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Morschenich wiederbesetzt

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Gefunden auf de.indymedia.org

2. UPDATE: Die Besetzung wurde noch am gleichen Tag geräumt

1. UPDATE 26.6.: Das Haus wurde erneut besetzt (MAZ 2.2)

Morschenich ist wieder besetzt!

Jahrelang hat der Energieriese RWE den Bewohner*innen des Rheinlands die größte Braunkohlemine Europas aufgezwungen, viele von ihnen aus ihren Häusern vertrieben und ganze Dörfer verwüstet. Der Kampf um die Erhaltung des Hambacher Forst ist vielen Menschen bekannt- Die Zerstörung der anliegenden Dörfer Morschenich und Manheim dagegen findet kaum Beachtung.

Wir wollen helfen ein Dorf, das vom Kapitalismus zum Tode verurteilt wurde, wieder zu beleben und einen Freiraum erschaffen, in dem Menschen sich ohne Zwänge begegnen und leben können.
Wir sind solidarisch mit allen Dorfbewohnern, die sich nicht dazu entschieden haben ihre Häuser zu verlassen oder gerne zurückkehren würden. Der Braunkohleaubbau in Deutschland ist überflüssig. Wir können diesen Kampf gemeinsam gewinnen!

Wir wollen mit unserem Projekt an die Aktionen anderer Gruppen wie Fridays for Future, Ende Gelände, und Alle Dörfer bleiben, anknüpfen. Es geht uns nicht nur darum kurzzeitig etwas zu blockieren, sondern auch Räume zu öffnen, in denen wir zeigen, wie ein Leben ausserhalb dieses Systems aussehen kann.

Wir haben uns für die Oberstraße 13 entschieden, ein Haus, das schon im März 2019 besetzt und geräumt wurde, um zu zeigen, dass wir uns von der Repressionen nicht bezwingen lassen. Der Klimawandel ist die größte Krise der Geschichte! Erwartet Widerstand mit voller Kraft gegen die selbstmörderische Logik, zu der uns die Herrschenden dieser Welt verdammen.

Diese Welt brennt und wir haben lange genug untätig zugeschaut!

Gegen die Kohlemine und ihre Welt!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. „Wir wollen helfen ein Dorf (…)wieder zu beleben und einen Freiraum erschaffen, in dem Menschen sich ohne Zwänge begegnen und leben können.“
    Vermummt durch den Ort zu laufen trägt bestimmt wahnsinnig dazu bei, dass sich die Menschen, die noch dort wohnen, wohlfühlen. Mit einem Menschen, dessen Gesicht ich nicht sehen kann, komm ich doch gern ins Gespräch!
    Was ist mit den älteren Menschen, die noch in Morschenich leben? Habt ihr mal darüber nachgedacht, dass sie sich fürchten, wenn sie jemandem über den Weg laufen, dessen Gesicht vermummt ist?

    „Wir sind solidarisch mit allen Dorfbewohnern (…)“
    Vielleicht habt ihr noch nicht gemerkt, dass die übrigen Dorfbewohner gern auf eure Gesellschaft verzichten würden?
    Nennt ihr es solidarisch, die Entwidmung der Kirche durch Zwischenrufe zu stören? Habt ihr an dieser Stelle nicht auch festgestellt, dass die Morschenicher auf eure sogenannte „Solidarität“ verzichten können?

    Bitte denkt doch auch mal darüber nach wie sich die Menschen fühlen, deren ehemalige Häuser ihr besetzt! Glaub ihr, sie erfreuen sich an dem Anblick?

    Das hat nichts mit Solidarität zutun! Ihr sorgt dafür, dass die Menschen, die in diesem Dorf großgeworden sind, nicht vernünftig Abschied nehmen können. Und bitte versucht jetzt hier nicht zu erklären, dass ihr das Dorf und die Häuser retten wollt. Jeder weiß, dass die verlassenen Häuser mittlerweile unbewohnbar sind. (Das Badezimmer in unserem ehemaligen Haus zeigt das ganz gut. Das wurde mir einem eurer Videos sehr eindrücklich gezeigt.)

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