Hausbesetzung in Morschenich

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Update 24.04.2019:
18:03 Alle am 23.04.2919 und 24.04.2019 inhaftierten sind frei.
14:26 In den nächsten anderthalb Stunden gibt es zwei Haftrichtivorführungen von Menschen aus Haus 1 im AG Düren. Support erwünscht.
12:50 Polizeieinsatz beendet. Alle rücken ab.
12:33 Menschen in den Bäumen werden gerade durch Klettercops evicted.
12:32 Räumung der 2 Personen auf dem Dach vom neuen #MAZ das gestern schon mal geräumt wurde abgeschlossen. Min. 1 Person noch im Baum im Garten.

23.04.

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Es ist und bleibt derselbe Kampf
Kraehennest Belagerung Nacht

Es ist und bleibt derselbe Kampf

Krähennest Belagerung
Krähennest Belagerung Nacht

Obgleich uns klar ist, dass es jeder Zeit zu einer Polizeiaktion im Wald kommen kann, erschrecken wir am frühen Montagmorgen um sieben Uhr, als wir von den Rufen „Polizei im Wald“ aus dem Schlaf gerissen werden. Auf der alten A4 fahren Polizeiwannen vor, halten an und Cops steigen aus. Schnell bringen wir für uns wichtiges Material in die Schutzumzäunung unter dem Tower, verschließen und verbarrikadieren den Eingang und ziehen die Leiter hoch. Inzwischen ist Krähennest umstellt. Polizeitrupps fotografieren und kartografieren die Lage der Baumhäuser. Sprechchöre werden gerufen. Wir sind angespannt. Ein Radlader fährt in den Wald und transportiert Totholz ab. Anschließend fährt der Fahrer mit aggressiven Gebärden auf den Tower zu, auf dessen Balkon Aktivist*innen die Situation beobachten. Er lässt seinen Greifarm auf die darunter gelegene Spülstation krachen,

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Eppenberger Wald ist besetzt! Pressemitteilung

Dieser Text wurde uns zugeschickt mit der Bitte, ihn zu veröffentlichen.

Pressemitteilung vom 01.03.2019 zur Besetzung des Eppenberger Waldes

Der Wald ist besetzt!

Seit dem 15.02.2019 haben wir, Aktivist*innen aus dem Hambacher Forst, den Eppenberger Wald besetzt. Dieser soll für ein Industriegebiet auf einer Fläche von ca. 40 Hektar abgeholzt werden. Dies, obwohl es in direkter Nähe bereits eben solche Gebiete mit großen unverkauften Flächen gibt.
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Die erste Ankettblockade eines Kohlezuges bleibt straffrei

Die erste Ankettblockade eines Kohlezuges bleibt straffrei
Aktivisten zufrieden: „Aktion hat viele Nachahmer*innen gefunden – das war das Ziel“

Es war die erste Ankettblockade eines Kohlezuges. Im August 2012 kettete sich eine Gruppe von fünf Aktivisten mit Unterstützung weiterer, unbekannt gebliebener Personen, auf der damaligen Hambachbahn fest und legte so für mehrere Stunden die Transportstrecke für Braunkohle vom Tagebau in das Kraftwerk Niederaußem lahm. Das Besondere an der Aktion: Es war die erste ihrer Art, und sie hatte gleich zwei Ziele. Zum einen sollte sie Debatte um Klimawandel und Kohleausstieg befeuern, die damals noch ganz am Anfang stand. Zum anderen aber sollte sie der noch zaghaften Klimabewegung Mut machen, über symbolische Aktionen hinauszugehen. Nicht zufällig fand die Blockade kurz nach der Besetzung des Hambacherforstes statt. Beide und dann folgend viel weitere solcher direkten Aktionen hoben den Protest auf ein neues Niveau, welches sich bis heute immer weiter gesteigert und inzwischen zu einem – nicht ausreichenden – Ausstiegsszenario der vor einigen Jahren noch kohlefreundlichen Politik geführt hat.

„Der Rückzieher des Gerichts ist eine Einstellung erster Klasse“, heißt es von den ehemals Angeklagten. Denn sie erfolge voll auf Staatskosten. Ankläger und Gerichte hätten erkennbar Angst gehabt vor der offensiven Strategie vor Gericht. Vorgeworfen war nämlich eine Störung von Betrieben der Daseinsvorsorge. Die Angeklagten und ihre Rechtsbeistände wollten beweisen, dass das Kraftwerk dafür nicht notwendig war und ist. Stattdessen gefährde es das Dasein. „Unser Ziel wäre ein Freispruch gewesen – weil Braunkohleverstromung nicht nur unnötig ist, sondern sogar schädlich ist.“ Einen solchen Erfolg wünschen die Aktivisten von 2012 nun all denen, die seitdem wegen vieler weiterer Aktionen vor Gericht gestellt würden. „Freispruch für alle und Kohleausstieg sofort – das bleibt unser Ziel und Wunsch. Wir ketten uns weiter an, wo es nötig ist! Schafft 1, 2, 3 … viele Hambis – nicht nur beim Klimaschutz!“

Mehr: http://www.projektwerkstatt.de/index.php?p=14017
und https://de.indymedia.org/node/29148

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Neue Ausgabe der HambiZeitung „Shitbarricade“

Endlich ist es wieder so weit: Eine neue Ausgabe der autonomen Zeitung „Shitbarricade“ aus dem  Hambacher Forst ist öffentlich!

Ihr findet sie HIER: https://shitbarricade.wordpress.com/

Um uns Druckkosten zu sparen könnt ihr sie gerne selbst ausdrucken und im Infoladen, Cafe, Wohngemeinschaft usw eures Vertrauens auslegen.

 

 

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Persönlicher Rückblick auf die Großdemo am 06.10.18

Mit diesem Text möchte ich mich an den zuletzt veröffentlichten Bericht

anschließen.
Auch hier gilt: Es ist eine persönliche Perspektive, keine allgemeingültige „Wahrheit“.

Als ich am Bahnhof Buir angekommen bin und sich bereits dort die Massen stauen, die zur Großdemo gehen, habe ich einen Kloß im Hals. Ich weiß, dass gerade viele einen Sieg feiern. Aber ich kann mich kaum freuen. Sicher, die Nachricht dass die Rodungen ausgesetzt wurden, hat auch bei mir ein gutes Gefühl hinterlassen. Ein Gefühl von: Hahaha, der ganze Monster-Einsatz der letzten Wochen für den Arsch. Ihr kriegt uns nicht klein, und jetzt dürft ihr nicht mal roden.
Aber der Preis dafür ist so unfassbar hoch. Der Wald leidet unter dem Polizeieinsatz, unter den tausenden Leuten die jetzt hindurch laufen, unter dem Druck ein Symbol zu sein.
Menschen leiden. Unter dem Tod von Steffen. Unter der Gewalt die Polizist_innen ihnen angetan haben. Unter dem Wissen das noch immer Menschen im Knast sitzen, vielleicht noch für lange.

Und dann stehe ich in mitten einer Menschenmenge, die dorthin strömt wo mal mein zu Hause war. Ein zu Hause, das mir über viele Jahre ein Gefühl gegeben hat dass ich zuvor nicht gekannt habe.

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