HAMBI (RE)BUILDING DAYS [DEU/ENG]

APRIL 10-19, 2026

Die Megamaschine muss sich stetig ausbreiten, sonst kollabiert sie. So kam es, dass der Hambacher Wald (an sich schon ein Überbleibsel eines viel größeren, alten Waldes) durch die Ausbreitung eines riesigen Kohletagebaus fast komplett zerstört wurde. Nur ein kleiner Teil des Ökosystems blieb übrig, und auch das nur auf Grund des starken Widerstandes, der sich um die Waldbesetzung seit 2012 etablierte.

Der Hambi ist ein zentraler Ort für antikapitalistische und radikale Umweltkämpfe in Europa gewesen. Die hier entstandene Besetzte Zone, ist in ihrer Größe vergleichbar mit der ZAD Notre-Dame-des Landes oder mit Exarcheia in Athen. Auch diente der Hambi als Ausgangspunkt für viele andere Landkämpfe in Deutschland, wovon Lützerath oder der Dannenröder Wald die bekanntesten Beispiele sind.

All diese hier genannten Orte des Widerstands wurden seit dem geräumt. Aber der Hambi ist bis heute ein autonomer, gesetzloser Raum wo wir tun was wir wollen. Statt von außen zerschlagen zu werden, wurde der Hambi schlicht vergessen – sowohl von Gefährt*innen als auch von der Gesellschaft – seitdem der angebliche Kohleausstieg verkündet wurde. Es wäre ein komischer Schluss für diesen Kampf in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Der Hambi wurde nie “gerettet”. Statt direkt gefällt zu werden, ist er verurteilt zu einem langsamen Tod. Angrenzend befindet sich der größte Tagebau ganz Europas, der sich stetig weiter ausgebreitet und dem Wald das Grundwasser stiehlt. Die Region soll weiter ausgebeutet werden & in ein Öko-Yuppie-Resort verwandelt werden, sogar mit einem Yachthafen. Und außerdem ist der Staat, in Zeiten der Militarisierung und verstärkter Gier nach Ressourcen, nur eine Wahl davon entfernt den Kohleausstieg zu vergessen und den Rest des Waldes platt zu machen.

“Von der Kohle zur KI” betitelt die Umstrukturierung der Macht, die sich in der Region rund um den Hambacher Tagebau abspielt . Microsoft baut mehrere Rechenzentren an der Ostseite des Tagebaus und versucht damit das “Silicon Valley Europas” zu etablieren.[1] In Jülich, auf der Westseite des Tagebaus, wurde vor kurzem Europas leistungsfähigster Computer eingeweiht – ein Symbol für Deutschlands Einstieg in das Rennen der KI-Aufrüstung.[2] Noch näher an der Besetzung, in Morschenich-Alt, träumt der lokale Bürgermeister davon den “Ort der Zukunft” zu bauen, einen Hotspot für neokoloniale Tech-Firmen.

Jetzt ist nicht die Zeit den Hambi zu vergessen. Wir rufen alte und neue Freund*innen auf zu uns zu kommen: Zieht her, beteiligt euch am Wiederaufbau der Besetzung. Das Leben im Wald mit allem Wandel in den Jahreszeiten kann herausfordernd sein. Aber es bietet auch einmalige Möglichkeiten soziale & physische Strukturen aufzubauen, befreit von den Regeln die von uns in der Außenwelt abverlangt werden.

Unsere Tür ist immer offen. Mit diesem Aufruf laden wir euch aber besonders zu einem Event diesen Frühling ein. Dort wollen wir Strukturen renovieren, die Strukturen abbauen, die abgebaut werden müssen, und vielleicht etwas Neues bauen, abhängig von unseren Bedürfnissen zu dieser Zeit. Auch werden wir Müll einsammeln im Wald und von den Bäumen die einmal besetzt waren.

Wie bei unseren vielen Skillshares soll es auch dieses Mal Raum geben für Workshops, Beiträge und was sonst noch geteilt sein will. Es ist auch eine gute Gelegenheit über unsere Vorstellung für die Zukunft der Besetzung zu reden. Und am 14. April gibt es guten Grund zu Feiern: den 14. Geburtstag der Besetzung!

Tolle Mitbringsel für uns sind: Baumaterialspenden, besonders Planen (LKW-Planen, keine Gewebe-Planen, die vergiften wenn sie sich zersetzten den Wald), Werkzeug und natürlich veganes Essen für die KÜFA.

Für Anarchie und Hochverrat!

einige Waldbewohner*innen

p.s.: Wir laden euch ein, den Aufruf zu Übersetzten und in weiter Ferne zu verbreiten.

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The megamachine must expand constantly or else collapse. So it came to be that the Hambacher Forest, already a leftover from a much vaster ancient woodland, was almost completely destroyed by the expansion of a huge coalmine, the largest in Europe. Only a small portion of the habitat was spared, owing to fierce resistance centred around numerous occupations of the forest, starting in 2012.

The Hambi has been a focal point for anti-capitalist and radical ecological struggle in Europe. The autonomous zone opened up here is comparable in size to the ZAD of Notre-Dame-des-Landes and Exarcheia in Athens. Hambi also served as a key predecessor for many other land struggles in Germany alone, of which Lützerath and the Dannenröder Wald are but the two best known examples.

All the sites of resistance explicitly mentioned here, however, have since been evicted. Yet Hambi remains autonomous to this day, a lawless place where we can do what we want. Rather than being crushed outright, Hambi has mostly been forgotten about – both by comrades and broader society – since the supposed coal-exit was announced. It would be a strange conclusion for this struggle to wither into irrelevance.

The Hambi was never “saved”. Instead of being logged directly, it was sentenced to the slow-death of having its ground water stolen by a toxic pit which continues to expand. There are plans to further exploit the region by turning it into an eco-yuppie tourist resort, complete with a yacht harbour. And in times of militarisation and increased resource scarcity, the state is only an election away from forgetting about the coal-exit and finishing off what remains of the woodland.

Moreover, the Hambach Mine is at the centre of power’s restructuring, in its own words “from coal to AI”. Microsoft is building multiple data centres on the east side of the mine, attempting to establish what some are calling the “Silicon Valley of Europe”.[3] On the west side, in Jülich, the most powerful computer in Europe has recently been installed, symbolising Germany’s entry into the AI arms race.[4] Even closer to the occupation, in Morschenich-Alt, the local mayor rattles on about building the “village of the future”, a hotspot for neocolonial tech firms.

Now is not the time to forget about the Hambi. We are calling on friends old and new to join us here, settle in, and participate in the regeneration of the occupation. There are challenges to living in a forest through the seasons. But it is also a unique living opportunity, in which structures – social structures as well as physical infrastructure – can be built free from the rules imposed by the outside world.

The door is always open to outsiders. Though with this call we invite you specifically to an event this Spring. It would be a great moment to renovate structures, deconstruct those which need it, and maybe also to build something new, depending on our priorities at the time. There is trash to collect, too, including from trees which were once occupied.

This will also be a moment to propose workshops and other happenings, as we have done at skillshares here many times before. It would be a good opportunity to talk about visions for the future of the occupation. And on April 14th, we have the 14th anniversary of the occupation itself to celebrate.

Donations of building materials would be great, especially tarps (truck tarps, no woven tarps please, they poison the forest). Tools would also be nice. Feel free to bring some vegan food for the collective kitchen.

For anarchy and high treason!

some forest dwellers

p.s. We invite you to translate and spread this call far and wide.

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[1] https://news.microsoft.com/de-de/ki-rechenzentren-fuer-das-rheinische-revier-und-ganz-deutschland-microsoft-stellt-plaene-in-nrw-vor-und-startet-qualifizierungsoffensive/

[2] https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2025/supercomputer-jupiter-erreicht-rekord-rechenleistung-in-europa

[3] https://www.datacenterdynamics.com/en/news/microsoft-to-build-data-center-in-elsdorf-germany/

[4] https://www.fz-juelich.de/en/news/archive/press-release/2025/jupiter-supercomputer-propels-european-computing-power

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In die Mühlen der Behöden und Verwaltungen, Bürokratiehihi

Dass das Sündenwäldchen gerodet wurde soll nicht einfach ohne Konsequenzen bleiben! Die Rodung hat den Biotopverbund in der Jülich-Zülpicher Börde faktisch unterbrochen, das Baggern an der „Manheimer Bucht“, all die wüste Zerstörung von Obstwiese bis Fließ und was alles noch folgen soll…

Eigentlich müsste doch mittlerweile klar sein, dass das mit dem Hambacher Loch so nicht weiter gehen kann. Die Pläne sind veraltet, es gab zu Genehmigungszeiten viele Naturschutz und Klimaschutz relevanten Erkenntnisse noch nicht. Es gibt doch jetzt sogar schon Abkommen und Richtlinien und alles mögliche. Nichts davon wurde in die aktuelle Rahmenplan-Genehmigung einbezogen.
Also! Eventuell hat sich da eine Schwachstelle aufgetan! Einfach mal bei den Behörden beschweren.
Hier also wird eine Möglichkeit beschrieben, auf juristischem Weg Einfluss zu nehmen.
Jede Person, Initiative, Verband, egal ob mit oder ohne eigener Betroffenheit kann bei einer dieser Behörden etwas „anzeigen“ auf Grundlage von BNatSchG §17 Abs.8 und §21
und dem allgem. Verwaltungsrecht.

Es ist keine Klagebefugnis notwendig.
Die Behörde muss das prüfen und entscheiden.
Wenn sie ablehnen kann Widerspruch eingelegt werden und es ist eine Klage möglich!

Los gehts!

Stadt Kerpen, Amt 25.1
MSalewski@nullstadt-kerpen.de
APal@nullstadt-kerpen.de

Bezirksregierung Köln (höhere Naturschutzbehörde)
marco.schlaeger@nullbezreg-koeln.nrw.de
Tel: +49 221 147-2373

http://www.lanuk.nrw.de/
Servicenummer Öffentlichkeitsarbeit und Bürgertelefon:
Fon: 02361 305 1214
Fax: 02361 305 1641
buergeranfragen@nulllanuk.nrw.de

So kann es gehen:

Mail Empfänger: …

Betreff: Antrag auf behördliches Einschreiten (Naturschutzrecht)

Beispieltext:

Guten Tag,

ich/wir möchte Ihnen folgende Naturschutzfrevel bekannt machen:
Ein 6 ha großes Waldstück bei Manheim-Kerpen wurde am 30. und 31.1.2025 und der Rest am 18.11.2025 gerodet. Dies passierte im Auftrag von RWE unter Hilfeleistung der Polizei.
Weiter wird am Tagebau Hambach eine Schneise in Richtung Manheim gebaggert, die nicht für den weiteren Betrieb des Tagebaus, also zur Kohlegewinnung notwendig ist.
Die Biotopvernetzung zwischen Steinheide und Hambacher Wald wurde und wird damit zerstört. Auch die Rodung der Vegetation entlang des Manheimer Fließes, die die Trittsteinvegetation unter anderem für Fledermäuse, Vögel und Haselmäuse ist, stellt ein artenschutzrechtliches Vergehen dar.
Das wichtige, diverse, funktionierende Ökosystem des Sündenwaldes mit über 100 Fledermaus-Habitatbäumen ist vernichtet worden. Das waren Quartiere der Bechsteinfledermaus, einer streng geschützten Fledermausart, die unter besonderem Schutz in der EU steht und für die Deutschland eine besondere Verantwortung hat.

Diese Naturshutzrechtlichen Vergehen werden hiermit bekannt gegeben und beinhalten auf folgender Rechtsgrundlage die Pflicht der Behörde tätig zu werden.

§17 Abs.8 BNatSchG
§21 BNatSchG
allgem. Verwaltungsrecht

Ein Zitat: „Das vorliegende integrierte Biotopverbundkonzept für das Rheinische Revier der drei Naturschutzverbände ergänzt das vorliegende Biotopverbundkonzept des Landes NRW. Es soll damit konkret helfen, die Biodiversitätsstrategie NRW, die Braunkohle-Leitentscheidung für das Rheinische Revier, die Klimaanpassungsstrategie des Landes NRW, die UN sustainable development goals sowie die internationale Vereinbarung zum Schutz der Natur („Kumming-Montreal Global Biodiversity Framework“ , 30% Ziel) umzusetzen.
https://www.bund-nrw.de/themen/braunkohle/im-fokus/biotopverbund-rheinisches-revier/

Sie werden hiermit dazu aufgefordert im beschriebenen Sachverhalt tätig zu werden und mir/uns darüber Bericht zu erstatten.

MfG

 

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Unerträglich

Seit der Sündi-Räumung frönt der Bagger extrem fleißig seinem Zerstörungswerk! Es fällt sehr leicht diesem Monstrum ein Eigenleben und menschliche Eigenschaften zuzusprechen, denn so davor stehend wirkt alles irgendwie unwirklich und gleichzeitig ganz schrecklich real.

Ich wünsche mir, der Bagger würde wirklich ein Eigenleben führen, würde erkennen und begreifen, was er da tut. Dann würde er nämlich damit aufhören an dieser Stelle Richtung BUND-Wiese zu baggern, dann würde er sich umdrehen und abdrehen und auf der anderen Seite des Tagebaus die Abraumhalde wieder ins Loch baggern. Er würde versuchen alles wieder gut zu machen, was er angerichtet hat! Der Bagger würde sogar bis nach Essen zur RWE Hauptzentrale fahren und dort aus lauter Protest gegen RWE ein großes Loch baggern und dann rufen: „das habt ihr jetzt davon“

Mensch wird ja noch träumen dürfen…

Aber dabei nie vergessen, dass hinter dieser riesigen Maschine ein Mensch, im weiteren Sinn sogar viele Menschen sitzen und stehen. Und dass die einfach nicht zur Vernunft kommen, das ist wirklich UNERTRÄGLICH!

 

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Es war einmal…

Es war einmal ein kleiner, alter, wunderschöner Wald… Der war mal Teil eines großen, alten wunderschönen Waldes…

Und dann hat rwe einfach alles platt gemacht und abgebaggert für ihren eigenen Profit.

 

Wir sind traurig und wütend und noch viel mehr, aber deshalb geben wir noch lange nicht auf!

rwe – raus aus den Köpfen!

rwe muss weg, rwe muss weg, rwe in den Dreck!

 

Sündi ist in unseren Herzen, so wie Hambi in unseren Herzen ist!

Und unsere Widerständigen Herzen sind nicht Räumbar!

 

Tausend Dank an Alle, die hier gemeinsam gekämpft haben, tausend Dank für All die vielfältige Unterstützung!

 

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Sündenwald wurde geräumt und gefällt

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
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Der wertvolle Boden vom Sündenwald wird jetzt unwiederbringlich zerstört.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Keine Waldvernetzung zwischen Steinheide und Hambi mehr möglich.

Danke an die grüne Partei mit dem „Umweltminister“, der keine Ahnung von der Bechsteinfledermaus hat und sich das Biotop Sündenwald, mit über 100 Fledermausbäumen (viele mit mehreren Höhlen) nicht einmal angeschaut hatte.

Geld und Macht verderben halt den Charakter.

So ist vom rwe-Vorstand und den Parteien nichts anderes zu erwarten.
Wann legen wir diesen Lebensvernichtern ihr Handwerk still?

 

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Baggerblockade Tag 8

Update 19.11.2025

Die Besetzung des Sündis wurde geräumt.
Alle Bäume sind dort gefällt.
Der wertvolle Boden mit all den Lebewesen, seltenen Pilzen, Käfern, Larven… wird von rwe zerstückelt und zerstört werden.
Wegen den Ereignissen der letzten Tage hatten wir zu viel um die Ohren um den Blog gut zu versorgen.

Uüdate 17.11.2025

Der Absetzer ist wieder in Betrieb. Siehe Foto

Hier noch das Foto vom 16.11. ohne Beleuchtung.
Die roten Lichter rechts davon sind Flugfeuer der Windanlagen.

(Sonntag, 16.11.2025)

Der Bagger 290, der das Manheimer Loch baggern soll, ist blockiert.
Grund dafür ist der Sündi, bzw. die Besetzung und der Widerstand und die bekannte Sturheit von rwe.

Nachdem der Bagger am Freitag, 7.11.2025, wieder vor den Sündenwald gefahren wurde und alle weiteren Transportstrukturen eingerichtet waren, gab es vom Samstag an eine Woche Arbeits-show. Es sah so aus, als wenn er arbeiten würde, aber es landete meist kein Aushub auf dem Band. Das Schaufelrad schaufelte Luft.
Oder es waren ein paar Stunden Pause um dann ein paar Minuten das Schaufelrad zu bewegen. Freitag tat der Bagger den ganzen Tag sehr beschäftigt um dann Abends schließlich komplett zu Ruhe zu kommen. Wie lange das anhalten wird wissen wir natürlich nicht.
Aber:

Wir können Baggerblockade Tag 8 ausrufen!

Warum ist der Bagger blockiert?
Ganz im Osten der Grube hat rwe sich einen Weg am Grubenrand entlang, zwischen der Kreisstrasse und dem Sündi, gebaut. Da wurde auch eine Rampe aus dem Tagebau nach oben gebaut. Das Gebiet wird also noch gebraucht werden.
Westlich anschliessend kommt der Sündi selbst. Der ist bekanntlich besetzt.
Weiter Richtung Westen gibt es noch einen kleinen Bereich, der abgebaggert werden könnte. Die Archäologen sind dort wohl fertig.
Allerdings sind dort noch Kabel und Pumpenrohre verlegt. Es stehen noch Container und andere Sachen herum. Also ist das Gebiet auch noch nicht zum abbaggern bereit.

Der große Bagger kommt im Moment nicht an Manheim dran!
Der Sündi blockiert das Zerstörungswerk von nrwe!

Das Blockieren ist sehr effizient! Seit gestern abend ist auf einmal auch der oberste Absetzer auf der Sofienhöhe abgeschaltet. Erst der Bagger 290 vor Manheim, dann der Absetzer auf der Sophienhöhe… Damit ist für alle die es sehen wollen ersichtlich, dass das Material aus der Manheimer Ecke direkt nach oben auf die Sofienhöhe kommt und nicht (so wie behauptet wird) etwa zur Böschungsstabilisierung bei Elsdorf genutzt würde. Sonst wäre ja dieser andere Absetzer ausser Betrieb und nicht der auf der Sofienhöhe.

Was will rwe mit der temporären Stillegung von Bagger und Absetzer erreichen? Wir können vermuten, dass rwe Druck aufbauen will: Druck auf die Politik („seht her, wir machen Verluste und können nicht weiterarbeiten…“) Druck auf die Belegschaft („diese Umweltschützer bedrohen eure Arbeitsplätze…“)
Wenn die Chefetage von rwe nur nicht so stur und unbelehrbar wäre, dann könnten sie den Bagger 290 schon jetzt Richtung Binnenkippe fahren. Links herum oder rechts herum ist egal. Das kann rwe dann ja bestimmen und nicht einfach nur sagen, dass das gar nicht gehen würde. Lächerlich!
Rwe hat schon Bagger aus anderen Tagebauen über Autobahnen fahren lassen. Alles möglich wenn rwe das will.

Wir verstehen auch gar nicht, warum sich die Gewerkschaft BCE (Bau-, Chemie- und Energiewirtschaft) gegen zukunftsgewandte Arbeitsplätzchen wehrt:
Wenn die Abraumhalde wieder ins Loch kommt (so wie es auch das Berggesetz eigentlich vorsieht), sind die Arbeitsplätze im Tagebau bestimmt bis 2050 gesichert.

Das beste ist, dass die freiwerdende Fläche
Wenn die Binnenkippe und großteils die sogenannte Sophienhöhe wieder im Loch verschwunden sind, werden die Flächen unter den Halden wieder nutzbar. Als Fläche oder für die Gewinnung von Kies und Sand zur Stabilisierung der Böschung. Die ältesten Renaturierungen können erhalten werden, wenn die sogenannte Sophienhöhe nur ein drittel der Höhe behält. Dann werden ca. 3/4tel des Abraums wieder verfügbar und die benötigte Grundfläche für die Kippen verkleinern sich auf die Hälfte (Sofienhöhe) bzw. auf 0 (Binnenkippe)
Wenn das verbleibende Restloch zum See werden würde, wäre es trotzdem ein sehr großer See.

Rwe bekommt jetzt bis 2030 insgesamt 2,6 Milliarden Euro Zuschüsse. Ausgeschrieben, damit mensch das mal vor Augen hat: 2.600.000.000 €. Das bekommt rwe für den vorzeitigen Kohleausstieg in 2030. Da werden doch so ein paar Baggerjahre noch drin sein um vernünftig mit dem Tagebau-Loch umzugehen. Zumal bei dieser Lösung auch die umliegenden Grundwasserleitungsschichten zum großen Teil erhalten werden können.

Eventuell ist ja mit dem neuen SPD-Bürgermeister in Kerpen eine neue, eine vernunftbasierte Politik eingekehrt?
Warum sollte die Gemeinde Kerpen weitere 240 ha gewachsene Gemeindefläche verlieren? Bis jetzt nur, damit Elsdorf eine künstliche, 20 ha kleine Insel im Stinketümpel Hambach bekommt?
Wer bezahlt eigentlich dafür, dass dort eine Insel entsteht? Die Gemeinde Elsdorf? Der Bürgermeister von Elsdorf persönlich, der mit dieser Schnapsidee plötzlich daher kommt?
Bergbaulich erforderlich ist die Insel nicht und damit ist auch die Abbaggerung von Manheim nicht erforderlich!

Die See-Erzählung von nrwe ist eine andere Geschichte.
Über dieses Märchen schreiben wir ein anderes Mal.

Kommt vorbei und werdet Teil der längsten Blockade von rwe.
Es gibt die Waldbesetzung und zwei Mahnwachen und deine eigene Aktion gegen rwe.

 

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Jede Veröffentlichung auf dem Blog drückt die Meinung der jeweiligen Autor*innen aus, nicht der gesamten Besetzung.

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Akute Räumungsgefahr im Sündi

Räumungsvorbereitung in den letzten Zügen

RWE hat heute eine Zufahrt von der Landstraße zum Sündi befahrbar gemacht. Auch die Zufahrt aus der Grube über die Rampe wurde fertiggestellt.

Wie bereits getickert sind Cops und Secus mehrfach im und am Barrio gewesen, haben Barrikaden zerstört, Wege zum Sündi und Rampen aus dem Tagebau vorbereitet. Hebebühnen, Baustrahler, Bauzäune, Sanitäranlagen und Baumaschinen sind bereits angeliefert und ausprobiert worden.

Diese Woche war vermehrte Einsätze von Cops, Secus, Helikoptern und Drohnen zu beobachten.

Damit ist die Möglichkeit jederzeit mit der Räumung zu starten geschaffen. Bereits vor der eigentlichen Räumung können noch Maßnahmen erfolgen, z.B. Zäune stellen, Straßensperren errichten, Barrikaden räumen oder Schneisen schlagen.

Kommt jetzt zum Sündi. Wir freuen uns über jede Form von Support. Es gibt zwei angemeldete Mahnwachen als legale Anlaufpunkte. Besteht darauf dorthin durchgelassen zu werden. In letzter Zeit gab es keine systematischen Versuche Menschen den Zugang zu verwehren aber das kann sich jederzeit ändern. Wer einen Schlafplatz im Wald oder an einer der Mahnwachen sucht wird einen finden.

Another world is possible!
Gegen Ausbeutung von Menschen und Zerstörung der Lebensgrundlagen für ein gutes Leben für alle.

Sündi bleibt! Hambi bleibt!

einige Menschen aus den Wäldern

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Ein nächster Spielzug, ein neuer Streich auf der Seite des Widerstands:

Seit Sonntag den 19.10. um 12 Uhr gibt es eine weitere Mahnwache gegen Landraub, Naturzerstörung und Grundwasservergiftung.
Die BUND-Wiese zwischen dem (Rest-)Sündenwäldchen und dem (Rest-)Hambiwald direkt am Rand der Grube darf diese beherbergen.
Eine weitere Perspektive auf die Zerstörung von rwe ist eröffnet, hier können Menschen mal kurz rasten und sich informieren. 24/7 kann Mensch sich hier vor Ort ansehen, wie nrwe daran arbeitet unsere Lebensgrundlagen zu vernichten.

Die offizielle Zuwegung führt über Manheim-Alt, wo sich in der Esperatostraße bereits eine Mahnwache etabliert hat. Die Forsthausstraße Richtung Tagebau (Norden), gradewegs am bewachten Käfig von rwe Baumaschinen vorbei, der Straße folgen, bis zur Waldspitze, dann rechts, die nächste links, eine schlangenförmige Kurve durch das Matschloch (die alte A4) und schon seid ihr hier.
Am Käfig von rwe nicht irritieren lassen von den rotweißen Absperrungen oder dem Einfahrt verboten Schild. Wenn ihr uns besuchen wollt, ist das der offizielle Zuweg.

!Wichtig! Ihr habt außerdem ein Recht darauf zu einer angemeldeten Versammlung zu gelangen.
Weder Secus noch Cops dürfen Menschen davon abhalten zur Mahnwache zu gehen.

Und Achtung! Die Forsthaustraße hat seitlich große Löcher, die nicht abgesperrt sind. Bitte mittig auf der Straße fahren, da ist es sicher.

Hier noch die Koordinaten der Mahnwache auf der BUND-Wiese: 50°53’31“N, 06°25’13“E

die Aktionskarte mit dem Standort der BUND-Wiese findet ihr auch hier: https://hambacherforst.org/blog/2025/09/09/aktionskarte-suendenwald/

hier noch zwei aktuelle Bilder:

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💥Räumungsvorbereitungen im Sündi💥

Heute (15. Oktober) gab es unliebsamem Besuch von unliebsamen Berufsgruppen. RWE–Securities und Cops kamen ins Barrio: Geschützt von einer Hundertschaft sammelten Einsatzleitung und Klettercops Infos und Fotos zur Planung der Räumung.
Dies kommt nicht überraschend – wir gehen schon lange von einer Räumung Anfang der Rodungssaison aus. Die Stadt Kerpen hat eine Historie sich von RWE für Konzerninteressen einspannen zu lassen. Wir rechnen jetzt jederzeit mit einer Räumung.

Trotzdem lassen wir uns durch diese Bedrohungslage nicht einschüchtern. Wir kämpfen weiterhin für den Erhalt des Sündi, gegen das Manheimer Loch!

Schließ Dich uns an! Egal welches Aktionslevel und welche Fähigkeiten Du mitbringst, wir freuen uns sehr über jegliche Unterstützung.

Wir wollen eine bessere Welt. Unsere Träume sind unräumbar!

Für aktuelle Infos gibt’s den Sündi Ticker https://t.me/suendibleibt

 

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Today (October 15), we had some unwelcome visitors from some unwelcome professions. RWE Securities and cops came to the Barrio: protected by police, the operations command and climbing cops gathered information and photos to plan the eviction.

This comes as no surprise—we have long expected an eviction at the beginning of the clearing season. The city of Kerpen has a history of allowing itself to be used by RWE for corporate interests. We now expect an eviction at any time.

Nevertheless, we will not be intimidated by this threatening situation. We will continue to fight for the preservation of the Sündi and against the Mannheim hole!

Join us! No matter what level of action and what skills you bring, we are very grateful for any support.

We want a better world. Our dreams can’t be evicted.

for more current information check out: https://t.me/suendibleibt

 

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🌱Pflanzaktion 💪 Versammlung 📣 Kundgebung  🌳🌳WALD STATT KOHLE, KIES UND SCHOTTER 🌳🌳

 

am Sonntag, 19. Oktober 2025, 12 Uhr, Kerpen Manheim (alt), in der Nähe der Mahnwache

👊 Wir wollen bei der drohenden Zerstörung des Hambi / Sündenwäldchens nicht tatenlos zusehen. 👊 Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen
In wenigen Tagen will RWE die Rodung des Sündenwäldchens für die Erweiterung des Braunkohlentagebaus Hambach fortsetzen. Ein für die ökologische Vernetzung des Hambacher Waldes wichtige Naturinsel ginge endgültig verloren. Ein Ersatz für die zerstörte Natur existiert noch nicht. Damit sind auch der vor den Braunkohlebaggern gerettete Hambi und seine seltenen Tierarten in Gefahr!

Der Kohlekonzern will mit der Rodung den Weg frei machen für das Abbaggern der so genannten Manheimer Bucht. Kohle soll dort nicht mehr gefördert werden. Trotzdem soll eine hunderte Hektar große, 60 Meter Tiefe Grube zur Gewinnung von Kies und Sand entstehen. Das Material soll der Stabilisierung der Tagebauböschungen und der Rekultivierung dienen.

RWE und die Politik stellen das Vorhaben als alternativlos dar. Doch das stimmt nicht!

Andere Planungsoptionen wurden bis heute nicht ergebnisoffen geprüft. Letztlich ist das unbeirrte Festhalten an der weiteren Zerstörung von Natur, wertvollem Agrarland und des Dorfes Manheim die für RWE kostengünstigste Lösung.

Setzt ein deutliches Zeichen gegen diesen fortgesetzten Irrsinn.

Kommt deshalb am 19. Oktober nach Kerpen-Manheim und zeigt euren Protest gegen die Zerstörungswut von RWE!

Gemeinsam wollen wir als Zeichen des Widerstandes und der Hoffnung neue Bäume pflanzen. Bringt nach Möglichkeit einen Spaten sowie Setzlinge von Stieleiche, Hainbuche oder andere regionstypische Bäumchen mit. So kann ein neues Zukunftswäldchen entstehen.

#Sündibleibt, #Hambibleibt

Eine Gemeinschaftsaktion von: Buirer für Buir, BUND, INITIATIVE 3 Rosen e.V., Mahnwache Essen, Mahnwache Lützerath lebt Shuttle Bhf Buir https://t.me/MaWaLu⁩

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