Aktivitäten gegen Besetzer_innen im Hambacher Forst

In der letzten Woche kam es zu mehreren Zwischenfällen, bei denen Verteidiger_innen des Braunkohletagebaus Material der Waldbesetzung beschädigten oder zerstörten. Es wurden unter anderem mehrere Kletterseile gekappt, die Reifen eines Autos eines auf der Besetzung lebenden Menschen zerstochen und ein Zelt in der neuen bewohnten Barrikade („der Igel“) zerschnitten.

Security-Patrouillen durch den besetzten Wald wurden aktiv von Besetzer_innen begleitet, um sicherzustellen, dass durch sie kein weiterer Schaden angerichtet wird. Dabei kam es wiederholt zu angespannten Situationen, während derer es leider auch zu etwas albernen Kraftproben kam. Dabei standen sich die beiden Gruppen mehrmals direkt gegenüber. Von Security-Seite fielen dabei die Ausdrücke „Ihr habt alle keine Eier“ und „Ihr seid Pussys“ (gerichtet an die männlich gelesenen Aktivist_innen).

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Skouries

Goldabbau in Griechenland

Mit meinem Rucksack auf dem Rücken schleppe ich mich langsam die Straße hinauf. Eine Polizeistreife fährt an mir vorbei, dann der Wagen eines Security-Unternehmens. Dann kommt die Streife wieder zurück. Und noch ein weiteres Security-Auto. So geht das nun schon die ganze Zeit, seit ich den Weg hoch auf den Kakavos-Berg in Griechenland eingeschlagen habe.

Keine zwei Stunden habe ich mit Bus und ausgestrecktem Daumen von Thessaloniki bis ins 3.000-Seelen-Dorf Megali Panagia gebraucht, welches im Osten der Halbinsel Halkidiki gelegen ist. Doch von dort aus ging’s dann nur noch zu Fuß weiter. Was mich antreibt? Etwa die wunderschöne Natur, der Wald, die Berge, die Flüsse, das Meer? – In gewisser Weise schon. Jedoch auf eine wahrlich unschöne Art und Weise: Was mich hierher bringt, ist der Kahlschlag des Waldes, die Sprengung des Berges, die Vergiftung von Meer, Flüssen und Grundwasser. Auf dem Kakavos-Berg soll eine der zahlreichen geplanten Goldminen in Nordgriechenland entstehen: Skouries. Kaum auszumalen werden die katastrophalen Auswirkungen dieses Projekts sein und es steht bereits mehr als in den Startlöchern. Weiter lesen!

Der Stacheligel

Neue lebende Barrikade

Igelbild

Seit ein paar Tagen gibt es einen Stacheligel, der einen der Hauptknotenpunkte der Waldwege blockiert. Es handelt sich um eine Art Wachturm, umgeben von Barrikaden und Gräben. Er befindet am ehemaligen Jesus-Point, der von RWE zerstört wurde. Die rund um die Uhr besetzte Barrikade bekam heute morgen bereits Besuch von Sicherheitskräften von RWE. Diese näherten sich leider auch bis auf wenige Meter der Wiesenbesetzung und wurden dann von mehreren Menschen aus dem Wald herauskomplimentiert.

In den letzten Tagen mehren sich die Security-Patrouillen diesseits der Autobahn. Gestern wurde erneut das Kletterseil der Blutbuching-Besetzung gekappt.

New living Barricade

Since a few days, there is a spicky headgehog, which blocks one of the main crossing points of the roads through the Hambach Forest. It’s a type of watchtower, surrounded by other barricades and trenches. The barricade, which is occupied 24 hours a day, was this morning visited by RWE Security-Forces. Unfortunately, they also came very close to the squatted meadow and were therefore by some people accompanied out of the forest.

In the last days, there are more often security patrols on our side of the old highway. Yesterday, the climbing rope of the Beechtown-Occupation was cut again.

Infoveranstaltung in Oslo

Am Freitag, den 20.Februar, findet ab 17:00 Uhr eine Infoveranstaltung im Blitz Infoshop (Pilestredet, Oslo, Norwegen) statt.
Es werden Filme vom Forst gezeigt und es gibt einen kleinen Vortrag. Danach können Fragen gestellt und diskutiert werden.
Der Eintritt kostet nix. Getränke und „Hambacher Forst“-Patches nur gegen Bargeld.