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Mister Blue misshandelt durch RWE-Securites, Polizei verweigert medizinische Behandlung

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1uJS932 / 15
JVA Aachen
Krefelder Straße 251e
520708 Aachen

Am 7.10. wurde ein Förderband des Tagebau Hambach blockiert. Eine beteiligte Person der Aktion wurde wieder aus der Gefangenensammelstelle entlassen, die andere wurde einbehalten. Diese wurde am 8.10. dem/der Haftrichter/in vorgeführt und diese/r beschloss sie in U-Haft weiter einzusperren. Wir wissen, dass sie schwer am Handgelenk verletzt wurde. So schwer, dass sie freiwillig das Förderband verließ und nicht geräumt wurde! Kaum ist unser Mitstreiter Jus wieder frei, schnappen sie sich die nächste Person. Unglaublich! Weitere Informationen folgen.

8. Oktober
17 Uhr Die Person, die bei der Förderbandblockade am 7. Oktober festgenommen wurde, wurde heute dem Haftrichter vorgeführt. Der Vorwurf lautet schwere Körperverletzung. Bis zum Prozesstermin wird die Person in U Haft genommen.
14 Uhr Haftüberprüfung vor dem Amtsgericht Aachen.

7. Oktober

15:50 Uhr Stromausfall in Düren. Die Person wird nach Aachen verbracht, wo sie morgen dem Haftrichter vorgeführt werden soll.
15:00 Uhr Eine Person ist mittlerweile wieder frei, die andere wird gerade dem Haftrichter vorgeführt.
Gegen 5:30 Uhr erreicht uns ihr Anruf mit der Aussage, dass die Polizei sie nach Jülich bringen wird. Dann endet das Gespräch mit einem Schmerzensschrei.
3:35 Uhr stehen wieder alle Förderbänder des Tagebau Hambach still. 3 Korrektur: 2 Menschen haben sich diesmal zusammengefunden und sehen sich bereit, die Schikanen der Arbeiter_innen auszuharren und die anschließenden Misshandlungen der Polizei auszuhalten. 10 Minuten später ist kein Kontakt mehr zu ihnen möglich.

Angeblich wurden Fotos von der Polizei von 5 Vorgängen gesammelt, an denen der Inhaftierte beteiligt gewesen sein soll. So rechtfertigen sie seinen Haftbefehl. Sie werfen ihm Körperverletzung vor, da er angeblich einen Securityangestellten gebissen haben soll. Außerdem Hausfriedensbruch, Störung öffentlicher Betriebe, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Nach wie vor verweigert er seine Personalien, weswegen er außerdem unter erhöhte Fluchtgefahr eingestuft wurde. Briefe und Kippengeld sind sehr erwünscht!
Anscheinend wird es gängige Praxis, Aktivistis zu verprügeln und ihnen danach eine Anzeige wegen Körperverletzung und U-Haft reinzudrücken. Danke, deutsches „Rechtssystem“!

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