Am 29. JUNI früh morgens nach KERPEN!

Folgende Einladung erreichte uns:

„Das dortige Amtsgericht will einen Strafprozess gegen mich führen, weil ich im Oktober 2015 (!) die Hambach-Kohlebahn blockiert haben soll. Der Betrieb dieser Kohletransportstrecke blockiert die sozial-ökologische Transformation und jedes Bemühen um Klimagerechtigkeit. Außerdem behauptet 1 Polizist, von mir beleidigt geworden zu sein. Als junger Mensch finde ich es hingegen beleidigend, wie rücksichtslos RWE und der Staat mit dem Klima und damit meiner zukünftigen (Über)Lebensmöglichkeit auf diesem Planeten umgehen.

Gegen den Strafbefehl habe ich Einspruch erhoben, weswegen es nun am Freitag, den 29. Juni um 09:00 Uhr im Sitzungssaal 110 am Amtsgericht Kerpen (Nordring 2- 8, 50171 Kerpen) zum Prozess kommt. Dabei ist klar: Hier soll es darum gehen, durch nervige und potentiell teure Repression der Bewegung für Klimagerechtigkeit Steine in den Weg zu legen. Diese Repression soll vereinzeln, einschüchtern und Ohnmacht provozieren. Sie wollen, dass wir aufhören das zu tun, was wir tun müssen um ein gutes Leben für Alle aufbauen zu können. Das schöne ist aber, dass wir so viele, so solidarische und so entschlossene Menschen sind, dass dieser Versuch scheitern wird. Im Gegenteil: Ende Juni werden wir in Kerpen die juristische Auseinandersetzung gewinnen und im Herbst im Hambi die politische!

Ich freue mich über ein aktives und solidarisches Publikum! Zur Anreise möchte ich vorschlagen, um 08:00 ab Köln Hbf mit der S 19 nach Sindorf (!) zu fahren und dort um 08:30 mit Bus 911 bis Möderath Abzw., Kerpen. Wenn ihr eine längere Anreise plant, kann ich euch gerne  Übernachtungsplätze besorgen.

Das Verfahren gegen mich ist zwar ärgerlich, aber nichts im Vergleich zur Härte mit der andere  Klimaaktivist*innen – insbesondere im Globalen Süden – angegangen werden. Aber auch hier eskaliert der Rechtsstaat, am Liebsten auch in NRW mit einem neuen Polizeigesetz (das den Hambacher Forst zum Testgebiet für Elektroschocker bei der Polizei erklären will), mit abgedrehten Busentführungen (beim letzten Klimaprozess in Kerpen wurde ein Linienbus von der Polizei ‚umgeleitet‘) oder vermehrter Untersuchungshaft.
Daher wird es vor dem Gericht eine Kundgebung geben! Dort wollen wir unsere Solidarität mit der Unbekannten Person #3 – UP III – aus dem Hambacher Forst ausdrücken, die seit längerem in isolierter U-Haft sitzt. Außerdem muss – theoretisch – die freie Anreise zu Versammlungen durch die Polizei gewährleistet werden.

Das Ergebnis des Gerichtsprozess können wir natürlich nicht vorhersagen. Aber falls es uns spontane, politische Reaktionen entlockt könnten wir doch nach dem Prozess die Demokratiefestigkeit der Kerpener Polizei unter Beweis stellen und weitere, spontane Versammlungen abhalten.

Gerichtstermine werden manchmal kurzfristig abgesagt. Das ist hier auch der dritte Versuch des AG Kerpen, diesen Prozess zu führen (sie haben im Juni 2017 und Juni 2017 schon Termine angesetzt und abgesagt). Bitte informiert euch vor eurer Anreise nochmal auf http://antirrr.blogsport.de oder bei mir, ob der Prozess stattfindet.
Es kann sein, dass es im Gericht Ausweiskontrollen gibt, die definitiv in aktuellen Ermittlungsverfahren – insb. gegen unbekannte Personen – herangezogen werden können. In den Sitzungssaal passen nur ca. 20 Zuschauer*innen. Außerdem solltet ihr keine illegalisierte oder gefährliche Gegenstand mit in’s Gericht nehmen.

Danke an die Antirepstrukturen für ihre grandiose Arbeit!

Wir werden gewinnen.
Kontakt zum Angeklagten via
hambacherforst@nullriseup.net 

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