Polizei im Wald

Heute, Freitag den 24. August

Derzeit ist Polizei im Wald.

19:40 Der heutige Einsatz scheint beendet. Sieben Stunden, zwei Barrikaden, über 600 Bullen.

18:30 Auch das Auto ist weggeräumt.

18:00 Mensch aus zweitem Auto geräumt.

Update 17:50: Anerkennende Worte der Technischen Einheit: „Da hat jemand gut gearbeitet.“

Update 17:20:

Nahe des Kieswerk hat sich ein Mensch an einen Bulldozer angekettet und diesen mit einem Lockon erstmal aufgehalten. Jetzt schneidet die Polizei das Lock mit einem Trennschleifer auf. Im Bereich Lollypop/Deathtrap trifft weitere Polizei und Räumungsausstattung ein. Gleichzeitig hat ein Mensch es geschafft, an der Hundertschaft vorbei in das unbesetzte dort stehende Auto zu kommen und sich dort anzuketten.

nachträgliches Update ca. 16:00: erste Autobarrikade geräumt.

Update 14:20: über 40 Wannen, Räumfahrzeuge, Höhen“rettungs“-Team und Betonmischer im Wald.

Ungefähr 50 Manschaftswagen der Polizei sind derzeit im und um den Wald im Einsatz. In Buir stehen Wasserwerfer und Räumpanzer bereit. Gegen 12 Uhr betrat die Polizei im Norden und bei Deathtrap/Lollypop den Wald. Einsatzziel ist scheinbar das Abschleppen eines Auto am Waldeingang nahe der alten Autobahnauffahrt. Hubschrauber kreisen ununterbrochen über dem Wald. Die Polizei hat die Bereiche des Waldes betreten (Norden, Jesuspoint), in denen laut deren Aussage kein Einsatz stattfinden wird.

Der Polizeieinsatz dauert noch an. Weitere Informationen folgen. (Stand 13:50)

In den nächsten Tage und Wochen rechnen einige Menschen aus dem Wald mit vielen solchen Einsätzen und mit der Räumung aller Baumhäuser. Seit 6 Jahren bereiten sich die Menschen darauf vor die Zerstörung unseres Hambacher Forst durch die Polizei und RWE zu verhindern. Dafür wurden Baumhäuser und Barrikaden gebaut. Menschen haben sich z.B an Bagger, Kraftwerke und Bäume gekettet, zu viele sind in Gefängnisse gesteckt worden. Die Menschen im Wald machen dennoch weiter und werden auch nach einer Räumung weiter machen.

Falls du zu viel Geld übrig hast und etwas davon loswerden möchtest um die Menschen im Wald zu unterstützten z.B. um weiteres Klettermaterial zukaufen, kannst du das gerne tun:

Konto: Spenden und Aktionen
Volksbank Mittelhessen
Betreff: Hambacher Forst,
IBAN: DE29 5139 0000 0092 8818 06
BIC: VB­MH­DE5FXXX

 

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12 Kommentare

  1. „Liebe Kinder, gebt fein acht, was RWE mit eurer Erde macht.
    Bäume tot, Städte platt, im Sommer heiß, dass jeder Fieber hat.
    Luft verdreckt, die Böden sauer, nach dem ersehnten Regenschauer.
    Doch zum Ausgleich, ach wie schön, dürft ihr deren schöne Werbung sehen.
    Wenn euch später mal die Luft zum Atmen fehlt, seid nicht traurig,
    auch wenn’s quält und denkt zurück an eine Zeit, voll Konsum und der Narren Freiheit.“

    http://taz.de/Gastkommentar-zum-Hambacher-Forst/!5525823/

  2. Was kann ich schon bewirken?

    Die Eule, die Kohlmeise und die Schneeflocke

    – Eine Metapher –

    Es war Winter. Es schneite und der Wald lag unter einer weißen Decke.

    Hoch oben auf einer Tanne saß eine Eule und dachte über den Sinn des Lebens nach, als sie Besuch von einer kleinen Kohlmeise bekam.

    Die Eule, sie hieß „Pinky“, bekam sehr oft Besuch, denn sie war als sehr klug im Wald bekannt.

    „Pinky, darf ich dich etwas fragen?“, sagte die kleine Kohlmeise.

    Die Tiere hatten großen Respekt untereinander und besonders vor der Eule. Sie „klopften“ vorher immer an,
    wenn sie etwas von „Pinky“ wissen wollten, d. h. sie fragten vorher ob sie etwas fragen durften und „polterten“ nicht sofort drauf los.

    „Ja frag, was möchtest du wissen?“, antwortete „Pinky“.

    „Pinky“, was wiegt eigentlich eine Schneeflocke?“

    Die Eule überlegte einen Moment, oder tat so als ob sie überlegte
    und fragte dann zurück:
    “Was glaubst du denn, was eine Schneeflocke wiegt ?“.

    Das machte die Eule sehr oft, denn sie war ja ein kluges Tier und sie wusste, dass es viel wertvoller ist Dinge selbst heraus zu bekommen,
    als nur Antworten zu erhalten.

    „Ich denke, weniger als nichts“, antwortete die kleine Kohlmeise.

    Wieder überlegte die Eule oder tat zumindest so, als ob sie überlegte.

    Dann sagte sie:
    „Gestern, als mir furchtbar langweilig war, habe ich einmal gezählt wie viele Schneeflocken so auf einen Ast passen. Ich zählte: Einemillionfünfhunderttausendfünfundsiebzig.
    Als dann die einemillionfünfderttausendsechsundsiebzigste Schneeflocke auf den Ast fiel, also weniger als nichts, da brach der Ast.“

    Sehr nachdenklich flog die kleine Kohlmeise wieder zu ihrem Baum, überlegte sie doch, wie viele „Äste“ sie wohl schon mit weniger als nichts,
    unbewusst zerstört hatte?

    ******

    Gefunden und überarbeitet von „Hadig“

  3. Nun hat Herr Weinspach sich auch die Seekuh geschnappt. Es ist damit bewiesen, dass Laube, ALF und Seekuh für den neuen Abenteuerspielplatz des Prisädiums genutzt werden. „Einmal alternative Lebenslust spüren“, vielleicht als Bonus für kreative Ursachenfindung von Polizeimaßnahmen.

    Die nächste Enthüllung folgt auf den Fuß: RWE-Sprecher haben Realitätsprobleme. Worauf die zurückzuführen sind und ob ein Substanzmissbrauch vorliegt, das ist nicht zu ermitteln. Aber öffentlich behaupten, die UnterRWElt hätte die letzte Rodungssaison freiwillig ausgesetzt, das ist ganz harter Tobak, meiner Meinung nach so stark, dass er unters BTM fallen müsste.

    FAKT IST: In der Rodungssaison 2017/18 hat RWE trotz eines laufenden Verfahrens, welches eben den Hambacher Wald und seine EU-rechtswidrige Zerstörung als Gegenstand hatte, mit dem Roden angefangen. Erst auf juristische Anweisung an das Land NRWe, jegliche Rodung zu verhindern, wurde eine große Party auf der Secustraße gefeiert.

    Ich sehe hier zwei Lügen: 1) Hat RWE die Rodung 2017/18 angefangen 2) Hat RWE nicht freiwillig damit aufgehört.

    Vielleicht interessiert das ja jemanden. Ich schicke es noch ein paar Leuten per E-Mail…

  4. hier noch das Zitat:

    RWE stellte fest: «Wir hatten der Ministerin persönlich und schriftlich ausführlich den Sachverhalt dargelegt und klar gemacht, dass die lange geplanten Rodungen kurzfristig zwingend erforderlich sind, um die Kohleförderung aus dem Tagebau Hambach sicherzustellen.» Die Rodungen beruhten auf einer klaren Rechtsgrundlage «und sind ein normaler betrieblicher Vorgang». Nach einem freiwilligen Rodungsverzicht im vergangenen Jahr seien die zeitlichen Puffer aufgebraucht.

    Hier klicken, schön archiviert und ohne Werbung

    (Auch zu finden bei finanznachrichten.de, Tagesschau, Neuesdeutschland, WDR und weiteren)

  5. Liebe Waldleute, VIELEN DANK FÜR EUREN EINSATZ!
    All Ihr Unterstützer, macht Rabatz!
    Schreibt an Politiker, ruft an, SEID LAUT; ÜBERALL;
    ZUSAMMEN STOPPEN WIR DIESEN IRRSINN!!!
    liebe Grüße!

  6. Nach den letztlich erfolgreichen Anti-AKW Demos werde ich gerne wieder aktiv. Solange maßgebliche Aktivisten mit dem Wort „Bullen“ hantieren, kommt das für mich aber nicht in Frage.

    Die Polizei besteht aus normalen Menschen, Müttern und Vätern, die ihren Job tun, um ihre Familien über die Runden zu bringen. Hier systematisch ein Feindbild zu schüren, ist unverantwortlich und führt letztlich zu Gewalt, die sich nur verballerte Gehirne wünschen können. So mobilisiert man keine kritische Masse.

    • Der „ganz normale Job“ bei der Polizei beinhaltet regelmäßig das Erzeugen von Rassismus, indem bevorzugt migrantische Menschen kontrolliert werden. Der Job beinhaltet regelmäßig Gewaltexzesse wie die Zerschlagung nicht gewalttätiger Demonstrationen, Menschen die Knarre an den Kopf halten, die einfach nur im Forstumfeld Auto fahren. Oury Jalloh, Halit Yozgat, Opfer-Täter-Umkehr in der Keupstraße.

      In dem Moment, in dem sie die Uniform anhaben, sollen sie gar nicht mehr als Menschen gesehen werden, sondern als Repräsentanten der staatlichen Gewalt.

      Außerdem ist mittlerweile oft genug gerichtlich festgestellt, das „Bulle“ so sehr in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist, dass es nicht mehr als Beleidigung angesehen werden kann.

    • Diejenigen, die einfache Autodiebe auf der Flucht erschießen; die Abschiebehäftlinge misshandeln. Jene, die Ge­fangene in ihren brennenden Zellen verrecken lassen. Diejenigen, die Akten über Millionen von Menschen führen; die uns mit Kameras und angezapften Telefonen überwachen. Diejenigen, die mit Pfefferspray, Wasserwerfern und Knüppeln gegen Demonstrationen vorgehen; die den Bossen bei jedem Streik den Rücken frei halten. Diejenigen, die – weltweit – zwischen jedem hungernden Menschen und den vol­len Kaufhausregalen stehen; zwischen jedem Obdachlosen und den leerstehenden Gebäuden; zwischen jeder Immigrantin und ihrer Familie. Jene, die dafür sorgen, dass alles so bleibt, wie es ist

      In jeder Nation, zu jeder Zeit sagt ihr uns, dass wir uns ohne euch gegenseitig umbringen würden.

      Aber wir wissen ganz genau, wer die Mordenden sind.

      Wir lassen uns nichts mehr von euch gefallen!

      http://crimethinc.blogsport.de/2013/03/27/die-polizei-plakat/
      http://crimethinc.blogsport.de/2012/05/25/sieben-mythen-ueber-die-polizei/

      Außerdem ist längst gerichtlich festgestellt, dass „Bulle“ so sehr allgemeiner Sprachgebrauch ist, dass es nicht zur Beleidigung taugt.

    • Ja das ist mir auch aufgefallen.
      Auch wenn es schwerfällt und man sich auf verschiedenen Seiten befindet ist Respekt selbst aufzubringen in meinen Augen unverzichtbar.
      Was Du selbst nicht bereit bist zu geben, wirst Du auch nicht erhalten.

  7. öko und geozidär.grundrechts.-umwelt.- u.artnschutzwidrige
    eigenmächtigkeiten niederer vernunft.

  8. Tatsache ist, hier sind engagierte Menschen, die mit Ihrer Entschlossenheit und Ihrem Einsatz für uns alle diesen Wald schützen und damit schon sehr viel Öffentlichkeit geschaffen haben.
    Dafür habe ich größte Wertschätzung und Dankbarkeit.
    Auch ich stimme nicht mit allen Formen überein, aber nur wenn wir zusammenstehen, können wir diesen Irrsinn aufhalten.

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