Politisches Gebet in Immerath

Politisches Gebet in Immerath, 7. Jan. 2018

Sagen wir es unerschrocken: wir wollen eine Veränderung, eine wirkliche Veränderungen, eine Veränderung der Strukturen. Dieses System ist nicht mehr hinzunehmen; die Campesinos ertragen es nicht, die Arbeiter ertragen es nicht, die Gemeinschaften ertragen es nicht, die Völker ertragen es nicht…. und ebensowenig erträgt es die Erde «unsere Schwester, Mutter Erde» wie der heilige Franziskus sagte.
Papst Franziskus auf dem Welttreffen der sozialen Bewegungen in Bolivien in 2015.

Im Hintergrund: der Immerather Dom, am letzten Tag seines Bestehens?
Davor wartet schon der Bagger mit dem extra langen Arm der Fa. Herzog. Davor der Zaun, der nicht autorisierte Personen von der „Bau“-Stelle fern halten soll. Mit daran ein Zitat vom Chef der Organisation, der dieses Gebäude mal gehört hat. Von ihm hören wir nicht so oft derart radikale Aussagen. Vielleicht weil in der Kirche zu viel Uneinigkeit darüber besteht? Aber sie bleiben radikal, im besten Sinne des Wortes.
Davor engagierte Christinnen, die mit diesem Statement aber sehr einverstanden sind, katholische und protestantische, und diese politische Andacht organisiert haben.
Es waren ca. 300 Menschen gekommen.
Es wurden auch die Worte eines Kindes zu diesem Abriss vorgelesen: „Hoffentlich springt der Bagger nicht an!“
Zum Schluss wurde gesagt: „Lasst uns nicht vergessen, dass es ohne die Leute in den Baumhäusern den Hambacher Forst nicht mehr geben würde!“ Großer Applaus.
Spontan sagte darauf eineR von diesen Leuten ins Mikro: „Glaubt nicht den Schauermärchen über uns. Kommt und besucht uns!“

Videos vom 6.1.:
https://www.youtube.com/watch?v=hqHF-36CL1o
https://vimeo.com/249955478
Presse:
https://www.ksta.de/region/rhein-erft/kerpen/tagebau-abrissbagger-versetzen-immerather-dom-den-todesstoss-29443990
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/erkelenz/immerather-dom-ein-wahrzeichen-verschwindet-abriss-beginnt-heute-aid-1.7305938
http://www.taz.de/Braunkohleabbau-am-Niederrhein/!5472039/

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2 Kommentare

  1. Die Änderung kann nicht radikal genug sein! Der Fisch stinkt vom Kopf!

    09.01.2018
    Kurt Claßen

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