Jetzt: Rojava verteidigen! Berxwedan Jiyane!

Solidemos in Bonn und Demin

In den vergangenen Tagen gab es zwei Demonstrationen, die ihre Solidarität mit dem Hambacher Forst ausdrücken wollten und die auf die Wiederbesetzung am 26.04 mobilisieren sollten. Am 13.04 in Demmin und am 12.04 in Bonn.

Demin: Am 13.4. gab es eine kleine spontane Unterstützungsaktion für die Wiederbesetzung vom Hambacher Forst am 26.4.
In Solidarität mit dem Widerstand gegen die Waldzerstörung für den Braunkohletagebau kletterten einige Menschen in die Bäume im Stadtzentrum von Demmin und zeigten direkt am Luisentor den Passant_innen das Banner mit: „URWALD ERHALTEN – HAMBACHER FORST 26.4.“

Die Probleme sind nicht nur im Hambacher Forst und so setzten sich die Menschen bei der heutigen Aktion allgemein für den Erhalt und Ausbau der Wälder und von Bäumen ein. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den waldarmen Regionen und würde noch ein paar mehr Bäume durchaus brauchen können. Das Stadtbild von Demmin ist genauso als arm an Bäumen zu bezeichnen.
Hambacher Forst bleibt!

Bonn: Am Samstag Morgen haben wir uns mit ca. 50 Menschen versammelt um für den Erhalt des Hambacher Forstes und damit gegen die Förderung und Verstromung von Braunkohle durch RWE zu demonstrieren. Wir trugen unsere Solidarität mit dem ausdauernden Widerstand der Wald- und Wiesenbesetzer*innen im Hambacher Forst bei Köln auf die Straße.

Dort wurde die Waldbesetzung am 27.3. erneut von der Polizei geräumt, doch nach der dritten Waldbesetzung steht eines fest:

die vierte Waldbesetzung und zwar am 26.4.14!

Bei der Auftaktkundgebung am Kaiserplatz wurde deutlich gemacht, wie groß das Ausmaß der Zerstörung durch die Stromgewinnung aus Braunkohle ist. Sie ist der dreckigste Energieträger, den wir kennnen. Bei der Verbrennung von einer Tonne Braunkohle wird eine Tonne CO2 frei. Die Tagebau sind bis zu 400m tief, das Grundwasser muss auf 500 m abgepumpt werden. Ganze Dörfer müssen den Baggern weichen. Und eben auch der Hambacher Forst, eine der letzten ökologischen Oasen im Rheinland! Von den ursprünglich 5500 ha sind nur noch ca. 1000 ha übrig und jedes Jahr von Oktober bis Februar wird der Wald ein Stück mehr zur Todeszone.

Zur Zeit sind 17 weitere KOhlekraftwerke im Bau bzw. in Planung. 2013 wurde so viel Braunkohle verbrannt wie seit 20 Jahren nicht mehr! Energiewende?

Die Aktivist*innen im Hambacher Forst haben nach noch keiner Räumung ihren Widerstand gegen diese unfassbare Umweltzerstörung aufgegeben. Und wir rufen gemeinsam mit ihnen dazu auf am 26.4 den Hambacher Forst massenhaft und entschlossen neu zu besetzen!

Unser kraftvoller und bunter Protest erreichte bei strahlendem Sonnenschein viele Bonner*innen in der Innenstadt und auf dem Altstadt Flohmarkt. Außerdem baute die Gruppe antiatom-Bonn das gelbe X der Bewegung am Hauptbahnhof auf und widmete es diesmal dem Hambacher Forst. Es wird noch bis zum 26.4., dem Tag der Wiederbesetzung dort stehen.

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