Förwilda-Camp in Schweden


„Der Sommer in Schweden ist kalt und die Sonne geht nicht unter. Das haben wir herausgefunden als wir eine Woche in dem facettenreichen Wald „Vilseskogen“ in der Nähe von Gässjö in Angermanland in Mitte/NordSchweden waren. Dort wachsen größtenteils Kiefern und Fichten, die hier bis zu 400 Jahre alt sind. Andere charakteristische Arten sind Moose, viele Arten von Beeren und Flechten. Wir fanden viele vom aussterben bedrohte Arten und unsere erste wilde Orchideenart. Das Wasser der meisten Quellen und Seen ist trinkbar.

Das Förwilda-Camp fand statt inmitten des Waldes auf einem kleinen Hügel und es kamen viele verschiedene Menschen zusammen, unter anderem Einwohner_innen von Gässjö. Es gab Workshops, Selbstverteidigung, wir übten Baumklettern und lernten eine kleine Plattform zu bauen. Außerdem unternahmen wir lange Waldspaziergänge und unterhielten uns über Strategien für den Erhalt von Wäldern in verschiedenen lokalen Kämpfen.
Aber wieso haben wir uns hier getroffen?

Der Wald soll Klopapier werden. Diers größte private Landeigentümi in Europa, SCA, plant den kompletten Vilseskogen zu roden. Die FCS (Forest Stuardship Council)-Zertifizierung von SCA ist ein Versuch das Unternehmen in einem guten ökologischen Licht erscheinen zu lassen. Aber unter der Zertifizierung werden Wälder gerodet in denen vom Aussterben bedrohte Arten leben. SCA muss nur 5% ihrer gesamten Waldfläche schützen, allerdings können sie die Schutzflächen neu definieren wie sie es benötigen. Dies gefährdet alle Wälder und trägt nicht zu ihrem Erhalt bei.
Wir kennen jetzt das wahre Gesicht des Unternehmens: als Satanic Clearcutting Assholes.“

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