UP III strikt von der Außenwelt isoliert, ohne Post und Besuche


UP III is nun aufgrund von Indizien seit zwei Monate inhaftiert, in denen die Verteidigung keinen Zugang zu ihren Akten hat, um die Verteidigung organisieren und Zeugen aufrufen zu können. Obwohl die ersten Besuche einen Tag nach der Verhaftung der Gefangenen stattfanden, wurden bis nach 7 Wochen Haft keine Besuche mehr in Betracht gezogen. Besonders beunruhigend macht diesen Fall, dass bei UPIII – anders als bei vielen deutschsprachigen Gefangenen aus Hambi, die mehrfach unter ähnlichen Vorwürfen und zur gleichen Zeit festgenommen wurden und denen keine Post verschleppt oder kontrolliert wurde und die in manchen Fällen innerhalb von Tagen massig Post erhalten konnten – aber ähnlich wie beim Englischsprachigen Jus, wie bei UP2 (Spanisch) und UP4 (Französisch), ihre Post vollständig blockiert wurde und sie in mehr als zwei Monaten nur zwei Briefe erhalten hat. Weiter lesen!

BRAND III – Widerstand im reichen Land

Filmpremiere, 120 min

Im November 2012 beendete ein Aktivist mit einer aufwändigen Tunnel-verschanzung im Hambacher Forst die Stille um die seit 1972 betriebene Abholzung dieses ehemals gigantischen Waldgebietes im Städtedreieck, Köln, Düsseldorf und Aachen. Weit über die lokalen Grenzen hinaus wurde dadurch die Rodung der uralten Hambacher Wälder durch den Energiekonzern RWE bekannt. Heute stehen nur noch 10% dieses Waldes. AktivistInnen verschiedener Gruppen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, das Rheinische Braunkohlenrevier zu einem Kristallisationspunkt für den Kampf gegen Kohleverstromung zu machen. 5 Jahre später waren im Sommer und Herbst 2017 zusammen über 10000 Menschen an Protestaktionen rund um die Tagebaue beteiligt.

Susanne Fasbender blickt In BRAND III zurück auf erste Klimacamps im Rheinland, besuchte engagierte BürgerInnen gegen Gesundheitsschäden durch Braunkohleverstromung und erzählt die Geschichte der Waldbesetzung im Hambacher Forst. Sie hat in Kooperation mit dem Hambacher Forst Filmkollektiv über mehrere Jahre einige der vielen Ereignisse des Widerstandes begleitet, um diese individuellen Grenzüberschreitungen nicht nur zu dokumentieren, sondern ihnen einen Raum zu geben, in dem dahinter liegende Konzepte erklärt werden und persönliche Gedanken zu Wort kommen. AktivistInnen sprechen von Taktiken und Motivation, von ihren Erfahrungen damit, im Wald zu leben und sich gleichzeitig mit ihrem Kampf für eine lebenswerte Zukunft einer antiökologischen Aufstandsbekämpfung mit unsicherem Ausgang auszusetzen.

Freitag, 11.5.2018, 20 Uhr
Eintritt frei
Es wird einen kleinen Spendenaufruf geben

Filmclub 813
Kino 813 in der BRÜCKE
Hahnenstraße 6, 50667 Köln (Open Street Map)
http://filmclub-813.de/
www.brandfilme.org

Der unseren Planeten zerstörenden Profit von RWE und der „Kohleausstieg“-Betrug gehen weiter


Letzte Woche fand die jährliche RWE-Aktionärsversammlung statt, mit zahlreichen Protestaktionen innerhalb der Veranstaltung, außerhalb des Kongresszentrums und im Zentrum von Essen. Zahlreiche Aktivistengruppen kamen aus ganz Deutschland, Europa und weit entfernten Orten wie Kolumbien und Sibirien zusammen, wo RWEs Blutkohle mit Tausenden von Todesopfern gefördert wird (mehr als 5.000 Tote allein in Kolumbien durch Paramilitärs, die von den RWE-Vertragspartnern Prodeco und Anadarco offen bezahlt werden)
Mehrere Menschen einer Straßenaktionsgruppe wurden vor dem Kongresszentrum verhaftet und später wieder freigelassen. Zahlreiche Aktivisten verteilten und zeigten innerhalb der Versammlung große rote Karten für RWE. Es gab auch eine RWE-kritische Diskussion vor dem Essener Rathaus. Weiter lesen!

Zweiter Tag der Polizeiangriffe auf die ZAD

Update 23.4.: https://barrikade.info/Praktische-Infos-fur-die-nachsten-Tage-auf-der-ZAD-1036 Die Verhandlungen scheinen gescheitert zu sein. Für morgen wird eine Fortführung des gewaltsamen Militäreinsatzes in der ZAD erwartet.

Für den ersten Tag, siehe Räumungen in der Zad von NDDL jetzt
Zum zweiten Tag wurde die ZAD NDDL (Notre Dame des Landes) an diesem Dienstag von der Polizei angegriffen. Um 5 Uhr morgens begannen mehr als 2000 Cops mit mindestens zwei Räumpanzern, die Barrikaden am Westrand der Zad zu durchbrechen. Doch während dieses Tages, an dem riesige Mengen Tränengas und Blendgranaten verwendet wurden, kamen sie kaum voran. Die Polizeikräfte standen an Sperren und hielten die Leute zurück, während die Maschinen 4 Barrios beseitigten: No Name, Chèvrerie, Port und Tower, die bereits überrannt wurden von den Bullen am Montag, als sie damit fertig waren, die Strukturen zu zerstören und die Überreste von Strukturen zu zerstören, die am Montag zerstört worden waren. Weiter lesen!

RWE transportiert Holz der Fällungen der letzten 2 Tage dauernden Rodungssaison ab

Heute hat RWE am Ende der Secu Straße und entlang der alten A4 die geschnittenen Bäume aufgeladen, die dort seit der letzten nur 2 Tage dauernden Rodungssaison gefällt wurde. Dieser Rodungsstopp war ein gefeierter Höhepunkt für Hambi Waldbesetzung. Seither hat die Bezirksregierung Arnsberg erklärt, dass der Wald nicht erhalten bleibt und die Zerstörung des letzten Teils des Waldes von 2018 bis 2020 fortgesetzt wird. (In Nordrhein-Westfalen ist diese Bezirksregierung für die Genehmigung von Bergbauaktivitäten zuständig. Sie ist der RWE-Landesregierung untergeordnet, so dass ihr Standpunkt zu erwarten war. Siehe auch unseren Artikel Bezirksregierung Arnsberg genehmigt Rodung ab Oktober. Diese Entscheidung wird sicherlich vor Gericht angefochten werden.)

Dass RWE auftaucht, um ein paar hundert Tonnen Holz zu sammeln, ist in der Tat Vorbereitung und Wegbereiter für die nächste Rodungssaison. Diese Aktion wurde nicht von der Polizei bewacht, sondern nur vom privaten Sicherheitsdienst von RWE. Es ist auch bezeichnend, wie der finanzielle Wert von Ökosystemen im kapitalistischen Kontext dazu führt, dass wertvolle Ökosysteme wie Hambi zerstört werden. Wir werden nicht zulassen, dass das Leben und die Natur privatisiert werden. Denn zu leicht verschwinden sie, alles im Namen des Profits.

Knastgeschichte aus Ossendorf, wo die Hambi4 festsitzen

Hallo, ich bin Jus und in 2015 saß ich „alleine“ 3 monate, und 23 Tage im Hungerstreik. Dieser war für mich ein Protest gegen die ökologische Ungerechtigkeit die dem ganzen Planeten von RWE angetan wird und gegen den Staatsgefängnis-Industriellen-Komplex, der sie mit trägt. (Dieser Bergriff ist nicht umsonst angelehnt an den des militärisch-industriellen Komplexes). Es ist die gleiche Form des Protestes, den die 4 durchzuziehen scheinen. Denn neben vielen anderen Gründen, auf Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu reagieren, weigern sie sich, persönliche Informationen zur Verfügung zu stellen und sich zu identifizieren. Auch ich war in der JVA Köln Ossendorf, in der jetzt die 4 einsitzen. Danke an La Domain, dass sie mich gebeten haben, diesen Bullshit aufzuschreiben und nicht herunter zu schlucken.
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Hambi-Soliaktionen letztes Wochenende quer durch Europa

Wir sehen momentan ein ansteigendes Niveau von Repressions- und Polizeiaktionen im Hambacher Wald, weiter fortgesetzten Braunkohleabbau, einen zeitweiligen Rodungsstop für dieses Jahr, allerdings nur durch RWE, und ein ansteigendes Niveau von Propaganda und Drohungen seitens der Polizei, die diesjährige „Nicht-Rodungssaison“ zu nutzen, um über 20 Baumhäuser und mehr als 11 Barrios zu räumen, weil sie die größte giftige Braunkohlegrube in Westeuropa blockieren und natürlich die Rekordzahl von zuerst 9, jetzt 4 Gefangenen (1 ist auch schon zu viel, egal wer und wo). All dies hat am Samstag dem 2. Februar und bis Sonntag, 3. Februar dazu geführt, Weiter lesen!

Solidarität mit Hambi aus Australien

From: https://insurrectionnewsworldwide.com

Received on 05.02.18:

Solidarity from so-called Victoria, Australia, with imprisoned comrades from the Hambach forest occupation in Germany. On January 22nd, cops raided tree houses and barricade structures in the forest, and took 9 people into custody. We took this photo as a small part of the international day of solidarity with the Hambi 9 on February 3rd.

The occupation has for years now been an amazing and inspiring site of resistance against the continued expansion of Europe’s largest coal mine. It is part of a global struggle against ecological destruction brought on by capitalism.

Freedom for eco-defenders everywhere!

Heute, Die, 6.2. 19:00 Rundhaus – Druck Ablassen für die Hambi5

Alle kürzlich freigelassenen Hambi5 und alle ehemaligen Häftlinge sind zu einem Abend mit Ausstellungen von Gefängniskunst, Videos und Fotos vergangener und am Wochenende stattfindender Solidarität mit Gefangenenaktionen eingeladen. Außerdem werden Briefe an die noch in der JVA Köln sitzenden Hambi4 geschrieben.

Bitte bringt Essen, Fotos und Videos von dieser Mobilisierung am Samstag mit.

Der Dienstag wird auch ein Bestandsaufnahme-Tag sein für die bevorstehende Müllsäuberung im Wald. Es geht dabei um Schäden und allerlei Schrott, der von der Vielzahl von früheren Räumungen liegen geblieben ist und um große Mengen an Müll der auf der gesamten Länge der jetzt geschlossenen lokalen Wege und an der früheren A4 liegt. Wenn du helfen möchtest, bitte melde dich um 13 Uhr auf der Wiese und bleibe danach zum Gefangenen Solidaritätsabend.

Hambi Knast Geschichten 1

Freedom for all prisoners!

Es war mehr als nur eine magnetische Anziehungskraft, mehr als ein Instinkt. Es war mehr wie ein Ringen nach einem Atemzug als wäre ich zu lange unter Wasser gewesen, das mich sofort zum nächsten Gitterfenster zog, durch das ich nach draußen sehen konnte, nach 3 langen Tagen im Labyrinth der Arrestzellen, Fluren und Metallwürfel von Gefangenentransportern, die sofort nach meiner Verhaftung folgten, nachdem ich „verarbeitet“ war. Auf der Suche nach etwas Leben, etwas Natur, etwas Gras, Vögel, irgendetwas: da schaute ich auf ein vollkommenes Quadrat mit fest getretener Erde mit kaum Gras, das auf allen Seiten von 3 Stockwerken aus Ziegelstein und Stacheldraht umgeben wurde. Auf der Spitze der Antenne auf dem Dach gegenüber saßen aber zwei Elstern, an beiden Seiten direkt neben einer sehr reglosen Krähe. Weiter lesen!