bewegung in die laufenden Prozessketten der Atomindustrie eingreifen kann. Als Reaktion auf die Proteste gegen die Atomtransporte wurden unter Rot-Grün(!) die Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten errichtet, um die nötigen Transporte so stark wie möglich zu minimieren. Die verbleibenden Castortransporte z.B. ins Wendland haben sich weiter zu Widerstandskristallisationspunkten entwickelt. Dabei sind verschiedenste Aktionsstrategien zum tragen gekommen, um die Transporte zu blockieren, zu erschweren und ihren materiellen, aber insbesondere auch ihren politischen Preis in die Höhe zu treiben, um so die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Problem der Atomkraft allgemein zu lenken. Von Sitzblockaden, Schienenspaziergänge über Schotteraktionen bis hin zu weiteren kreativen Aktionsformen zur Störung des Bahnverkehrs insbesondere der Castortransporte.
http://www.ausgeco2hlt.de/klimacamp/wp-content/uploads/2013/08/2013_Gleise.klein_.jpg
Um diesen reichen Erfahrungsschatz für die noch junge Anti-Braunkohle-Bewegung nutzbar zu machen ist es sinnvoll sich mit den technischen und strategischen Bedeutung der Schwerlastbahnen im Rheinischen Braunkohlerevier auseinander zu setzen. Hierzu möchte der folgende Artikel einen Beitrag leisten. Read on »

50.000 feiern den Rodungsstop – Wald wird wieder besetzt und Bagger blockiert

Die Demonstration, die von der Polizei verboten wurde, zog mehr als 50.000 Menschen an, die das zweite Jahr in Folge feierten, als die Abholzung von B.U.N.D. gerichtlich blockiert wurde und Tausende von Aktivisten sich zur Verteidigung des Waldes aufstanden und Widerstand gegen RWE leisteten. Weiter lesen!