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Aktion gegen das AVR Jülich

Liebe Freundinnen und Freunde, derzeit stehen an fast allen Atomstandorten der Region wichtige Aktionen an, zu denen ihr herzlich eingeladen seid. Es ist sehr wichtig, dass wir an allen Standorten aufzeigen, dass der Atomausstieg in NRW und Umgebung bislang nur eine Fata Morgana ist. Die Atomindustrie arbeitet weiter an der Zukunft der Atomenergie und transportiert frischen Uranbrennstoff und hochradioaktiven Atommüll quer durch die Lande. Und sowohl die Bundesregierung wie auch die Landesregierungen schauen wohlwollend zu und geben für die Vorhaben der Atomindustrie immer wieder grünes Licht – das ist kein Atomausstieg!
Gegen Lebensfeindliche Technologien-Atom und Kohle Austieg ist Handarbeit.
Jülich: Mahnwache zur Aufsichtsratssitzung des „Forschungszentrums“
(Castor-Exporte, Reaktor-Verlagerung)

2. Münster: Internationales Urantransportetreffen

3. Lingen: Resolution zur Stillegung des AKW und der Brennelementefabrik

4. Ahaus: 20 Jahre Sonntagsspaziergang

1. Jülich: 19. Nov., 9 Uhr

Am jetzigen Mittwoch, 19. November, findet von 9-13 Uhr eine Mahnwache vor dem Haupttor des Forschungszentrums Jülich (FZJ) statt. Zeitgleich tagt der Aufsichtsrat des FZJ mit Vertretern der Bundes- und NRW-Landesregierung zu den illegalen Castor-Exportplänen für die Jülich- und Ahaus-Brennelementkugeln, die in die USA gebracht werden sollen. Zudem hat die extrem gefährliche Verlagerung des AVR-Reaktordruckbehälters begonnen.

Bislang tagte der Aufsichtsrat immer geheim, nun gibt es erstmals eine Protestaktion direkt vor dem Tor, um den Druck gegen die Castor-Exporte zu erhöhen!

2. Internationales Urantransportestreffen Münster: 28.-30. Nov.

Im Anhang findet ihr die aktualisierte Einladung zum Internationalen Urantransportetreffen vom 28.-30. Nov. in Münster. Mit Gästen aus Frankreich, Russland und den Niederlanden werden am Samstag über eine weitere Vernetzung und zukünftige Aktionen gegen den internationalen Uran-Verschiebe-„Tourismus“ diskutieren. Am Sonntag geht es dann zur UAA Gronau und zur Brennelementefabrik Lingen, die für einen großen Teil der Urantransporte nicht nur in unserer Region verantwortlich sind. Abschluss der Tagung ist eine Kundgebung vor der Areva-Brennelementefabrik Lingen (Sonntag, 30., 12.15 Uhr).

Wichtig: Wer in Münster eine Übernachtung benötigt, sollte sich unbedingt vorher bei SOFA anmelden: info@nullsofa-ms.de.

Generell würden wir uns freuen, wenn ihr kurz mitteilen könntet, mit wievielen Leuten ihr anreist, damit wir die Verpflegung, Räumlichkeiten etc. vernünftig planen können. Wir freuen uns auf eure Teilnahme und spannende Diskussionen!

3. Lingen: Resolution und Kundgebung

Wir sammeln derzeit Gruppen/Verbände, die eine neue Resolution zur Stilllegung des Atomstandortes Lingen (AKW und Brennelementefabrik) unterstützen möchten. Wir wollen diese Resolution dann kurz vor dem Urantransportetreffen und der Kundgebung in Lingen veröffentlichen, um Druck auf die niedersächsische Landesregierung und die Bundesregierung zu machen.

Bislang lag Lingen oft im Schatten der bundesweiten Diskussionen. Doch die sehr intensiven Aktivitäten rund um das AKW Grohnde haben gezeigt, dass dies nicht so bleiben muss.
Deshalb unterstützt bitte die Resolution (Mails an: uaanee@nullweb.de oder info@nullsofa-ms.de) und kommt am 30. zur Kundgebung nach Lingen (Motto: „Wir schlagen Alarm“).

4. Ahaus: 21.12, 14 Uhr – 20 Jahre Sonntagsspaziergang am Zwischenlager
Zusammen mit der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ laden wir euch zum Abschluss des Jahres zu einem bunten und großen Jubiläums-Sonntagsspaziergang für Sonntag, 21. Dezember, um 14 Uhr am Zwischenlager in Ahaus-Ammeln ein. Der Sonntagsspaziergang wird 20 – wir wollen das Widerstands-Jubliäum ein wenig feiern und uns gemeinsam auf die Auseinandersetzungen des nächsten Jahres mit einer lebendigen Winter-Demo einstimmen – seid dabei!

Desweiteren:

Ein Bündnis von nordrhein-westfälischen und bundesweiten Initiativen und Umweltverbänden will die Exporte von Castor-Behältern mit hochaktiven Brennelemente-Kugeln aus Jülich und Ahaus verhindern. Wenn am 19. November der Aufsichtsrat des Forschungszentrums tagt, der über den Umgang mit den Jülicher Castoren entscheiden muss, werden Vertreterinnen des Bündnisses mit einer Aktion vor dem Tor des Forschungszentrums öffentlich Stellung nehmen.

Nach Ansicht der Atomgegner zeigten mehrere vorliegende Gutachten, dass die angedachten Exporte mit hoch radioaktivem Material in den US-Bundesstaat South Carolina nicht legal wären. Die Idee von Bundes- und Landesregierung, die Rechtmäßigkeit durch ein einfaches Umdeklarieren des kommerziell betriebenen AVR Jülich in einen Forschungsreaktor herzustellen, gehe nicht auf.

„Der AVR ist zweifelsohne ein Leistungsreaktor und wird auch so beim Bundesamt für Strahlenschutz gelistet. Er untersteht damit den erst im letzten Sommer geänderten gesetzlichen Regelungen, die einen Export des radioaktiven Brennelemente-Inventars verbieten und eine so sicher wie mögliche Lagerung in Deutschland vorschreiben“, so der AVR-Experte und frühere Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich, Dr. Rainer Moormann.

Peter Bastian von der Initiative SOFA Münster betont den Aspekt der gesellschaftlichen Verantwortung: „Wenn auch die Betreiber atomarer Anlagen versuchen, sich ihrer Verantwortung für den hochradioaktiven Müll zu entledigen – der Export der strahlenden Probleme ins Ausland ist aus unserer Sicht keine Lösung. Eine ‚Aus den Augen, aus dem Sinn‘-Strategie unter der unschuldige Dritte leiden, ist für die Entsorgung unseres Atommülls nicht akzeptabel.“

Kerstin Ciesla, stellvertretende Vorsitzende des BUND NRW fordert die Einhaltung des Koalitionsvertrages der rotgrünen Landesregierung: „Dort wurde vereinbart, dass die Castoren, vor allem die in Jülich lagernden, nur noch einmal transportiert werden – nämlich zu einem Endlager, wenn hierfür ein Standort gefunden ist. Wir werden einem Bruch des Koalitionsvertrages nicht tatenlos zusehen sondern versuchen, diesen Transport mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern.“

Die Parole der Anti-AKW-Bewegung ‚NiX rein – niX raus!‘ ist auch Grundsatz des neuen Bündnisses. Eine Ende September durchgeführte Veranstaltungstour mit Tom Clements, dem Geschäftsführer der US-Organisation Savannah River Site Watch (SRS-Watch), durch Deutschland war der erfolgreiche Auftakt der gemeinsamen Arbeit. Daran will das Bündnis mit weiteren Aktionen und Veranstaltungen anknüpfen und beschloss nun eine kontinuierliche Zusammenarbeit.
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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Hallo Leute,
    Ihr macht es Euch etwas zu einfach. Im Jülicher Forschungszentrum wird der Reaktor endlich zurückgebaut. Das ist das, was wir seid 50 Jahren (ich selbst so lange ich denken kann) fordern. Dabei fälltauch der alte Atommüll an. Was soll aber damit passieren?
    Es wird dagegen protestiert, dass er weiter im Forschungszentrum gelagert wird. Die Bedingungen hier sind eine Katastrophe! Soll er wegtransportiert werden, wird gegen den Transport protestiert, weil er auch zu gefährlich ist. Ja, aber was soll aber denn damit passieren? Ihr lasst diejenigen, die in Jülich gegen Kernkraft sind (und das sind nicht wenige) völlig im Regen stehen! Ihr macht uns das Leben schwer.
    Natürlich hätte das alles nicht sein müssen. Aber die Tatsachen sind nun mal da und eine Mahnwache ändert daran garnichts! Protestiert nicht gegen das FZ sondern gegen die Bratsche in Berlin, die nichts kapiert! Hier bringt Ihr nur noch immer mehr Leute gegen Euch auf! Oder habt Ihr eine Lösung?

  2. @Jülicher: Die vorgeschlagene Lösung ist doch: Aufbau eines sichern (!) Lagers in Jülich. Das ist möglich, aber halt teuer. Dass niemand hier den Müll habe will, kann doch kein Grund für diese Sankt-Florians-Politik sein und dafür, den Müll in ein hochverstrahltes US-Militärzentrum zu schaffen, wo er die riesigen Umweltprobleme noch verstärkt. Jülich ist gefordert, dort hat man sich jahrzehntelang vor seiner Verantwortung gedrückt und statt sich um Entsorgung zu kümmern, riesige Summen für den Export dieser Reaktortechnologie (Südafrika, China) vergeudet.

    ps: Der Aufsichtsrat tagt nun aus Angst vor den Mahnwachen in Bonn.

  3. Jo ab nach Gorleben, Asse oder Morsleben. Lieber woanders als bei uns. Das ist Logik. Ja hätte Mensch Deutschland abgeschaltet wäre das alles kein Problem mehr. Ich mache es mir einfach. Der Müll schadet ja nur den kommenden Hunderten von Generationen. Haben sich die, die gewählt haben vor 40 Jahren auch einfach gemacht. Interessiert ja nicht mehr – die meisten sind eh schon tot.
    Bernd

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