Rodungsstopp bedeutet noch nicht, dass der Wald sicher ist…

Heute wachten wir auf und der Wald war ruhig. Keine Grollen der Maschinen zerriss die Stille, kein Polizeihubschrauber stand über unseren Häusern. Seit gestern 18h ist es RWE untersagt, mit den Rodungen weiterzumachen. Dies heißt allerdings nicht, dass der Wald gerettet ist: Die Rodungen sind untersagt, bis das Gericht über den Antrag entschieden hat. Wann das sein wird, kann hier kein Mensch genau abschätzen. Zudem richtet sich die Klage gegen die Betriebsplan 2014 – 2017. Selbst wenn das Gericht für uns positiv entscheidet, wären ab dem 1. Januar 2018 Rodungen wieder möglich, es sei denn, der Hauptbetriebsplan, der ab 2018 gilt, wird erfolgreich angefochten.

Was Rodungsstopp auch nicht bedeutet ist ein Verbot von Räumungen. Es können weiterhin Baumhäuser sowie das Wiesencamp geräumt werden (und Armin Laschet scheint die Braunkohle ja auch ein besonderes Herzensthema zu sein). Seid daher weiterhin achtsam, haltet euch und eure Verbündeten auf dem Laufendem. Bei einem weiteren Polizeieinsatz wird es wieder eine Warnung per SMS geben.

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8 Kommentare

  1. Macht es Sinn, morgen zum Landtag zu fahren?
    Ich bete in jedem Fall so oder so für ein Wunder! Möge der Wald noch viele Jahre bleiben!!

  2. Ich bete auch! Und bin im Herzen bei Euch und unserem Wald.
    Herzliche Grüße,
    Ronja

  3. GG Art 20a:

    Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20a.html

    Ausserdem empfehle ich weiterhin: Wer das Verheizen von Braunkohle etc. nicht mag, der sollte das hier mal prüfen: co2abgabe.de .

  4. GANZ WICHTIG:

    Distanziert Euch von den Vermummten und den Steinewerfern! Die wurden doch von der Gegenseite angeheuert, um Euch in Verruf zu bringen….

    Wirklich.

    Lasst nicht zu, dass die Bevölkerung an Eurem Anliegen zweifelt.

    Sagt eindeutig: „Wer ohne Not Gewalt gegen andere ausübt, der gehört nicht zu uns. Wer sein Gesicht nicht zeigt, damit er Steine werfen kann, der gehört nicht zu uns.

    Wir zeigen unser Gesicht. Wir sind friedlich. Wir glauben daran, dass auch die Polizisten und die Baggerfahrer Menschen sind.

    Wir wollen friedlich erreichen, dass der Braunkohletagebau in Deutschland gestoppt wird und dass der Hambacher Fort bestehen bleibt.

    Und wir werden es schaffen.“

    Mein Anliegen, mein Vorschlag.

    Ich habe Euch auf http://www.pro-verdura.info als vor allem friedliche Bewegung bezeichnet, die aus der ganzen Bevölkerung Sympathien erhält.

    Daran glaube ich auch weiterhin.

    • Distanzierungen zu fordern, läuft schnell Gefahr in „Gut“ und „Böse“ zu unterscheiden. Doch wir alle haben beides in uns. Um gemeinsam für den Erhalt des Hambacher Waldes zu kämpfen, sind unterschiedliche Ansätze keine Schwäche, sondern eine Stärke. Alle sollten auf ihre Weise aktiv werden und so das „Gute“ in jedem Menschen gegenseitig stärken.

      Dass dabei Rücksicht, Verletzlichkeit und Achtsamkeit wichtig sind, zeigt dieser differenzierte Bericht einer Konfrontation vor ein paar Tagen.
      https://hambacherforst.org/blog/2017/12/01/zur-konfrontation-am-mittwoch/
      Auch Aktivist*innen sind nur Menschen – nobody is perfect.

      Zusammen tun wir unser Möglichstes, kämpfen für den Hambi und wagen den Traum eines guten Lebens für alle – weltweit!
      Ich stehe an eure Seite und freue mich über jeden rodungsfreien Tag!

      • Hi ihr Lieben. Tja schade, die Eindrücke und Beobachtungen zu der Chose da am Mittwoch sind wieder weg. Naja wird seine Gründe haben. Krass spannend jedenfalls und ich halte euch die Daumen dass alles letztlich gut wird. Ich finde euren Protest gut und angebracht. Lasst euch nicht spalten.
        Ich wünsch euch fortwährend starke Nerven.
        Alles Gute und möge das Universum euch stets beistehen.

  5. Ganz herzlichen Dank an Euch alle, die Ihr Euch vor Ort für den Erhalt des Hambacher Forst einsetzt und damit auch für den Klimaschutz, einen schnelleren Ausstieg aus der Kohle, wertvollen Humus und gegen das weitere Abbaggern von Dörfern…! Drücke ganz fest die Daumen und versuche Euch aus der Ferne zu unterstützen, indem ich auf die Situation in möglichst vielen verschiedenen Kontexten aufmerksam mache.

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