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Tesla-Wald bei Grünheide wiederbesetzt!

Nachdem die letzte Besetzung nach wenigen Stunden geräumt wurde und das OVG beschlossen hat, dass weiter gerodet werden darf, haben die Baumpirat*innen offenbar erneut die Bäume geentert.

Wir wünschen euch viele Kraft und Mut, lasst euch nicht unterkriegen. Smash green capitalism!

(von Indymedia: https://de.indymedia.org/node/67320):

Arr, wir sind wieder da! Ihr könnt uns räumen doch ihr werdet uns nicht los! Die Baumpirat:innen haben erneut bei Grünheide Bäume besetzt, um den Bau von Tesla’s „Gigafactory“ zu blockieren. Diesmal wollen wir den Diskurs ein wenig mehr auf den Umweltschutzaspekt legen:

Kiefernwälder sind typische Wälder Brandenburgs, diese als „Plantagen“ zu entwerten ist schlicht Manipulation, damit auch ja jede*r Idiot meint, sie seien nichts wert und können ruhig weg. Seit das Gebiet aufgrund der möglichen Ansiedelung BMWs zu einem Industriegebiet umgeschrieben wurde, wurde es sich selbst überlassen. In den letzten 20 Jahren haben sich viele verschiedene Tiere und Pflanzen angesiedelt. Wie vielfältig die Geräusche sind, wenn mensch durch den Wald läuft! Die Begutachtung, ob seltende Tierarten vorhanden sind, wurde quasi übersprungen und statt mehrerer Wochen intensiv im Sommer im Schnelldurchlauf im Winter geprüft.Übrigens sollte, nachdem Scheitern des BMW-Plans, dieses Gebiet angegliedert werden an das Naturschutzgebiet Löcknitztal. Dieses würde sehr stark in Mitleidenschaft gezogen werden durch solch eine große FabrikDas Wort „Löcknitztal“ haben wir kaum in den Nachrichten gehört. Wie kommt das bloß? Ist einfacher, Protest zu verhindern indem eben einfach gesagt wird: ist doch garkein richtiger Wald. Dieser Wald hat mehr Unterholz und Bodenbewuchs als so manch anderer Wald in Deutschland.  Was auch kaum erwähnt wird, ist, dass die Fabrik in ein Wasserschutzgebiet gebaut werden soll. Es geht nicht nur um die Wassermenge, die dieser Riese braucht, und die das Land kaum gewährleisten kann, sondern auch darum, dass ein Chemiestandort mitten in ein extrem sensibles Gebiet gebaut wird. Wenn da etwas kaputt geht und ein bisschen in die Erde und ins Grundwasser sickert, hat das nicht nur Brandenburg im Wasser, sondern auch Berlin.  Dieschon an Lüge grenzende Aussage, Telsa würde 3x so viel Wald aufforsten. Hat sich mal wer gefragt, wo das sein soll? Dieser „Wald“ wird völlig zerstückelt an verschiedenen Orten gepflanzt. Ist ja schön, für Sauerstoff. Aber Lebensraum für Tiere oder auch erholsamen Raum für menschliche Tiere wird es nicht geben.  Zudem ist diese Fabrik hauptsächlich dazu da, um SUVs zu bauen. Autos für Reiche. Die dann, wenn sie mit einem anderen Auto zusammenkrachen, das andere Auto so platt machen, dass die drinnen sterben. Bonzenautos, die Menschen töten.   In diesem Sinne! Bildet Banden! Wir sind ! Wir sind die, die keine Angst vor euch haben. Wir wissen, dass wir mit wenigen Menschen viel bewirken können. Wir sorgen für Karies wenn der Staat uns die Zähne zeigen will.  You can’t evict an idea!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hi,

    ich bin hier um mich mal zu informieren, wie der Widerstand gegen diese unnötige Waldrodung abläuft. Statt gut aufbereiteter Informationen finde ich politisch eingefärbte Propaganda, in der es noch nicht mal um Umweltschutz geht, die stattdessen den Klassenkampf ausruft. (Wir haben übrigens 2020 und nicht 1920.) Mit solch unreflektierten Texten, die derart unkonstruktiv am Thema vorbeischießen, muss man sich nicht wundern, wenn man nicht ernst genommen wird. Der Weg zum Erfolg führt über die breite Unterstützung in der Bevölkerung und durch die Behörden. Das hatten schon die 68er verstanden, warum ihr nicht?

    Ich hoffe ihr überdenkt eure Denk- und Verhaltensweisen. Ihr seid auf dem falschen Weg.

    Besten Gruß
    Florian Marquardt

    1. Die Waldbesetzung war nie ein Projekt in dem es nur um Klima ging, auch nie „gewaltfrei“, „gemäßigt“ oder „bürgerlich“. Es ging immer auch um einen radikalen gesellschaftlichen Wandel samt dem Hinterfragen von Eigentumsverhältnissen. Und „gewaltfrei“ wäre die Waldbesetzung nie so erfolgreich gewesen und hätte auch nie den Weg für die aktuelle Klimadebatte ebnen können.

      Die 68er haben nämlich lang nicht so viel erreicht, wie immer gerne geredet wird. Viele von denen sitzen heute in Vorstandsetagen, Managerposten, und Chefredaktionen – während die Welt immer noch an Kapitalismus, Klimawandel, und Nationalismus leidet. Wenn der Marsch durch die Institutionen so erfolgreich war, warum müssen dann auch heute noch Leute Bäume besetzen, Menschen vor Krieg und Armut flüchten, oder die Menschen in Chile und anderswo Revolution betreiben?

      Mit einem Kohleausstieg 2038 ist es nämlich noch lange nicht getan.

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