Baumfällung im Hambacher Forst während einer Barrikadenräumung am 21.3.2018

Ein Film und einige Fotos


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20 Kommentare

  1. Leider gewinnen diese alten Schätzchen immer mehr an Bedeutung:

    „… das muss ja wirklich nit der schönste Beruf sein, man muss schon verstehen, bei derer Arbeitslosigkeit, da schaut man nit lang hi, da nimmt man heutzutag schon jeden Schmarrn!“

    https://www.youtube.com/watch?v=otxf4yF8ZKU

    „… du magst es greifen, du begreifst es nicht, was du auch siehst, ist nur gefrorenes Licht…“

    https://www.youtube.com/watch?v=DwHtWLfQOMs

  2. Danke für die eindrucksvollen Bilder.

    „Beschädigtes Wurzelwerk, aufgrund dessen der Baum eine Sicherheitsgefahr darstellt“ vermag man da beim besten Willen nicht zu erkennen.

    Und wieso so viele Bäume?

    Und wieso, verdammt nochmal, haben sie die gefällten Bäume nicht liegen lassen?

    Es ist ein Naturschutzgebiet und deshalb müssen alle umgefallenen / rechtswidrig gefällten Bäume im Wald belassen werden!

    Es ist furchtbar, wie RWE und die Polizei hier gewütet haben.

    WIE DIE AXT IM WALD!

    Hier müsste wirklich endlich ein öffentlicher Aufschrei passieren.

    Ich werde diesen Artikel da auf Facebook teilen, kommentieren und bewerben. Zielgebiet: Bei Euch da.

    Es sieht nach einem Racheakt aus, dafür, dass sie Eure Baumhäuser nicht räumen dürfen – weil man dafür in einem FFH-Schutzgebiet Bäume fällen müsste!

    Wieso beteiligt sich die Polizei an Racheakten eines privaten Großkonzerns?

    Wo ist der Respekt vor der Gerichtsbarkeit, die festgelegt hat, dass es keine Rodungen mehr geben darf?

    Respekt vor der Gerichtsbarkeit = Respekt vor der Verfassung = Respekt vor den Bäumen!

    • Beppo Straßenkehrer

      Weil die Konzerne die Politiker in Amt und Würden heben, weil die Politiker nach dem Ausscueiden (schönes Wort in dem Zusammenhang) aus der Politik in den Konzernen lukrative Jobs bekommen.
      Warum sichert die Bundeswehr die französischen Uranmienen in Mali?

  3. Facebook-Beitrag pro verdura von gerade eben: „Hilferuf aus dem Hambacher Forst: Teilen und Weitersagen!“

    Zielgebiet: Essen, Aachen, Köln, Mönchengladbach (+40 km Umkreis), Laufzeit: 7 Tage, geschätzte Reichweite pro Tag: 2.100 – 9.400 Personen

    Teilen, schreiben, sauer sein:

    https://www.facebook.com/proverdura/posts/424843631271244

  4. So und jetzt habe ich den facebook – Beitrag noch einmal deutschlandweit losgeschickt, mit gleich großer Reichweite.

    Das wären in den nächsten 7 Tagen pro Tag bis zu 20.000 Personen, die das in ihrem facebook-Account bekommen und hoffentlich lesen und teilen.

    Darüber, an welche E-mail-Adressen ich das noch schicke, denke ich jetzt nach.

  5. Habe gerade die deutschlandweite Reichweite auf täglich 60.000 – 180.000 Personen erhöht – Laufzeit: 7 Tage.

    Also wenn bei all diesen facebook – Nutzern kein Widerhall kommt, dann weiß ich auch nicht … (müsst Ihr nicht veröffentlichen, ist v.a. eine Info für Euch).

    Damit bin ich jetzt arm … bzw. das Haushaltsbudget ist geschröpft.

    Aber es geht mir mit meinem festen Gehalt ja immer noch super…. Also was solls. Ist für einen guten Zweck.

  6. Götz von Berlichingen

    Dann sollte jemensch Anzeige erstatten wegen der illegal gefällten Bäume!
    Vielleicht kann Kurt dazu beraten, wo das am sinnvollsten und welcher Tatbestand einschlägig wäre?
    Wieviele Bäume sind es denn insgesamt?
    Vielen Dank an die Leute im Wald, die sich unermüdlich für dessen Erhalt einsetzen!

    • Erich Anstrengend

      Bedauerlicherweise bin ich mir ziemlich sicher, dass RWE und der lokale Gesetztesapparat einschliesslich Polizei es sich schön zurecht gelegt haben, damit sie bei einer Anzeige die Oberhand haben würden. Der Forst ist dem Konzern und dem Staat ein Dorn im Auge, RWE logischerweise und Nordrhein Westfalen hätte es am ruhigsten wenn RWE die Rechte einfach hat (plus Zusatzfaktor Lobbying von RWE in der Politik). Was es braucht ist ein grösserer, allgemeiner gesellschaftlicher Aufschrei und beharrliche direkte Aktionen, um RWE und Staat das Leben schwer zu machen, wodurch sie vielleicht(sicher fürs Erste) abziehen weil der Backlash sonst zu hoch wäre. Der besetzte Forst an sich und was er aussagt ist ihnen eh egal, sie sehen ihn höchstens als Bedrohung ihrer Autorität.

  7. Ein schöner Ort wird durch Baumfällungen „häßlich gemacht“, damit es die Menschen nicht mehr anspricht. Und immer wieder wird von denen probiert, wie weit man gehen kann. Bei nächsten mal fällen die dann den ganzen Wald, weil es sind ja andere Baumbesetzer wie Fledermäuse, Haselmäuse, Spechte, Hirschkäfer, Bockkäfer etc. drauf. Dies nennt man dann Räumung, weil die Tiere sind ja illegal in dem Wald eines Bergbaukonzern…

  8. Falls die Baumfällungsareale eine Größe von ca. 40 x 60 m haben, so handelt es sich um zukünftige Arbeitsflächen für die Grundwasserabsenkung.Vor dem Aufbau der Bohrgeräte werden diese Flächen entweder bekiest oder mit Holzplanken befestigt.

  9. Der Baum stand an einem strategisch für die Bullen ungünstigen Ort – genau an einer der wenigen noch bleibenden Kreuzungen im Wald – je größer sie diesen Knotenpunkt machen desto schwieriger wird es für uns disen zu blockieren. der zusätzliche effekt den kito beschreibt ist auch nicht außer acht zulassen – der von uns als „jesus-point“ bezeichnete wegschrein war & ist für viele ein Ort der ruhe und der pause auf unseren wegen durch den wald.

    bzgl mandy – gut möglich, eine solche pumpe im wald war schon vorletztes jahr circa 50 meter von dort angedacht, konnte aber durch eine besetzung und vielfältigen widerstand verhindert werden.

  10. Ich würde wirklich gerne das sagen was ich grade fühle wenn ich so einen scheiß sehe was rwe macht aber das wäre zu 70% Wut und der Rest einfach nur Traurigkeit und entsetzen wegen so einer Dummheit… Es ist einfach nur Traurig wieder an zu sehen das die Polizei diese Umweltschänder eher schützt als die menschen die tag täglich dafür kämpfen das Dieses wunderschöne stück land nicht geschändet wird… Dieser Wald hat mir die augen mal geöffnet und mir gezeigt das man gegen RWE auf die Barrikaden gehen muss und RWE wirklich schaden muss. Denn so gehts nicht mehr weiter dieser wald hat vieles geschaffen was RWE niemals schaffen würde nicht mals in 1000 Jahren

    LG Tatze

    • „RWE wirklich schaden“ – was willst Du damit sagen?

      Bitte keine Aufrufe zu Gewalt, denn Gewalt schadet demjenigen, der sie anwendet, am meisten, und das zu Recht.

      „RWE wirklich schaden“ – das würde ich nicht unterschreiben.

      Wir brauchen RWE als ersten großen Energiekonzern, der wirklich ernst macht mit dem Kohleausstieg und sich richtig deutlich für die Erneuerbaren Energien positioniert…. dabei wird der Aktienkurs erst einmal richtig in den Keller gehen…. wäre das nicht „Schaden“ genug?

      Und RWE müsste auch den Schaden wieder gutmachen, den der Konzern an der Natur – hier: dem FFH-Gebiet Hambacher Forst – angerichtet hat …. wäre das nicht „Schaden“ genug?

      Wir brauchen RWE als starken Verbündeten. Und dafür muss RWE auf Profit verzichten, sich selbst nachhaltig umbauen und über eine lange Strecke die Frustration der Aktionäre hinnehmen, was ein Absinken des Aktienkurses zur Folge hat.

      RWE muss durch die Talsohle der Erneuerung, um dann einen nachhaltigen Aufstieg als erster Energiekonzern am Markt hinzulegen, der richtig groß in Erneuerbaren Energien ist…. mit Auswirkungen auf den ganzen Markt und Signalwirkung für die Welt….

      Dafür lohnt es sich, legal, friedlich und öffentlich aktiv zu werden.

      Und der „Schaden“ für den Konzern würde sich auf lange Sicht als sein „Segen“ erweisen. Es ist immer gut, der erste auf dem Markt zu sein, der sich mit einer nachhaltigen Strategie durchsetzt.

      • wenn gewalt demjenigen am meisten schadet der sie verübt …dürfte RWE längst nicht mehr existieren.immer wieder unaushaltbar zu sehen, was diese bestie anrichtet.
        komm ,schaue ,.und sehe franziska.und wenn du danach noch an den rechtsstaat glaubst…den weihnachtsmann oder integere politiker…

  11. Viel Glück für uns alle.

    Und fürs Weitermachen noch ein paar Slogans:

    „Wenn wir gewinnen, gewinnen alle.“

    „Wir stehen mit beiden Beinen fest auf dem Waldboden des Gesetzes.“

    „Für den Rechtsstaat = für den Wald“

    (Rechtsstaat heißt nicht, dass der Staat rechts steht, sondern dass es nach Recht und Gesetz zugehen muss und die Gesetze, die von der Bevölkerung – über politische Einflussnahme und Wahlen und damit über das Parlament kommen – befolgt werden oder abgeändert werden müssen.

    Also bitte nicht schimpfen jetzt – Rechtsstaat ist ein gutes Wort, auch wenn „rechts“ drin steht.

    Es heißt nicht „rechts“, sondern:

    Es heißt „rechtens“ oder „gerecht“ oder „gegen Unrecht“. :-))

  12. Noch ein paar Slogans:

    „Hey RWE, werdet enkeltauglich!“

    „Wir sind auch für Eure Kinder da“

    „Das Gesetz ist auf unserer Seite“

    „Wo ist Euer Gewissen?“

    „Rechtsstaat = Bürger haben Rechte“

    „Bürger = Erdenbürger = Mensch“

    „Für die Menschen, für die Umwelt, für die Zukunft“

    „Glückliche Enkel sind mehr wert als 50 Cent Dividende“

    „Glückliche Enkel sind mehr wert als alles Geld der Welt“

    „Freude schenken, an die Enkel denken“

  13. Götz von Berlichingen

    RWE als starker Verbündeter?
    In welcher Traumwelt lebst Du denn?
    RWE hat bisher oft genug unter Beweis gestellt,
    dass dem Konzern Natur und Menschen völlig egal sind und der sogenannte „Rechtsstaat“ schützt im Hambacher Forst nur die Täter. Die engagierten Menschen, welche die Umweltzerstörung aufhalten wollen, werden mit übelsten Repressionen und zum Teil hanebüchenen Tatvorwürfen bedacht.
    Wo der „Rechtssaat“ versagt hat, müssen die Bürger aktiv werden!

    Dazu ein Terminhinweis:
    4.05.2017, 20.00 Uhr, Marienkirche in Düren : Theater Berliner Compagnie „So heiss gegessen wie gekocht“ – Klimakatstrophe mit Musik http://www.berliner-compagnie.de/index.htm

  14. Wenn Ihr es schafft:

    Dann veröffentlicht den Text des Bescheids zur Fortführung des Tagebaus Hambach hier.

    Die Begründung muss genau angeschaut werden. Ich zweifle daran, dass sie stichhaltig ist.

    Ich gehe davon aus, dass die Bezirksregierung gegen allgemeine Denkgesetze verstößt und das Prinzip von Ursache und Wirkung in sein Gegenteil verkehrt:

    Ich wette, dass sie sagen, der Hambacher Forst sei in einem so schlechten Zustand, dass er als FFH-Schutzgebiet nicht (mehr) in Frage kommt.

    Und genau das ist doch der Punkt:

    Diese „Ursache“ ist nicht die Ursache für den schlechten Zustand, sondern sie ist die Auswirkung des rechtswidrigen Tagebaus Hambach.

    Die echte Ursache ist der Tagebau Hambach und sind die Rodungen selbst!

    Noch deutlicher ausgedrückt:

    Der Tagebau Hambach ist die Ursache dafür, dass der Wald in seinem Zustand schon seit Jahren verschlechtert wird.

    Wenn jetzt dieser schlechte Zustand als Begründung hergenommen wird, um den Schutzstatus als FFH-Gebiet zu verneinen, dann ist das einfach nicht haltbar, es verstößt gegen jegliche Logik.

    Her mit dem Bescheidstext!

  15. Laut der Pressemitteilung der Bezirksregierung Arnsberg sei die Aufnahme der „noch vorhandenen Waldflächen“ nicht erforderlich, um das Natura 2000 – Schutzgebietsnetz in NRW zu erweitern.

    Das ist genau das, was ich meine: Die Umkehrung des Prinzips von Ursache und Wirkung.

    Warum?

    Weil die Bezirksregierung damit offensichtlich von dem Restwald in schlechtem Zustand ausgeht, wie er jetzt dasteht. Wir meinen erstens, auch dieser Wald ist es wert und gebietet es, ihn als FFH-Schutzgebiet zu schützen.

    Aber zweitens, und das ist doch viel wichtiger, geht es darum, dass dieser Wald viele tausend Hektar groß und viel lebendiger und noch viel artenreicher wäre, wenn der Tagebau Hambach nicht schon seit vielen Jahren rechtswidrig dessen Verschlechterung herbeigeführt hätte.

    Jetzt zu sagen: „Die Fledermäuse, die wir in NRW haben, sind genug.“, ist ein völlig unangemessene Verkürzung der Betrachtung.

    Es geht nicht nur um die Fledermäuse, es geht vor allem auch um die Artenvielfalt an vielen Tieren und Pflanzen, die der Hambacher Forst aufweist und vor allem: aufgewiesen hat.

    Und deshalb:

    Her mit dem Bescheidstext, her mit der Klage dagegen und her mit dem Oberverwaltungsgericht Münster!

  16. Hier ist der Bescheidstext und er macht ziemlich traurig:

    https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2018/03/063_18_03_29/2018-03-29-Zulassung-HBP-2018-2020.pdf

    Die schon gemeldeten Natura-2000-Gebiete sollen sämtlich und unter allen möglichen Gesichtspunkten ausreichend sein, sodass es auf den Hambacher Forst dafür nicht ankommt.

    Den Fledermäusen soll es – auch andernorts – so gut gehen, dass es auf den Hambacher Forst nicht ankommt.

    Ist das etwa alles?

    Wird das OVG Münster das auch so sehen, wenn der BUND seinen Antrag auf Zulassung der Berufung begründet hat?

    Das muss jetzt wohl einfach abgewartet werden.

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