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Deeskalationstaktik der Aachener Polizei im Hambacher Forst???!!!!

Meine Wut wird zu Worten wie Pflastersteine

Ich bin wütend, sehr wütend. Mein Haus das ich vor kurzem in der Nähe des Drugspaces gebaut habe wurde demoliert. Ich wurde davon am Pressetelefon informiert. Einerseits bin ich dankbar, dass die Wiese sich die Mühe macht danach zu kucken, aber andereseits bin ich einfach nur noch wütend. Wütend, denn mein Haus wurde durchwühlt und demoliert, dabei steht es nicht einmal in der Nähe des Rodungsgebietes. Was mich so wütend macht, ist diese Gewalt der Polizei, bei der die Worte fehlen sie zu erklären. Irgendwie grundlos in das Haus eines Menschen eindringen und zu zerstören, was sich Leute aufgebaut haben, ist aus meiner Sicht reiner Sadismus, läuft aber anscheinend unter der Deeskalationsstrategie der Aachener Polizei. Ich wurde mal in einem anderen Bundesland von der Polizei ins Krankenhaus geprügelt und erlitt eine Gehirnerschütterung. Und trotzdem habe ich mich nicht dazu hinreissen lassen, in deren Haus einzudringen, ihre Einrichtung zu demolieren und metaphorisch auf den Teppich zu pissen. Diese Hütte ist mein Zuhause mein eigenes und einziges Dach über dem Kopf. Aber genau das machen sie, die Tür scheint nicht mehr vorhanden zu sein und der Ofen zerstört. Mehr weiß ich leider nicht, da ich am Tatzeitpunkt nicht vor Ort war.
In Anbetracht dieser unausprechlichen Gewalt welche gegen die Umwelt, Anwohner*innen und im Widerstand aktiven Besetzer*innen tagtäglich stattfindet, ist es da noch verwunderlich das es zu Eskalationen kommt? Ich definiere mich selber als Pazifisten, aber es gibt politische Utopien welche ein Privileg der Naiven zu sein scheinen und es gibt politische Realitäten und meine Politische Realität ist die Frage wie lange ich psychisch in der Lage bin diese Gewalt ohne Gegenwehr hinzunehmen.

-Marta-

Bilder vor der Zerstörung:

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Liebe Marta,
    Wie wäre es wenn du dir ein Grundstück suchst dass du bebauen darfst. Dort kannst du dir ein „Haus“ bauen und die Natur genießen. Wenn du aber auf fremden Grund einfach eine Hütte baust musst du dich nicht wundern wenn du umziehen musst.
    Ich weis auch nicht wie lange die Mitarbeiter oder die Polizisten psychisch in der Lage sind ohne Gegenwehr die Gewaltausbrüche seitens der „Aktivisten“ auszuhalten.
    Vielleicht gilt bald: Auge um Auge – Zahn um Zahn.

  2. Ach, da ist ja wieder der liebe Elmo, der mir so viele Fragen nicht beantworten konnte, letztlich einfach keine Argumente mehr hatte und endlich verstummte.
    Nun faselt er wieder vor sich her, ich möchte nur auf einen Punkt eingehen:

    Es wäre schrecklich, wenn Auge um Auge, Zahn um Zahn gelten würde. Der Sicherheitsdienst würde etliche Zähne verlieren und Frakturen im Gesicht erleiden, die Polizei müsste literweise CS-Gas inhalieren und hätte so einige gebrochene Finger. Die Häuser von etlichen RWE-Aktionären würden für das Gemeinwohl konfisziert und zerlegt. Mindestens zwei Politiker müssten an Legionellose sterben, bei siebzig würde eine Lungenentzündung fällig sein, da es immer noch keinen gesetzlichen Grenzwert für Legionellen gibt, 2014 aber die Menschen in Jülich durch das Kraftwerk Weisweiler leiden mussten.

    Wir könnten aber auch ganz einfach haben, wenn Auge um Auge, Zahn um Zahn einfach mal auf der Kostenseite gelten würde. Laut BMU versursacht die kWH Braunkohlestrom Schäden in Höhe von 10,75 ct, der Erlös an der Strombörse liegt bei 3,4 ct. Das würde ein Minus von 7,35 ct/kWh bedeuten und wäre herrlich. Kein Gramm Kohle würde mehr in Deutschland gefördert und wir würden endlich mal ernst mit der Energiewende machen, die aktuell eher in China, Indien und den USA voranschreitet.

  3. Hallo Waldmensch, du bist super. Ich begreife nicht, wieso die RWE Fans, deren Äußerungen hier und anderswo zu lesen sind, immer wieder mit diesem blöden Auge um Auge kommen. Das hast du hier wunderbar entkräftet. Auch Marta schreibt, Schwierigkeiten damit zu haben, friedlich zu bleiben. Die Gewalt kommt eindeutig und nachweislich von der anderen Seite. Daran ändern auch keine Granatfunde aus dem Zweiten Weltkrieg etwas (der Wald liegt bestimmt voll davon, er war heftig umkämpft und ich wundere mich, dass bisher kein Räumpanzer oder Erntemaschine in die Luft geflogen ist.)
    Ich habe übrigens ein Problem mit den Bildern weiter oben. Denn sie zeigen nur den Zustand „nachher“. Wer nicht weiß, wie es „vorher“ aussah, könnte demnach genausogut denken: „Na, Marta könnte auch mal aufräumen.“

    Admin-Edit: Du irrst dich in einem Punkt, die Bilder sind von vorher [das steht ja auch dabei], ja es war als sie gemacht wurden nicht aufgeräumt, jetzt ist die Hütte aber wirklich verwüstet und teilweise zerstört.

  4. Marta,

    Ich möchte einen emotionalen Punkt gegen alle intellektuellen Debatten hier zu bringen. Danke für deine Wut mit uns teilen. Danke für das Schreiben. Es tut mir leid, dass deine Haus zerstört wurde. Deine Heim. You put yourself on the line for the forest, and that is beautiful. Ich kenne dich nicht, aber ich bin bei Hambi gewesen und habe die Wiese und den Wald gesehen, und alles, was ihr alle tut, ist wunderschön. Ich bin nicht hier, um über das Werfen von Steinen zu urteilen. I just wanted to send a note for you to hear that you are wonderful

  5. Vom Kraftwerk Weisweiler bis Jülich sind es Luftlinie etwa 7 km. Legionellen überlebe diese Entfernung in der Luft nicht .

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