Programm des #Skillshare2020

Dieser Timetable ist vorläufig. Es werden noch sehr viele Sachen dazu kommen, vor und während der Veranstaltung. Der Erfahrung nach werden auch noch viele Leute sehr spontan Dinge vor Ort anbieten die hier dann nicht zu finden sind. Eventuell ändern sich auch noch Termine. Die Beschreibungen stammen größtenteils von den Referentis und nicht von der Orga. Wenn ihr auch einen Workshop, einen Vortrag oder eine Diskussionsrunde anbieten wollt schreibt doch einfach an skillsharing.hambacherforst@nullriseup.net.

Täglich:

09:00-10:00 Frühstück

14:00-15:00 Mittagessen

14:00-15:00 Legal Team-Sprechstunde

19:00-20:00 Abendessen

 

Freitag, 4. September:

Entspannter Anreisetag.

Ab 20:00 Das Skillshare wird mit einem Punk-Abend eröffnet.

 

Samstag, 5. September:

Ab 1500 Mülltrennung, Müllentsorgung und Recycling

2000-2200 Wahlkampf – Filmabend

 

Sonntag, 6. September:

Ideen? Mach selber was!

 

Montag, 7. September:

12:00-14:00 Missbräuchliche/Gewaltvolle Beziehungen: Austauschrunde für Betroffene/Überlebende

15:00-17:00 Trauma durch Repression: Austauschrunde für Betroffene

17:00-19:00 Trauma und Burnout: Warum werden Betroffene von der Bewegung alleine gelassen und was können wir besser machen.
Auf die Austauschrunde für Betroffene aufbauend wollen wir hier mit allen interessierten diskutieren warum diesebezüglich in der Bewegung so viel falsch läuft, was wir besser machen könnten und was für Strukturen wir dafür schaffen sollten.

 

Dienstag, 8. September:

12:00-14:00 Ladendiebstahl als emanzipatorische Praxis
In einer Welt, in der alles schon längst wem anders gehört, in der von mir erwartet wird, mein Leben für die Arbeit zu verkaufen, damit ich Geld bekomme, um für mein Überleben zu bezahlen, in der ich von Machtstrukturen außerhalb meiner Kontrolle oder meines Fassungsvermögens umgeben bin, in denen es offensichtlich nicht um mein Wohl oder meine Bedürfnisse geht, schafft Ladendiebstahl die Möglichkeit, mir ein kleines Stück der Welt zu nehmen bzw. eine Welt zu beeinflussen, die mich so sehr beeinflusst.
Der Workshop besteht aus drei Teilen deren Umfang je nach Interesse unterschiedlich ausfallen kann. Der erste ist eine offene Diskussion ob und bei welchen Zielen Ladendiebstahl aus politischer Sicht sinnvoll ist, im zweiten geht es um die möglichen rechtlichen Konsequenzen und im dritten um einen praktischen Austausch.

12:00-14:00 Drogen nehmen? Aber sicher!/Taking drugs? But safely!
Hier bekommt ihr tatsächliche Aufklärung über Drogen und ihre Nutzung, jenseits vom altbekannten: „Das ist böse, tut das nicht!“
Was sind eigentlich Drogen? Was ist ein Trip? Wie kommt der zustande? Und wie könnt ihr möglichst sicher konsumieren (Stichwort: SaferUse)? Diese Fragen werden wir beantworten, damit ihr wisst, was ihr tut, wenn ihr´s tut.
Here you get real informations about drugs and theire use beside from: „This is bad, don´t do so!“
What is a drug? What is a trip? How does it arise? And how can you take drugs safer? This questions we will answer, so that you know, what you do, when you do it.

15:00-17:00 Weg von Facebook & Twitter: Dezentrale Tools für Aktivismus & Organisierung / Beyond Facebook & Twitter: Decentral Tools for Activism and Organizing
Das Internet ist gleichzeitig ein Versprechen von Freiheit, und Zentrum der Überwachung. Doch es führt kein Weg daran vorbei. Wie können wir das Netz für unseren Aktivismus nutzen, ohne den Internet-Konzernen bei der Überwachung zu helfen? Wir stellen einige dezentrale Tools vor, die man benutzen oder sogar selbst betreiben kann, damit selbstbestimmtes politisches Handeln im Internet möglich wird.
english: The Internet is both a promise of freedom, and a central for surveillance. But we can’t succeed without it. How can we use the web for our activism, without helping the internet corporations surveilling us and other people? We show some decentralized tools, which you can use or even host yourself, so autonomous political work in the Internet becomes again.

ab 16:00 Mülltrennung / Trash Separation at Kiosk
Lasst uns die Wiese von dem ganzen Scheiß-Müll befreien. Bringt Plastiktüten mit und habt Spaß.
englisch: Let’s free the meadow of all the fucking trash. Bring plastic sacks and have a funny dropping action.

ab 17:00 Diskussion + Praxis: Wer kümmert sich ums Camp? / Discussion + practical part: who does the care work?
Buffen, bauen, u. Randale. Bei allem Spaß und aller Action geht eine wichtige Frage oft unter: wer kümmert sich ums Camp? Dabei freue wir uns alle, wenn es warmes Essen, benutzbare Klos und ein offenes Ohr zum zuhören gibt. Diese Dinge passieren meist unbemerkt u. werden nicht selten von den immergleichen Leuten (Spoiler: selten Männer) erledigt. Aber woran liet das u. wie können wir das ändern? Beim gemeinsamen Abwasch wollen wir uns diesen Fragen stellen.
englisch: Smoking, building, and riot. Beneath all the fun and action, we often forget one important question. Who does the care work? Everybody likes to find warm food, usable toilets, or an open ear for listening. These things often happen unseen and are mostly done by always the same people (spoiler: usually not men). But why is that so and how can we change this? During communal dishwashing we want to discuss these questions.

18:00-19:00 Schwarzfahren im Fernverkehr, Tipps und Tricks
Tipps und Tricks zum Schwarzfahren in ICEs und ähnlichen Zügen.

20:00-22:00 Edelweißpiraten – Spielfilmabend

 

Mittwoch, 9. September:

13:00-14:00 Wie Google uns überwacht
Welche Daten sammelt Google, und wie genau? Erst schauen wir wie der Überwachungskonzern funktioniert, nach dem Mittagessen finden wir heraus wie man ihm entgeht.
english: Which data does Google collect, and how? First we get an overview over corporate surveillance, and after lunch we learn how to stop feeding it.

15:00-17:00 Google-Freie Smartphones / Google-free smartphones (LineageOS)
Befreie dein Smartphone von Überwachungssoftware, durch das freie Betriebssystem LineageOS. Wir zeigen, wie man es installiert.
english: Liberate your smartphone of surveillance software, through the free operating system LineageOS. We show how to install it.

17:00-19:00 Klassismus: eine Einführung

Ab 2000 Konzert: Kontraproduktiv und Holzpunk

 

Donnerstag, 10. September:

11:00-12:00 Austauschrunde über Hormontherapie, körperliche Operationen, legale und illegale Wege daran zu kommen und anderen Trans-Kram
Nur für Transmenschen offen für die die hormonelle und chirurgische Veränderung des eigenen Körper aus Disphoriegründen ein Thema ist, Schutzraum und so
Kein vorbereitetes Konzept, mehr offene Frage und Austauschrunde bei gemütlichem gemeinsamen Frühstück.

12:00-14:00 Raubkopieren – Culture wants to be free. Politisches Potenzial, Rechtliche Lage & Technische Tipps
Culture wants to be free – und zumindest das hat das Internet erreicht. Spätestens seit Kopien nichts mehr kosten, macht Kunst als Ware keinen Sinn mehr – ob Musik, Computerspiele, Filme, Serien, oder Bücher. Also: Ware & Wert dekonstruieren, einfach alles rumkopieren! Wir erklären kurz die rechtliche Lage und tauschen uns dann gemeinsam aus, wie man am besten raubkopiert.

13:30-15:30Die Leute fingen an zu reden, aber keiner bot Conny Hilfe an“ – Und du?/„The people start gossiping, but nobody offered help to Conny“ (german songtext) – and you?
Zur persönlichen Freiheit und Selbstbestimmung gehört es für Manche auch dazu, Drogen zu konsumieren – teilweise auch in einem sehr schädlichen Maß. Im Workshop wollen wir darüber sprechen, wie wir als Freund*innen, Genoss*innen oder Partner*innen Substanzenkonsum begleiten und damit sicherer machen können (Tripsitting), aber auch, wie wir mit selbstschädigendem Konsumverhalten Anderer umgehen können, dass uns Sorgen bereitet. Wo können wir helfen und wo liegen Grenzen? Erfahrungsaustausch unbedingt erwünscht, aber Vorerfahrung zum Thema nicht nötig.
For some people taking drugs belongs to theire personell freedom and autonomy, also in an unhealthy amount. In the workshop we want to talk about, how we as friends, comrades or partners can provide support for drugconsuming and make it more save (tripsitting), but also, how we can deal with selfdestructing consuming-behavior of others, which concerns us. How can we help and where are the limits? Exchanging experiences is absolutly wanted, but preknowledge for the topic itself not necessary.

16:00-18:00 Lasst uns über Sex reden
Hier soll ein Raum geschaffen werden, sich offen über Sexualität und damit verbundenen Themen auszutauschen.
Es wird um Pünktlichkeit gebeten, da wir am Anfang abfragen wollen, ob Teilnehmenden eine geschlossene Runde wichtig ist und wir in diesem Fall den Workshop auch schließen würden.

19:00-20:00 BDSM-Austauschrunde
BDSMler*innen only, Schutzraum und so
Gemütliches zusammen Abendessen und Austauschunde.

Ab 20:00 Hambi Chaos Caraoke

 

Freitag, 11. September:

Thementag: Antirep und juristisches

07:45 Gemeinsame Anreise von der Wiese zum Amtsgericht Düren
Siehe nächster Punkt

Ab 09:00: Prozess gegen Hambi-Aktivisten am Amtsgericht Düren – Solidarische Prozessbegleitung
Es ist unklar wie lange der Prozess geht. Die Antirep/Jura-Workshops danach verschieben sich entsprechend.

12:00-14:00 Was darf die Polizei eigentlich? Muss ich meinen Perso zeigen? Und was bringt mir eine Versammlung?“ Juristische Grundlagen für Polizeikontakt
Was darf die Polizei eigentlich rein rechtlich gesehen? Und wie ist das auf einer Versammlung? Und wie melde ich eine Versammlung an? Muss ich die überhaupt anmelden? Einführung in Polizeigesetze und Versammlungsrecht. Keinerlei juristischen Vorkenntnisse erforderlich.

15:00-17:00 „Ich hab da so nen Brief bekommen…“ Wie läuft eigentlich so ein Gerichtsprozess ab?
Grober Überblick mit einigen Geschichten und Anekdoten. Keinerlei juristischen Vorkenntnisse erforderlich.

17:00-19:00 „Von uns bekommt ihr nix!“ Vom Umgang mit Geldforderungen
Hier lernt ihr wie man mit Geldforderungen umgehen kann, was für verschiedene Arten von Geldforderungen es überhaupt gibt und was für Alternativen es dazu geben könnte sie zu zahlen. Keinerlei juristischen Vorkenntnisse erforderlich.

ab 20:00 Zwischen Lachen und Weinen – Film über eine Partnerschaft zu einem Kinderheim in Rumänien

ab 21:00 ISD-Rave

 

Samstag, 12. September:

15:00-17:00 Crashkurs Hartz IV
Wer im Wald lebt (auch anderswo) braucht nicht immer viel Geld. Aber ein paar Euronen schon. Wo kann das herkommen wenn nicht von Freund*innen oder Verwandten oder sonstigen Spenden? Vielleicht von den „Stillhalteprämien“ des „Sozialstaates“ in Form von (seltener) Sozialhilfe oder (zumeist) Hartz IV? Was aber wenn ich zwar volljährig aber noch keine 25 (oder 26 oder 27) bin und die Eltern ran müssten? Müssten sie wohl, aber nur wenn ich in Ausbildung bin oder eine anstrebe. Wie’s geht, was es gibt und wo die Fallstricke sind erfahrt ihr hier.

15:00-17:00 AntiRepair Café – Solar/Photovoltaik – Offgrid leben mit DC-Strom
Grundsätzliches zu einer Offgrid-Lebensweise – mitten in der Stadt, auf dem Land oder im Baumhaus. Bringt gerne Fragen/Probleme mit. Voraussichtlich werden folgende Themen behandelt: Photovoltaik paralell/reihenschaltung, PWM vs MPPT, Spannungswandlung – aus 1,5V eine 5V-USB-Powerbank basteln, DC-Step-up&step down, aus Gleichstrom 230V-Wechselstrom mit einen Wechselrichter generieren, Akkurecykling – aus „Schrott“ Powerbanks beliebiger Größe bauen, „Solarschrott“ Weiterverwertung, und allerlei sonstige Wunschthemen.

17:00-19:00 Workshop mit Aretha von brandfilme und Y. vom Bündnis Pay Day Africa Cologne
Aretha wird von der derzeitigen Arbeit von brandfilme berichten und zusammen mit Y. Vom Pay Day Africa Cologne von dem zweitägigen Payday Africa 2020 am 22. und 23.8.20 in Köln berichten. Dies war und ist eine langfristig angelegtes Projekt afrikanischer und nichtafrikanischer Initiativen in der BRD zur Ehrung aller Opfer des Transatlantischen Sklavenhandels und zur Schaffung eines allgemeinen Bewußtseins für die Sklaverei, Kolonialismus und Rassismus – in dieser Folge – Es ging auch viel um die heutige Ausbeutung Afrikas, womit wir beim Thema Klimagerechtigkeit sind. Wir sehen uns einige der Reden an und unterhalten uns darüber, wie die Klimagerechtigkeitsbewegung sich besser diesem Kampf anschliessen kann, denn es waren kaum weisse Besucher*innen bei dem Payday Africa 2020.

ab 20:30 Konzert: das_synthikat
das_synthikat sind zwei Cyberpunks die gerne lo-fi Musik aufnehmen und versuchen, das Beste aus dieser Dystopie zu machen. Ihre Musik findet ihr zum free download auf ihrer Website.
english: das_synthikat are two cyberpunks who like to record lo-fi music and try to make the best out of this dystopia. You can find their music as free download on their website.

 

Sonntag, 13. September:

11:00-13:00 Personalien verweigern, Strafverfolgung verhindern?
Wie verweigere ich bei der Polizei effektiv meine Personalien? Welche Vorteile und Risiken beinhaltet das? Und was um alles in der Welt hat es mit den aufgeschnittenen Fingerkuppen auf sich, von denen man in der Berichterstattung über den Hambi immer wieder ließt? All diese Fragen werden hier beantwortet, samt praktischen Übungen. Keinerlei juristischen Vorkenntnisse erforderlich.

15:00-17:00 Massage-Kurs
Im Wald und auf den Bäumen kann es schon mal die Knochen und Muskeln stressen, wenn die Dirks rumoren auch die Nerven. Das kann zu Verspannungen und Blockaden führen. Die lassen sich lösen, und dass sollte auch passieren, damit überall die Durchblutung gut ist. Was hilft ist innerlich loslassen, getreu dem „Rheinischen Grundgesetz“: „Et es wie et es. Et kütt wie et kütt. Et hät noch immer god gegange.“ Aber dann natürlich auch Lockerungen und Massage. Bitte, wenn möglich, was zum Drunterlegen und Zudecken (wenn es kühler ist) mitbringen, ist aber auch was da. Beschwerden können auch gerne mitgebracht werden.

15:00-16:30 Uhr Arbeitssicherheit & Brandschutz
Eine theoretische Einführung mit praktischen Tipps und Erfahrungsauustausch zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und in der Freizeit. Danach ist ein Rundgang über das Camp geplant mit konkreten Hinweisen auf mögliche Gefahrensituationen (Werkzeug, Lagerräume, Küchen, Öfen und Feuerstellen). Alles natürlich auch in Bezug auf eine hygienische Covid-19-Vorbeugung.

17:00-18:00 Uhr Öko-Syndikalismus statt Green New Deal
Der kapitalistische Fortschritt ist die zentrale Ursache der aktuellen Klimakrise, welche die Menschheit aufgrund der globalen Erwärmung zu bewältigen hat. Offensichtlich ist ein globaler Wandel nötig, aber woher soll der kommen? Statt staatlicher Förderprogramme für die Industrie gibt es die anarchosyndikalistische Alternative, in der unabhängige Basisgewerkschaften für eine öko-sozialistische Zukunft in selbstverwalteten Betrieben und autonomen Kommunen kämpfen.

ab 20:00 mit Punk & Antifa im Nahen Osten – Eindrücke von den Touren in Israel/Palästina 2005-2010

 

Montag, 14. September:

15:00-17:00 Ticketfrei: Der Blitzermelder für Fahrkartenkontrollettis. Bald auch in eurer Stadt? / Ticketfrei: Sousveilling Ticket Controllers. Maybe Even in Your City?
Mit Ticketfrei-Bots kann sich eine ganze Stadt gegenseitig warnen, wenn gerade Kontrolettis unterwegs sind. Überwache die Überwacher*innen, und hol dir deine Infrastruktur zurück.
Dieser Workshop erklärt, was an politischen Zielen dahinter steht, und wie man sie erreichen kann. Wir erklären nicht nur, wie ihr Ticketfrei in eure Stadt holen könnt, sondern auch, wie wir den Bot entwickelt haben. Mit Code für eine bessere Welt zu kämpfen ist nämlich nicht schwer.
english:
Free public transport is a fascinating idea. If busses & trains were publicly funded, ticket controllers were expendable. But for now, they are still among us. If we only knew where to find them, and how to escape them?
With Ticketfrei Bots the people can warn each other, when ticket controllers are on their hunt. Sousveill the surveillers, and reclaim your infrastructure.
This workshop explains the political goals behind it, and the method of sousveillance. We explain how you can get Ticketfrei into your city as well.

17:00-19:00 „Von uns bekommt ihr nix!“ Vom Umgang mit Geldforderungen
Hier lernt ihr wie man mit Geldforderungen umgehen kann, was für verschiedene Arten von Geldforderungen es überhaupt gibt und was für Alternativen es dazu geben könnte sie zu zahlen. Keinerlei juristischen Vorkenntnisse erforderlich.

 

Dienstag, 15. September:

12:00-14:00 Unsere Beziehung zu Technologie / Our relationship with technology
Wir wollen eine kleine Reise in uns selbst antreten. Technologie umgibt uns und ist aus unserem Leben nicht wegzudenken – wie ist eigentlich unsere Beziehung zu Technologie? Wir erforschen rituell die Rolle von Technik in unserem Leben. Disclaimer: wir haben leider nicht viel Erfahrung mit Ritualen.
English: We want to make a journey to ourselves. Technology is everywhere around us – but how is our relationship with it? We use a small ritual to discover the role of tech in our lives. Disclaimer: we don’t have much experience with rituals.

15:00-16:00 Ballern, buffen, Baumhaus bauen… und die Grenzen meiner Mitmenschen?/Taking drugs and the personell boundaries of the people arround you
Das Leben im Wald bietet viele Freiheiten. Im Prinzip schreibt uns niemand vor, was wir zu tun haben. Kein Bier vor vier? Gibt´s hier nicht. Unser Konsum – selbstbestimmt. Oft kommt es jedoch gerade unter dem Einfluss von Drogen (Substanzen) zu Grenzüberschreitungen gegenüber Anderen.
Wo und wie kommt es zu solchen Grenzüberschreitungen?
Wie können wir diese möglichst verhindern – als konsumierende Person und als Community?
Und was tun wir, wenn´s passiert ist?
Diesen Fragen möchten wir uns in einer offenen Gesprächsrunde stellen, die nur bei Nicht-Vorankommen durch das Geben von Stichpunkten und Fragestellungen „moderiert“ wird.
Living in the forrest offers a lot of freedoms. Normally nobody tells us, what to do. Taking drugs is not regulated. Our drugconsumption – our business. But especially under the influence of drugs, personal boundaries of others often get exceeded.
Where and why does it happen?
How can we prevent this – as consuming person and as Comunity?
What shall we do, if it´s already happened?
We will talk about this in an open round, which only get´s moderated with questions and cues, when the discussion is stuck.

16:00-19:00 Per Anhalter durch das Darknet – Anonymität mit technischen Mitteln / The Hitchhiker’s Guide to the Darknet – Anonymity with Technical Means
In der allgegenwärtigen Überwachung anonym zu bleiben ist nicht einfach. Das effektivste Tool, das wir hierfür haben, ist das Tor-Netzwerk. Es gibt allerdings ein paar Sachen, die man bei der Benutzung beachten muss – wir klären auf und geben praktische Tipps.
english: Today, staying anonymous is not easy. The most effective tool we have for this is the Tor network. But it’s not only about tools, security is a mindset.

ab 20:00 Konzert: Ava
Auf der Suche nach neuen und alten Wahrheiten hört Ava gerne der Natur und ihren Menschen zu. Begleitet von spielerischen Gitarrenklängen richten ihre Lieder den Blick nach innen, um Verbindung zu schaffen. Ihre Musik stellt Fragen, skizziert Gedankengänge und inszeniert Gefühlswelten.

 

Mittwoch, 16. September:

11:00-14:00 Verschlüsselung gegen Überwachung & Hausdurchsuchungen / Encryption Against Surveillance & Police Raids
Man kann sich nicht auf den Staat verlassen, dass er unsere Rechte schützt. In den heutigen Zeiten müssen wir unsere Privatsphäre selbst in die Hand nehmen – Verschlüsselung ist notwendig, um uns vor Datenmonopolen, Überwachung, und feindlichen Hacker*innen zu schützen.
english:
The state won’t protect or respect our rights. In these times we need to take privacy in our own hands – encryption is necessary to protect us from data monopolys, surveillance, and hackers.

14:00-16:00 „Ich hab da so nen Brief bekommen…“ Wie läuft eigentlich so ein Gerichtsprozess ab?
Grober Überblick mit einigen Geschichten und Anekdoten. Keinerlei juristischen Vorkenntnisse erforderlich.

16:00-19:00 Transformative Gerechtigkeit: Gerechtigkeit jenseits von Justiz, Polizei und Gefängnis / Justice beyond state, police and prisons
Warum reden wir in unseren Zusammenhängen eigentlich so viel davon, dass wir die Polizei ablehnen und rufen sie dann doch immer wieder an?
Wir halten es für unabdinglich unsere theoretische Ablehnung von Polizei und Patriarchat nicht nur als Stickermotive zu verwenden, sondern auch eine Praxis zu entwickeln, die Alternativen sucht und erarbeitet.
Daher wollen wir in diesem Workshop mit einigen Überlegungen zu den Zusammenhängen von Patriarchat (geschlechterbezogener Unterdrückung), Staat und Gewalt beginnen, die Logik des Strafens zu hinterfragen und schließlich alternative Konzepte zum Umgang mit Gewalt in unseren Gemeinschaften vorstellen.
english: How can we deal with conflict and violence in our communities without relying on the patriarchal institutions of state justice and police? How can we put our criticism of those institutions into practice? In the workshop, we want to discuss with you what we need to be able to react to interpersonal violence in anti-authoritarian communities and in the long run end (patriarchal) violence for good. We don’t offer a master plan but a room for interaction and debate.
(workshop held in german – whisper translation to english possible)

ab 20:00 Lesung & Konzert: Microphone Mafia – eine ehrenwerte Familie (antirassistischer Hip Hop aus Köln)

 

Donnerstag, 17. September:

15:00-17:00 Kritik der Polizei
Infolge der Ermordung mehrerer People of Color durch Polizist:innen Anfang 2020 in den USA sind rassistische Polizeigewalt und Forderungen nach Reform bzw. Rückbau der Polizei weltweit in den Fokus politischer und medialer Auseinandersetzungen gerückt. Klar wurde dabei einmal mehr: Für viele Menschen – People of Color, Queers, Drogennutzer:innen, Sexarbeiter:innen, Menschen ohne festen Wohnsitz und legalen Aufenthaltstitel, kriminalisierte oder von der Polizei traumatisierte Menschen – ist die Polizei eben nicht „Freund und Helfer“, sondern Quelle systematischer Diskriminierung und Gewalt. Wir wollen daher einen Blick auf Entstehung und Ideologie der Polizei werden, verschiedene Stränge von Kritik an der Institution Polizei – historisch-antirassistisch, antipatriarchal, ideologiekritisch, antimilitaristisch… – aufzeigen und uns grundlegender fragen, was für uns „Gewalt“, was „Sicherheit“ bedeutet.
english:
As a result of the murder of several People of Color by police in the USA in early 2020, racist police violence and demands for reform or dismantling of the police have moved into the focus of political and media debate worldwide. It demonstrated once more that for many – People of Color, queers, drug users, sex workers, people without a permanent residence or legal residence permit, people criminalized or traumatized by police – the police are not a „friend and helper“, but a source of systematic discrimination and violence. We therefore want to take a look at the origins and ideology of the police, show different perspectives on criticism of the police – historical and anti-racist, anti-patriarchal, theoretical, anti-militarist… – and ask ourselves more broadly what „violence“ and „security“ mean to us. (workshop held in german – whisper translation to english possible)

17:00-19:30 „Radical Resilience“ Eine Filmpräsentation mit anschließender Diskussion.
Wieso ist es für viele so schwer länger dabei zu bleiben? Stärkt uns unser Aktivismus, oder brennt er uns aus? Unterstützen uns unsere Gruppendynamiken oder rauben sie uns auch manchmal Energie? Was hat das alles mit Unterdrückungsmechanismen und Privilegien zu tun? Und wie können wir widerstandsfähiger werden und tiefergehenden Wandel bewirken?
Radical Resilience ist ein Filmprojekt von Aktivist*innen, für Aktivist*innen (und alle die sich in sozialen oder Umweltbewegungen engagieren), das Bewußtsein schaffen und Diskussionen anregen will über aktivistisches Burnout.

 

Freitag, 18. September:

11:00-12:00 Austauschrunde über Hormontherapie, körperliche Operationen, legale und illegale Wege daran zu kommen und anderen Trans-Kram
Nur für Transmenschen offen für die die hormonelle und chirurgische Veränderung des eigenen Körper aus Disphoriegründen ein Thema ist, Schutzraum und so
Kein vorbereitetes Konzept, mehr offene Frage und Austauschrunde bei gemütlichem gemeinsamen Frühstück.

12:00-14:00 Lasst uns über Sex reden
Hier soll ein Raum geschaffen werden, sich offen über Sexualität und damit verbundenen Themen auszutauschen.
Es wird um Pünktlichkeit gebeten, da wir am Anfang abfragen wollen, ob Teilnehmenden eine geschlossene Runde wichtig ist und wir in diesem Fall den Workshop auch schließen würden.

14:00-16:00 Austauschrunde: Rituale
Geburt, Beziehung, Tod: Manche Wendepunkte gibt das Leben vor, manche sind gesellschaftlich konstruiert. Für viele davon hat die Gesellschaft Rituale entwickelt: Taufe, Hochzeit, Beerdigung mit Requiem. Wie nehmen wir als Aktivistis, Anarch@s etc. diese wahr? Welche Rituale oder Riten haben wir selbst? Welche wünschen wir uns? Wie soll zB unsere Beerdigung aussehen? An welchen anderen Wendepunkten haben wir vielleicht kleine oder große Rituale? Was sind Rituale überhaupt? Wir wollen einfach mal gemeinsam sammeln und uns austauschen.

16:00-18:30 „Radical Resilience“ Movie Presentation + Discussion.
Radical Resilience is a film project that aims to spread awareness and encourage discussion about burnout within environmental/social change movements.
Through interviews, this film reflects on the effects of burnout within our movements, looks at reasons why it is such a common problem, and offers some tools and strategies for how we can be more sustainable and inclusive in our activism.

19:00-20:00 BDSM-Austauschrunde
BDSMler*innen only, Schutzraum und so
Gemütliche Austauschunde.

 

Samstag, 19. September:

Gedenktag für Steffen. Bitte nur Workshops, die im Kontext dazu stehen.

 

Sonntag, 20. September:

12:00-14:00 Ideen und Orga für das nächste Skillshare
Damit es nicht immer die selben Leute machen und es mal nicht ein paar Wochen vor Beginns super spontan gemacht wird sind hier alle Leute die Interesse haben sich beim Frühlingsskillshare 2021 einzubringen willkommen.

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