Aufruf zur Prozessbegleitung am 24.01.19

Am 24. Januar findet der Berufungsprozess gegen einen Anarchisten statt. Die Anklage lautet „Störung öffentlicher Betriebe“, dabei handelt es sich um eine Blockade der Hambachbahn. Den Bericht zur ersten Instanz findet ihr hier.

Wann: 9:00 Uhr am 24.01.2019

Wo: Landgericht Stuttgart (da es sich um eine Jugendstrafsache handelt, findet der Prozess in der Nähe der Meldeandresse statt)

RiseUp4Rojava – weltweite Aktionstage für die Revolution und gegen Faschismus & Waffenproduktion

Aufruf zu globalen Aktionstagen am 27.1 und 28. Januar 2019

Am 27. Januar, vor genau vier Jahren, wurde die Stadt Kobane im Norden Syriens, nach monatelangen erbitterten Gefechten von den mutigen KämpferInnen der YPJ und YPG aus den Händen der Mörderbanden des sog. Islamischen Staates befreit. Damals strömten wir millionenfach, Tag für Tag, Woche um Woche auf die Straßen um unsere Solidarität mit dem Widerstand kundzutun und die Welt zum Handeln zu bewegen. Die pausenlosen und kraftvollen Aktionen außerhalb des Mittleren Ostens gaben den kämpfenden GenossInnen Mut und Moral und zwangen auch die Staaten zum handeln. Die Wochen des Widerstands wurden zum Symbol des Willens, der Kraft und der Hoffnung, welche von der jungen Revolution in Rojava in die Welt gesandt wurde. Ihre Ideen von direkter Demokratie, einer ökologischen und kollektiven Ökonomie und der Befreiung der Frau, sind mit dem historischen Widerstand von Kobane auf der ganzen Welt bekannt geworden. Kobane wurde zum Symbol internationaler Solidarität und des gemeinsamen Kampfes – unserer Solidarität über Grenzen und ideologische Unterschiede hinweg, als DemokratInnen, SozialistInnen, FeministInnen und UmweltaktivistInnen. Es vereinten sich die vielen emanzipatorischen Kräfte zu einer Stimme zur Verteidigung Kobanes. Und somit ist die Revolution in Rojava zu einem untrennbaren Teil der Geschichte dieser Kräfte auf der ganzen Welt geworden.

Vier Jahre sind wir nun gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen, haben Erfolge und Niederlagen, Trauer, Leid, Wut, Schmerz und Freude geteilt. Wir haben erlebt wie die Dunkelheit der IS-Barbarei in Minbic und Rakka durchbrochen wurde und sind Zeugen des Aufbaus einer völlig neuen Gesellschaftsordnung geworden. Heute nach vielen Jahren harten Kampfes, ist die Demokratische Föderation Nordostsyrien ausgerufen, ein Drittel Syriens befreit und der Islamische Staat am Rande seiner vollständigen Vernichtung. Jedoch haben wir in diesen Jahren auch mitansehen müssen, wie die faschistische türkische Armee und ihre islamistischen Söldner in Afrin einmarschierten und standen mit dem tödlichen Schweigen der Weltgemeinschaft zu den Verbrechen der Besatzer gegenüber. Viele wertvolle FreundInnen haben wir schon auf diesem Weg verloren und dennoch den Mut niemals aufgegeben.

Trotz vieler schwieriger Proben haben wir uns nicht spalten lassen. Wir standen immer Schulter an Schulter gemeinsam zusammen, haben gemeinsam gelernt, gemeinsam am Aufbau einer neuen Gesellschaft gearbeitet und diese Revolution verteidigt. Wir haben es oft genug betont, dass nur die demokratischen, feministischen, sozialistischen und ökologischen Kräfte unsere Verbündeten im Kampf um eine andere Welt sein können. Und in der Verteidigung Kobanes, der Befreiung Rakkas und im Widerstand um Afrin sind unsere vereinzelten Stimmen zu einem gemeinsamen Ruf nach einer anderen Welt geworden. Wir sind gemeinsam zu einer Kraft gewachsen, die heute nicht mehr wegzudenken ist und auch von den Herrschenden nicht einfach ignoriert werden kann.

Neue Kriegserklärung gegen Rojava und die Gesellschaften in Syrien

Heute, fast ein Jahr nach dem Beginn des verbrecherischen Angriffskrieges des faschistischen türkischen Staates gegen den Kanton Afrin, fast vier Jahre nach der Befreiung Kobanes vom IS, steht die Revolution vielleicht vor ihrer größten Herausforderung. Das faschistische AKP/MHP Regime unter Erdogan hat Rojava erneut den Krieg erklärt. Die Worte sind eindeutig, sie lassen keinen Raum für Zweifel, die Revolution soll ein für alle Mal zu vernichtet werden. Und im Kampf um die öffentliche Meinung, den Medien und hinter verschlossenen Türen, wo die regionalen und imperialistischen Mächte über die Zukunft der Völker Nordostsyriens verhandeln, hat dieser Krieg schon lange begonnen.

Das was wir aus diesen Verhandlungen hören, sind die Stimmen der Herrschenden, über die Köpfe der Menschen in Syrien und Rojava hinweg. Es geht um die Neuaufteilung Syriens, Städte wie Idlib oder Minbic, Regionen und Menschen werden von den imperialistischen Mächten gegen einander getauscht und gehandelt. Die Menschen selbst haben darin keine Stimme, sie werden nur diejenigen sein, welche am Ende das Leid ertragen müssen, wenn die islamistischen Banden der Türkei das grüne Licht zum Einmarsch, zu Mord und Plünderung bekommen und wenn Russland und die USA der türkischen Luftwaffe den Luftraum für flächendeckende Bombardements frei geben werden.

Und trotz der Ankündigung von ethnischen Säuberungen, der Ansiedlung von Islamisten in Rojava und einem offensichtlichen Verstoß gegen das Völkerrecht, schweigt die westliche Welt abermals. Was sollten die Staaten denn auch sagen, wenn ihre Panzer, Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen und Sturmgewehre durch einen weiteren Krieg der Türkei erneut Exportrekorde erreichen könnten? Wir wissen nur zu gut, dass wir von diesen Staaten nichts zu erwarten haben. Krieg, Tod und Verderben bedeuten für sie nichts weiteres als Extraprofite und klingende Kassen. Sie waren es, die der Türkei seit Jahrzehnten die Waffen für den Krieg gegen die eigene Bevölkerung lieferten. Und sie waren es auch, die den Krieg gegen Afrin erst möglich machten. An dieser Realität hat sich bis heute nichts geändert. Trotz oberflächlicher Verwerfungen in bilateralen Beziehungen zwischen den einzelnen Staaten dauert die internationale Unterstützung des Erdogan-Regimes ungebrochen an. Ohne die roten Teppiche für Erdogan, den finanziellen Hilfen, den Waffenlieferungen und der geheimdienstlichen Kooperation im Kampf gegen die demokratische Opposition in der Türkei, könnte sich der türkische Faschismus nicht einen Tag länger auf den Beinen halten. Aber dort wo das Geld fließt, wird nicht viel Wert auf Menschenrechte, Frieden und Freiheit gelegt. Auf die Menschlichkeit der Herrschenden zu vertrauen ist in dieser Situation also nichts als blanker Wahnsinn. Und so wollen wir auch keine Aufrufe an diese Mächte verschwenden.

Wir rufen auf: Organisieren – Protest – Ziviler Ungehorsam

Unser Aufruf gilt all jenen, die mit uns gemeinsam von einer anderen Welt träumen und bereit sind für diese zu kämpfen. Wir richten uns an alle RevolutionärInnen, an all jene die sich selbst als DemokratInnen, AntifaschistInnen, FeministInnen betrachten und für eine ökologische Zukunft einstehen. Wenn wir es nicht tun, so tut es niemand. Verteidigen wir gemeinsam die Revolution von Rojava, verteidigen wir unsere Hoffnung. Deshalb rufen wir im Geiste der Befreiung von Kobane, des World Kobane und World Afrin Days dazu auf:

* Organisieren wir uns in unseren Vierteln und Städten in Widerstandskomitees zur Verteidigung der Revolution

* Tragen wir gemeinsam am 27.01. unseren Protest weltweit auf die Straßen, um ein deutliches Zeichen unserer Solidarität mit der Revolution in Nordostsyrien zu setzten. Erinnern wir uns gemeinsam an den Widerstand und die Befreiung Kobanes.

* Unterbrechen wir am 28.1. mit entschlossenen und kreativen Aktionen des zivilen Ungehorsams die Waffenproduktion und den Export, den Alltag der politischen Parteien, welche für die Deals mit dem türkischen Regime verantwortlich sind. Machen wir sichtbar wer vom Krieg profitiert, ihn finanziert und antreibt.

Gemeinsam werden wir den 27.1. und 28.1. zu Tagen des globalen Widerstands gegen den türkischen Faschismus machen. Gemeinsam werden wir in den Normalbetrieb von Krieg und Unterdrückung eingreifen, mit vielfältigen Aktionen unsere Solidarität ausdrücken und in aller Deutlichkeit zeigen, dass diese Revolution nicht allein steht!

Stellen wir uns Schulter an Schulter gegen den Faschismus!

Hoch die internationale Solidarität!

Die Revolution in Rojava wird siegen der Faschismus zerschlagen werden!

Internationalistische Kommune in Rojava

Demokratische Föderation Nordostsyrien

03.01.2019

Frühlingsskillsharingcamp 2019 – Save the Date

Liebe Menschen, wir haben gute Neuigkeiten für euch. Wir, eine Gruppe von Aktivist*innen aus dem Umfeld der Besetzung des Hambacher Forstes, planen nach der Großräumung, die als großer Schatten über dem letzten Skillshare lag, das traditionelle Frühlings-Skillsharingcamp endlich wieder direkt in Wald und Wiese stattfinden zu lassen. Also streicht euch den Zeitraum 12.04.2019 bis 24.04.2019 dick im Kalender an. Wir haben versucht mit diesem Zeitraum möglichst viele Ferienzeiten abzudecken, um auch jungen Menschen, die gezwungen sind ihre Zeit in Unterrichtsvollzugsanstalten zu verbringen, die Teilnahme zu ermöglichen.

Wenn ihr bereits Rückfragen habt oder ihr Menschen aus dem direkten Umfeld der Besetzung seid, die sich vorstellen können bei der Orga zu helfen, dann schreibt doch an skillsharing.hambacherforst@nullriseup.net.

Neue Ausgabe der HambiZeitung „Shitbarricade“

Endlich ist es wieder so weit: Eine neue Ausgabe der autonomen Zeitung „Shitbarricade“ aus dem  Hambacher Forst ist öffentlich!

Ihr findet sie HIER: https://shitbarricade.wordpress.com/

Um uns Druckkosten zu sparen könnt ihr sie gerne selbst ausdrucken und im Infoladen, Cafe, Wohngemeinschaft usw eures Vertrauens auslegen.

 

 

Die EU-Kohleindustrie scheitert bei einem Antrag auf Verlängerung der „Erlaubnis zur Verschmutzung“

In der Regel werden besonders die CO2-Emissionen der Braunkohleverstromung beachtet. Dabei darf aber ihre Giftigkeit auf keinen Fall vergessen werden. Es gibt einen neuen Europäischen Richterspruch, eine kalte Dusche für die Kohliaths, die die Verlängerung ihrer Verschmutzungsgenehmigung beantragt hatten.
Merke: wer Jahrzehntelang Gift in die Umwelt bläst, weil vorhandene Technologie „zu teuer“ ist, und das trotz vieler Tote weiterhin tun will, ist (sehr gelinde gesagt) gewalttätig. Weiter lesen!

Klimawandel: Die Energiekonzerne wussten schon lange Bescheid

(Vorbemerkung: Im folgenden werden Vergleiche zwischen NS-Verbrechen und „Energiemafia“ gezogen. Trotz Erklärung woher dieser Vergleich kommen soll, ist eine Gleichsetzung nicht denkbar. Denn die Energiekonzerne, so skrupellos sie auch sein mögen hegen keinen rassistischen oder antisemitischen Vernichtungsplan. Ihr Ziel ist der Proftit um jeden Preis. Das Ziel der Nationalsozialisten war die völlige Auslöschung. Darin besteht ein Unterschied, der nicht übergangen werden sollte.)
Kommentar dazu des Autors am
Ende der Seite.

Gesehen im TV, verfügbar in der Mediathek, 43 Min. Gut dokumentiert, auch darum sehr zu empfehlen:
Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen
Wer diesen Film gesehen hat, weiß warum es durchaus gerechtfertigt ist, die Verbrechen der Nazis mit denen der Energiemafia zu vergleichen, denn in beiden Fällen handelt es sich um bewusst durchgeführtes, gewissenloses Handeln mit Millionen von Opfern. Der wichtigste Unterschied: die meisten Opfer der Energiekonzernen liegen erst in der Zukunft. Aber das wissen sie selbst am Besten. Und zwar schon lange. Ein anderer Unterschied: die Energiebosse zettelten keinen Weltkrieg an sondern nur lokale Kriege.
Es läge uns fern, die Verbrechen der Nazis durch diesen Vergleich zu verharmlosen. Im Gegenteil. Ebenso fern sollte es uns aber liegen, die Verbrechen der Energiewirtschaft zu verharmlosen. Sie begehen welche und sie wissen es schon lange: Weiter lesen!

Aufruf an alle Aktivist*Innen und Demonstrant*Innen, die während Baumhaus-Räumungen während der letzten 6 Jahre von Polizeigewalt betroffen waren!!!

Wir wollen gerichtlich die nächste Räumung verhindern!

Aufgrund zunehmender Polizeigewalt ist anzunehmen, dass bei einer Räumung erneut Menschen brutal misshandelt werden. Dies ist unzulässig und wir haben es satt! Schützen wir unser Zuhause und unsere Baumhäuser! Die Räumungen sind ein Vorwand, um den Hambi vorzeitig Stück für Stück zu roden. Der Rodungsstopp wird damit nicht eingehalten.
Die Räumungen sind ein Vorwand, um den Hambi vorzeitig Stück für Stück zu roden. Der Rodungsstopp wird damit nicht eingehalten.

Aufruf an alle AktivistInnen und DemonstrantInnen, die während Baumhaus-Räumungen während der letzten 6 Jahre von Polizeigewalt betroffen waren:
Für ein Klageeilverfahren benötigen wir Zeugenaussagen in Form einer Eidesstattlichen Erklärung, für die ihr bereit sein müsst, Personalien anzugeben. Weiter lesen!

Baggerbesetzung im Tagebau Profen am 11.01.19

Bilder folgen…

Wir, eine Gruppe autonomer Aktivistis, haben heute, am 11.01.19, in den frühen Morgenstunden einen Kohlebagger im Tagebau Profen besetzt.
Die Gewinnung von Strom aus Braunkohle beeinträchtigt das Weltklima und zerstört die Landschaft und Ökosysteme einer gesamten Region. Ganze Dörfer müssen weichen für die „Interessen der Allgemeinheit“. Tatsächlich aber sind dies bloß die Interessen einzelner und deren einzige Motivation ist Profit. Weiter lesen!