Solidarität mit Hambi9 vom 250. Anti Fraport Protest

Solidarität mit den Hambi9 aus dem Frankfurter Flughafengebäude während des 250. Montags-Protestes, als über 300 Menschen durch Terminal 1 marschierten. Sie protestierten gegen den permanenten Flughafenausbau, dieses Mal für Billigflieger, die so noch mehr das Klima und die Umwelt verseuchen und Waldlebensräume wie den Treburer Wald zerstören. Auch dieser wird mit inzwischen mehr als 3 Baumsitzen und Bodenstrukturen besetzt.
Als sie vom Ärger für den Hambacher Wald und seinen 9 jetzt inhaftierten Verteidig*n hörten, äußerten die Anti-Flughafen-Aktivist*n viel Anerkennung und Unterstützung zum Ausdruck und bildeten eine Solidemo mit dem FreeHambi9-Banner, quer durch das Labyrinth des Flughafens zu den Klängen von Samba Trommeln, Megaphone und Pfeifen, während die Leute hinter den Check-in Schaltern den Mund nicht mehr zu kriegten.

Der Protest am Frankfurter Flughafen hat eine lange und bunte Geschichte von massenhaftem Kampf für die Umwelt und gegen Megaprojekte, anfangs auch mit einem starken antimilitaristischen Element, da der Flughafen zu der Zeit einen großen US-Luftwaffenstützpunkt beherbergte. Die Startbahn West Proteste gehörten zu den wichtigsten Kristallisationspunkte der deutschen Umweltbewegung der 1980er Jahre. Dies umfasste große Straßenblockaden und Besetzungen, die oft von Polizisten angegriffen wurden. Sie warfen damals Blendgranaten (Schockgranaten) und Tränengas aus bis zu acht großen Huey-Militärhubschraubern ab. Sie setzten außerdem 100 Polizisten ab, die dann mit Schlagstöcken angriffen und Leute nieder knüppelten. Im Jahr 1987, während einer letzten großen Räumung der 80er Jahre, wurden zwei Polizisten von einem als Anarchist bezeichneten bewaffneten Mann erschossen. Dies wurde später von Beteiligten und mehreren Studien widerlegt. Dennoch wurde dieser Vorfall benutzt, um eine Hexenjagd gegen die radikale Szene vom Zaun zu reißen, mit Massenvernehmungen und Razzien in ganz Deutschland. Dabei wurde behauptet, dass eine Autonome Massenverschwörung im Spiel war. All dies zielte auf die damals sehr starke autonome Bewegung ab, destabilisierte sie durch die Verbreitung von Angst und Paranoia unter den Anhängern, von denen viele entweder kollaborierten und radikalere Menschen verpfiffen oder inaktiv wurden, auseinander gingen und die Bewegung kritisierten. Klingt irgendwie vertraut.

Wiederum wird Solidarität als die gefährlichste Waffe angesehen.

Die Proteste wurden im Jahr 2008 während einer neuen Waldbesetzung fortgesetzt, die geräumt wurde, als die Polizei über die Seile hoch kletterte, die von den Aktivisten hängen gelassen wurden!! Denkt also immer daran, eure Seile hochzuziehen.

Der Kampf geht nun weiter mit der Besetzung des Treburer Waldes, ein Aufschrei der Unterstützung und Solidarität gegen die Zerstörung der Erde und Megaprojekte wie die neue Erweiterung. Wir haben vorher schon über diese Waldbesetzung berichtet auf https://hambacherforst.org/blog/2018/01/08/neue-waldbesetzung-am-frankfurter-flughafen/

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2 Kommentare

  1. So wie sich Geschichte leider wiederholt, ist der Widerstand dagegen berechtigter denn je!!!!!!!!!!!!!!!

    Klaus der Geiger: „Wir werden uns schon wehren! … ES ZÄHLT DAS LEBEN UND EURE HERREN, DIE MÜSSEN HERUNTER VOM THRON!!!“

    Falschaussagen und Falschdarstellungen seitens der Presse und Medien waren auch damals schon an der Tagesordnung. Sehr aufschlussreiche Aussagen der Küchenbrigade: „Am Sonntag haben 5 Polizisten auf nen
    einzelnen Mann mit Steine geschmisse, nur weil er das Fernglas dorthin gelegt hat!“ Eindeutig und nachdrücklich auch die im „Chor“
    bekräftigte Überzeugung auf die Frage nach dem Vertrauen in die Politiker… Noch Fragen???

    https://www.youtube.com/watch?v=PmQ0nbwRLQ8&list=PL7B89B6D521780807

  2. ich kann nicht soviel fressen wie ich kotzen will.

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