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Baumpflanzaktion- Loriens Blätter sind nicht umsonst gefallen!

Die Reulung letzten Herbst hat in großen Teilen des Waldes ihre Spuren hinterlassen: hunderte Bäume und Sträucher fielen den Kettensägen zum Opfer, fruchtbare Erde wurde weggebaggert, um Parkplätze zu bauen und Schneisen zu schlagen. Besonders in Lorien und am §11 bietet sich ein Bild der Zerstörung.

Seit einigen Tagen sind einige engagierte Menschen dabei, diese Flächen wieder aufzuforsten, doch das ist viel Arbeit und deshalb brauchen wir dich!

Wir brauchen Leute, die Lust haben, mit uns Keimlinge und Jungbäume auszugraben und in den zerstörten Gebieten zu pflanzen, und so wieder die erste Vegetation anzusiedeln.

Wir freuen uns auch über Baumspenden, zB Obst- und Nussbäume, um einen essbaren Teil des Waldes zu gestalten, angelehnt an das alte Forsthaus, einen Rastplatz, der schon vor vielen Jahren RWE weichen musste.

Vielleicht hast du auch einen Baum zu Hause, der mal an die frische Luft will? 😉 Außerdem nehmen wir auch gerne Saatgut und Keimlinge von Gemüse, Blumen und Küchenkräutern.

Es wird bald wieder eine weitere Baumpflanzaktion geben, für die wir viel Unterstützung und vor allem Bäume brauchen. Falls du dich einbringen möchtest schick einfach eine Mail an hambacherforst@nullriseup.net

(Bitte achte bei der Auswahl der Arten auf die Herkunft der Samen – kein Scheiß von Monsanto oder anderen Agrarkonzernen – und insbesondere auch darauf keine Invasiven Arten – also Arten, die sich schnell und unkontrolliert ausbreiten- in den Wald zu bringen. Wir möchten die Vielfalt des Hambi schützen und nicht durch unbedachtes Aussähen von Samen das Habitat zerstören)

Auf dass Loriens Blätter nicht umsonst gefallen sind!

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Ich schlage vor, keine gezüchteten Obstsorten zu nehmen, sondern wilde Arten. Es wachsen beispielsweise schon wilde Äpfel im Wald, die zwar klein sind, aber gut schmecken. Es muss doch möglich sein, unter solchen Apfelbäumen Jungbäumchen zu finden, die sich über einen lichten Platz freuen. Das gleiche gilt auch für Waldkirschen. Sie schmecken sehr gur aber sind klein. Gezüchtete Arten dagegen sind nicht widerstandsfähig genug um unter Waldbedingungen zu überleben. Aber auf der Wiese würden sie sich gut machen. Da würde auch eine Schlehenhecke oder Johannisbeeren etc. gut hin passen.
    Es geht nicht mehr um die Kohle, RWE weiß das schon längst. Es geht inzwischen um Bodenspekulation mit astronomischen Gewinnen, mit viel Geld aus Berlin und Brüssel für die Ansiedlung neuer Industrien. Und RWE ist Grundeigentümerin und scheffelt. Dann wollen wir mal sehen, ob dieser Plan aufgeht oder unsere Bäumchen!

    1. Heute ist der „internationale Tag der Wälder“.

      Viel Spass beim Pflanzen und den Bäumchen ein gutes Leben im Hambi.

      Leider bin ich zu weit weg, um zu helfen :-((

      Lieben Gruß

  2. Bei uns im Garten kommen immer wieder Walnuss- und Ahornsämlinge hoch. Einige sind auch schon drei oder mehr Jahre alt und stehen in einem geschützten schattigen Miniwäldchen. Werden diese jungen Ahorn- und Walnussbäumchen gebraucht?

  3. „Wir brauchen Leute, die Lust haben, mit uns Keimlinge und Jungbäume auszugraben und in den zerstörten Gebieten zu pflanzen, und so wieder die erste Vegetation anzusiedeln.“
    Das ist sicherlich gut gemeint, aber mM nach ziemlich sinnlos. Die Keimlinge und Jungbäume brauchen den Schutz der ausgeawachsenen Bäume, damit sie sich entwickeln können.Einen Sommer wie letztes Jahr würden sie auf freier Fläche nicht überleben. Und Lorien ist ausserdem auch viel zu windig.
    Fremde Bäume, auch wenn es heimische Baumarten sind, halte ich ebenfalls für fragwürdig.Sollten sie denn überhaupt gedeihen, so locken sie dann nur Fressfeinde der hiesigen Fauna an. Dieses kleine Reststück Urwald braucht jeden erdenklichen Schutz vor Bewirtschaftung, egal durch wen oder auf welche Art.

    Der Wald braucht Ruhe und Zeit, und wird langfristig die geschlagenen Wunden von selbst heilen.
    Ich schrieb schon an anderer Stelle: Zuerst kommen die Birken, Weiden, Hasel und andere Pionierpflanzen und Sträucher. In deren Schutz werden sich dann die Buchen und Eichen ausbreiten und entwickeln und später den Wald wieder dominieren. Das braucht einfach nur Zeit, viel Zeit, aber so ist das nun mal mit Urwald. Lasst Ihn einfach in Ruhe.
    Wenn Ihr vom Waldeingang Kieswerk rechts abbiegt und zur „Securoad“ geht, könnt Ihr den beschriebenen Werdegang sehr gut beobachten.

    1. Dem kann ich nur zustimmen. Nach der Eiszeit gab es genau diese Sukzession. Es gab hier eine Zeit lang große Haselnusswälder. Um Fressfeinde wie Kaninchen abzuschrecken, sind übrigens Stöckchen mit in Carbolineum getränkte Lappen hilfreich.
      Dieser Wald hat eine eigene, spezifische Baumgesellschaft, aber die ist das Ergebnis einer sehr langen Entwicklung. Wenn wir die beschleunigt nachvollziehen wollen, braucht es Pflege. Wässern und so. Vielleicht ist es ein leichterer Weg, Haselnüsse mit dem Pflanzstock zu säen und dazwischen zu einem späteren Zeitpunkt z.B. die Eicheln von gesunden Stieleichen aus dem Wald.
      Für diejenigen, die sich nicht so gut auskennen: Lorien liegt am Waldrand, zur Grube hin. Da ist also kein Wald mehr, aber das kann wieder werden. Auch das Bodenleben kann aus dem Restwald wieder zurück kommen. Und natürlich sollen weiterhin Fichten zu Baumhäusern werden, damit es der Borkenkäfer und auch RWE etwas schwerer hat. Anstelle von Zombiwald, also an einer mehr windgeschützten Stelle als Lorien, hat eine Wiederaufforstung mit standortgemäßen Bäumen auch mehr schnellere Erfolgschancen.
      Heute hat RWE auf einmal erklärt, es wäre technisch schon möglich, den Wald zu erhalten. Aber sehr teuer. Ja und? Wer hat denn soviel am ruinieren der Landschaft verdient? Reuldoch!

  4. Könnte hier nicht die zuständige Behörde helfen? Forstamt? Naturschutzbehörde? Die sollten hier etwas tun, denn schließlich könnte es sich ja um ein FFH-Schutzgebiet handeln, und das fällt sicher in deren Zuständigkeitsbereich! So ein Forstamt muss doch wissen, wie mensch den ursprünglichen Wald möglichst umweltgerecht und schnell wieder herstellt.

  5. Es wird vielleicht 100 Jahre dauern, bis sich die Rodungsflächen wieder dem Urwald angeglichen haben. Da kann auch ein Forstamt nichts dran ändern. Manche glauben immer noch, dass man nur den richtigen Knopf drücken muß, und schwups, alles wieder gut. Beim Wald geht das aber nicht. Der Wald braucht einfach nur Zeit, Ruhe und Schutz.

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